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Der Dlinister des Innern erklärte hierbei am Ntontag, daß das Ministerium bereit sei, sein Amt niederzulegen, wenn es Andere gäbe, welche glaubten, tue Geschäfte ohne die von der Regierung für nolhwendig erachteten Aenderungen fortführen zu können.

In dem neuen Königreiche Serbien ist durch den Umstand, daß 51 Abgeordnete radikaler Richtung in der Skupschtina ihre Riandate niederge- legt haben, eine ernste Krisis herbeigesührt worden, durch welche wahrscheinlich das gegenwärtige Cabinet Pirotschanatz genöthigt werden wird, zurückzutreten und dem antiösterreichisch gesinnten Ministerium Ristic's Platz zu machen.

Darmstadt, 2L März. Auf Veranlassung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz sind die Mitglieder der erweiterten Centralsttzung zusam- menverufen behufs Abgabe eines Gutachtens der Centralstelle über das Retchs- Tabakmonopol und über die Einwirkung, welche dieses Monopol, wenn es auf der Grundlage des vorliegenden Gesetzentwurfs eingeführt werden sollte, voraus­sichtlich auf die Landwirthschaft des Großherzogthums üben werden.

Karlsruhe, 21. März. (Bei dem hohen Interesse, welches die Einführung des Tabakmonopols für Gatzen und Umgegend erregt, bringen wir tn Nachstehendem die Verhandlung der badischen Kammer vom 21. zur Kenntmß der Leser): In der heutigen 40. Sitzung der zweiten badischen Kammer stand auf der Tagesordnung der Antrag des Abg. Schneider Mannheim) und Gen., die Stellung der Grobherzog­lichen Regierung zum Tabakmonopol betreffend. Abg. Schneider- Nach langen Berathungen sei das jetzige Tabaksteuergesctz sestgcsteUl worden, das bis heute noch nicht ganz in Kraft sei. Man habe aber fortwährend die Tabakmoustne in Unruhe gehalten durch den Hinweis auf das Monopol, das zur grotzen Entlastung beitragen sollte, da das Einkommen auf viele hundert Millionen veranschlagt worden fei. Im Jahre 1868 sei eine Enquete unternommen, b c mit 8 gegen 3 Stimmen sich gegen das Monopol ausgesprochen habe. Redner kommt auf den Antrag De brück im Reichs- taa zu sprechen, der sich auch gegen das Monopol erklärt habe. Drei Procent wurde Baden als Entschädigung bekommen, während es 30 Procent von allem deutschen Tabak baue. Trotz der hohen Besteuerung habe sich der Tabakbau in den letzten Jahren in Baden sehr entwickelt. Nach dem Entwurf würden in Baden circa 100 Morgen Land dem Tabakbau entzogen, auf denen bis jetzt ca. 100,000 Centner gebaut word.n feien. Auch die Fabriken, die über das Land verbreitet seien, würden in großem Matze geschädigt. Der Tabakhandel sei eine der massivsten Säulen des Handels in Baden. Wo blühender Handel gewesen sei, würden zu Grunde gerichtete Existenzen entstehen. Auch die Hausindustrie sei hoch ausgebildet, die viele Familien vor Armuth und Elend schütze. Durch das Monopol würde dieselbe vernichtet. Was den Aussuhrhandel be­ireffe, so werde derselbe durch das Monopol fast unmöglich. Hauptsächlich aber werde der Tabakpflanzer durch das Monopol geschädigt Der Monopolentwurf sei der beste Agitator gegen das Monopol Redner erörtert die diesbezüglichen Bestimmungen des Monopols und deren eminente Nachtheile für den Tabakbauer Der ganze Eniwurf sei ein überaus oberflächlicher und mit den angeführten Zahlen habe man geradezu gespielt. Wenn das Monopol in Kraft trete, so würde der Ban für die ersten Jahre überhaupt aufbören, da das Reich mit dem aufgekauften Tabak mehrere Jahre aus­reichen könne. Dies würde zu einer großen Eutwerihung der Grundstücke führen und auch die Creditverhältnisfe schädigen. Ferner würde man ein Heer von Sieuerbeamien erhalten. Tausende von kleinen Tabakpflanzern würden brodlos. Auch die Vorschriften des Anbaues feien peinlichster Natur, da sie gerade für beit kleinen Bauern bcn Bau von Tabak zur Unmöglichkeit machen Die Strafbestimmungen habe man vorerst noch weggelassen, wahrscheinlich weil man baburch nicht noch mehr habe abschrecken wollen. Die Controlbesttmmungen trügen auch nicht dazu bei, die Lust am Monopol zu erhöhen. Der Arbeiter wolle kein Geschenk vom Reich, sondern wolle arbeiten. Die Ent­schädigung sei sehr fraglicher Natur, die nur den Wenigsten zu Theil'de. Redner verbreitet sich fodann über die Nachtheile, die den Verschleißern bereitet würden Die Arbeiter würden durch Eintritt in die Monopolverwaltung ihre Freiheit und Selbst­ständigkeit verlieren. Lamm- und milstärsromm müßte man fein und das Delatoren- thum würde blühen. Der Lohn für den Arbeiter fei fo gering, daß man geradezu von einem langsamen Verhungern sprechen könne. Was die vielbesprochene Entlastung betreffe, so sei biefelbe eine sehr sragliche, denn man müsse immer berücksichtigen, wer be- und wer entlastet werde. Von Sachverständigen sei ausgerechnet worden, daß auf Jahre hinaus die Erträgnisse aus dem Monopol für das Reich gleich Null seien. Wolle man hohe Erträgn sse Haden, so müsse man aus die Tabakspreise in Oesterreich und Frankreich greifen- Bel uns tn Baden würbe aber vor Allem der schon oft hervor­gehobene Noihstanb bes Bauernstanbes noch viel mehr gesteigert werben. Die Ent- fchäbigung für bas Laub Baben fei im Vergleich zu betn Tabaksbau eine ganz geringe. 