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zu gewähren.

Paris, 28. Octbr. DasJournal officiel" wird morgen eine Ver­ordnung veröffentlichen, in welcher Formalitäten festgesetzt werden, welche die Polizeibehörde sür den Tranport des Dynamits aus der Fabrik bis zum Otte seiner Bestimmung anwenden kann.. Die Regierung hat beschlossen, eine ständige Garnison nach Montceau-les-Mines zu legen. Der UnternchtS-

Kesterreich.

Innsbruck, 28. Octbr. Der Verkehr auf der Bozen-Meraner Bahn wurde eingestellt, der Verkehr auf der Bahn Trient-Lavis ist unmöglich. Beide Geleise zwischen Greis und Brenner sind unfahrbar. Auch im Brixener Be­zirke schwellen die Bäche an und aus Niederdorf und Toblach wird Wassernoth gemeldet. Alle Nachrichten deuten darauf hin, daß sich die Katastrophe von Neuem und vielleicht noch furchtbarer wiederholt, da die provisorischen Schutz­bauten kaum standhalten dürften und das Erdreich überall gelockert ist.

Innsbruck, 28. Oktober, Abends. Die am Nachmittag eingetaufenen Nach­richten bestätigen den Einbruch einer noch größeren und furchtbaren Katastrophe über Tirol, als die jüngste war. Von dem Friedhöfe zu Bruneck schwemmte das Wasser die Särge weg. Das Wasser hat einen größeren Stand erreicht, als jemals zuvor. In Bruneck wurde das Spital geräumt- Die Dörfer Sillian und Porzendors sind bedroht. Toblach befindet sich in größter Wassergefahr. Wie cs heißt, wären in Döl- soch schon viele Menschen verunglückt. Die Bahn und die Straße nach Karnthen sind gesperrt. Brixen und das Dorf Albetns sind auf's Aeußerste gefährdet. Der Verkehr von und nach Bozen ist nach allen Richtungen hin unterbrochen. Auch die Reichs- straße über Blumau, Azwang und Watdbruck ift an vielen Stellen zerstört. Die Drau, Eisack und Falsbach sind ausgetreten und gefahrdrohend gestiegen, ebenso die Flüsse Roggia, Tersina und Anisio. Die Höhe der Etsch beträgt 3Vr Meter über dem nor­malen Wasserstand. Der Bahndamm zwischen Lavis und Trient ift abermals durch­brochen und der Verkehr ans der Bahn eingestellt. Auch die Ortschaften Cles und Sulzberg sind stark bedroht. Im Norden Tirols herrscht anhaltendes Sturmwetter und zu beiden Seiten des Brenner ergießt sich der Regen in unaufhörlichen Strömen. Der Ampaßbach ist ausgetreten, die Schönberger Straße ist 8 Kilometer weit unfahr- bar geworden. In Deutsch-Matrey, wo die Bahn ebenfalls unterspült ist, hat eine

Erdabrutschung stattgefunden Der Inn steigt. Die telegraphische Verbindung ist meistens zerstört Oktober. Die Stadt wird alarmirt. Die Eisack ist riesig im Steigen begriffen; derTalferbach ist größer als -m September Die Reichsstraße nach Brixen ist unterbrochen. In Folge Einbruchs der Vorbauten ift Alles tn Gefahr. Der Regen gießt in Strömen. D>e Gefahr ist groß. .

Klagenfurt, 28. Octbr. In Folge der neuerlich andauernden 9iegeiv Me ist die Drau rapid gestiegen. Der Bahnverkehr zwischen Oberdrauburg und Lienz ist wieder eingestellt. Die Ueberschwemmung des Möllthales ist größer als im September. Im Gailthale ist der Postverkehr eingestellt. Mehrere Brücken sind weggeriffen. Die in Kirchbach weilende Schadenerhebungs-Com­mission ist daselbst vom Wasser eingejchloffen.

Ijrankreich.

Afrika.

