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Ein gesandt.
Ueber „die Gesundheitsverhällnisse und das Medicinalwesen des Regierungs- beurks Trier" hat der Geh. Regierungs- und Medicinalrath Dr. Schwartz jüngst th;en Bericht erstattet, dem der Einsender dieser Zeilen ein Urtheil über die Lhätigkeit der katholischen Ordensschwestern in der Krankenpflege deshalb entnimmt und seinen Mitbürgern zur Erwägung anheimstellt, weil der Berichterstatter zu einem derartigen Urtheil besonders berufen und als Nichtkatholik gewiß unverdächtig erscheint. Die Stelle über die katholischen Ordensschwestern lautet wortgetreu:
Wer sie in ihrem stillen, anspruchslosen und doch freudigen Wirken am Krankenbette beobachtet, wer gesehen hat, wie sie rastlos und unermüdlich ihre Pflichten erfüllen, wie sie sich aufopfernd ihrem Berufe hingeben, wie sie entbehren, um ihren anvertrauten armen Kranken noch Unterstützungen gewähren zu können, wie sie Tag und Nacht, ttn Sommer und Winter bet dem schlechtesten Wetter und ohne Verzug dem Rufe zum Krankenbette folgen und meilenweit zu Fuße gehen, um ihre Hllfe Armen und Reichen und von jedem Religionsbekenntnisse zu bringen, wie sie jcke Handlcistung im Kranken- ^ensie mit Geschick und ohne Scheu und Zögern vollbringen, der muß gleich dem Referenten der nicht der katholischen Religion angehört, aber das Wirken der Ordensschwestern mannigfach zu beobachten Gelegenheit hatte, von hoher Achtung für diese Frauen eingenommen werden, ihren rastlosen Eifer bewundern und ihre aus- aeieidnieten selbstlosen Dienstleistungen anerkennen. Mit diesem Unheile stimmen alle ö-e Aer-te wenigstens im diesseitigen Bezirke, überein, welche mit ihnen in- und außerhalb der Krankenhäuser zu thun haben. Alle loben ihren Elfer, ihre Anstelligkeit und ihre Handfertigkeit. Bedauernswerther Weise bestätigt die Erfahrung, daß ein schnelles Hursiechen und ein früher Tod diese Ordensschwestern trifft und daß die vielen Anstrengungen und Entbehrungen, welchen sie bet der Ausübung ihres Berufes ausgesetzt sind, ihr Leben außerordentlich bedroht. Der größere Theil von ihnen stirbt an der Lungenschwindsucht recht früh.
SchiffSbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger Gießen.
Bremen, 26. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Rhftn, Eapt. H. A F. Neynaber, vom Norddeütschen Lloyd in Bremen, welcher
am 14. Juni von Bremen abgegangen war, ist heute 11 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen
Bremen, 27. Juni. Der Postdampfer Main, Eapt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 17. Juni von Newyork abgegangen war, ist heute l12 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Lundung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 3Vr Uhr Nachmittags die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 248 Passagiere und volle Ladung.
Handel und Verkehr.
Limburg, 28. Juni. Notber Weizen JL 22.—, Weißer Weizen JL —, Korn JL 15.—, Gerste JL 11.—, Hafer JL 8.80, Erbsen JL —, Kartoffeln JL —.
Frankfurt, 28. Juni. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu je nach Qualität JL 3.00—4.00, Stroh JL 2.50—3.00, Eier des Hundert JL 3.60—5^50, Butter 1. Qualität JL 1.20, 2. Qualität JL 1.10, neue Kartoffeln das Pfund 15—18 H, frische Erbsen das Pfd. 40 H, Bohnen JL 1.00, Wirsing 00—00 Blumenkohl 30—70 H das Stück, Schinken per Pfd. JL 1.10—1.20, Ochsenfleisch per Pfd. 65-70^, Kuhfleisch 50—60, Rindfleisch 00—00H, Kalbfleisch50—60Schweinefleisch 70—7o Hammelfleisch 45—65 H, 1 Hahn JL 1.70—2.20, 1 Huhn JL 2.—2.50, 1 Poularde JL 3.00, 1 Ente JL 3—3.50, 1 Taube 50 .H, 1 Welschen JL 8—12, 1 Gans JL 6.00—8.
731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man eich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von HAANENSTElN «fc VOGL EIK in Frankfurt a M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
Wasserwärme der Lahn.
Am 29 Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 13° R-, Luftwärme + 16° R L. Ehr. Rübsamen.
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Die Herstellung eines Aufenthaltslokals für das Lokomotivpersonal im Bahnhof Eichen soll durch Submission vergeben werden. Pläne, Voranschlag und Bedingungen sind auf dem Bureau des Unter- zeiämeten zur Einsicht aufgelegt.
Offerten, welche sich auf die ganze Aus- sj'ibrung beziehen müssen, sind an die Adresse des Unterzeichneten, verschlossen und mit der Aufschrift: Offerten auf Herstellung eines Aufenthaltslokales im Bahnhof Gießen, versehen, bis zum 7. Juli, Abends 6 Uhr, cinzusenden.
Gießen, den 29. Juni 1882.
Der Eisenbahnbaumeister: 4431 ________Stegmayer.
Arbeitsversteigerung.
Die zur Errichtung eines Piffoirs sowie durch Reparaturen an der Kirche auf dem Kirchberg vorkommenden Arbeiten, als:
Maurerarbeit, veranschl. zu JL 80.—, Lachdeckerarbeit, „ „ „ 36.— ,
Zimmerarbeit „ „ „178.17,
.Spenglerarbeit „ „ „ 113.40,
Heißbinderarbeit, „ „ „ 24.—
Men durch öffentliche Versteigerung
Samstag den 1. Juli,
Vormittags V210 Uhr, in der Wirtschaft des Herrn Geißler auf dem Kirchberg vergeben werden.
Pläne und Voranschläge nebst Be- bingungen liegen in der Wohnung des Unterzeichneten, Frankfurterstraße hier, iir Einsicht offen. 4404
' Gießen, den 28. Juni 1882.
In Auftrag des Kirchenvorstandes: Dorn, Bezirksbauaufseher.
'Aufforderung.
Die Rückstände zur Konkurs- inafie des Ludwig Singet zur Mittelstmühle sind bei Meidung Mchtlicher Schritte alsbald an den ilnterzeichneten zu entrichten.
Alten-Buseck, 26. Juni 1882. 4391 Hch. Seuling, Konkursverwalter.
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Bekanntmachung.
In Folge der mit Ende dieses Monats stattfindenden Niederlegung meines Pfand-Leih-Geschästs ist bis zu diesem Termin die Einlösung sämmtlicher Pfänder nöthig, im Unterlassungsfälle deren Verkauf erfolgt; es wird dieses mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß mit dem Verkauf der bereits verfallenen Pfänder, bestehend in Kleidungsstücken, Weiß- und Bettzeug, Uhren und verschiedenen anderen Gegenständen, sortgefahren und dabei als Preis dafür nur der Betrag meiner Forderung berechnet wird. 4334
Gießen, den 23. Juni 1882.
A Henrich.
Unterzeichneter, seither in LangSdorf wohnhaft, hat vom 1. Juli ab seinen Wohnsitz nach Ucll verlegt.
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Die Einleger werden aufgesordert, Samstag den 1. Juli l. I. die Sparkaffenfcheine zuni Zwecke der Einlage der Pfenmg-Spargelder in die Sparkasse dahier an die Pfennig-Sparkasse-Erheber abzumben.
Gießen, den 28. Juni 1882. Das Curator.uw.
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