Ausgabe 
4.8.1883
 
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Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog und Ihre GroßherzogUche Hohe'.t die Prinzessin Alix, mit Miß Jackson und Herrn Muther als Begleitung verdleiden zu ; metterem Gebrauch der Seebäder in Houlgate. , t , i

Ihre Großherzogliche Hoheit die Prinzessin Elisabeth sind schon vor einigen Tagen mit Ihrer Majestät der Königin von Windsor aus ebenfalls in Osborne ^V'Derbleiben in Osborne und England ist nur auf vierzehn Tage bemessen die Allerhöchsten Herrschaften werden voraussichtlich um die Mitte des Monats August von England direct nach Paris reisen, dort mit den von Houlgate kommenden jungen Herrschaften Zusammentreffen und dann nach Darmstadt zurücktchren.

' Aus Heffeir, 29. Juli, schreibt man derK- Ztg.": Der eben veröffentlicht Entwurf eines Kirchengesetzes über die Erhaltung der kirchlichen Ordnung in Bezug auf Taufe, Trauung und Confirmation enthält auch die Bestimmung, daß die kirchl^e ! Trauung zu versagen sei bei Ehen zwischen Christen und Nichtchristen. In der Be­gründung wird hierzu bemerkt:Die staatlich geschlossene Ehe zwischen Christen und . Nichtchristen wird von der evangelischen Kirche zwar nldjt perhorresctrt, aber emsegnen < kann sie dieselbe nicht lassen, da der eine Theil der Nupturtenten dem Christen hum nicht angehört. Sie folgt hierin der Schrift I. Kor. 7, 1315, wonach das christliche Weib die Ehe mit einem nichtchristlichen Manne, wenn sie einmal geschloffen ist, zwar ; ertragen, aber es gestatten soll, daß der ungläubige Mann sich scheidet, sobald> er will, , während sonst (siehe V- 10) der Grundsatz der Nichtscheidung gilt. Der Apostel Paulus sieht also eine Ehe fraglicher Art nicht als religiös vollgültig an duldet sie zwar, rath aber gewiß nicht zu ihrer Schließung in christlicher Form Bet einer religiösen Funda- mentaloerschiedenhett wie bet Christen und Nichtchristen kann im ehelichen Leben nicht die innere Glaubensübereinstimmung stattfinden, wie die Schrift und das Chrtstenthum sie zur segensreichen Führung des Ehestandes der Ehegatten fordert, welche den kirch­lichen Segen für ihren Bund verlangen." v c ,

Angesichts der mannigfaltigsten kirchlichen Kundgebungen dieser Art ist es ein erfreulicher Gedanke, daß unsere staatliche Ehegesetzgebung wenigstens alle aus Ver­schiedenheit des Glaubensbekenntnisses begründete Hindernisse der Eheschließung be­seitigt hat und es den Gatten überlaßt, selbst für die innere Uebereinstimmung in ihrer Ehe 31. Juli. Obwohl die dreijährige aktive Dienstpflicht in Deutschland

gesetzlich besteht, so ist doch durch das Institut der Dispositions-Urlauber jenes Princip weitgehend modifictrt worden. ES treten die bezüglichen Vergünstigungen jedoch bekannt­lich erst nach Absolvirung deS zweiten Dienftjahres in Kraft, und zwar nur bet solchen Mannschaften, deren dienstliche Qualtfication sie dazu geeignet erscheinen laßt, voraus­gesetzt, daß die entstehenden Lücken anderwett gefüllt werden können. Letzterer Umstand hat bei manchen Interessenten zu mißverständlichen Auslegungen geführt, wetzhalb es angezetgt erscheint, die maßgebenden Gesichtspunkte an der Hand der reglementmatztgen Bestimmungen einmal zu rekapituliren. Es ist also daran festzuhalten, daß derartige Beurlaubungen bestimmungsgemäß nur an den allgemeinen Reserve - Entlossungs- terminen erfolgen dürfen. Ausnahmen sind nur statthaft bet unvorhergesehenen Ein­stellungen unsicherer HeereSpfltchtiger, brotloser Rekruten oder bet Annahme von Kapitulanten. Für die Auswahl ist, wie der 8 44 deS Rekrutirungsordnung vorschrewk, das Lebensalter der Mannschaften, sowie die Rücksicht auf häusliche und dienstliche Verhältnisse maßgebend. Ein derartiger Beurlaubter kann aber bis zum Ablaus des dritten DienstjahreS jederzeit wieder etnbeordert werden.

