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8U befcbunkre in dieser Hinsicht seither in jedem Jahre an die Öffentlichkeit gerichtete Ritte" "saat der Bericht wörtlich, „müssen wir heute um so dringender wiederholen, mackdem durch die Fürsorge der Staatsregierung die Anzahl der Warterstellen eine weitere Vermehrung erfahren hat, in Bezug auf die Gleichgültigkeit, mtt welcher man unsere Bitte seither aufnahm, eine erhebliche Veränderung xum Besseren leider ob!k noch nicht etngttreten ist. Wir mußten diese Gleichgültigkeinf unftr-m kecksten Bericht als eine wahrhaft grenzenlose und unbegreifliche bezeichnen. Denn Erstens sollte man doch denken, sagten wir, daß e§ einem 23olfe ^möglich einerlei sein könne, ob seine geisteskranken Angeb origen in der Anstalt den Vor- Lbeil genießen, welchen eine gute Pflege verbürgt, oder den Schaden leiden, wn,CTA,n rin? sckleckte Vfleae mit sich führt; zweitens vermag Jedermann unserer Bitte um Zuweisung geeigneter Bewerber ohne Mühe und Opfer mit Leichtigkeit nad); H- drittens ist der Dienst unserer Wärter und Wärterinnen geift.g und ’fräftiaenb und in Bezug auf den Geldpunkt lohnend. Indem wir hierauf mnftre Bitte dringend wiederholten und insbesondere an unsere der ländlichen Bevölkerung freunde richteten, indem wir ferner daran erinnerten, daß wir bei den Mwerb"m^und Bewerberinnen ein Alter 'zwischen 20 und 30 Jahren eine fefte SS, ein freundliches A-ußere, einen hellen Kopf »nd -m warmes Herz voraus- letzten und indem wir endlich noch bemerkten, daß im Anfang der Jahrlohn des Wärters außer freier Station 350 Mark und der Wärterin 250 Mark betrage, gaben D - V- , • —c____raor.o-Mfnh tu ifnfprpti tTiiherpn yiPitmTf’tl
S Die weiteren Anlagen des Berichts enthalten die Statuten der Unterstützungsrasse re; Anleitung für die Angehörigen und Vertreter inländischer Geisteskranken zum richtigen Versiändnitz und zur vorschristsmäßigen Beachtung der für die Ausnahme in die Großh. Landes-Irrenanstalt bestehenden Verordnungen, sowie zur Zweckmäßigen Benützung dieser Anstalt überhaupt; Fragebogen für das ärztliche Gutachten be. Gesuchen
, fifh ble eavvtischen Helden, mit Beute statt m t Lorbeeren be-
Um a Uhr roaen sich 2 Uhr hatten die Hausmeister Befehl
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«?ktt0t^in§en^unb sie mit Beute belaben wieber verlassen sehen, nachbem sie das
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Nachbarschast rein gehaUen. In der Nacht kamen viele Familien und baten um Schutz. ™nrn,_ immer noch keine Truppen tarnen, um uns zu
, Am D°r,ner tag M°rg n «B g' ^nen gehen. Wir traten ,u- besreien und die Stadt zu retten veimw^ w, « graUEn unb Kinder in die
Tru?pe. umgaben sie mit Griechen und Montenegrinern und marschirten na$ bQn.İ,^a^fle a-sellten sich 35 Personen, die in der nämlichen Lage waren wie Auf dem Wege ges i w ß, n^lber|tanb 3U finden, durch und über Massen
wir, zu uns. Wir 105 marsch eStadtthoce auf. Wir bemächtigten uns ini7e7Boott,^di7zufällig Ä waren, unb schifften zu Admiral Seymour, der uns freundlich an Bord des „Helicon" aufnahm.
