»ain 3 Januar. Der Pegilstanb ist hier 8,73, da« Wasser ist im Fallen, die sjiatht war stürmisch und regnerisch. In Cobienz zeigie der Pegel heute früh /,8J, in «maeidrück b 85 °n beide» Orten war da« Wasser im Steigen-
PlNgeidNtu v Die Donau ist in fortgesetztem Anwachsen, an den He
di ohi.ftm Stellen >n der Brigitienau und Lcopoldstadl wmd.n die Hauser g-r°umt, an den Dammböschungen sind partielle Ädruischungen vargekommen. Die Sich-rh-its- vorkihrungcn werden Mit dem Aufgebote aller Kiaite betrieben-
Berwiscdt«*.
Dann fehlt es den LandMirthen an Viehsutter, da bte Möchten doch die Zuckerfabriken
a3a,,CrffioUrHnflÜttn, 1- Januar. Gestern fuhren,d,e meisten Mitglieder de, Unter- stützunaS'Comtt^s zu zweien und dreien an allen Hauern vorbei und vntheiwn Brod Wie nöthig dies war, beweist die Anzahl der autzgegebenen Brote, eÄ roaren i ASeute fuhren der Landratb v. Wittgenfteln aus Köln und der Bürgermeister durch den Ort und spendeten Geldgaben. Morgen wirb ba« GomU« anbtrt 8eb‘n5mmd 6<bftn, Flrisch u. f. w , an den überfchwemmten Hausern verab, eichen. Nur bei einer solchen Rundfahrt lernt man so recht das unermeßliche Eiend kennen und ftnbet. wie armselig d,e Leute wohnen- Manche kriechm über einen Stell, um die Liebesgaben in Empfang nehmen zu können- Der Bau oon Baracken wird setzt an ersler S!elle^>n Angriff genommen werden müssen- -—.....----
meisten Rüben weggeschwemmt oder verdorben ftnb uuw VIV
ui b-r Nähe und Ferne hier durch unentgeltliche oder billige Abgabe von Rückständen
Mainz- Die üblen Nachwehen de« letzten Hochwafsers aus den Gesundheitszustand in hseiger Stadt machen sich gegenwS.tig l-'der n bes°rgnißerr gend-r Weis bemerklich namentlich ist es der Typhus, der bedenklich um si d greift- Es geht mied aus einem Schreiben hervor, welche« das zkreisgesunddeitsamt unter dem ( “J °u die dsifiaen A-r " erlassen hat, dasselbe lautet: „Da sich 'N neuerer Zeit der an Abdominal-Typ»»« Erkrankten, welche in das St. Rochns-Hosp'lal unimnommen^worben^sind in bedenklicher Weise vermehrt hat, so ersuchen wir die Herren"praktischen Acrzle hier unter Bezugnahme auf 8 8 der Mediciiial-Ordnung vom 2 August 1861 und 8 19- 2. Absatz, der B-rordnung vom 28. December 18<6 uns fortan sid-n Fall einer Erkrankung an Abdominal-Typhu, und zwar rmt Angabe von Aster Geschlecht, Stand und Wohnung des Eikrankten in kürzester Frist zur Anzeige zu bringen event. au» die gegenwärtig in Behandlung besindlichen Personen uns namhaft iU maTOnaini 2 Januar. Im Laufe des Itachmittag« sind eine Rech- sehr beunrubiaender'Nachrichten hör eingetroffeu. Die Arnoldi'sche Grundbahn ist bis zum '"abnbos^weiter gefühlt worden, das eiserne Geländer am Ludwigobahnhos wurde >uw-m°uert und in der Rheinstraße werden doppelte Dämme angelegt überall, wo vmaussichtlich das Hochwasser hindringen kann, werden Damme angelegt, die Dämme an den Thoren werden erhöht, die Misttärarbetter im Gartenseid sind um 2 Compagnien verstärkt worden; seit 12 Ubr ist das Wasser ade,mal, um 10 Centimete. Miegcn und zeigt socbin der Pegel 5,75 Meter. Gegen Mitternacht werden nach den Beeech- nungen^des städtischen Bauamtes die größten, bereits avistrten Wass-rmassen hier cm- treffen. Die Bevölkerung ist in keiner geringen Aus.egung. finh
