Eine Lebensfrage.
Bei den oft stürmischen politischen Fragen einesteils und den gewöhnlichen Sorgen des Daseins anderntheils vergessen die Menschen und Völker oft, einer Lebensfrage die nöthige Aufmerksamkeit zu schenken. Vielleicht geschieht dies auch detzhalb, weil cm großer Theil der Menschheit die Erfüllung dieser Lebensfrage als etwas Selbstverständliches hinzunehmen gewohnt ist, weil man glaubt, daß dasjenige, was Menschen und Thiere für ihres Leibes Nahrung und Nothdurft brauchen, immer wachsen müsse. Es ist dies durchaus nicht der Fall, die Ernte-Erträgnisse weisen oft große Ausfälle auf und vor zwei Jahren war sogar die allgemeine Mißernte so bedenklich, daß Europa mit knapper Noth vor einer Theuerung und Hungersnoth vorbeikam. Trotz allen Aufschwungs der Industrie und des Handels bleibt cs eben eine Grundwahrheit, daß gute Ernten stets die ersten Grundlagen des allgemeinen Wohlstandes sind und daß die Ergiebigkeit der Landwirtschaft für die Hebung desselben mehr beiträgt, als alle wirth- schastliche Gesetzgebung. Die Mehrheit der Menschen in fast allen Ländern sind Land- wirthe oder Bedienstete derselben und gute Ernten setzen vor allen Dingen diesen Stand rn Nahrung, dann schaffen gute Ernteerträge aber auch billigeres Brod, Fleisch und sonstige Erzeugnisse der Landwirthschast für alle Menschen, und es ist sogar nicht zu viel gesagt, daß im Allgemeinen der erste Hebel des Wohlstandes von guten Ernten ausgeht, denn alle Menschen haben Vortheile davon, nicht nur die Landwirthe, sondern ebenso sehr auch die Industriellen und Kaufleute, welche an den landwirtschaftlichen Produkten entweder directen Gewinn haben oder doch an die Landleute andere Maaren verkaufen, wovon natürlich der Landmann nur dann viel kaufen kann, wenn eine gute Ernte ihm das nöthige Geld in die Hände gegeben Hot-
Gott sei Donk wird nun wahrscheinlich in diesem Jahre die Ernte in fast allen Ländern eine gute sein. Nach den Berichten der landwirthschaftlichen Ministerien macht Deutschland 'n diesem Jahre eine gute, in einigen Gegenden sogar eine vorzügliche Ernte. Vollständig.r Mißwachs ist in keiner Provinz vorhanden, sondern nur da und dort Hagel- od<r Frostschäden zu beklagen, die aber auch in den heimgesuchten Fluren im Uebrigen noch eine Mittelernte erwarten lassen. Oesterreich und Ungarn machen, was Weizen und Roggen anbetrifft, sogar in diesem Jahre eine vorzügliche Ernte und in den anderen Früchten auch meistenteils gut oder mittel. Rußland erwartet in der Mehrzahl seiner Provinzen auch gute Ernten, nur in mehreren südlichen Gouvernements sind wegen zu großer Dürre Mißernten zu verzeichnen. Frankreich, Italien und Spanien machen Mtttelernten, da es in jenen Ländern, wo die Ernten früher als bei uns fluttfinben, im Frühjahre zu trocken und dann längere Zeit zu regnerisch war. Die übrigen europäischen Länder haben nur Mittekernten, England in den nördlichen
und westlichen P-ovinzen wegen anhaltenden Regens sogar schlechte Ernten. In Amerika, wo man im vorigen Jahre eine halbe, ja, in manchen Staaten sogar eine ganze Mißernte hatte, ist in bieiem Jahre eine mittelgute Ernte sicher.