Tunis, 28. Octbr. Der Bey von Tunis ist in der vergangenen Nacht gestorben; der legitime Nachfolger Ali Bey hat bereits die Regierungsgewalt übernommen. , r .

Tunis, 28. Octbr. Bei der feierlichen Uebernahme der Regterungs- aemalt durch Ali Bey gab der französische Ministerresident Cambon dem Ge- fühle seiner Ergebenheit gegen den Bey Ausdruck und sagte, die französische Regierung rechne in gleicher Weise auf die Zuneigung des Bey's. Ein solches Vertrauen werde die Vollendung der nothwendigen Reformen beschleunigen. Der französische Ministerresident richtete an die Vertreter der auswärtigen Mächte ein Rundschreiben. in welchem er denselben das Ableben des bisherigen Bey's und die Uebernahme der RegierungSgew^K-QM'ch B^mitth^st^^

L o - u l e s.

Micften, 30. Oktober. ^Stenographisches) Der hiesige Gabelsberger Stenographen-Verein hat es auch in diesem Winter wie in früheren Ä^r unter- nnmmen einen öffentlichen Kursus in der Stenographie abzuhalten. Wir möchten nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, daß die Erlernung dieser Kunst ^"^utage ein unabweisbares Bedürfmß für jeden Gebildeten geworden ist. D^s zeigt hmlanglich die von Jahr zu Jahr zunehmende Zahl der Stenographen, die sich bei einer EMe^z von über 300 Vereinen auf 27000 beläuft, ungerechnet die vielen Tausende, dte dieser Glinst mächtig sind ohne einem Vereine anzugehören. In sehr dankenswerther Weise ist von dem hohen Senat der Landesuniversität dem StenographenVerein ein Auditorium in der Aula für diesen Kursus überlassen worden. Dem Besucher ift Gelegenheit aeboten sich mit dem System Gabelsbergers durchaus vertraut zu machen und wollen wir hoffen? daß de?Unterrtcht der von einem tüchtigen Stenographen ertheilt wird, gut- Fichte trag^ Den 2g. b. Mts, Abends 8 Uhr, wurde

der Fe ter ad end sür Lehrltnß e" in dem Saale des alten Rathhauses wieder eröffnet- Es fanden sich 80_90 Lehrlinge ein, und außerdem wohnten einige Mitglieder

des Sonntagsvereins und mehrere Lehrmeister d^^sinung bei. Eröffnete

der Letter desFeierabends" Herr Pfarrer Dr. Raumann die einfache F-ler. Mit iuaendfrischen Stimmen sannen die jungen Leute das Lied: Lobe den Herren, den mächtigen^ Könch d^r Ehren Darnach hielt Herr Pfarrer Naumann eine Ansprache. In derselben dankte er zunächst den anwesenden Herren für ihr Erscheinen, st? zugleich als Vertreter aller Lehrmeister, deren Lehrlinge erschienen seien und der Vereins; XlfcberS um ferneres Interesse und Wohlwollen für den Feier- abend btttenb° Ferner sprach er seinen Dank aus gegen ben Herrn Bürgermeister und

England.

achten bei hielt aber die Erörterung meier Frage m einer !preuuruer^>,r»»8 i London, 28. Octbr. In ganz England ist fortdauernd strömender

für geeignet da die preußischen Handelskammern in der Frage bereits Regen. Mehrere Ortschaften des Themse-Thales stehen unter Wasser.

vraktische Stellung genommen hätten. Betreffs der Revision des statistischen General Wolseley ist gegen Abend eingetroffen. Trotz des Regens

Waarenverteichnisse/sprach der Ausschuß sich für Werthdeclaration aus. ®ie roar eine große Menschenmenge am Bahnhofe in Charmgcroß, welche den

Tagesordnung der Plenarverfammlung, welche am 15. December in Berlin General mit Beifallsbezeugungen begrüßte . , ,

stattfindet bilden die Veröffentlichung des Gold- und Silberbestandes der Margate, 28. Octbr. Um M itternacht brach hier eme Feuersbrunst Reichsbank das deutsche Kanalsystem, die Einführung des Checksysteins und aus, die bereits ein ganzes Häuserviertel m Asche gelegt hat und bet dem seht her Warrants heftigen Winde sich noch immer weiter verbreitet.

