Mainz. G:nc große Anzahl gelob.ner Güt-i schiffe sind in Folge des niederen Wasser - standes genöthigr, zu lichten und werden die Maaren per Bahn weiter transportirt; auch die Personenschiffc haben ihre regelmäßigen Fahrten eiug füllt.
— Ein furchtbarer Brand hat in (imöD (Ungarn) stattgefunden. Das Feuer hat 358 Häuser zerstört. Bisher ist der Verlust von 9 Menschenleben constatut.
— sSechszehn Monate auf einer unbewohnten Insel) Zeitungen, welche der am 16. ds. ,n Plymouth angclungte Postdamvfer „Balmorat Castle" mltbrachte, be- rtchten. daß die amerikanische Coroette „Marion" am 20. Februar in Capstadt von bei Heard's-Jnsel ankam unb bie Ueberlebcnben der Mannschaft der amerikanischen Barke „Trinity", 33 an der Zahl, welche im October 1880 bei genannter Insel Schiffbruch litten, mitbrachte. D>e „Trinity", Capitän John L Williams, segelte am 1. Juni 1880 von New-London, Connect cut ab, um sich aus den Robben- und Wallfischsang nach dem südlichen Ocean zu begeben unb langte am 2 October bei ber Hemb's-Jnsel an. Die Barke ankerte auf der Höhe bet Insel, bie und.wohnt unb unterm 53° süblicher Breite und 73." östlicher Länge gelegen ist. Bis zum 17 October ging alles gut, allem an dusem Tage sank bie Barke während eines heftigen Sturmes in vier Faden Wasser. D>e Anker mußt n losgelasfen werden unb das Schfff wurde auf den Strand getrieorn, um das Leben der Mannschaft zu retten. Zur Zeit herrschte ungemein kaltes Wetter, und während die Mannschaft landete, trugen sieben Matrosen schlimme Frostbeulen davon. Mit dieser Ausnahme ward die Landung ohne Unfall bew rtfieUigt. In derselben Nacht wurde bie Barke in baS Meer hinausgetrieben und seitdem keine Sput von ihr entdeckt Glücklicherweise gelang c8 der Mannschast bei der Landung, von dem Wrack Mundvorräthe für drei Monate zu utien. Dieselben bildeten, ergänzt durch See Elephanten- und Pinguinfleisch und Pinguineier mit etwas Seekraut Ihre tägliche Nahiung. Aus der Insel wurden einige kleine hölzerne Hütten rorgefunben, welche boit von verschiedenen Wallfischsabrern, welche den Ort gelegentlich auf der Jagd nach See Elephonte,, besuchen, errichtet worden waren. Diese Hütten bildeten cm willkommenes Obdach. Während der sechszehn Monate ihrer unfreiwilligen Gefangenschaft lagen die Matrosen der See-Elephantenjagd ob. Im Winter unb tbat- sächlich während des giößten Theiles des Jahres litten die Seeleute stark unter ber großen Kälte unb am 30. Januar 1881 ei froren zwei Matrosen während bes Ueber- schreitens eines Gletschers. Arn 18. Februar gegen 5 Uhr Abends kam ein Schiff in Sicht. Mittelst Lelnwanddecken wurden demselben Signale gegeben und ber Dampfer, welcher sich als der „Marion" herausstellte, schlug sofort den Curs nach dem Ankerplätze ein. Am nächsten Morgen bei Tagesanbruch befanden sich die schiffbrüchigen Seeleute an Bord des Damvsers. Die Heard's-Jnsel ist vulkanischen Ursprungs, etwa 30 Mellen lang und 3 Mellen breit.
— sFürchterlicher Selbstmord) Wie man dem „P. H." schreibt, ist in Obah- laposbanya (Ungarn) ein Selbstmord begangen worden, der vielleicht betspielslose dastcht. Ein gewisser Nyiga saß mit einigen Freunden im Gasthaus-, als auf einmal seine Frau hereinstürzte und denselben mit Vorwürfen und Beschuldigungen überhäufte. Um ber Sache ein Ende zu machen, ging Nyiga aus der Wirthsstube, wurde aber von feiner Xantippe noch auf der Gasse behelligt. Zu Hause angekommen, wo ibn seine vier Kinder mit Hellem Jubel empfingen, ging er, ohne ein Woit zu verlieren, zur Ausführung seine« schrecklichen Vorhabens. Er steckte unbemerkt eine kleine Dynamit-Patrone in den Mund und ließ die Lunte heraushängen; er kauerte sich dann nieder und that, als ob er mit den Kindern spielen wollte. Jetzt näherte ei sich einer am Fußboden befindlichen Kerze und kaum berührte die Lunte die Flamme, so entstand eine furchtbare Detonation. Der Kopf des Selbstmörder« zersplitterte zu Staub, der Fußboden, die Wände und die Decke waren mit Blut überfluthet.