80 pCt. bes Konsums treffe den kleinen Mann, ber gerabe entlastet werden sollte. Scharf wendet sich Redner gegen die Bestimmung, baß die sämmtllchm Gemeinde­beamten dem Monopol unterstellt seien, die Chlcanen und Schnüffeleien würden nicht aufbören. Die Selbstständigkeit des Landes Baden gehe auf diese Weise vollständig verloren. Unser Staat habe gerade genug eingebüßt. so daß nicht viel mehr an baS Reich zu übertragen sei, schließlich sei bie Selbststänbigkelt gleich Null Baben wolle, aber felbftftänblg bleib n. Jebem Versuche, baran zu rütteln, müsse man entgegentreten 150,000 Menschen, bie in bie Verwaltung eingestellt würben, seien politisch abhängig; man benfe nur an ben preußischen Erlaß. Anbere Jpunberltaufenb würben im Schach gehalten. Wie in Berlin befohlen, so müsse man hanbeln. Man habe ja fo vielfach vom Schutz ber nationalen Arbeit gesprochen, das Monpol fei der Ruin ber nationalen Arbeit. Es fei gewiß, baß ber Mittelstanb schwer geschädigt werde, dem die Be- schäsiigung genommen und ber niebere Arbeiterstand degradirt werbe. Zölle unb Steuern habe man sckvn genug; wenn ber Kanzler Millionen haben wolle, so möge am Militärwesen gespart werben. Rebner tritlfirt schars bie Straßburger Manusactur, bie so schlechte Cigarren liefere, baß biefelben nicht zu rauchen feien. Das geschehe schon jetzt bei ber freien Concurrenz; wie es bei bem Monopol fein werbe, könne man leicht ausrechnen. Er bitte, baß bie Regierung ben gestellten Antrag arrnehme. (Leb­hafter Beifall.) Flnanzminister Ellstä11er: Es könne nicht seine Absicht fei, bem Antrag entgegenjulreten. Die elngeteiteten Erörterungen über bas Monopol seien In­fi noch nicht abgeschlossen, er könne betzhalb noch nicht eine bestimmte Erklärung abgeben. Doch fei die Stellung ber Regierung bekannt, er habe Grunb, anzunehmen, baß bie Stellung nicht geänbert fei. Die großen Schöben, gerabe für Baden, erkenne sie vollständig an unb sie werbe bemüht fein, bie Interessen Babens zu wahren unb darum dem Antrag ein großes Gewicht beilegen. (Bravo.i Abg. Kopsen Seit Jahren sei die Tabakiiidustrie gehetzt worden, der Tabak habe stets ben Sünbenbock abgegeben. Die Besteuerung fei eingetreten. Schon vor Jahren habe er in ben Kammern hervorgehoben, baß bas Monopol geradezu unbiscuilrbar sei. Jetzt solle es doch zur Wahrheit werden; dagegen zu proteftiren, fei eine heilige Pflicht, lieber die vom Regierungsstsch gethane Aeußerung könne man sich nur freuen Neues über die Nachtheile zu sagen, sei schwer. Wenn man einen großen Nutzen haben wolle vom Monopol, so müsse man erst ein Gesetz machen, das folgende Paragraphen haben müsse: s 1- Jeder Raucher muß bei Strafe das drei- bis vierfache rauchen. § 2. Der Tabak muß um das vierfache vertheuert werden. Redner verbreitet sich fodann des Ein­gehenden Über die einzelnen Bestimmungen des Monoxolentwurfs. Die Bestimmungen über den Tabaksbau seien äußerst schars. Nach denselben dürfe nur fo viel gebaut werden, als bie Monopolverwallung erlaube. Er könne bem Vorrebner nur Recht geben, baß für bie nächsten Jahre bes Monopols an einen Tabakoau nicht zu benken fei. Der eigene Wille ber Probnc lltcn fei illusorisch, er müsse sich bem bictatorlschen Willen ber Regierung fügen. Auch bie ländliche Bevölkerung fei jetzt burchgehenbs von ihrer monopolfreunblich n Meinung abgebrachi worben unb man könne nicht mehr in officiöfen Blättern der Welt glauben machen, baß sich ber Pflanzer nach bem Mono­pol sehne. Nach ziffernmäßigen Darlegungen der Schädigungen, welche die Tabakbauern nach Einführung des Monopols treffen würden, berührt Redner die schweren Nach- ihelle für Industrie, üanbel unb Gewerbe überhaupt. Abg. Maurer bespricht ben Monopolentwurf mit desonberer Hervorhebung bes Bezirks Lahr, in welchem bie Tadak- fabritat'.on/3 bes Steuerkavstals zahle. Im Bezirk befänben sich 2o Fabriken, ber jährliche Verbimst beziffere sich auf 1 Million - Abg. Förster bespricht bie Nachthelle des Monopols für die Tabaksbauern. Man habe geglaubt, daß eine gewisse Ruhe eintreten werde; durch bie Monopol-Vorlage fei aber roteber eine große Beun­ruhigung geschaffen. Eine Abnahme bes Baues werde unbedingt eintreten. Im Falle, daß das Monopol eingeführt werde, wünsche er, daß bie Regierung bic Kleinbauern