Ludwigshafen, 1. Januar. Alle Schul- und andere ofsentliche Gebäud sind voll von nothleidenden Einwohnern au« den Ortschaften der unglücklichen Pfalz. Die meisten von ihnen sind bw zum Tode erschöpft, Viele krank vor Aufregung und Angst oder in Folge der Unbilden der Witterung, welcher die armen Menschen -s.ag und Nacht ausgesetzt waren. Vier Wöchnerinnen die sich unter ihnen. besind-n, sind, weil sie zu frühe entbunden hoben, dem Tode nahe. Ji> den umliegenden ^t.choften Mundrnhiim u. f. w. läuten seit einer Stunde wieder die «turmglocken. Mindestens 100 Häuser sind in jedem der Oite zusammengeüürzi. — In einigen kleineren Dörfern harren bie Einwohner noch auf den Dächern auf Hilfe, — d.e in vielen fallen noch nicht zu beschaff n ist. - Es sind zu wenig Boote und Kahne zur Persügumu Rh.iii und Neckar sind wieder im Steigen und überall werben Thüren und Kelle, offnungen oenammclt, Gartenmauern oeistärkt, Erddämme aufgewonen, um bas Eindringen de-
t,dfenban"nn6ne!tm, 2. Januar. Eine Anzahl Männer aus Mundenherm v-rsuchien hl-ute ben 9?r<farautr Damm, ben einzigen Sckutz Mannheims gegen eine U<btiflu1hung burd) ben Rhein, heimlich zu durchstechen, um dos Wasser pom ^'^e tigm Ufer nach hier ad» lenken Noch in der LfcUn Minute winbe btr Thal verr. elt unb bie Roth rün Mannheim adgewenbet- Auf dem ganzen Saum stehen tttzt M.l.tä^osten m-.t
scharf geladenem Gewehr.
Handel und Verkehr.
Limburg, 3. Januar. Rother Weizen X 17.20, Weißer Weizen X 17.00, Korn X 12.—, Gerste X 8.50, Hafer X 6.20, Erbsen X —, Kartoffeln X —«—
Frankfurt, 3. Januar. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu X 3—3.50, Stroh X1.70—2.00, Eier das Hundert X 6.50—9.00, Stück 6'/z—10H, Butter 1. Qualität X 1.20, 2. Qualität X 1.10, Kartoffeln per Gentner X 3.25—3.75, Kopfsalat per Stück 0 H, Wirsing 0—00 H, Nothkraut 0—00 das Stück, Gans 00—00 H pr. Pfd., Huhn X 0, 1 Ente X 0.00—0.00, 1 Taube 00—00 H, Hahn X 0.00—0.00.
Frankfurt, 3. Januar. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesigeru. Wetterauer X 193/a—20, fremder 21—223/4, Roggen eff. hies. 14—15, fremoer X 14—16Vr, Gerste effectw hies. u. Wettcrauer X17—18, fremde X 18—20, Hafer eff. hiesiger X 12*/8, fremder X 124/a—131/«. Rüböl eff. ohne Faß hies. m Parthien von 50 Ctr. X 36',2. Branntwein eff. ohne Faß X 45.
7.31) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in ein«* oder mehre Z-itungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von HAASE1\'8TEIÄit de in
Frankfurt a M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinvichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
an 16 Tagen .
- 0,74
März
Bilanz
Höchste Niederschlag
Juni Juli August Septbr.
4- 10,65 — 3,54
Niederste
Mittlere
Mittel früherer Jahre
Januar — 1,17 Februar —090
Temperatur in Gießen
December 1882.
— 10,5 OR.
+ 0,97 „
- 0,37 „
+ 9,0 „
3,37 Par. Zoll.
1862: 30,0 Zoll. H.