selben Weise vorher nicht geschehen war, daß unmittelbar nach dem Erscheinen des sechsten Berichts verschiedene inländische Blätter einzelne Abschnitte dieses Berichts weiter verbreiteten und hierbei auch unsere soeben erwähnte Bitte berücksichtigten. Für diesen von Seiten der Tagespresse uns geleisteten Beistand sagen wir hiermit herzlichen Dank. Trotz alledem würden wir aber auch heute von weiteren Erfolgen unserer Bitte und von einer Besserung der vorhandenen Nothlage kaum sprechen können, wenn wir nicht die erfreuliche Thatsache mitzutheilen hätten, daß zwei Freunde der Anstalt im Laufe des letzten Jahres dem hiesigen Dienst sechs brauchbare Wärter zugeführt haben. Diese beiden Freunde sind schlichte oberhessische Dorfbewohner und ihre Beziehungen zu Land und Leuten sind nur sehr beschränkte. Sie waren in früheren Jahren Pfleglinge der hiesigen Anstalt und hatten das Glück, dieselbe genesen zu verlassen. Hierdurch wurde ihre Thätigkett zu Gunsten der Anstalt geweckt, unser Bericht war ihnen unbekannt. Liefert das Beispiel dieser beiden Männer nicht unwiderleglichen Beweis, daß auch viele unserer Leser derselben Sache und hiermit einer Sache zu nützen vermöchten, die an Wichtigkeit für die Einzelnen, wie für Alle, nicht ihres Gleichen hat? Erscheint die Gleichgültigkeit, auf welche unsere Bitte seither in jedem Jahr gestoßen ist, einem solchen Beispiel gegenüber nicht um so beklagenswerther?"
Im Folgenden geht der Bericht auf eine gewisse den Irrenanstalten und ihren Pfleglingen schädliche Thätigkeil der Tagespresse über, Details, die wir bitten müssen, in dem Bericht selber, der ja in Tausenden von Exemplaren im Lande verbreitet wird, nachzulesen und macht bann etliche interessante Mitteilungen über bas Fortkommen mehrerer als geheilt aus ber Anstalt entlassener Pfleglinge.
Am Schlüsse bieser Mittheilungen giebt der Bericht den Wortlaut des § 24 deS Regulativs für die Anstalt wieder, den wir des allgemeinen Interesses wegen ebenfalls wiederholen. Dieser § 24 lautet:
„Hat ein Armenverband den Erkrankten erweislich innerhalb der ersten zwei Monate nach Eintritt der Geistesstörung in die Anstalt verbringen lassen, so begründet dies einen Anspruch auf Erlaß des den Armenverband treffcnben Pfleggeldes für die ersten vier Monate des Heilverfahrens.
Die gleiche Vergünstigung wird für Pfleglinge der dritten Klasse, welche erweislich innerhalb der ersten zwei Monate nach Eintritt der Geistesstörung in die Anstalt verbracht worden sind, auch dann gewährt, wenn solche nicht auf Kosten eines Armen- verbands ausgenommen werden."
„W'r haben", sagt der Bericht, „früher auf diesen Paragraphen in der nachdrücklichsten Weife aufmerksam gemacht und die Wichtigkeit desselben für die wenig bemittelten Familien und die Zahlungspflichtigen Armenverbände, für die Wiedergenesung der Kranken und überhaupt die Wirksamkeit der Landes-Irrenanstalten durch Thatsachen nachgewiesen. Aber noch immer und nur zu häufig müssen wir erleben, daß die Kranken zu spät in die Anstalt verbracht werden, theils obgleich man den § 24 kennt theils aber auch, weil man von dem Vorhandensein desselben keine Ahnung hat. Man'empfindet kein Bedürfniß sich in dieser Beziehung zu unterrichten und geht diesen ernsten Dingen geflissentlich aus dem Wege u. s. w."
Nach der dem Bericht angelegten Uebersicht der Gesammt-Einnahmen und Ausgaben, sowie Abschluß der Unterstützungskafie für bedürftige Pfleglinge der Großh. Landes-Irrenanstalt zu Heppenheim für das Rechnungsjahr 1880/81 bestand:
A Die Einnahme in 3949,96 Mark jährlicher Beiträge, 2928,54 Mark einmaliger Beiträge, 665,48 Mark Zinsen ausgeliehener Kapitalien, 63,33 Mark verschiedener Einnahmen, 884,27 Mark Kassenvorrath nach dem vorjährigen Abschluß, mithin die Summe der Ausgabe betrug an ausgeltehenen Kapitalien 2784,48 Mark, an Ver
waltungskosten 1680,41 Mark (darunter 1264 Mark für den Druck des Jahresberichts 177 75 Mark für sonstige Drucksachen, Schreibmaterialien, Porto u. s. w-, 238,66 Mark für'Einsammeln der Jahresbeiträge); zur Unterftütning 5ülf§bebürfti6er mürben 2908,67 Mark verwendet und zwar zur Unterstützung in der Anstalt befindlicher Pfleglinge (an 14 Personen) 531,12 Mark, bet der Entlassung (an 8 Personen) 161 Mark, nach der Entlassung (an 23 Personen) 1712,55 Mark, den Angehörigen von 8 Pfleglingen (in 12 Fällen) 504 Mark, für verschiedene Ausgaben wurden 89,86 Mark verwendet, so daß die Gesammtausgabe 7463,42 Mark beträgt.