Im Durchschnitt sind daher die diesjährigen Ernte-Erträge nicht nur befriedigend, sondern auch höher als in dem letzten und vorletzten Jahre, vielfach sogar an Getreide und Futterkräutern um 20—50 pCt reichlicher. Tritt daher nicht noch eine unerwartete Wettercalamität ein, so daß die Ernte auch gut geborgen werden kann, so haben wir die segensreichen Folgen einer guten Ernte für alle Erwerbszweige zu erwarten. In dem Sinken der Getreidepreise erblicken wir schon ein günstiges Symptom, selbst auch noch für die Landwirthe, die durch die reichlichere Ernte jedenfalls mehr Vortheil haben, als durch eine mäßige Verminderung der Getreidepreise.
das Gesicht nach Osten gewendet. Rechts von der Lerche lagen einige Bucheckern, 3 Speerspitzen (Framen) von verschiedener Form und Große, aus der Brust eine 20 Ctm lange Broncenadel der gewöhnlichen Form, 80 C m. vom Scheitel entfernt, dicht beisammenliegend, zwei glatte Armbänder Der verhaltn.ßmaßig k eine und doch gewaltige Schädel - er hatte über 1 Ctm. Dicke - zerbrach beim Aufheben des ihn deckenden, beinahe 2 Ctr. schweren Steines.
Die zweite lag 3,30 Mtr- von der Mitte entfernt im südwestlichen Theile des fiüaclS in etwas gekrümmter Lage, von Nordwest nach Südost gerichtet auf der linken Seite des Körpers, das Gesicht nach Osten gewendet- Auf der Mitte des Körpers wurde eine Broncenadel gesunden, 60 Ctm. vom Scheitel entfernt, em spiralförmiges Armband von Bronce, der Streifen etwa Vr Ctm. breit, mit erhöhter kantiger Mitte, ^n diesem Armband staken die Knochen, Elle und Speiche, des Unterarmes, beide noch recht auf erhalten. Am Oberarm lagen vier schmale armbandähnliche Broncereischen, jedes etwa 4 Millimeter breit; dergleichen fanden sich auch am linken Unterarm. In der Nähe der unteren Körperthetle lagen ein Vogelknochen (Bein) und ein dünnes rundes ^ierscheibchen von Bronce.
Die dritte Leiche ruhte, auf ihrer rechten Seite liegend, von Süd nach Nord gestreckt und das Gesicht ebenfalls nach Osten gewendet, im südöstlichen Theile des Hügels, 2,30 Mir. von der Mitte entfernt. Dicht am Kopfe lagen zwer Broncenadeln der gewöhnlichen Art; 75 Ctm. vom Scheitel entfernt zwei spiralförmige Armbänder, von welchen jedes die beiden wohlerhaltenen Knochen des Unterarms umschloß, und einige Bucheckern.
In dem östlichen Theile des Hügels, in 1,80 Mtr. Tiefe, also unter der Sohle des Hügels, und 3,10 vom Mittelpunkt entfernt, lagen nochmals zwei größere Speerspitzen, welche an Größe und Form unter sich sowohl, wie von den früher gefundenen verschieden waren. Trotz der gründlichsten Nachforschung konnten weder Körperüberreste noch etwaige andere Beigaben in deren Nähe entdeckt werden.
Schließlich fand sich noch in dem östlichen Theile des Hügels, 2,30 Mtr. von der Mitte und in 80 Ctm. Tiefe, ein auf der rechten Seite liegendes, von Süd nach Nord gestrecktes Scelett dessen Gesicht ebenfalls nach Osten gerichtet war. Obgleich die Knochen nur wie dünne Fäden und Gewebe sichtbar waren, ließ sich doch noch eine Messung der oberen Theile des Körpers vornehmen. Die Länge vom Scheitel bis zum Becken betrug 60 Ctm-, das Becken hatte eine Höhe von 20 Ctm. Auffällig schmal erschien der Kopf, der sichtlich nur die Breite eines Kinderkopfes hatte, während die Verhältnisse des Oberkörpers auf einen Erwachsenen schließen lassen. Bet dieser Leiche fehlten alle Beigaben. . . a
Betrachten wir uns nun zum Schlüsse die ganze Anlage des Hügels etwas genaue, so findet sich, daß man die ersten, also die beiden untersten Gräber mit Erde und großen Steinen schichtenweise Überdeckt hatte. Das mittlere Grab war über dem ersten errichtet, mit auf die Kante gestellten Steinen umgeben und dann in schichten- weiser Lagerung von Erde und Steinen bis zur Spitze des Hügels fortgefahren worden, indem man die Steine gegen das mittlere Grab hin dachztegelartig übereinander legte. Bei der Anlage der am Rande befindlichen Gräben wurde der Hügel durchbrochen, die Leiche im Innern niedergelegt und dann das neue Grab mit mächtigen Steinen überdeckt. Bei dem zuletzt erwähnten und am höchsten gelegenen Grabe war aber die Leiche von oben herab eingesenkt worden- .