4- 7,11
Sehnliche Niederschläge hatten die Jahre 1876 : 30,2 Zoll und
im Mittel früherer Jahre an 17 Tagen 2,05 im Jahre le82 an 167 Tagen . 30,93 im Mittel frühererJahre an 171 Tagen 23,82
April — 0,10
Ma, - 0.63
Summe — 3,54
Erheblich abnorm bezüglich des Niederschlages waren nur Juli, September und November; lndeß waren die hiesigen Fluthen keineswegs excessio. Unter der Voraussetzung , daß in den rheinischen Gegenden der W'tterungsgang im Allgemeinen ein ähnlicher wa-, wird die Bermuthuug gestattet sein, daß die beispiellosen Fluthen daselbst keineswegs allein in so beispiellos abnormen Niederschlägen begründet sind; daß diese Fluthen vielmehr daS Resultat sich im Laufe der Zeit summirender kleiner ungünstiger Aenderungen in der Konfiguration der Flußgebiete sind (Entwaldung in der Hochschwe,z und sonst, sogenannte FlußcorrccUonen, Dränirungen, Aufschüttungen Eindämmungen u- s. w.), die allmählich auf eine Höhe gekommen sind, wo selbst kleinere Anomalien im Wttterungsgang bedenkliche Folgen haben können.
Im Vergleiche zum Mittel halten die einzelnen Monate um . . . Zoll zu wenig (—) oder zu viel (4-) Niederschlag:
+
1,30
October
4- 0,66
4-
2,10
November
+ 2,68
4-
0,66
December
+ 1,32
4-
1,93
Summe
+ 10,65
Für die Wassers schädigten im Großhcrzogtbum gingen weiter bei uns ein: August W'.N 10 X. Elise Will 5 X, von dem Personal der Bahnboireftauration Gießen 20 X, H. H 5 X, Stadtbaumeifter e>tief 5 X Pb Adoli 0,50 X, runder Tisch bet Schnell 3 X, G Hoß 1 X, F. F. 50 X, Fernie (2. Gab ) 2<)0 X, Wilson (2 Gabe) 20 X, L- Bücking (2- Gabe) 50 X, Hofg.-R. Hoffmann 10 X, Ung. 3 X Jnsgesammt 382,50 X Mit den gestern quttt'rten Beträgen nunmehr 211162. — Mtl herzlichem Danke bescheinigt diese Gaben und bittet im Wohlthun nicht erlahmen zu wollen Die Expcdition des „Gießener Anzeiger*.
A l l st e m e i u e r
Anzeiger.
Betanntmachunst.
Die Lieferung der für das Etatsjahr 1883/1884 bei Großh. Gendarmerie- Dlstrict Oberheffen erforderlichen Schreibmaterialien soll auf dem Weg der Submission vergeben werden.
Die Offerten sind unter Ueber- sendung von Mustern und deren Preise bis längstens den 8. Januar k. Js. aus dem DistrictS-Bureau dahier abzugeben, woselbst auch die Bedingungen angesehen werden können.
Gießen, den 31. December 1882. Großherzoglicher Gendarmerie-District
Oberhessen. 113 V e cf, Major u. DistrictS-Commandeur.
Bekanntmachung.
Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar: und Leihkassc angelegten .Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar:
Samstag den 6. Januar 1883
Dienstag „ 9. „ „
Mittwoch „ 10. „ „
Donnerstag . 11. „ „
Samstag h 13. „ „
Die Interessenten werden daher aus- gefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vor zctgung oer Schuldscheine sich zu legitimit en.
Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Sadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt silw
Die Herren Bürgermeister werben ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf orts- übliche Weise bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 24. November 1882.
Der Rechner der Spar unb Leihkasse.
«ehr.
Holzverstcigcrung
in der fürstliche» überfülltem Lich
Ju ben Distrikten F u d) s ft r a u ch, Kellers berg und Hol er soll nadj» verzeichnetes Holz versteigert werden:
Montag den S. Januar.
Schcith. Prügelh. Stock!). Neish.
