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Handel und Berkebr.
Gießen, 24. October. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfund Jt 1.20, Hühnereier per Stück 7—8 H, Käse per Stück 4—7 H, Käsematte per Stück 3 Erbsen 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter 25 Tauben das Paar 50—60 H, Hühner per Stück Jt 0.85—1.00, Hahnen per Stück «4t 0.50 bis 0.80, Enten per Stück Jt 1.50—1.80, Ochsenfleisch per Pfund 66—70 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 , Kalbfleisch 54 bis 56 Schweinefleisch 62—64 H, Hammelfleisch 60—66 Kartoffeln per 100 Kilo Jt 5.50—10.00, Zwiebeln per Centner jt 4—5.00, Milch per Liter 1^—18^. Gänse per Pfd. 42—58 H. Weißkraut 100 Stück Jt 3.50—8.00.
Frankfurt, ^3. Oktober. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesigeru. Wetterauer JL 2OV2—21, fremder <^21—22, Roggen eff. hies. Jt Wh—Wh, fremder 15—17, Gerste effectlv hies. u. Wetterauer JL 17—19, fremde JL 18—21, Hafer eff. hiesiger jt 14—15, fremder JL 14%—15Vr- Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. JL 34. Branntwein eff. ohne Faß «4t 45.
Frankfurt, 23. Oktober. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren ca. 300 Ochsen, ca. 25 Bullen, ca- 200 Kühe und Rinder, 180 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. Jt 66—69, 2. Qual. JL 62—64, Kühe und Rinder 1. Qual. Jt 60, 2. Qual. JL 50—55, Kälber 1. Qual. Jt 67—70, 2. Qual. jt 60—62 per 100 Pfund Schlachtgewicht.
Grün berg. Äus dem Gallusmarkt am 18. d. M- waren aufgetrteben 2500 Stück Schweine und 452 Stück Rindvieh. Aufgebaut waren 395 Krämerstände, 4 Schaubuden und 2 Carouffels.
Frankfurt a. M., 24. October, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactten 264%, Staatsbahnactien 295%, Galizier 267%, Lombarden 120%, Nord- westbahnactien 175%, Darmstädter-Bankactien 157%6, Oberschlesische E.-B.-Act. 259%, Oesterr. Silberrente 66%k, 4% Ungar. Goldrente 74Vz, 4% 1880er Russen 70%, 50/v 1877r Russen 87%, 2. Orient-Anleihe 55'/g, Spanier 64, 5% Rumänische Rente 92%, 4% Unisic. Egypter 71 %g, Disconto Comm. 207%, Gotthardbahnactren 91 Vz- Tendenz befestigend. _____________________________
Landwirthschaftliches.
-v,i>er einsichtsvoll-. Landwirth hat pewch schon bemerkt, daß unsere Wiesen zu nla nebünflt werden. Hier wie allerwarts gilt das Sprichwort in dieser Beziehung. D-? ^ung st d?e S-el- der iiandwirthfchas. Will man aber Dung »°b°n so muß Vieb halten, und will man V'eh halten, so muß man Futter haben, darum düngt di Wiesen Bei starker Wiesendüngung setzt man sich auch der Gefahr mch.aus, wie Vvpt fSnlmfrudbt welche in nassen Jabren schlecht und taub wird. Will sich das Aet?a r^n fn mähtman es und kann man dies 2. 3 b!s 4 Mal wiederholen, desto Hasser Jetzt entsteht nun die Frage: Wo nehmen wir Dung her für dre Wiesen, m beeinträchtiaen und zu schädigen. Hier rst auf einen Gegenstand ausmer sam ,u L°n welch ° 'n d7 Landwirtdschast noch immer zu viel übersehen wi -h aus den Kehricht aus den Scheunen und von der Straße, welcher viel
en hält und in nassen Jahren dem Acker mehr schadet als nützt. Wre Äta tomm“ Y S butd) bat Dreschen auf den Misthaufen, welche bann, WnnSfF n raffen fahren auf dem Kornacker ihre alles überwuchernde Macht aus - üben Darum !ll-n Kehricht au einen besonderen Haufen, dazu noch allerhand sonstigen Abiall Nasen Erde, Ruß Asch-, Kalk, Gyps. etwas Mist und dann diese Masse von 0 i* Qpit niit sn>fftiquehe überaossen und umgearbeitet, so erhält man einen kräftigen « U en M man dem Acker gegm 30 Procent Unkraut und
^Ä'sür^die Wieselst en vortrefflichen Dünger, der zu jeder Zeit und in allen Fällen rs»« i^Mn Futter liefert. Möge dieses Verfahren ent-
sprechend beachtet werden. _______ ,__
SchiffSbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger, Gießen.
Der neueste Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd in Bremen, „Werra1 , cy Barre. dessen erste Expedition nach Newyork aus den 11. Oktober angeietzt war konnte dichten Nebels wegen erst am 12. Oktober von B^wen, am 14. O>ktober Morgens von Southampton in See gehen. Die "Werra" ist Oktober, Morgens 9 Ubr wohlbehalten in Newyork angekommen und hat zur Rerse ab Southampton 8 Tage und 5 Stunden gebraucht, ein Resultat, welches in Anbetracht der ungünstigen Witterungsverhältnisse sehr befriedigend genannt werden kann.
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Allgemeiner Anzeiger.
Bekanntmachung.
Die Lieferung von 200 Centner SteLukohlen — Nußkohlen 1.Sorte — franco Bahnhof Lich für Großh. Amtsgericht Lich soll an den Wenigstfordernden vergeben werden.
Schriftliche Angebote sind bis zum 10. November d.J. dahier einzureichen.
Lich, den 21. Oktober 1882.
Die Gerichtsschreiberei Großh. Amtsgerichts Lich.
7011 Will.
Versteigerung.
Freitag den 27. lfd. Mts., von Vormittags 10 Uhr an, werden in dem früheren „Adler" in der Wallthorstraße guterhaltene Thüren, Fenster, Dachziegel verschiedener Art, -Bretter, Sandsteinplatten, Oefen rc. versteigert. 7019
Aeitzeöoterres.
7015 Eine noch neue Treppe zu verkaufen. _______________Ludrmgsplatz 4.
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Donnerstag den 26. Oktober, von Morgens 8 Uhr ab, sind lebende
Karpfen und Hechte (nicht unter 2 Pfund) aus den Fürstlich Braunfels' scheu Teichen zu haben. Verkauf in der „Stadt Kassel".
Indem ich ein verehrl. Publikum um zahlreichen Zuspruch bitte, füge noch die Bitte bei, mich iDegeu meines durch unvorhergesehene Umstande veranlaßten Ausbleibens am letzten Verkaufstage gütigst zu entschuldigen. 6987
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Die Dividende auf die Todesfallversicherungen beträgt gegenwärtig nach Dividenden-Plan A: 40% der ordentlichen Jahrespränne
B: (steigende Dividende): 3% der Summe der gezahlten ordentlichen Jahresbeittäge.
Die Dividende auf die Kinderversicherungen wird zur Vermehrung der Nähere Auskunft ertheilen auf Anfrage die Gesellschaft selbst, sowie deren
Vertreter
in Gießens Müller <& Schwarz, Tli» Haubach«
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