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[Son c e r t ] Der von verflossenem Juli noch in gutem An venken steh ende Overnsänaer Herr Siegler hat eben wieder auf seiner Durchreise unsere Stadt be­sucht Dflnst?g und Mittwoch spielt diese Gesellschaft in der Restauration Bramm. Wir wünschen derselben einen zahlreichen Besuch.

Warum stellt dieser Verein seine Mittel nicht Krankenpflegerinnen aus allen Consessionen zur Disposition? Haben unsere Krankenpflegerinnen be£ Alice-Vereins, haben die evangelischen Diakomsstn sich so schlecht bewahr^'^aßman eigens einen Verein - aus allen Consessionen! - zu stiften den Beruf fühlen müßte nur um Pflegerinnen aus einem fpecifisch katholischen Institut heranZuztehen? Wollen die barmherzigen Schwestern sich wirklich nur und ohne Nebenabsichten der Krankenpflege widmen, so werden sie gewiß auch recht nützlich für unsere Stadt sein können. Anderwärts hat man die Erfahrung gemacht, daß sie nicht immer ohne Nebenzwecke ihrem Werke nachgegangen sind, sei es auch, daß sie eine längere Zett olles propagandistische Wesen vermieden hätten- In etwas auffälliger Hast hat der neu constituirteVerein für Krankenpflege" seine Statuten sogleich m der ersten Sitzung berathen und angenommen." Dies scheint ein wenig nach Mache und Directoren hinter den Coulissen auszusehen. Dennoch glauben wir gerne, daß keine propagan­distischen Nebenzwecke bet den gegenwärtigen Leitern des Vereins obwalten- Ader wer verbürgt das Verbleiben derselben und daß nicht noch etwas weiter im Hinter­gründe Leute sind, die den Verein allerdings zu Nebenzwecken benützen? Diebarm­herzigen Schwestern" stehen unter Oberen, die ihrerseits durchaus unabhängig vom hiesigen Vereine sind und auf Nebenzwecke im Allgemeinen entfernt nicht verzichten. Unter diesen Umständen erscheint es doch als eine eigentümliche Zumuthung an uns Evangelische, einem Verein betzutreten, dernut" den Zweck hat, eine Nlederlasiung .barmherziger Schwestern" zu ermöglichen. Daß der Vereinlebertnann ohne Rücksicht auf confesstonellen und politischen Standpunkt" gebrauchen kann, ist gerne zu glauben. Warum sollte evangelisches und jüdisches Geld verschmäht werden, wenn man s bekommen kann? Wie unsere jüdischen Mitbürger sich stellen wollen, überlassen wir billig ihnen selbst. Für uns evangelische Christen erscheint es, so lange der neue Verein nur einem katholischen Institut zu Gute kommen soll, wie eine kirchliche Anstanospflicht, uns zurückzuhalten. Etwas anderes wäre es, wenn die Sache unter der richtigen Firma betrieben würde." Gewiß können mir auch einmal einem kathol.schien Hntereffe uns dienlich erweisen- Aber dafür stiftet man eben fernen interconfessionellen

Verein " Das behandelt man von Fall zu Fall, von einer Bitte zur anderen. Ein InterconfeffioneUerVerein" bat nur Sinn und Recht, wenn er auch eine Mittel ohne Rücksicht auf die consessionellen Unterschiede verwendet; einVerein sür Kranken- xflege" von dieser Art hat principietl seine Mittel Krankenpflegerinnen aller Con- cessionen zuzuweuden! Von dieser Art ist der Allee-Verein Unter Gestchtspuntt existirt keinerlei «edürsniß nach einem neuenVerein" an hiesigem Or , da bekanntlich die stahl der Krankenpflegerinnen aus diesem Veretn soeben noch entsprechend erhöht worden ist und jeden Augenblick weiter erhöht werden kann Will man dennoch den neuen Verein noch dazu, so trete derselbe alskatholischer Verein aus! Dann würde wenigstens jeder wissen, wem er in Wirklichkeit »u Wunsch und Willen ist,