Einen sehr einleuchtenden Beweis für die wachsende Bedeutuna der Gott- hardtbahn in Bezug auf die Gestaltung der handelspolitischen Beziehungen Deutschlands zu Italien liefert die statistisch feftgestellte Thatsache, daß der deutsche Sprit-Export nach Italien, welcher im ersten Beiriebsjahr der Gotthardtbahn 28,969 Kubikmeter be­trug, schon im folgenden Jahre auf 87,418 Kubikmeter gestiegen ist. Dieser Export würde sogar einen noch höheren Betrag erreicht haben, wenn nicht Italien die Sprit- Erzeugung im eigenen Lande auf alle mögliche Weise begünstigte und der deutschen Concurrenz durch finanzielle Prohtbitivmaßnahmen den italienischen Markt zum Theil verschlossen gehalten hätte.

Italien.

Casamieciola, 2. August. Von deutschen Badegästen sind gerettet die Familien Sommer, Just, Mohrenschmied, Schisfling, Heyroth, Wagner, sowie Frau Bertha Held. Dagegen sehlen von der deutschen Familie Herrmann 6 Personen. Nach Neapel sind wieder 650 Verwundete abgegangen. In Laco Ameno wurden von 1593 Einwohnern nur fünf gerettet.

Telegraphische Depeschen.

Wolffs telegr. Correspondenz-Bureau.

Berlin, 2. August. DerDeutsche Reichs-Anz." veröffentlicht die Er­nennung des bisherigen Hof- und Dompredigers Dr. Wilhelm Bauer in Berlin zum General-Superintendenten der Rheinprovinz, des bisherigen Ober-Dompre­digers und Superintendenten Nebe in Halberstadt zum General-Supenntendenten der Provinz Westfalen und des bisherigen Consistorialraths und Superinten­denten Taube in Bromberg zum zweiten General-Superintendenten der Pro­vinzen Ost- und Westpreußen.

Telegramm des deutschen Botschafters aus Castellamare: Soweit bis jetzt bekannt, kein Deutscher aus Ischia verunglückt. Gerettet Dr. Sandvoß und Frau, Maler Eichler, Architekt Gelik und Frau.

Jena, 2 August. Heute früh sand am Grade Sckeidler's, dcs Mitbegründers der Burschenschaft, eine stille Gedächtntßfeter statt- Um 11 Uhr setzte sich der Festzug zur Enthüllung des Burschenschafts-Denkmals tn Bewegung. Die Stadt ist festlich geschmückt, aus Deutschland und Oesterreich sind zahlreiche ehemalige Mitglieder der Burschenschaft anwesend. Sämmtliche Burschenschaften sind durch Deputationen vertreten.

* Der Festzug durch die Stadt bot einen prächtigen Anblick und verlief auf das Glänzendste. Voran ritten die Chargtrten der JenenserGermania",Arminia" undTeutonia", dann folgten die Burschenschaftsfahne, die Ehreugäste, 43 Ehrenjung­frauen und 500 Burschenscbaftsmitglieder. Als der Zug aus dem Eichplatze ange­kommen war, fand die Enthüllung des Burschenschaftsdenkmals statt. Die Festrede hielt Dr. Keil uns Weimar, der mit einem Hoch auf Jena schloß. Alsdann sank die Hülle unter den brausenden Hurrahrufen der zahlreich Versammelten. Der Bürger­meister-Stellvertreter Polz übernahm das Denkmal Namens der Stadt und brachte ein begeistertes Hock auf Se. Majestät den Kaiser aus. Den Schluß der Feier bildete der Gesang des LiedesDeutsckland, Deutschland über Alles". Heute Abend findet ein Commers auf offenem Markte, morgen ein Ausflug statt.

