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schlossen, aus der Annahme des Revisions-Entwurfes in feiner Gesammtheit eine Cabinetsfrage zu machen. Falls das Cabinet unterliegen sollte, wurde Ganibetta am folgenden Tage feinen Platz als Deputirter in der Kammer wieder einnehmen, im Bureau der Kammer verschiedene feit dem 14. Novem­ber v. Js. ausgearbeitete Gesetzentwürfe niederlegen und dieselben von der Tri­büne herab vertheidigen. r c , _ f

PortvendreS, 24. Januar. Abends 5 Uhr fand eine Explosion in der Patronen- und Dynamitfabrik statt. 16 Personen sind verunglückt. Das Feuer wurde begrenzt und Maßregeln getroffen, um weitere Explosionen zu verhm^nn $anuar Die dalmatinischen Landwehr-Bataillone Nr. 79 und Nr. 80 werden mobllisirt.

London, 24. Januar. DerTimes" es zufolge hat der russische Bot­schafter Fürst Lobanoff in Folge einer Weisung der russischen Regierung ^abge- lehnt die Bittschrift der englischen Israeliten zu Gunsten der russischen Juden an den Kaiser von Rußland in Petersburg zu übermitteln.____________________

Lokales.

25 Januar. (Sterblichkeit in Gießen s In der 3. Jahreswoche (vom 15. bis 21 Jm'uar) starb» h-er im Ganzen 8 Personen, nämlich 4 Kinder und 4 Er­wachsene. Von den Kindern konnte eines wegen eines angeborenen Büdungssehlers sein Leben nicht tortsetzen und starb nur wenige Stunden alt. Von alteren Kindern erlaa eins der Lungenschwindsucht, eins starb an Lungenentzündung, eins an Nieren­entzündung. Von den eiwachsenen Personen starben zwei an Krebs und zwei an Lungeu^windsucht. Im Vo l k s bild ungs- und Gewerbe-Verein

hielt geue>n Äbcnd Herr Ärch.tekt Hug einen Vortrag überSu bmission swcsen", e,n Thema, dessen Erörterung für alle Gewerbetreibenden von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit ist, und das gewiß zu der Hoffnung berechtigte, ein: zahlreich-Zuhörerschaft aus den Kreisen der G-werblre'benden zu finden; leider war die Versammlung nur mittelmäßig besucht. - Herr Hug wies, nachdem er das gesamvsie Submffsion?ivefiu in 3 Hauptarten (beschränkte und unbeschränkte Submission und Bergebung aus freier Hand, getheilt, aus die Nachth-Il- hi", welche dem Staat und der Gesellschaft durch die Art und Weise des heutigen Subm'sstonsversahrens erwachsen, lad Ite namentlich das Verfahren vieler Handwerker, welche den Preis der Arbeit um ,-den Preis herab- drüeken nur um sie einem Ander-m zu entreißen und kam schließlich au» auf die Mängel und Fehler in den bestehenden Subm'ssionsbedingungen zu sprechen, die sowohl von Behörden ure Privaten oft zum Nachtheil der Uebernehmer gehandhabt wurden und deren V-rvess-rung er für nöthig halte unter Hinweis auf die von der Preuß. Regierung f. 8 erlassenen Submissionsbedingungen, welche in manchen Theilen besser seien als in Hessen. Bei der hierauf eröffneten Diskussion wurde ein weiteres Heran- treien an diese Frage in Aussicht gestellt und wird es demnach der hiesige Gewerbe- verein sich angelegen sein lassen, die vorbereitenden Schritte zur Verbesserung der Er- werbsverbältnisse in dieser Hinsicht zu thun. Im Interesse der ehrlichen Arbeit gewiß sehr erwünscht.

In der gestern Abend ttattgefundenen General-Versammlung des Handels­vereines hielt Herr vr. I. Engelmann einen sehr gediegenen Vortrag über Haft­pflicht und Unfallversicherung und fand derselbe die vollste Anerkennung.