Naumnicler. Wellen.
Buchen 10 21 2
Eichen 85 82 93 1750
Kiefern 0 46 69 1460
Dienstag den 9. Januar:
35 Eichenstämme 1. Klaffe, gesund und zu Werk- und Schnittholz vor- züglid) geeignet, mit zusammen 85,05 Cbm.,
33 Eichenstämme 2. Klaffe mit 34,38 Cbmtr.,
32 Kiesernstämme 1. Klaffe, zu 26erk- nnd Schnittholz laugltch, mit 43,87 Cbmtr.,
269 Kiesern-Baustämme mit 142,39 Cbmtr.,
3 Buchenstälnnie mit 3,54 Cbmtr.,
6 Hainbuchenstämnie mit 4,56 Ebm. Inhalt und
19 Rmtr. Eichen-Werkscheitholz.
Zusauunenkunft jedesmal M o r g e K s
10 Uhr im Fuchsstrauch, unweit oer Oberhessischen Bahn.
Lich, den 27. December^ 1882.
121 Wimmenaucr, Forstrath.
L'unstäg den (>. Januar, Vormittags 10 Uhr,
werden auf der Baustelle des Itolli* Petri III. auf dem Asterweg eine große Parthtc altes Bauholz, alte 'Bretter,
Fenster, steigert.
Thüren und alte Ziegeln ver
115
Mobiiicn-llerstcigerung.
Montag den 8. ds. Mts, des Bormittags von 9 Uhr an (und wenn nöthig, den folgenden Tag) füll erb- vertbeilnngShalber das zu dem Nachlaß des verstorbenen Johannes Laun- spach XII. dahier gehörige Mobiliarvermögen versteigert werden, als:
2 Kühe,
2 Rinder (eins trächtig >,
4 Schweine (Läufer),
6 Schafe (4 Mutterschafe, 2 Lämmer),
11 Hühner und 1 Hahn,
cd. 6 Ctr. Korn,
„ 16 „ Gerste,
„ 6 „ Hafer,
„ 2 Simmer Erbsen,
„ 80 Centner Erdgeivächse,
„ 60 „ Heu und Gnunmet,
„2'/, Fuder Roggenstroh,
„ 4Va ii Weizenstroh,
„ 6 „ Kromstroh,
Borrath an Wagnerholz,
1 Frnchtsegemilble, verschiedenes Wagnergeschirr, sowie Hauügeräthe aller Art, Weißzeug u. dgl.
Bemerkt wirb, daß das Bi eh, Frucht, Heu und Stroh zuerst zur Bersteigerung kommen.
Reiskirchen, den 3. Januar 1883. Großherzogl. Ortsgericht Reiskirchen. 126 Jünger.
Aeilgt'Volenes.
Ein schta g-Baum w ottflsr«!
in allerbester Qualität billigst bei
117 Martin LMccl, Marktplatz.
127 Ein guter, 8sitzigcr
Omnibus ist wegen Aufgabe deS Poftfuhrwerks zu verkaufen.
Friedberg- ^ried. Gunderloch.
Zwetschenhonlg
wieder frisch eingetroffen bei 134
J. A. Busch Söhne,
138 Ein schöner ^vcithüriger Küchenschrank mit GlaSanfsatz und mehrere ge wohnliche Tische sind zu verkaufen. Karl Zinlmcrmann, Neuen-Bauen 15.
SardeUtN, Sdvbinrn, Caviar, Capern empfiehlt billigst
Carl Fe tri
16 (norm. Ö- ®. Spruck.)
Heremnnm’ii Zalinwolle* zum angcndticklichtn Stillen ieden 8abnsdnnerzcS, Devot t Hülse 30 bet Oi'iih'u; Gcruardt. 1
Irische dcheillische
auf
empfehlen 133
J.l. liuscli Mölme.
la Zwelslhenhonig, Apstllrrant, Siullp
frisch in Anbruch genommen.
Carl Petri
15 (vorm. G. 6. Spruck)