15/in Cuunycii|tyci ouiyti.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 28. Oft. Auf dem heutigen ^axtt foftete ber Gentner 5eu «X 3.00-4.00, Stroh <X 1.702.20, Eier das Hundert «X 67.o0 Stuck ß ,2-^-^Butter 1 Qualität <X. 1.30, 2. Qualität -X 1.20, Kartoffeln per Gentner <X 3.003 50, ^nnffalat ner Stück 5 Wirsing 58 H, Rothkraut 1220 das Stuck, Gans <X 4.008.00, Huhn <X 1.00, 1 Ente «X 1.802.50, 1 Taube 50 H, Hahn M ^Merg, 28. Oktober. (Fruchtpreise.) Weizen M 18.80 Korn M 15.68, Gerste <X 13.50, Hafer <X 12.26, Erbsen «X 16.40, Lein <X, Samen X 26.00, Kartoffeln «X 6.08. ____________

»tantfuri a. M., 30. October, Nachmittags 2 Uhr Min. (TelegrEcher l5m>rsberickt Mitgetheilt durch das Bankgeschäst Albert Kaufmann m Gießen.) Cr^dstactie?261b/g, Staatsbahnociien 2SN/4,^ Galizier 265'/-, Lombarden 112'/«, Nord- meftbabnactien 174Vs, Darmstabter-Bankactren, Oberschlesische E.-B.-Act. 259^8, Oesterr Silberrente 65'-/.«, 4°/o Ungar. Goldrente 74-/,«, 4°/« 1880er Russen,S^/j, 5o/n i877r Russen, 2. Orient-Anleihe 55% Spanier 63'/ik, 5/o Omanische Rente, 4o/o Unific. Egypter 70V2, Disconto Comm. 205, Gotthardbahnactren 955/6. Tendenz ____________

Eingesandt.

, . . gnnMmnrr?n auch für diesen Winter der alte Rathhaus-

den Stadtvorstand, durch de^en W ) Sodann wandte er sich mit freundlichen,

saal dem ,Feierabend zur Verfügung 1 9 bor, was man ihnen im

cindrivgevden Worten an d'e Lehrling ^gtan eine Erzählung von dem Jugend- Feierabend" b,e,er> wollr. indem -r im befonber§ b-rvorhob,

iarber^^Xb^^ben fielen auch ein Stück des von vielen entbehrten Eltern- hauses, ein Stück ermahnte ßeräfiee"nbU4' zu einem ordentlichen gesitteten

Verhalsin im iF-ierabend" selbst und-us ^"^heu^ur'tu Anstand Zucht und

MS oder zu lesen, und trotz ^ n Zahl w ©adj- und Ortskenntniß der

Stande gekommen. Dies geschah besonder Wmter eifrige Besucher des

llb.u M *»>*«'?* nWUd,.&.Ä

einen für Jedermann zugänglichen Vortrag Saite ä desselben, d-e

lebhajter auf den Be uch d'-s-s V°rt °gs Qutm«riam, 11^ benen

Arbeiter- u n b U n f al la c r f gigtnffiaft als^R-ichstagsabgeordnet-r ganz be-

stch Herr v^Gutjlei, ch n g I i t bekanntlich an dem Entwürfe, den

ÄeraM in Betreff dieser Frage aufstellten, in hervorragender

Weife ""^"beitet. Hausfrauen machen wir heute aus die B-kamst-

machungen^bez'Polizeiamts tm^mtUchen Theile unsetts Blattes, E^zade^?«"Lesern scharfer zu Werke geht- —gs

Vermischtes.

M h Fi n rb 28 Oktober. Der an dem Bahnübergänge vor dem Wetzlarerthor Abenb^von^e^m"mn^7 ^^^^^^^n^^r^^^^g^n^MN^Sch^^zugE^wücher^an G%a1ttrunb Boden ge^ Ls

Äl^al :.® « ihm nicht Ivahrgenommene Schnellzug schon heran-

geeilt kam- ______________

672 Meter Grabgarten 1224 Meter Hosraithe 736 Meter Grabgarten 1689 Meter Grabgarten

daselbst, I 61971/iqo, daselbst, I/61970 ioo, daselbst, I/6197d/ioo, daselbst, I/61977 ioo,

Dienstag den 21. November,

Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Im­mobilien des Heinrich Keck

Flur 1'616, 44 Meter Hofraithe, auf den Nenen-Weg, 1/617, 106 Meter Hosraithe daselbst, I 619,9, 1350 Meter Hofraithegrnnd

XVI1292, 3069 Meter Acker, auf die Chaussee hinter der, Pulvermühle meiftbietenb versteigert werden

Gießen, den 28. Oktober 1882.

u B ' Großh. Ortsgericht.