schütze. Ein Antrag ber Klerikalen auf Schluß ist eingegangen uub wirb abgelehnt, noch brel Rebner sollen gehört werben. Abgeorbneter Mays beleuchtet bie rechtliche Seite des Monopols, bas im Princip verwerflich sei. Der Staat verbiete einen ganzen Gewerbebetrieb. Bestimmte Rechtsgründe sprächen gegen dieses Verbot. Redner citirt Bluntschii unb Stein, bie zwar das Recht bet Monopolisttung zugegeben hätten, hoch hätten sie baffelbe nur In eingeschränktem Sinne und ohne eine positive Berechtigung bes Staates anerkannt. Das Gewerbe sei ein natürliches Recht, das zu beschränken bem Staate nicht znstehe. Die Jnbustnellen übten nur ein natürliches Menschenrecht aus. Der Staat bürfe nur bie Einrichtungen ordnen. Auch in Fällen her höchsten Nolh dürfe ber Staat nicht zum Monopol, d. h in fremde Taschen greifen. Wenn es auch jetzt Landleute gäbe, die für bas Monopol schwärmten, so werbe hoch bie Ent­täuschung halb eintreten Aus emetn freien bentfchen Bauer würbe gewissermaßen ein ©claoe auf einer süblänblfchen Plantage. Der Staat mißbrauche sein Recht. Deßhalb 'et Ihm bie Erörterung btefer Rechtsfrage von Bebentung gewesen. Rebner exempll- rcirt auf Englanb unb Frankreich. Schon vor einem Jahrhundert habe man gegen das Monopol gekämpft; daß man nach einem Jahrnundert diesen Kampf noch einmal burchkämpsen müsse, erscheine ihm geradezu unbegreiflich. Man müsse dies traurige Schauspiel in einem Rechtsstaat erleben. Er sei für biepreußische Spitze" mit vielen Andern eingetreten, aber unverantwortlich sei es, unser Land zu schädigen. Aus unserer Haut, wolle man Riemen schneiden Das Mittel für ben Zweck sei geradezu ver­werflich und ein Gewaltakt. (Lebhaftes Bravo) Abg Lender: Seine persönliche Meinung sei bekannt, er spreche im Namen seiner politischen Freunde, die wie er prin- cipielle Gegner jedes Monopols, des geistigen wie des volkswirthschastlichen seien Die ungeheuren Schäden könnten durch nichts ausgewogen werden. Hier seien alle In­teressen solidarisch, die des Bauern, des Händlers und des Fabrikanten. Er hoffe, daß bie Regierung Alles aufbieten werbe, um bas Monopol zu Falle zu bringen. Re­gierung, Volksvertretung und Bevölkerung würden in dieser Frage einig fein. Abg. Blum meint, die jetzt vorgefchrlebenen milderen Bestimmungen seien nicht von Dauer. Es gebe jetzt Leute, bie aus Zorn über mancherlei Chicanen für bas Monopol wären. Daß bie Chicanen unb Scherereien mit ben Steuerbeamten unb Monopolverwaltern noch großer wären, sei feldstverstäubllch. Nach scharfer Kritik verschiebener Be­stimmungen faßt sich Rebner bahin, baß Babens Stimme tin Bnndesrathe von Bebentung fein möge. Hierauf verbreitet er sich über bie Stellung ber Parteien Im Reichstage mit befonberer Beziehung auf bas Centrum. Ec hoffe, baß baffelbe blefem gefährlichen Experimente nicht zustimmen werde Hieraus wird der Antrag einstimmig angenommen.