Für das hohe Alter der Gräber sprechen außer den Beigaben die spärlichen Ueberrcfte der Leichen, von denen, wenige Schädelknochen ausgenommen, nur noch die Theile erhalten sind, welche unmittelbar bet ober unter Broncegegenflänben lagen. Auffällig war es, baß fast unter sämmtlichen Broncegegenstänben Holzstückchen zum Vorschein kamen, deren sorgfältige Untersuchung den Gedanken nahe legt, daß die meisten oder auch alle Leichen in ausgehöblten Eichenstämmen bestattet waren.
Fast in allen Theilen des Grabhügels fanden sich neben vermoderten Holztheilchen auch Asche und große, sowie kleine Kohlenstückchen, obschon ein eigentliches Brandgrab nicht nachgewiesen werden konnte.
Die Fundobjecte sind, mit nur zwei Ausnahmen, vorzüglich erhalten, und die Broncegegenftände, mit prachtvollem Edelrost umgeben, würden eine Zierde für rede Sammlung ben einst die oben erwähnte mächtige dreieckige Platte krönte (die ältesten Leute wollen nicht gerade auf diesem, aber auf anderen Grabhügeln der Nachbarschaft solche Steine aufrechtstehend gefunden haben) war gewiß einst ein Familiengrab und vielleicht Jahrhundert hindurch eine Statte frommer Scheu und stiller Verehrung- Die Fluthwellen der Zeit, sie stürzten das Merkzeichen auf der Hohe und verwischten die Erinnerung an jene frühen Geschlechter.
Von Stornfels aus begab sich Herr Kofler noch nach der in der Nahe liegenden Alteburg bei Ulfa, die schon wiederholt der Gegenstand von Untersuchungen gewesen ist, ohne daß man sich darüber klar werden konnte, was die sichtbar künstliche Anlage zu bedeuten habe. „ _ r.
Auf einem dicht vor Ulfa gelegenen, sanft abfallenden Bergvorsprunge sieht man eine zum Theile rundliche Erhöhung von 80—100 Schritt Umfang, die jetzt größtenteils angepflanzt ist. Aeltere Leute behaupten, daß dieselbe, ehe sie durch den Anbau die jetzige Gestalt erhielt, auf der Spitze eine kleine runde Erhöhung gehabt habe, die jetzt nach teilweise dort sichtbar ist. Herr K. ließ von der Mitte aus bis zum östlichen Rande einen 81/» Mtr. langen und SVa Mtr. breiten Graben ausheben und fand, daß der Boden augenscheinlich aus aufgefülltem Grund, verwittertem Lungstetn und aus Erde bestand- Bei 1,65 Mtr. Tiefe traf man den gewachsenen Boden, ähnlich demjenigen in den nahen Wäldern. 1,85 Mtr. von der Mitte entfernt stießen die Arbeiter auf feste, nebeneinanderliegmde (Steinplatten, die sich nach der Mitte zu erhöhen. Diese Platten hatten zum Theil 1 M- Länge und 60 Ctm. Breite bei einer Stärke von 20 Ctm- Obschon es nicht unmöglich wäre, daß man auf die Felsmassen des Berges gestoßen, so nahmen doch die zahlreichen der Ausgrabung Beiwohnenden den Eindruck mit, daß man es hier mit einer künstlichen Steinsetzung ohne Mörtel und wahrscheinlich einem Grabe zu thun habe. Schwere anhaltende Regen verhinderten die Fortsetzung der Arbeit.