7156________Müller.__

IHittrood) brn 1 November,

erben in bergtt^den proitfc(9Bda=

100 Gebund, unb ca. 15 Centner He«. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, ben 30. Cctob« 1882*,

7165 Gerichtsvollzieher.

Mittwoch k>en 1. November-

Nachmittags 2 Uhr,

sollen in ber Flett'scheu Hosraithe basier mehrere Sopha, runbe jhe,

schränke, Waschtische, Oeldruckbilber, Schreibpulte, Kommoben, Kleider­schränke, Spiegel, Nachtschränkchen, 2 Büchsen (Flinten), 1 Pserb und sonstige Gegenstände

öffentlich meistbietend versteigert werden Die Versteigerung kann auch eventuell im Hause des betr.Schulbners abgehalten werben alsdann aber doch Zusammenkunft in der SlcttWn

Gießen, ben 25. October 1882.

Bauer,

171

Großh. Gerichtsvollzieher.

Allgemeiner Anzeiger.

U1ÄT S«,

Mirabellen- und Kirschenhochstamme

7174

7159

37 Uhr.

Gießen, den 30. October 1882. ,

Büdner, Gr. Genchtsoollzreber.

Bskanntmachung.

Die Real schul aelder pro II. Quartal 1882,83 Juli SluaufT September können in den nächsten 8 Tagen noch ohne Kosten an ?e73aÄ^®ien^tag, Donnerstag nnd Samstag zur hiesigen Kasse bezahlt werden.

Gießen, den 26. Oktober 188^ dkealschulkaff-r-chn-r.

70g6 Enders, Stadtrentmeister.

Mittwock den 1. November d. Js.

beginnt im Geschästsiocai des Kaufmanns A C. Weber, Kahn- hofstraste, hier ein ,

vollständiger Ausverkauf

dessen gesammten Waarenlagers, bestehend in: Leinen, Chiffon, Piqus's, Damast, Tischtüchern, Taschentüchern, Einsätzen, fettiger Herren-, Damen- und Kinder-Wäsche, bunten und weißen Lsorhang- stoffen, Hanbtuchdrell, Schürzen, L-°allieies Vorsteckern, Hauben, Corsets, GlacS- und Winter-Handschuhen, Blumen, wollenen Unter­jacken, Hemden und Hosen, Cravated re. re.

Preise fest, unter Fabrrkwertb.

Der Laden ist geöffnet Morgens von 9 12, Nachmittags von

7169 Auf gute erste Hypothek sind zu 4^2pCt. 6400 Mk. auszuleihen.

Chr. Vix am Neuenweger-Thor.

Lande wird gesucht von 0:^;,^^ Fran Kappes auf ber Lietngsyoye.

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ZlnCnPettn- -------7107 Hin ordcnMch^MädcheN vom

Versteigerung.

Dienstag den 31. Oktober,

Morgens 11 Uhr,

ollen im städt. Pfandlokal, Seltersweg. 1 Kleiberschrank, 1 Küchenschrank, 1 Kommobe, 1 Oekonomiewagen, 1 Grab- benkmal, 2 Grabsteine, 3 Grabkreuze nebst 3 Sockel unb 3 Untersockel

gegen baare Zahlung nerfteiaert werben. Gießen, ben 48. Oktober 1882.

Der Pfaubmeister:

7145 ___________Horn.

Versteigerung»

Mittwoch den 1. November,

Nachmittags 2 Uhr,

wirb an ber Asterweg-Brücke eine große Quantität Pappel-Brennholz gegen Baar- Zahlung versteigert.

(vorm. G. C. Spruck).

6698

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