Schiffsbericht. Mstgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C. W. Dietz Nachfolger Gießen.
Bremen, 21. März. (Per tran«allantffchen Telegraph.) Der Poftdampfer Kronprinz Friedrich Wilhelm, Capl. A. Meier, pom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 2. März von Bremen abgegangen war, ist heute Morgen wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Bremen, 22. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampser Salier, Capt. C. Wiegand, vom Norddeutschen Illoyd in Bremen, welcher am 8. Man von Bremen abgegangen war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen
Bremen, 22. März Der Postdampser Main, Capt. I. Barre, vom Norddeutfchen Lloyd in Bremen, welcher am 11. März von Newyork abgegangen war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für bort bestimmten Pass agiere, Post und Ladung 3 Uhr Nachmittags bie Reise nach hier sortgesetzt. Derselbe überbringt 141 Passagiere und volle Ladung
auf dem Theaterzettel scheint es nicht gethan zu sein, da viele Damen nur das Per- sonenverzeichmß lesen; es sollte auch darauf gesehen werden, daß von vornherein die Idüte in der Garderobe abgelegt werden. Letzteres ist ,edenf°lls versäumt worden, denn kaum hatte der erste Act bei dieser Gelegenheit begonnen, als em Herr im Parau einer in den vorderen Reihen sitzenden Dame m t wahrer Stentorstimme zur,es: fint abl nut ab'" was eine solche Aufregung und Entrüstung IM Auditorium hwvorries, daß die Gardine niedergelassen werden mußte, b s bie Ruhe allmäftg wieder h-rgestellt war-rbi ^hxjm. Dieser Tage kam hier ein Kauf eigentümlicher Art ui cstanbe Ein hiesiger Handelsmann war Kaufliebhaber zu d-m Garten eines diesiaen Landwirths. Da man Anfangs über den Kaufpreis nicht einig werden könnte schlug der Bauersmann dem Handelsmann vor. den Preis ,n der Werse est- .ufetöen daß er ihm für die elfte Ruthe seines Gartens nur 2 H für 1-de weitere Ruthe"i>as doppelte des Preises der vorhergehenden Ruthe, d b für die zweite Ruhte 4 A, für die dritte Ruthe 8 $ u. f. w. bezahlen solle. Der Handelsmann ging :°fort auf diesen Vorschlag ein, der Kauf wurde im Beisein von 3 Zeugen giftig abgeschlagen und alaubte der Käufer, wieder einmal ein gute« Geschäft gemacht zu haben. Wie wg sich aber da« Gesicht uaseres Handelsmannes in die Länge als nachher dec Bauersmann seinem kauflustigen Handelsmann schwarz auf weitz ausrechnete daß er ihm für seinen verkauften 20 Ruthen großen Garten Nicht mehr unb nicht weniger als 10,485 .2t 76 bade. sortgesetzt vorgekommener Zweikämpfe
hat die -Züricher Regierung drei an der Universität Zurich beftanbme Verbindungen ^u gel^? N?ch einer Msttheilung der „Z. Fr. Ztg." sollen bei 100 ©tubirenbe beab- fidjtiaen, in Folge des Duell-Verbots ans Zürich wegzuziehen. - Von der Truppe ber Feuerländer leben nur noch zwei Männer, die Anna und zwei Kinder. Die Anna ist le bst krank Den Keim zu ihrer Lungenentzündung Haden die Leute während ihres Arffenthaltsin Berlin er Haftern — Austern, 18. März, erhält die „N. Z Z " folgende yKetduna' Gestern gegen 4 Uhr holt- ein Frauenzimmer den fahrigen Knaben Bürki- Mmcumd aus der Lerberschul: ab unter Vorgehen, seine Mutter warte aus dem Waisen- hauäDlah auf ihn, um mit ihm spazieren zu fahren; dort wurde er in eine Droschke Fracht bie fuhr davon. Es heißt, in der Nähe des Zieglerspitals fei dieselbe von oeiden verlassen worden. Abends erhielt Bürk, durch «nm. Dienstmann emen Bries mit der Anzeige, daß der Knabe gut ausgehoben sei, daß er denselben aber Nicht mehr lebend treffen werde wenn er nicht 50000 Fr. in ber Nahe de« Weyermannshauses nüderlege. Bis jetzt waren alle Nachsorschungen fruchtlos." Nach einer Meldung des
Fr. I." wäre der Räuber am 19. verhaftet worden.