Verwischtes.
Wetzlar, 20. Juli. Von einem harten Schlage ist ein hiesiger Fuhrwerksbesitzer betroffen worden. Der bedauernswerte Mann fuhr gestern im Auftrage eines hiesigen Kaufmannes nach Leun, um dortselbst eine Ladung Dynamit zur Ablieferung zu bringen- Nachdem er sich dieser Aufgabe emledigt hatte, führte er die Pferde bet der Leuner Brücke zur Schwemme in die Lahn. Dabei muß aber der Mann, welcher in seiner früheren Thätigkeit eine bedeutende Schwächung des Augenlichtes erlitten hat, eine besonders ungünstige Stelle gewählt haben; denn er hatte das Unglück, die beiden Thiere vor seinen Augen in der Flut verschwinden zu sehen. (W. A.)
Kassel, 20. Juli- Ein sehr bedauerlicher Unglücksfall hat sich heute Nachmittag auf dem hiesigen Central-Güterbahnhofe zugetragen. Am Krahn waren bei Abladung von Frachtgütern zwei Arbeiter an der Winde beschäftigt, als plötzlich die Kette ritz und der Hebel im Zurückschnellen einen der Arbeiter mit solcher Vehemenz vor die Brust schlug, daß derselbe zur Seite geschleudert wurde und schwere Verletzungen davontrug. Die erste Hülfe wurde dem Verletzten alsbald gewährt und der herbei- gerufene Arzt ordnete die sofortige Uebersührung des Mannes in das Landkrankenhaus an. An seinem Auskommen wird gezweifelt.
Kassel, 20. Juli. Mit dem heute ffüh hierselbft eingetroffenen Zuge der Main- Weser-Bahn kamen abermals eine große Anzahl Auswanderer hier an, welche aus den südlichen Gegenden Kurhessens, aus Hessen Darmstadt und -Naffau stammten. Um 6 Uhr wurde die Reise nach Bremen fortgesetzt-
Frankfurt, 19. Juli- Von dem Vorsitzenden desGläubigerausfchusses, Herrn Jon Dörr, wird Folgendes mitgetheilt: „Auf die Aufforderung des Gläubiger-Ausschusses der Patent- und Musterschutz-Ausstellung sind nunmehr fast alle Gläubiger dem Arrangement beigetreten. Demzufolge hat der Ausschuß bei dem Vorstand und Hauptausschuß der Ausstellung den Antrag gestellt, allen denjenigen, welche dem gütlichen Arrangement bei getreten sind, die vereinbarte Quote von 44pCt. nunmehr auszuzahlen. — Gestern Abend wurde der Weichenwärter R Noe aus Reichenbach, Vater von 2 Kindern, tm Hanauer Bahnhof durch den Höchster Zug (7 Uhr 15 Min.) beim Stellen einer Weiche erfaßt und zermalmt. Die verstümmelte Leiche wurde auf den Friedhof nach Sachsenhausen verbracht. — In Vilbel soll gestern Abend ein Bauer, welcher fünf falsche Doppelmarkstücke ausgegeben halte, verhaftet worden sein Bei seiner Visitation soll man noch 15 solcher falschen Stücke bet ihm gesunden haben.