Telegraphische Depeschen.

Wolff's telegr. Corresponvenr-Bureau.

Berlin, 22. März. Bei dem gestrigen Empfang der eine Huldigungs­adresse überreichenden Deputation des conservativen Central-Comitös, bestehend aus dem Grafen Behr, Hofprediger Stöcker, Prof. Wagner und Hoflieferant Hertzog antwortete der Kaiser nach demDeutschen Tagebl." etwa Folgendes: Jeder Lebensabschnitt erinnere ihn, daß es der Allmächtige sei, der sich zu gewissen Zeiten seine Werkzeuge schaffe. So habe Gott auch ihn zur Durch­führung bestimmter Aufgaben berufen, im Civil-. wie im Militärwesen habe es ihm nie an der rechten Persönlichkeit gefehlt. Die Zeiten seien ernst. Wenn im vergangenen Jahre ein autokratischer Fürst und ein aus dem Volkswillen hervorgegangenes Staatsoberhaupt dem Mordversuche von Umstürzlern erlegen seien, wer sei dann noch sicher? Er habe freudig vernommen, daß seine Bot­schaft und sein Erlaß vielfach im Lande mit Zustimmung ausgenommen worden seien. Er habe es für nöthig gehalten, wieder einmal daran zu erinnern, was die Krone in Preußen sei, das Wichtigste bleibe freilich ein lebendiger religiöser Sinn; er habe oft dazu gemahnt. Der Kaiser ging dann auf die Erlebnisse des Königshauses ein und gedachte tief bewegt der Errettung der Kaiserin. Im Vorzimmer des Kaisers traf die Deputation den Fürsten Bis­marck an. (Wiederholt, weil nicht in allen Exemplaren der gestrigen Nummer enthalten).