Die Gcsammteinnahme mit der Gesammtausgabe verglichen bleibt ein baarer Vorr^Nach"dem Nennwerth der Werthpapiere ist der Vermögensstand auf 21,564,87 M-
Vermischtes.
Darmstadt 17. Juli. Der siebente Bericht der Verwaltung der Unter stützungs- kaste für bedürftige Pfleglinge der Großh. Landes-Irrenanstalt zu Heppenheim für das ^cknunasiabr 1880/81 (1 April 1880 bis Ende Marz 1881) liegt im Druck vor^ Rechnungsjahr 1880/81 (ij^i bQ§ & dreier bewahrter Freunde der Sache
v »mnfi.’iiH hprpti dlndenken der dankbaren Erinnerung der Leser. Es sind die 'Oer- rrm,enSmänn-?L-rr R-nin-r Bernhard Löwe (Gießen), Herr Oberpfarrer Ludwig Netz 5Beer'fel?e^n'7und^en Bürgermeister Friedrich Heimburg (Worms). Dann kommen Tere Veränderungen in den Reihen der Vertrauensmänner zur M.tthe.lung. Die @C,üm^la63a67^Vn®bee^8tiftU"”7be1m°31,Oriflen Jahre von 3838 Personen auf 4458, also um 620, gestiegen und die Anzahl der betheiligten Ortschaften von 221 auf ^Demnächst richtet der Berich! die Aufmerksamkeit der Leser vor Allem wieder auf jene Aufgabe, deren bereits in früheren Berichten gedacht und die in dem 6. oanz besonders als eine solche bezeichnet wird , die ohne die beständige M'tw rkung des Volks eine befriedigende Lösung niemals finden werde und meint damit die Ab- stelluna des Mangels an tüchtigen Kranken-Wärtern und -Wanennnen, unter welchen die Anstalt fortwährend leidet und die Beseitigung der nicht selten ^^E^entUch großen Schwierigkeit, erledigte Wärterstellen rechtzeitig und durch geeignete Kräfte wieder
Auf Anstehen Großh. Direction der Oberhessischen Eisenbahnen werden
Montag den 24. Juli,
Nachmittags 4 Uhr, nachfolgende Grundstücke an Ort und Stelle einer nochmaligen (letzten) Versteigerung ausgesetzt und werden Nachgebote nicht mehr angenommen-^ ^26”* 215aV/iO 137 Acker am Niegelpfad, an der Superintendentenwiese,
26 33619/ioo 213 Acker am uniersten Riegelpfad, auf die Gärten,
26 190a3/10 67 Acker am untersten
Riegelpfad,
30 1865/io 105 Acker am Erdkauter-
wea rechts,
30 186-/.0 696 Oebmig daselbst
28 234«/ia 37 Wiese am alten Feld,
Z1 auf das Bruch, 28 2346/io 525 Wiese daselbst,
28 51Vio 3141 Acker und Sandgrube am Nahrungsberg, 33 55V10 6106 Acker und Sandgrube
daselbst,
33 2929/io 25 Acker am alten Feld,
bei den Garten,
34 6OO18/ioo 183 Acker am Steinbacher Weg,
* 34 600eo/,oo 106 Acker daselbst, 34 600^/too 125 Acker daselbst.
Die Zusammenkunft ist am ^-chiffen- berger-Weg am liebergang über die Bahn. Gießen, den 21. Juli 1882.
Großherzogliches Ortsgericht.
4872 Lüdeking.
Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung.
Betreffend: Die Löber'sche Stiftung.
Aus obiger Stiftung ist eine Pfründe von 260 «X jährlich an eine in Gießen geborene Handwerker-Wittwe zu vergeben. Unter mehreren Bewerbern erhalten solche den Vorzug, welche von den Eltern des Stifters abstammen und das Verwandtschaftsverhältniß nachweifen. Anmeldungen werden von heute an binnen 14 Tagen auf unserem Bureau entgegengenommen.
Gießen, den 17. Juli 1882. . _
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
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