Köln, 19. Juli. Die Trichinose hat in unserer Stadt, namentlich bei dem Militär leider eine bedeutende Ausdehnung genommen. Außer verschiedenen Civil- personen sind bet einem hiesigen Bataillon bis gestern 87 Mann erkrankt, heute soll die Zahl bereits auf 100 gestiegen sein. Wir mahnen abermals zur Vorsicht beim Genuß rohen ^Schweinefleisches wie auch überhaupt beim Kaufen des Fleisches. Die Vorkehrungen der Behörden müssen durch die Wachsamkeit der Bürger unterstützt und wirksam gemacht werden. (K. Z )
Ellwangen, 16. Juli. Heute standen vor dem Schwurgerichte der Zimmermann Georg Spatschek und der Metzger Hesselmaier. Die Beschuldigung gegen Spat- schek ging dahin, er habe in der Nacht vom 19. bis 20. September die Frau des Hesselmaier, Agnes, vorsätzlich und mit lleberlegung getöbtet und im (Stubenofen verbrannt, während Hesselmaier beschuldigt war, den Spatschek zur That angefhftet und ihm die Ausführung übertragen zu haben. Zu der Verhandlung waren 40 Zeugen geladen, da die beiden Angeklagten die That leugnen. Hesselmater wurde zum Tode verurteilt, Spatschek jedoch freigesprochen, da auch ein Dritter die That begangen haben könne. , ~ „ c
— (Zur Beruhigung.) Aus Rheims wird gemeldet: In unserer Gegend sind gegenwärtig 50071933 Bouteillen und 414350 Hectolitcr Champagner in Fässern vorräthig. Wir können somit den kommenden Winter, ausgerüstet mit hundert Millionen Flaschen des edlen Getränkes, getrost erwarten.
— (Ein Sturz von 650 Meter Höhe.) Aus Paris schreibt man: Zwei Menschen fielen vorige Woche von einer Höhe von 650 Meter, ohne getöntet zu werden. Diese wunderbare Thatsache ereignete sich Freitag den 14. Juli in Saint-Quen. Die Gesellschaft der Aerostaten ließ von dem Platze Wagram daselbst zwei Luftballons steigen. In dem einen derselben hatte Herr Perron, der Präsident der Gesellschaft und Herr Collin, der Secretair derselben, Platz genommen. Erne große Menschenmenge hatte sich eingefunden, um dem Aufstiege beizuwohnen. Als das feierliche „Los!" erscholl, erhob sich der Ballon, den dis dah'n 500 Hände gehalten hatten, einige Meter hoch, fiel aber gleich Weber zurück, Herr Perron warf vergebens einen Sack Ballast aus; erst nachdem ein zweiter Sack dem ersten nachgesch'ckt worden war, sah man den Ballon verhältn'ßmäßig rasch auffteigen und über die Dächer der Stadt hingleiten. Herr Perron richtete sogar an einige Personen auf einem Balkon im fünften Stocke, welche von der Gondel gestreift worden waren, einige Worte. Als der Ballon auf eine Höhe von 400 Meter gelangt war, begann er zu pirouettiren und sich auf beunruhigende Weise um feine Axe zu drehen. Indessen stieg der Ballon noch immer und war auf eine Höhe von 650 Meter gelangt. In diesem Augenblicke bewunderte Herr Perron — denn von ihm rühren diese Mittheilungen her — das prächtige Panorama, welches sich zu seinen Füßen ausbreitete, als sich plötzlich ein gewaltiges Krachen vernehmen ließ. „Der Ballon ist geplatzt!" rief Collin und sofort schien das Schiffchen unter ihren Füßen zu entschwinden und sie fühlten ein rasend schnelles Abwärtsfallen. Die beiden muthigen Gelehrten verloren angesichts des Todes, der sie bedrohte, nicht einen Augenblick lang die Ruhe und Geistesgegenwart, sie schnitten die Ankerschnur durch und warfen zur Gondel hinaus, was ihnen unter die Hände kam, glücklicherweise bildete die Seide des geplatzten Ballons eine Art Fallschirm, was durch etwa 300 Meter hindurch den Sturz ein wenig verlangsamte; nachdem sich aber der Stoff zusammengerollt hatte, fiel die Gondel mit solcher Schnelligkeit, daß sich die beiden Luftschiffer bereits verloren glaubten. Durch einen wunderbaren Zufall fiel jedoch die Gondel zwischen zwei Häuser in der Passage Chevalier in Saint-Quen und blieb dort stecken. Die Herren Perron und Collin fühlten wohl einen mächtigen Stoß, waren jedoch gerettet. Man beeilte sich, ihnen Hilfe zu bringen und überzeugte sich, daß keiner von ihnen Schaden genommen hatte. .
