Äuaenblick für bte Bmrtheilung der zukünftigen Erträgn sie und Wetthe der Ober- heMchcn Bahnen ein sehr unzuverlässiger, trügerischer ist, so geht unsere Auffassung berüallch der bfreden Einwirkung derselben auf das industrielle Leben und den Ver- kebr der Provinz dahin, daß für die Entwickelung derselben wohl auch ungünst'gere Verhältnisse, als die von 1873 bis heute kaum hätten gefunden werden können! Erfordert es schon bet normalen wirthschaftlichen Zuständen längere Zeiträume, um in. an sich verkehrsarmen wenig industriellen Landstrichen neue G'werbe emzuführen, so wird dies während solcher ungünstiger Conjuncturen fast zur Unmöglichkeit! Gesellen fidi au diesen jeder allgemeinen Besserung widerstrebenden Verhältnissen noch un- oünstiae Bedingungen für b<n Erwerb auf landwirthschaftlichsm Gebiete, wie wir sie seit eiwaen Jahren zu verzeichnm so darf es nicht Wunder nehmen wenn eine wesenll-che. positiv iühtbare Enlw cklung im Erwerbsleben bis heute durch di- Ober- bcisischen Bahnen nicht zu constattren war, jedenfalls aber haben dl-selben dazu bet- oetragen, die Folgen der ungüiiftigen Zeitoerhaltnisse bedeutend zu mildern und unsere Provinz von tiefergehenden Schädigungen zu bewahren.
Fassen wir das Resultat dieser Erwägungen zusammen, so S-langen wir zu dein Era-bn,sse daß di- Vergangenheit mcht wohl als geeigneter Maßstab für den Wertb und die zukünftige Rentabilität der Oberh. Bahnen dienen kann, daß vielmehr ganz abgesehen von allen den schwerwiegenden wirthschaftlichen B-d-nk-n die sonst dagegen sprechen, schon aus diesem Grunde der gestellte Antrag sehr bedenklich er- scheinen^niuß^ ob-rhessischen Bahnen unter Berücksichtigung der berech-
tigten Interessen der Provinz aufgeholfen worden, so darf, sit dieselbe heute auch sehr erschwert, zur Ermöglichung größeren durchgehenden Verkehrs, deren Fortsetzung nicht ausgeaeden werden, es dürfte sich aber weiter in erster Linie empfehlen, den be'tehen- dea Verkehr durch geeignete Secundärbahnlinien zu erhalten und zu erweitern und ebenso durch d eselben bte an Holz, Eisenerzen und Brau ckohlen reichen Thaler der Provin. zu eischließen. Hierdurch und durch die geeignet- Fü'ivrge und Unterstützung auf dem Boden der wirthschaftlichen Gesetzgebung, deren heutige aui den Schutz der vaterländischen Arbeit gerichteten Ziele zu befestigen sind, wird der kräftigst- Hebel zur Förderung der industriellen Entwicklung unseres Verkehrslebens gefunden sein und
dasjenige Vertrauen in die Bevölkerung getragen werden, welches zur Förderung bestehender, zur Schöpfung neuer Unternehmungen ein unentbehrliches Bedürfniß ist! So kann und wird sich mit der Zett der Wohlstand und Verkehr der Provinz heben und den heute wenig rentabelen Oberhess. Bahnen eine bessere Zukunft gesichert werden, während durch Einführung des SecundärbahnbetriebL neben der Entwertung der Sache selbst, die größten wirthschaftlichen Nachtheile zum Schaden der Provinz und des ganzen Landes die gewisse Folge sein müssen I
Handel und Verkehr.
Grü n b erg, 22. Januar. (Frvchtpreise vom 21 Januar.) Weizen 24.46, Korn JL 20.42, Gerste JL 17 26, Hafer JL 16 44, Erbsen JL 2150, Lein JL 29.00, Samen «M. 00.00, Kartoffeln 00.00.
Frankfurt, 21. Januar. Auf dem heutigen Markte kostete der Gentner Heu je nach Qualität JL 4 00—5.00, Stroh Jl. 3.50—4.20, Eier das Hundert </& 6 00—9. Ochsenfleisch das Pfund 65—70 H, Kuh- und Rindfleisch 45-55 Kalbfleisch 40 bis 55 H, Hammefleisch 40—65 X Schweinefleisch 70—80 1 Hahn Jü 1.00—0,
1 Hubn .M. 1.50—2.00, 1 Poularde X 2 30—2.50, 1 Gantz 5.00—9.00, 1 Taube 50-60 X Reh per Pfund 75 X 1 Hase «X 200-2.50, Butter 1. Qual, im Detail X 1 20, 2. Qual-tät J4 110, Handkäs 45—50 $ dos Pfund,, Kartoffeln das Malter JL 4.50—6 00, Kopfsalat 15—20 gelbe Rüben das Gebund 6—12,, Romainsalat 10—20 X Rettig das Stück 6—8 X Sellerie der Kopf 10—20 X Blumenkohl 20 bis 60 X Wirsing 8-15 X Weißkraut 15—20 H datz Stück, Roihk-am 20-34 Kohlkraut 10 X Kohlrabi 6-8 X Endivien 10-11, Zwiebel 5-10 H das Pfund.