- Der Staatsfecretär Graf Hatzfeld! ist von Varzin zurückgekehrt. - Gegen 11 Uhr Vormittags gelang es des Feuers Herr zu werden,

_ DieKreuz-Ztg." meldet, die Eröffnung des Landtags werde wahr- der durch dasselbe verursachte Schaden wird auf 60,000 Pfund geschätzt.

fcheinlich am 13. November erfolgen. ,r ,

Däjeuner, an welchem die fürstlichen Damen thetlnahmen, wurde un |^roe0mmunfl bedroht und die Marengo-Edene bereits üderfluthet. Die Flüsse Po,

emaenommen Das Wetter war fchöu. Heute Abend 7 Uhr findet un schlöffe Taglmmento, Brenta und Bacchiglione sind in gefahrdrohender Weffe an- Galadiner statt, zu welchem die Generalität, das Gefolge und die Spitzen der geschwollen. Die Eisenbahnverbindung mit Tirol und mit Ponteba ist unterbrochen. Behörden Einladungen erhalten haben. Morgen Vormittag wird Se. Majestät Aukland

feiten aefiofien daß die Regierung die Unterstützung des Rechnungshofes des Malachow die Mitgliederliste m die Hande bekommen. Du Nihilisten ver

Elsab-Loihriogisch- Z-itung" schreibt: Wi- Pinsk7'28. Octbr. Au? der fertiggestellten Zweigbahn Sabinka-Pinsk wir vor einiger Zeit an dieser Stelle Mittheilen konnten, hat die Regierung aus den sand heute eine Probefahrt statt, an der der Krtegsmrmster theünahm. Die Gerichtsverhandlungen gegen den Rendanten Streckert Anlaß genommen, eine Unter- UerkekrSeröffnuna findet am 5. November statt.

suchung der gesammten dermaligen Buch- und Kassenführung der kaiserlichen Tabak- M ä

Manufaktur unter Leitung des Mmistcrialrathes v. Strenge anzuordnen. Außerdem ist TÜrKet.

eme neue Aufnahme des Inventars der Manufaktur nach dem Stande vom 1. Oktober r ( c

ds Js verfügt worden. ^Die Regierung hat ferner, um durch eine noch eingehendere Konstanttttvpel, 28. Octbr. Der Sultan empfing heute den Bot- unb vollkommen unparteiische Untersuchung em ganz sicheres Unheil über die Sachlage Persiens, Mohsin Khan, und versicherte demselben, daß der Zwlschen-

zn gewinnen, an den Rechnungshof des deutschen Reiches, welchem ohnehin die Revision .. bem Kurden-Scheikh Obeidullah beendigt fei. Obeidullah werde M der Rechnungen der Tabakmanufaktur obliegt, das Ersuchen gerichtet, eine Commission 1 ;nh'rmrt fHn Anhn als Geisel nach Konsiantinovel kommen,

hierher zu senden, welche an Ort und Stelle nicht allein eine Revision der gesammten | Mossul mtermrt, fein L-OyN alS nestel nacy ^onilanunopet rommen- Buch- und Kassenführung der Manufaktur im Jahre 1880-81, sondern auch eine Prüfung der Ergebnisse der von dem Ministerium angeordneten Untersuchung der der­maligen Buch- und Kassenführung der Manufaktur, sowie der neuesten Bestandsaufnahme vorzunehmen habe. Der Rechnungshof hat diesem Ersuchen bereitwilligst entsprochen, der von ihm abgeordnete Commissarius, Geh. Oberrechnungsrath Rembe, wird in Begleitung von zwei Revisionsbeamten des Rechnungshofes in den nächsten Tagen hier eintreffen und alsbald an's Werk gehen. Sobald die Arbeiten des Commissars des Rechnungssofes, welche möglichst beschleunigt werden sollen, abgeschlossen sein werden, wird die für Angelegenheiten der Tabakmanufaktur bestehende Berathungskommission zusammenberufen werden und es sollen mit ihr die Vorlagen berathen werden, welche -em Staatsrathe und dem Landesausschuß zu machen sind, um ein vollkommen klares Blld von der Geschäftsführung und von der finanziellen Lage der Tabakmanufaktur