Jn se nem Vortrag warf Redner zuerst einen Blick auf die historische Entwickelung der emschlagenden Gesetzgebung und Gesetzentwürfe, indem er dabei den fundamentalen Gegensatz zwischen den Anschauungen her liberalen Parteien und der Reichsregierung hervorhob. Erstere waren seit Jahren bemüht, das 1871 erlassene, aber vielfach unzu­reichende Haftpfl chtgesch zu erweitern und zu ergänzen ohne den Boden des Prioatrechts und der Selbsthülfe zu verlass n, während die Reichsregierung bekanntlich seit den Attentaten auf den Kaiser die sociale Frage von Regierungswegen zu lösen sich be­strebte, um die gesammte Arbeiterclasse zur Dankbarkeit gegen die Regierung heran- zuziehen. Redner zeigte dabei im Einzelnen, wie die gegen den Grundgedanken des be­stehenden Haftpfl'chtgesetzes und namentlich die gegen die Privat-Unfallversicherungs- Gesellschaften geschleuderten Vorwürfe durchaus unbegründet seien, indem bereits ein großer Theil der Arbeiter in gefährlichen Betrieben von den Arbeitgebern gegen alle Unfälle versichert worden sei und erläuterte gleichzeitig die rechtlichen Bestimmungen des neuen Gesetz-ntwurfs der liberalen Parteien.

Rach dem Vortrag entspann sich eine Diskusion über das behandelte Thema und gab der Herr Redner nach allen Seiten hin die gewünschte Auskunft und Aufklärung.

Schiffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger Gießen.

Bremen. 21. Januar. (Per transatlantischen Telegraph). Der Postdampfer Main, Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 8. Januar von Bremen und am 10. Januar von Southampton abgegangen war, ist heute 9 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 20. Januar. Der Postdampfer Mosel, Capt. I. Hesse, vom Nord­deutschen Lloyd in Bremen, welcher am 7. Januar von Newyork abgegangen war, ist am 18. Januar 6 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 12 Uhr Nachts die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 99 Passagiere und volle Ladung. Dampfer Mosel wurde in Southampton durch starken Nebel an der We ter- reise gehindert.

Wichtige Nachricht. Laut Urthstl vom 30. November 1881 hat die Straf­kammer desersten Instanz-Gerichts in Bernburg, Max Jannasch von Bernüurg und Emil Petschmann von Wernigerode, gegenwärtig in Magdeburg, wegen Nach­ahmung der Schutzmarken der Societe anonyme de la Destillerie de la Liqueur-Bene- dictine der Abtei zu Fecamp (Frankreich), jeden zu JL 200. Strafe oder 20 Tage Gefängniß und in die Kosten verurtheilt.

731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrücknng einer Anzeige in ein* oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man 7on der Annoncen - Expedition von «t? V1LiE in

Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath «rtheilt

I Kirchliche Anzeigen der evsng. Gemeinde Gießen.

Donnerstag den 26. Januar, Abends 6 Uhr:

Im Saale des Gymnasiums: Bibelstunde.

Pfarrer Schlosser.

1 (Das Gleichniß vom Feigenbaum. Luc. 13,6-9.)

Holzversteigerung in der Ober- sörsterei Krofdorf nicht ge­nehmigt.

Die am 13. er. zu Krofdorf abgchaltene Versteigerung über das Holz in den fis­kalischen Districten Lindenschied 72 abc und Hohenschied 77 a ist nicht genehmigt worden, was hiermit zur Kenntniß der Käufer gebracht wird.

Krofdorf, den 23. Januar 1882.

Der König!. Oberförster.

599 Müller.

Jagdverpachlung.

Samstag den 11. Februar,

Nachmittags 1 Uhr,

soll die hiesige Wald- und Feldjagd in dem zweiten Schulsaal dahier auf 6 Jahre verpachtet werden.

Beuern, den 23. Januar 1882. Großh. Bürgermeisterei Beuern.

562 Ranft.

Holzveriteigerunq in der kgl- Oberförstern Krofdorf. Donnerstag den 2. Februar,

Vormittags um 10 Uhr, werden zu Salzböden bei Wirth Weiß- brod aus dem Königlichen Forste nach­stehend bezeichnete Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert:

Schutzbezirk Salzböden.