Casamicciola, 2. August. Der Minister für öffentliche Arbeiten hat die energische Förderung der Aufräumungsarbeiten angeordnet. Wettere militärische Kräfte und 200 Bahnarbeiter sind angekommen, der Barackenbau wird eifrig betrieben. Heute um halb 11 Uhr Vormittags beschäftigte man sich mit der Hervorschaffung zweier seit 85 Stunden verschütteter Lebender.

Casamiceiola, 2. August. Von allen Seiten, von Privaten, Gemein­den und von den Provinzen gehen reiche Spenden für die Beschädigten ein, der Malteserorden hat sein Hospital in Neapel zur Verfügung gestellt. Der Besuch des Königs hat ermuthigend aus die Bevölkerung eingewirkt. Die Zahl der Opfer in Forio wird jetzt auf 400 angegeben. Die Arbeiter und So. baten werden von den Pompiers unterstützt, die dem Einsturz drohenden Mauern werden mit Dynamit gesprengt, zur Verhütung von Diebstahl und Plünderung sind Vorkehrungen getroffen, eine aus wissentschaftlich gebildeten Sachverständi­gen bestehende Commission wird demnächst eintreffen, um zu untersuchen, ob neue Gefahren drohen. Ein Wiederaufbau der zerstörten Städte wird nicht für wahrscheinlich gehalten. Von dem Schrecken, den die vorgestrige Erderschütterung verursachte, hat die Bevölkerung sich wieder erholt. Von den Dampfern werden ununterbrochen Verwundete nach Neapel übergesührt, unter den dahin Trans- vortirten befand sich auch ein lebend ausgegrabener 80jähriger Mann. Bis

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jetzt sind etwa 650 Verwundete nach Neapel gebracht und etwa 1000 Todte beerdigt worden.

Bei seinem Besuch auf Ischia begab sich der König selbst nach sehr schwer zugänglichen Orten, so daß die Minister de Prelis und Mancmi dem Könige nicht überall hin zu folgen vermochten. Der König hat 100,000 Frcs. für die schwer betroffene Insel gespendet und wiederholt den Entschluß kundge­geben, Alles zu thun, um unverzüglich das Loos der unglücklichen Hinterlassenen der Opfer zu erleichtern. In der Begleitung des Königs befand sich auch dec Bürgermeister von Lacco, welcher seine Frau und seine Kinder verloren hüt. Bei Fortsetzung der RettungSarbeiten, die durch die neuerliche Erschütterung verzögert wurden, sind noch mehrere Personen lebend aus den Trümmern her­vorgezogen worden. Viele Werthgegenstände wurden ausgefunden. Die Ver­wesung der Leichname schreitet so schnell vorwärts, daß wiederholt die Fest­stellung der Identität hat unterbleiben müssen. Man glaubt jetzt allgemein, daß die Katastrophe nicht in Folge eines Erdbebens eingetreten ist, man bemerkt nämlich, daß dieselbe nur dort eintrat, wo reichliche Thermalquellen fließen.

Neapet, 2. August. Der König ist gestern Nachmittag wieder hier eingetroffen und wird heute die Spitäler besuchen.

Nyiregyhaza, 3. Aug. TiSza-Eszlarer Proceß. Sämmtliche Singe« klagte wurden freigesprochen._____

Lokales.

Gießen, 3. August. Bet dem vom 3. bis 8. August in Amsterdam stattfindenden 13. ntederiändlschen Bundesturnfest wirb auch der hiesige Turnverein durch sem Mitglied Theodor Rühl vertreten sein.