xsS-AWsKLKSWSL 7°N °nMs»-n emß'Snen Ermittelungen füll nunmehr bet oben

?rm?hnten Conferein das Resultat derselben mitgetheilt und sie gutachtlich darüber ge­bärt werden Man kann es hierbei nur freud g begrüßen, daß die Regierung zu der ßnnfe?enA feine§n)efl§ blos die Directoren der betreffenden Lehranstalten, sondern auch hna r^Iement unb zwar in der Weise zuzuzichen beabsichtigt, daß für die betheiligten Städte solche Väter zugezogen werden, welche gleichzeitig Mitglieder des Landtages sind An einzelne Landtagsabgeordnete sind in dieser Richtung schon Anfragen und l1!1 ' (Sinirthnnnen eraanaen. Als Tag der Konferenz wird uns der 27. November bezeichnet. Vorher sind den Einzuladenden oerschiedene Drucksachen, so namentlich das bekannte Straßburger ärztliche Gutachten, in Aussicht gestellt.

m. Darmstadt, 29. Oktober. Der Gesetzgebungsausschuß der zweiten Kammer wird morgen zu einer Reihe von Sitzungen zusammentreten. Zur Verathung^werden u A. kommend Der Antrag des Abg Metz, die Abänderung des Gesetzes vom 8. November 1872 über die Zusammensetzung d'.r beiden Kammern der Stande und die Wahlen der Abgeordneten betreffend, der Antrag der Abgg. Wasserburg Fr anck und Pennrich auf Abänderung feer(Sefe^cbung .^er ordneten zur zweiten Kammer der Stande, Antrag des Abg. Wasser bürg, die Cm- sührung von Wahlcouverten betreffend, Antrag der Abgg. ® d)r 0tr unb be^Äesl ® § ad®itton8' I minder sat'ein CirÄar erlassen, in welchem dem Ermeffen der Präfekten über»

ber Sorenfen bei bet Seftfehung be§ ®emeinbeDoranf»laB6 betreffenb unb Antrag be§ lafrell Ivird, nach Zeit und Umständen das Gesetz über die Entfernung religiöser Abg Freiherrn von Norbeck zur Rabenau auf Herabsetzung bes Jmmobiliar- unb ^^ichen aus den Schulen zur Ausführung zu bringen. Religiöse Abzeichen Hypothekensteinpels. f aemefene Sitzung des Finanzausschusses sollen indeß in neu zu errichtenden Schulen nicht eingeführl werden.

ber >weiten^ammer^7st^weaen^Ver"inberung7^s^Reserenten"über bie "neiien Steuer- Marseille, 28. Octbr. In Folge der letzten Stürme ist unsere Gegend

aesetzmtwürfe Abgeordneter Mottinger, aus Donnerstag ben 9. November ver- überschwemmt, die Rhone und Durance sind ausgetreten; mehrere Ortschaften tagt worben.' m IIA ra .... h,s stehen unter Waffer, ebenso der Bahnhof in Cannes und die Promenade des

Cabinets, K ^ubTlf6b^0^*nC®t^S in Folge eta« W Anglais m Nizza letztere hat das Meer halb zerstört. Vor Saint Raphael anraUe§ aeftorben. a- f I |tno 10 ^cylffe gkicyeltevl.

Berlin 28. October. Der bleibende Ausschuß des deutschen Handels- taas trat dem über die rechtliche Stellung der Handelskannnern erstatteten Gut­achten bei, hielt aber die Erörterung dieser Frage in einer Plenarversammlung