Frankfurt a. M., 23. Januar, Nachmittags 2 Uhr — Mm. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 245, nach 237, Staatsbahnactien 240, nach 236, Galizier 2361 2, nach 234, Oesterr. Silberrente o03/4, 4% Ungar. Goldrente 69*/2, 4% 1880er Russen 70, |2. Orientanleihe 56%, 5% Rumänische Rente 86, Lombarden 99Va- Tendenz anfangs flau, Schluß besser.
559 Die Bekanntmachung vom 18. d. Mts. bezüglich der Einträge in das Firmen-Register unterzeichneten Gerichts wird hinsichtlich der Firma Meyerfeld & Meyer dahin berichtigt, daß Herr Levy Meyerfeld der alleinige Liquidator ist und daß alle Activen und Passiven auf ihn allein übergegangen sind.
Gießen, den 23. Januar 1882.
Großherzogl. Amtsgericht Gießen. Stammler.
~ Holzverkauf.
Donnerstag, den 26, d. M, um 1 Uhr beginnend, wird nachverzeichnetes Holz aus District „Kuhbach" und „Breitrott"desGemeindewaldesWißmar im Rathhause in Wißmar versteigert:
1) Eichenholz:
260 Rm. Nutzholz - Knüppel von 2 M. Länge, 84 Rm. Knüppel, 92 Rin. Stocke, 400 Rm. Reiser.
2) Buchenholz:
190 Rm. Scheit-, 13 Rm. Knüppel, 83 Rm. Stöcke, 358 Rm. Reiser.
Crofdorf, den 20. Januar 1882. Das Bürgermeisteramt.
Colnot. (516
Holzversteigerung.
Freitag den 2T. Januar d. I.,
Vormittags von 9 Uhr an, sollen im hiesigen Gemeindewald District See
68 Rm. Vuchenscheitholz,
32 „ Nadelscheitholz,
9 „ Buchenknüppelholz,
57 „ Nadelknüppelholz,
635 Wellen Buchenreisholz,
1550 „ Nadel- „
19 Rm. Buchenstockholz,
20 „ Nadelstockholz,
11 Stämme Nadelwerkholz mit
2,81 Festm.,
2 Nadelderbstangen mit 0,24 Fstm. nersteigert werden.
Die Zusammenkunft ist bei dem Hinteren Seeweiher.
Alten-Buseck, am 20. Jan. 1882.
Großh. Bürgermeisterei Men-Buseck.
__ _ W agenbach.___549
Hvlzverkäüf
Samstag den 28. dS. Mts.,
um 9 Uhr,
läßt die Gemeinde Dorlar aus chrem Walddistricte „Himberg" im Lokale der Wirthin Schneider in Dorlar versteigern:
54 Stück Eichenstänune 2., 3. und 4. Klasse = 32,81 Fstm., 34 Rmtr. Scheit-Knüppel, 326 Rmtr. Reiser.
Crosdorf, den 22. Januar 1882. Das Bürgermeisteramt.
Colnot. (546
Allgemeiner Anzeiger. Holzversteigerung.
In den Waldungen der Stadt Lich, Distrikt Fichtenkopf, Lindeyseif und Ettingshäuser Kopf, kommen zur Versteigerung:
46
603
41
9
10
12
1) Donnerstag den 26. Januar d. I.
Bau-, Werk- und Nutzholz.
Eichen-Stämme von 20—41 cm Durchm. u.
Fichten- „ „ 15 3 < „ „ „
Hainbuchen-,, „ 20—33 „ „ „
Linden- „ „ 25—54 „ „ „
Eichen-, 5 Buchen- und 60 Fichten-Stangen, rm 3 m langes Kiefern-Mndscheit.
5—12 m Länge — 21,40 16-23 „ „ =341
3—6 „ „ =10,26
5—12 „ „ = 6,68
fm
n
if
tf
2) Freitag den 27. Januar d. I.
Brennholz:
34 rm Hainbuchen-Rundscheit, 74 rm Buchen-Knüppel,
12 „ Eichen-Knüppel, 54 „ Kiefern- „
7100 Buchen-, Eichen- und Nadel-Wellen,
254 rm Buchen-, Eichen- und Nadel-Stöcke.
Der Anfang ist jedesmal Morgens 9 Uhr am Hattenröder Vicinalweg beim Pflanzgarten.
Lich, den 17. Januar 1882.
Großherzogliche Bürgermeisterei Lich.