Braunschweig, 22. März. In der heutigen Landtagssitzung erklärte der Finanzminister Graf Weisberg auf eine bezügliche Interpellation, die Lan­desregierung habe noch keinen bestimmten Entschluß fasten können, welche Stellung sie dem Tabakmonopol-Entwurf gegenüber einzunehmen habe, zumal noch nicht definitiv feststehe, ob und wann derselbe beim Bundesrath eingebracht, eventuell mit welchen Abänderungen dies geschehen werde. Der Landtag hat sich bis zum 27. April vertagt.

Weimar, 22. März. Anläßlich bes 50jährigen Tvbestags GvthLS fanb in ber Fürstengruft eine Gebächtnißfeler statt. An bem Grabe Göthe's würben LorbeerkrSnze nlebergelegt namens ber Stabt Weimar unb bes Weimat'schen Theaters, bes bentfchen Schrfftstellerverbanbes, ber Concorbta zu Wien, ber bentfchen Schillerstlstung, bes Vereins Berliner Presse, bes Symposion zu Leipzig, ber beutschen Frauen Prags unb ber Cotta'schen Verlagshanblung.

Wien, 22. März. Heute ist in der Hofburg ein Galadiner zur Feier des Geburtstages des deutschen Kaisers. Eingeladen sind Prinz Reuß, die diplomatischen Vertreter der deutschen Staaten, Graf Kalnoky, Hofchargen unb zahlreiche Rotabilitäten. Morgen findet aus gleichem Anlaß bei Prinz Reuß ein Festdiner statt.

Petersburg, 22. März. DerGolos" widmet dem Kaiser Wilhelm anläßlich seines Geburtstages einen sympathischen Leitartikel, welcher, folgt, schließt:In innigem Gefühle vereinigen wir uns mit Millionen Herzen, welche Kaiser Wilhelm noch eine lauge friedliche Regierung wünschen."

Petersburg, 22. März. Wie Die Zeitungen über ben BranO bes Theaters Wlnter-Lmabia" nachträglich berichten, ist ber 72jährige Beamte Löwenstern, welcher sich beim Ausbruche beS Feuers im Orchester befanb unb ben Ausweg verfehlte, ums Leben gekommen

ChioS, 22. März. Drei starke Erdstöße erschreckten bie Einwohner, welche in Zelte flüchteten.

Petersburg, 23. März. DerRegier.-Anz." veröffentlicht ein Tele­gramm des Kaisers Alexander an Kaiser Wilhelm. Es heißt darin: Die Kaiserin und Ich sind ganz mit Herz und Sinn gegenwärtig Ihrem Geburts­tage und wir gesellen uns zu den Beweisen von Liebe und Achtung, welche Sie umgeben. Möge Gott noch für lange Jahre Ihr so ruhmgekröntes Leben er­halten, zum Wohle Deutschlands, für den Frieden Europas und zur Befestigung der Freundschaftsbande zwischen Uns und Unseren Reichen. Gezeichnet

Alexander.

Loyales

Gictzen, 23. Mörz. In bemEntwurf bes Voranschlags über Einnahmen unb Ausgaben" für bas Etatsjahr 1882/83 ber Gemelnbe Gießen, welcher uns zuge­gangen ist, bemerkt bei Herr Bürgermeister, baß ber Ausschlag auf bie Steuetkapstatten ben blesjahrlgen Ausschlag nicht Übersteigen ro.rb.

An Einnahmen finb in bem Entwürfe vorgesehen: 1. Orbentllche Einnahmen M. 365191,71, 2. außerorbentllche X 98670 , 3. Umlagen M 236148,90, in Summa 700010,60 gegen M. 796596,65 in 1881/82. Unter ben orbentlichen Einnahmen finben mir verzeichnet M. 90969,60 aus Walbungen gegen M. 96705,50 in 1881/82, Urner Octroi X 81200 gegen M. 79200 im verflossenen Jahre. Die Einnahme auS Hunbesteuer Ist mit M. 2235 gegen M. 2000 vorgesehen u. s. w. Bel ben außer-