District Schloßbera 71 ab: Buchen: 3 Stämme vorzügl. Güte mit 5,34 Fstm. K.-J., 344 Rm. Scheit, 19 Rm. Schert (Anbruch), 37 Rm. Knüppel, 26 Rm. Stockholz, 369 Rm. Reiser.

Schutzbezirk Wißmar.

District Lindenschied 72abc: Abermals Buchen: 327 Rm. Scheit, 35 Rm. Schert (Anbruch), 20 Rm. Rnüppel, 42,5 Rm. Stockholz, 414 Rm. Reiser.

Krofdorf, den 24. Januar 1882.

Der König!. Oberförster.

598 Mütter.

jiamftag den 28. Januar,

Nachmittags 2 Uhr, läßt Herr Karl Kämmerer in seinem Hause, Löwengasse 153, seine sämmtlichen Weißbindergeräthe, einige schöne Bütten, Stangen rc., sowie eine Parthie Farben, Lacke und schöne Stukkmodelle gegen Baar­zahlung versteigern. 580

Hoffmann, Ortsgerichtsmann.

Allgemeiner Anzeiger.

Zur Ball-Saison

empfiehlt in großer Auswahl Blumen, Krausen, Spitzen, das Neueste in Spitzen- und Atlaskragen, Fichus, Dor- steeker, -Handsckube u. s. w.

Robert Maa*) Keltersweg C. 59.

NB. Die noch vorräthigen Wolltücher, weiß und farbig, werden zu herabgesetzten Preisen verkauft. _428

Cokes.

Gegenwärtiger Preis in der Gasfobrik M. -.95 per Gentner, aus Hans geliefert 1. -

Wird das Zerkleinern für Füttöfcn gewünscht, so werden hierfür 5 Pf. per Gentner berechnet.

Der Transport an das Haus erfolgt von der Gasfabrik aus bei Ab- "ahme von mindestens 5 Centner, von Herrn Emil Pistor auch in kleineren Ouantitäten. ___________________________131

AitÄverlifietf / |

Damenwinterwäntel verkaufe, um gänzlich zu räumen, A bedeutend unter Preis. 380 5^

Moritz Heichelheim.

Ausverkauf.

362 Durch Verkauf meines Geschäftes findet der von mir schon früher annoncirte Ausverkauf noch bis 1. Mai statt und erlasse ich meine

fämmtlidien Artikel,

da damit vollständig räumen muß, zu enorm billigen Preisen.

II #//#. Sch'tnaM

Fensterleder, Schwämme, Scheuertücher, Bürstenwaaren

billiget bei 20

Fr. Seibel.

Ia Zwetschenhouig,

neue Maare, wieder eingetroffen. 481

II. F. Nassauer.

318 Einige sehr gnt gelegene Bau­plätze zu verkaufen.

Näh. bei der Exped. ds. Bl.

Donnerstag den 2. Februar, von Vormittags 10 Uhr an, sollen im hiesigen Gemeindewald, Schlag Gräus und Hessengalgen

27 Eichen-Nutzholz-Stämme vorzüg­licher Qualität, von 816 Mtr. Länge u. 2587 Ctm. Durchm. verkauft werden.

Die Zusammenkunft findet bei Wirth Rücker statt. 584

Weipoltshausen, 24 Januar 1882. Willershausen, Bürgermeister.

Dienstag den 31. Januar, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgericht auf frei­williges Ansinnen des Hin. Jakob Martin in Boppard das frühere Besitzthum des Jakob Wagner dahier:

Flur 25 Nr. 76« 1OO, 144 Mtr. Hofraithe auf der Warthe und Chaussee, 25 Nr. 76/10.., 881 Mtr. Grab­aarten daselbst

unter sehr günsttgen Bedingungen noch­mals versteigert werden.

Nähere Auskunft ertheilt Herr Masse­verwalter Pilger.

Gießen, den 23. Januar 1882.

Großh. Ortsgericht Gießen. 555 Mütter.

AeitzeöoKmes.

590 Einige Meter Buchenholz ju verkaufen. Frankfurter-Str. 337, 2. St. Irische Schellfische in EiS

empfehlen 600

j. A. Busch Söhne.

601 Verschiedene gute Sorten Kar­toffel zu verkaufen nach Marktpreis in Litcrmaaß und gewogen bei

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