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Kaum waren die beiden Leicken von der Unglücksstätte fortgeschafft und n Portierhause niedergelegt [worben, als plötzlich beinahe an derselben Stelle e < des Mauerwerks einstürzte und die untenstehenden Feuerwehrleute Müller und Dcy'm Pfennig verschüttete. Müller, dem die Stein; die Schädeldecke ein geschlagenyan» wurde als Leiche hervorgezogen, während Schimmelpsennig, der einen Arm-und Dem erlitten, nach dem Krankenhause Bethanien gebracht wurde. Der Brand-Jnspcclo selbst entging bet dem Zusammensturz der Mauer nur mit genauer Roth be * Ein Stein streifte ihn den Arm. Trotz deS ununterbrochenen Vorgehens der die mit den Dampfspritzen geradezu wolkenbruchartige Wass-rmassen in die or Baulichkeiten schleuderte, schien der Brand noch beständig an Gewalt zuzuney - dem Färbereigebäude schlugen die Flammen einerseits nach dem an der Grenz Cabanis'schen Grundstückes belegenen Trockenthurm und Letzten diesen in -o^on , j andererseits auch das an der Spree gelegene Fabrikgebäude Feuer fing. V o v so furchtbar, daß der Mörtel theilweise herabfiel und d'e Mauern barstew ^o)aJÜ, Fabrikgebäude pflanzte sich das Feuer auch noch auf das an der ©wm $ Dar amt gelegene Fachwerkgebäude fort und setzte daS Lager in Brand- In-. ^»^i» auch der Gouverneur von Berlin auf der Brandstelle erschienen, währ n _ oberst v. Herquet, der einer der ersten zur Stelle war, die Maßnahm n Mannschaften leitete. Erst nach etwa dreistündiger ununterbrochener Arbeit, geg ^

Morgens, schien die Macht des Elements gebrochen ru s-tn, nachdem da, 0,

und das Färbereigebäude mit den Trockenraumen fast vollständig, 9lM~flJunfl§arbeM und Lager nur theilweise ausgebrannt waren. Die vollständigen Ablsckung zogen sich bis heute srüh hin. Um 9 Uhr gab -tn- Dampfs-rltz- bestind.^^^ Die bereits in der Nacht begonnenen Aufraumungsarbetten. können ^sucht M werden, nachdem alle Baulichkeiten mit Bezug auf die Einstu A b § Augenblicklich ist das Grundstück streng abgesperrt. Heber die Entstehung

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Mainz, 31. Juli. Auf dem Gerüste des dritten Mainzer Strompfeilers begann gestern das Versenken des Caissons. Bet gutem Wetter und dem jetzigen Wasserstande kann der Pfeiler drese Woche noch auf dem Rhetnboden ankommen und rst bannt die größte Gefahr überstanden; nur ein Meter mehr Wasser als der jetzige Rheinwassn- stand bringt aber eine Verzögerung von mehreren Tagen. Das Durchdringen des Keeses und der oberen weichen Lettenschichten nimmt dann noch, je nach der Tiefe, in welcher sich der gute Baugrund befindet, vier bis sechs Wochen m Anspruch, so daß voraussichtlich Ende September dieser letzte Pfeiler die Höhe der andern errcichl haben wird. Wenn man den ralchen und sicheren Fortgang der Fundationsarbeüen der Brückenbauten beobachtet, kann man den Fortschritten, welche in dieser Richtung in der Technik gemacht wurden, seine Anerkennung nicht versagen. Durch das Verfahren mittelst comprimirter Luft wird es möglich, in weniger als Jahresfrist mit einem einzigen pneumatischen Apparat die fünf Pfeiler auszusühreu, während bei ben herr­schenden Wasser st ariden des Rheines die Fundirungsarbetten, bei welchen ein Fcrnhalten des Wassers durch Abdämmung und Pumpen angenommen ist, mindestens in IVr Jahren nicht in Gang hätten gebracht werden können. M

