hält der Verein eine Generalversammlung, womit eine kleine Thierschau zur Vornahme der Prämiirung verbunden wird. Die Generalversammlung wählt den Vorstand. Es wird nur ein Eintrittsgeld, aber kein jährlicher Beitrag erhoblN Dieses Eintrittsgeld, etwa 6 JL, wird beim Austritt aus dem Verein zmückdezahli. Die Kosten des Ankaufs von Thieien werden durch die ausgegcbenen Loose gedeckt und wegen der zu verihei- lenden Prämien müsse man sich an die landwirthichastüchen Vereine winden. Auch habe der Staat eine Summe zu diesem Zwecke zur Verfügung. Außerordentlich- En- nahmen würden dadurch gebildet, daß man von den-n, welche bei der Verlooiuiig ein Thier gewinnen, einen klein-n Betrag für die Vereinskasse erhebe. Auch können dem Vereine lediglich zu d ssen Unterstützung außerordentliche Mitgl-eder beitreten, w lche sich zu einem freiwilligen jährlichen Beitrage verpflichten. Die Kasse sührung sei bei dieser Einrichtung außerordentlich einfach. Dw Pflichien und Lasten, welche das Vcreinsmitglied übernehm-, erschienen hiernach sehr gering, während em großer Nutzen darin liege, daß die im Vereine gezüchteten Thiere der reinen Rasse sehr gesucht und gut bezahlt würden.
Im Jnterisse der Landwirthe empfehle sich daher die B ldung eines solchen Zuchtvereins der Vogelsberger Viehrasse besonders für die gebirgigen Th-ile des Kreises,
Der Director:
Dr. Bo ekmann.
in denen der Kleingrundbesitz vorherrsche. Es solle über keine andere Rasse z B das Simmenthaler Vieh, ein Tadel ausgesprochen werden. Dasselbe h ibe besonders für den Großgrundbesitzer seine Berechtigung. Dieser könne sich aber selbst helfen während es Sache der landwirthschastlichrn Vereine sein müsse, dem Kleingrundbesitzer einen für ,hn geeigneten Viehschlag zu schaffen und als solcher könne bet uns nur die Vogelsberger Rasse ,n Betracht kommen.
Daß der Zuchtverein mehrere Rassen gleichzeitig züchten solle, sei ihm von Sachverständigen nicht als zweckmäßig bezeichnet worden.
Er beantrage daher, die vom Provinzialvereine zur Hebung der Viehzucht bewilligten 200 X einem Vereine für Züchtung und Veredlung der Vogelsberger Rindviehrasse zuzuwenden. '
Wegen sehr vorgerückter Zeit konnte über vorstehenden Antrag nur eine kurze Diseussion stattfinden, an welche, sich Bürgermeister Zimmer Don $ Umgen, Secretär Gros und der Referent beteiligen.
Der Antrag wird hierauf von der Versammlung einstimmig angenommen.
Der Secretär:
Nover, Kreis-Assessor.
Die für das Rechnungsjahr 1881/82 rückständigen Kapitalzinsen können innerhalb der nächsten 14 Tage an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur Universitäts-Rentamtskasse bezahlt werden.
Gießen, den 15. Akai 1882.
Großh. Universitäts-Rentamt. 3490 Schmitt.
Die aus früheren Quartalen noch rückständigen Gymnasial - Schulgelder sind bis längstens Ende dieses Monats an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag zur Gymnasialkasse — Geschäftszimmer des Universitäts- Rentamts — zu entrichten.
Gießen, den 15. Mai 1882.
Großherzogliche Gymnasialkasse.
3491 Schmitt.
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Gießen, den 22. Mai 1882.
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