- (Eine verrückte Mode.) Im buchstäblichsten Sinne des Wortes ist die Mode auf den Hund gekommen Und dies verdankt sie dem erfinderischen Geiste einiger ingeniöser Pariser Schneider und Modistinnen. Dieselben haben nämlich mit größtem Eifer über die Herstellung einer eleganten Hundetoilette gesonnen und folgendes ist das Resultat ihres ernsten Studiums und heißen Bemühens. Jede Rare trägt ihre eigenen Abzeichen. Der Schoßbund am linken Vorderfuß einen glatten Goldreif, die Möpse ein Halsband in schimmerndem Metall, hoch oben ein Medaillon mit dem Porträt der Herrin. Die .fiaare der Hunde werden löwenart'g zugestutzt, und auf der Promenade trägt er die gleichen Farben, wie seine Herrin. In den Badeorten bekommen die Hunde auf der Straße kleine Absätze in Rehleder, welche durch einen Kautschuk- reifen festgehalten werden- Kommt der Hund nach Hause, so zieht ihm der Diener die „Stiefletten" aus und legt ihn in seinen weichgepolsterten Korb. Am sieghaftesten jedoch hat die Mode die Doggen ausgestattet. Diese tragen in der Saison 1882 steife Vatermörder aus Cellulose mit einer Cravatte und diese Tracht soll, wie man versichert, prächtig mit ihrer trotzigen Miene harmoniren.
— (Eine Episode aus den Schreckenstagen von Alexandrien.) Einer der Marodeure, ein Sträfling, der auf der Stirne das Brandmal des Mörders eingebrannt hatte und der also für Lebzeiten zu den schwersten Baggerarbeiten am Pharos verurteilt roar, war unbewaffnet. Als die Engländer auf den Elenden zielten, holte er aus fernem weiten Mantel einen — kaum 10 Monate alten Säugling hervor und hielt den Wurm, das Kind eines Weißen, als Schild und Deckung vor den Leib. Dabei höhnte er die Engländer und rief ihnen zu, sie mögen schießen I Zwei Soldaten schlichen sich unbemerkt davon und fielen dem Unmenschen, nachdem sie mehrere Straßen, in denen die Hauser lichterloh brannten, mit der Gefahr ihres Lebens passirt hatten, in den Rücken. Zwei wohlgezielte Schüsse in den Rücken streckten den Gesellen nieder. Das Kind ist gerettet
'AW aus de
Juli- 18. E -Stroh von Beuern Catharine Fanny C tLaubach- 20. Tagst kdes verstorbenen La
Juli. 15- 3J ! Tochter des verstör! Mimer von Alt-Bi .Heibertshausen von
Juli. 11. g Daniel Kleinke eine
Viele Jahre litt zu starken Mndt'M Schweiz« i sollen dieselben m M Lerselden spürte ich v Hne Pille, so erziele Her geworden und Dieses möge^ahM Ed. Grundschottel,) Milche Prospekter R.Brandt's Schweiz
10.8-ipp Ji,
Jfät
(Srebiti*2»' efe
% 1877r * 8
AM (
Dienstag d
Wmn ra,clt, W von den1 . ’ Mhck ivvrden sM deruntmnchncknVr Mw verste
Men, den 21.
—^5_Haup^^
Ardeitsv .. Zur Einrichtm ”!• Gemeindehaus ^Lerbei ersorde ätowta io m durch
Wbtn werden-
*Weit, „er Zimmerarbeit
Mitarbeit, »ratbeit, Nnarbeit $*<rb£il
SÄ*