Berlin, 1. August. Wie bereits gemeldet, ist in der vergangenen Nacht die Berliner V^loetsabnk (Actienfabrik), Kopnickerpraße 1820, durch eine Feuersbrunst zer­stört worben. Auf dem Grundstück, das zur Linken die Färberei von Cabanis, zur Rechten das königliche Proviantamt hat und hinten von der Spree begrenzt wirb, standen zunächst mit der Giebelsette nach der Köpnikerstraße zwei massive, vier Stock hohe Gebäude, von denen das eine, das eigentliche Färbereigebäude, mit Trockentbürmcii versehen war. während sich in dem andern das Kesselhaus und die Schneidesälr be­fanden. An der linken Grenze waren die Comptoirräumlichkeiten und Fabr'kanlagev. Ein massives Quergebäuoe, hart am Ufer der Spree gel gen, diente als Fabnk und Wohnhaus, während an der rechten Grenze ein halbmassioes Fachwerkg bände zua> Lagerraum für Blauholz und andere Rohmaterialien bestimmt war. Gestern Abend kurz nach 11 Uhr, als noch einige der Fabrikarbeiter mit Rohrlegen auf dem Grurib-

stück beschäftigt waren, bemerkte plötzlich einer derselben rn den Schnerdesälen, wckye -.-Mit au§ ben dicht an das Kesselhaus grenzen, einen Hellen Feuerschein, worauf, ehe noch eine Meldung Me keinen möglich war, eine mächtige Flamme zu den Fenstern herausschlug. Als die «Mi ' M deshalb t

Spritzen aus dem D pot m der Köpnickerstraße eintrafen, standen bereits daS Kessck JJofi auf

Haus, die Schneidesäle und der darüber gelegene Theil des Dachstuhls in Hellen Flammm, während brennende Velvetstücke in der Lust umherflogen und so die ganzen laßen durch Flugfeuer gefährdeten. Obwohl sofort eine Dampsspritze und mehrere Dru»- spritzen in Thätigkeit traten, griff das Feuer doch unaufhaltsam weiter um fick mb setzte das eigentliche Fäibereigebäude mit den Trockenthürmen in Brand. Jnzwisam> waren auf die MeldungGroß-Feuer" auch sämmtliche Mannschaften der 1, 3. uw 5. Compagnie unter Commando des BrandinspekiorS Roel auf der Brandstätte ei«- getroffen, die sofort noch 3 Dampispiitzen und 6 große Druckspritzen zur BekampsMk des entsesselten Elements tn Thätigkeit setzten. Der Hauptangriff ge'chah von ter Köpnickerstraße und von dem Hof des Grundstücks aus, während einige Spritzen Sickerung nur den Nachbargrundstücken Aufstellung nahm'-n und von h er aus nco Kräften den Angriff unterstützten. Das Hauptaugenmerk des Oberleitenden mutzte r® darauf richten, das Feuer in dem großen Färbereigebäude und den dort belegercn Trockenraumen zu ersticken und eine Weiterverbreitung zu verhindern. Der ent r» Kurzem angestellte Brandmeister Stahl der 1. Compagnie, der sich zur Zett der Metou^ als du jour-Dfficiev in der Hauptfeuerwache tn der Lindenstraße befand und |o ei her ersten auf der Brandstelle war, begab sich daher in Begleitung deS Ooene - manns Mendelburg trotz Qualm und Rauch über die tn das Färbereigebäude Yin führende hölzerne Treppe in einen der Trockenthürme, um von hier aus das Feuer g bekämpfen. Kaum waren sie hier angelangt, als plötzlich der ganze Trockenraum F fing und die Stichflammen ihre Kleidungsstücke in Brand setzten. Nur mit grov Mühe gelang es Beiden, sich bis zu einem der Thurmfenster hindurchzuarbeiten ui von hier aus nach Zertrümmerung der Scheiben um Hülfe zu rufen. Obwoyt den Umstehenden versucht würbe, ihnen durch Rettungslutern und Sprungtücher » Hülfe zu kommen, so dauerte das für die Obenstehenden doch zu lange, um so m««. da sie bereits am ganzen Körper lichterloh brannten. Um nicht d m Flamme anheimzufallen, blieb den Beklagenswerthen nichts übrig, als den verzweifelten aus der vierten Etage auf den gepflasterten Hof zu wagen, ohne die Anrunp , Sprungtücher abzuwarten. Es war ein Todessprung. Die Unglücklichen wurv mehrfach gebrochenen Gliedmaßen aufgehoben und gaben bereits nach wenigen jk»