463 P a l z.
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntmß, vaß unser seitheriger Rechner, Herr Hermann Gehringer, mit Dem heutigen Tage seiner Funktionen enthoben unv an oeffen Stelle Herr Rentmeister Möbus dahier provisorisch mit der Rechnungsführung betraut worden ist.
Das Bureau befindet fich vom 25. d. Mts. ab, bis zu welchem Tage die Kasse geschlossen bleibt, in der Wohnung Des mitunterzeichneten Herrn I. Pfeiffer und können rechtsverbindliche Geschäfte von genanntem Tage an nur an den Zahltagen Montag und Mittwoch abgeschlossen werden.
Laubach, am 18. Januar 1882. 488
Spar- und Credltverein für Stadt und Land (C G.) ju Laubach.
I. Pfeiffer. Fr. Moll. H Goldman«.
Direetor. Controleur. Vorsitzender des Ausschusses.
Einladung.
552 Behufs eingehender Besprechung des Projekts einer Secundär-Bahn Butzbach-Sich - Laubach - Schotten event. Mücke werden die Herren Bürgermeister, Ortsvorstände und Interessenten der betr. Orte und Gegenden zu einer Versammlung auf Montag den 30. Januar, Mittags 1 Uhr, in das Gasthaus „Zum Holländischen Hof" zu Lich eingeladen.
Butzbach, Münzenberg, Lich, den 21. Januar 1882.
Die Großherzoglichen Bürgermeister:
Küchel. Jäger. Walz.
Concertwerein.
541 Zum unentgeltlichen Besuch unserer Concerte sind nur diejenigen Mitglieder des akademischen Gesangvereins berechtigt, welche im Besitz erner von dem Vereinsvorstande erthellten Eintrittskarte sich befinden,. welche in der letzten Probe des Vereins vor jedem Concerte durch den Dirigenten ausgege en wird. Auch für unsere Mitglieder ist Vorzeigung der Eintrittskarte unoeorng erforderlich. Der Vorstand.
Holzverfteigerung.
Montag, 30. Januar d. I.,
von Morgens 10 Uhr an, sollen in dem Freiherrlich von Milch- ling'schen Walde Oberseilbach — Gemarkung Treis a. L.
250 Rmtr. buchen Scheitholz,
120 „ „ Knüppelholz,
100 „ „ Erdstöcke,
450 „ „ Zopfreis
meistbietend versteigert werden.
Die Zusammenkunft findet zur bestimmten Stunde im genannten Walde bei Nr. 1 statt, wobei noch bemerkt wird, daß sämmtliches Holz von vorzüglicher Qualität und die Abfahrt gut ist.
Treis a. L., am 21. Jan. 1882. Frech, v. Milchling'sche Administration. ____________Kehr._________553
Holzverfteigerung.
Montag den 30. Januar,
von Vormittags 10 Uhr ab, kommen in dem Gemeindewald von Nauborn oei Wetzlar zur Versteigerung: a. District „Eselswald": Eichenstämme:
4 Stück H. El. mit 5,95 Fstm.,
b. District „Erlenboden": Eichen- ftämme]: 1 I. El. mit 2,65 Festm., 7 II. El. mit 14,27 Festm., 8 111. (SL mit 6,03 Festm.
c. District„Schwalbacherloch": Eichenstämme : 1 I. El. mit 3,63 Festm., 10 II. El. mit 19,38 Festm., 13 III El. mit 8,94 Festm., 2 IV. El. mit 0,44 Festm.
d. Distr. „a. d. Stein": Eichenstämme: 3 I. El. mit 9,75 Festm., 4 11. El. mit 7,46 Festm., 7 UI. El. mit 3,93 Festm., 2 IV. El. mit 0,39 Festm.
Unter den Eichenstämmen befindet sich ein Stamm zum Wellenbaum für Müller geeignet.
Qualität des Holzes und Abfuhrwege sehr gut.
Versammlung um 10 Uhr an der Vorsteherwohnung.
Schwalbach, den 21. Januar 1882. 542 Das Bürgermeister-Amt.
Mütter.
555
Dirnstsg den 31. Isnvsr,
Nachmittags 2 Uhr, .
soll auf hiesigem Ortsgerrcht auf freiwilliges Ansinnen des Iaksb Marti« in Boppard das frühere Besitzthum des ^akob Wagner dahier:
Flur 25 Nr. 76'3100, 144 Mw Hofraithr auf der Warthe und Chaussee,
25 Nr. 76*7100, 681 Mtr. Grabgarten daselbst
unter sehr günstigen Bedingungen nochmals versteigert werden.
Gießen, den 23. Januar 1882.
Großh. Ortsgericht Gießen.
556 Gefunden ein Zwicker. Abzuholen bei W. Schmidt, Schuhmacher, Neustadt D. 94.