fUlainA 20. Mörz Von Seiten ber Großherzoglichen Handelskammer ist soeben zum Zwecke ber Grünbung einer Actiengesellschast zur Herstellung der ®ampf etten-. fchleppschiffsahrt auf dem Main folgendes Rundschreiben erlassen worden: „Die Er- rMung einer Dampskeltenschl ppschiffsahrt auf dem Main .st als e n für Handel, Berkehr und Schifffahrt des ganzen Maingaues ,m höchsten Grade wichtiges Unter- nebmen anzuseh7n und deshalb mll allen Kräften zu fo dern und zu unterstützen. K«ade für untere Vaterstadt erscheint es von hervorragendstem Interesse, die Ketten- Meppfchchsah t von Mainz aus aufwärts und nicht etwa von Frankfurt aus auswärts ^gerichtet zu sehen, weil sonst nach Herstellung der Canalstrecke Frankfurt-Main, unfere Stabt von bem Massenverkehr nach dem Main unb der Donau, also nach Le seö Bayern und Oesterreich sowie rioe versa so gut wie abgeschnitten würde und Frankfurt der Ausgangspunkt der Rhein Mainschifffahrt zu werden droht. Andererseits M Sett ns des Königl. preußischen Arbeits-Ministeriums die Einrichtung, und Herrichtung der Canalschleusen des Mains zur Durchschleusung ganz,r Schleppzuge nur für den Fall n Aussicht gestellt, daß sich ein geeignetes Kettenschleppschiffsahrtsuntermhmen vorher bildet. Es ist mit Recht *u erwarten, daß ber ungemein rege Verkehr bes Rhftnes auf bie Mainstrecke sich ausdehnen wtrb, wenn tue Bedingung zur Erfüllung aelanat baß bie Beförderung auf derselben so rasch und zuverläisig wird wie eine solche den Anforderungen des heutigen Verkehrs entspricht. Die Kettenschleppschiff,ahrt afletn ist im Stande, dies zu leisten und wirst, wie die angeschlosienen Rentabilitals Errechnungen unb bie Erfahrungen von Neckar unb Elbe beweisen, einen erklecklichen grtrag ab Trotzdem hält es schwer, eine Ftnanzftung ausschließlich aus Bankierskreisen m bewirken weil das betreffende Unternehmen immerhin als em gewis,ermaßen noch neues angesehen wird. Wir glauben deshalb zunächst an den Patriotismus unserer «üraerfäaf apelliren und dieselben zu ber Erklärung, einen entsprechenden Tbeil bes ^fnrterli» roe?benben Actlencapltals zu zeichnen, im Interesse ber Mainschiff,ahr! und k7r°(Sinht Wami aufforbern zu sollen." — Es folgt nun eine specialisirte Rentab'lstäis, Röeö^ö iröa für"eine Dampfkettenschleppschiffiahrt auf dem Main für die Strecke Mainz
b«en @rB bahin geht ba6 bei einem Anlagekapital von 1700 000 ®^e ne SenW benelben9 in p(5t. unb bei einem solchen von 2 300000 JL zu 9'pGt ergiebt- —
Die in der Gemeinde Groß- Altenffädten (Kreis Wetzlar) belegens sogen. Pfeffermühle mit 2 Mahlgängen soll nebst den dazu gehörigen Gebäulichkeiten, bestehend in einem Wohnhaus, Ställen und einem Backhaus mit einigen zu dem Anwesen gehörigen Grundstücken Mittwoch den 29. März, Mittags 1 Uhr an Ort und Stelle einer öffentlichen freiwilligen Versteigerung ausgesetzt werden.__2106
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