meuter des 11. Armeecorps: das rheinische Dragoner-Regiment Nr. 5, das 1. und 2 bef fische Husaren-Regmient Nr. 13 und 14. das thüringische Ulanen-Regiment Nr. 6 unb das 1. und 2. Großh. Hess. Dragoner-Regiment Nr. 23 und 24 im Dwrsions- oerbanb betheiligen unb wirb benselben die in Fulda garnisonirenbe 1. reitenbe Batterie Hess. Feld-Art.-Regiments Nr. 11 beigegeben werden.
Paris, 19. Mai. Die großen E>senbahnwagenbau-WerkstStten von la Buire bei Lyon sind gestern ein Raub ber Flammen geworden. Fünftausend im Bau begriffene Waggons sind verbrannt. Der Schaden wird auf vier Millionen Francs geschätzt. Mehrere tausend Arbeiter sind brodlos. Die Abgeordneten des Rhone-Departements werden morgen den Minister des Innern um eine Unterstützung für die Unglücklichen angehen.
Offenbach, 16. Mai. „Trau, schau, wem!" Auf Betreiben seiner Frau machte sich ein junger Ehegatte von Mühlheim daran, seine Habe mobil,u machen, um jcnfettS bes Oceans ein glücklicheres Leben zu führen. Da nun bie Frau stets recht haushälterisch, nahm er Mn Bedenken, ihr das ganze Geld anzuvertraueu und beide langten mit dem Schiff glücklich in N-wyork an. Hier traf die Frau — natürlich nur ganz zufällig - ihren früheren Jugendgeliebten unb — beibe freuten sich bes Wiedersehens, was dem Mann nicht auffiel, bis er plötzlich gewahr wurde, daß sein theures Weid und der Jugendfreund und mit beiden das ganze Vermögen verschwunden war. Alle Nachforschungen blieben erfolglos unb jetzt bittet ber geprellte Ehemann seine hiesigen Freunde um Sendung des Reisegeldes, damit er wieder nach Haus kommen kann.
Mainz, 17. Mai. Herr Rabbiner Dr. Lehmann hat dieser Tage aus Jerusalem eine uralte auf Pergament geschriebene hebräische Bibel erhalten, welche vom Hohenpriester Esra im Jahre der Welt 3430 geschrieben und demnach ein Alter von 2212 Jahren haben soll. Am Rande befinden sich Bemerkungen von Rabbi Hai Goan, einem der größten jüdischen Gelehrten des Mittelalters, der im 11. Jahrhundert lebte. Das Manuscript ist für die Bibelsorschung von großer Bedeutung.
Dchtffsbericht. Mitgetheilt von dem Agenten bes Norddeutschen Llovd in Bremen, C W. Dietz Nachfolger Gießen. 9
Bremen, 19. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampser Hohenzollern, Capt. R. Sander, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 4. Ma, von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Handel und Verkebr.
Grünberg, 20. Mai. (Fruchtpreise vom 20. Mai.) Weizen X 25.12, Korn X 19.20, Gerste X 16.60, Hafer x 16.16, Erbsen X 23.— , Lein X__
Samen X 26.—, Kartoffeln X 2.80.
Frankfurt, 17. Mai. Auf dem heutigen Markte kostete der Centner Heu je nach Qualität X 3.50—4.25, Stroh X 3.00—3,20 Eier des Hundert X 4.40—5.50. Butter 1. Qualität X 1.15,-20, 2. Qualität X 1.10, Kartoffeln das Malter X 0.00—0.00, Spargel 60—80 4 das Pfund, Blumenkohl 40—60 Ä das Stück, Ochsenfleisch das Pfund 70 4, Kuh- unb Rindfleisch 45—55 4, Kalbfleisch 50—60 4, Schweinefleisch 70—804, Hammelfleisch 40—65 4, 1 Hahn X 1.50—1,80, 1 Huhn X 1.40—1.80.
731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird men sieh niemals enttäuscht sehen, wenn mar. ron der Annoncen - Expedition ron H A ASE1S8TEIK «fc VÄtil.ER in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft eintordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Bath ertheilt
Wafferwärme der Lahn.
Am 22. Mai, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 13° R-, Lustwärme 4-18° 3t.
L- Chr. Rübsamen.
Submission.
Der Bedarf an Eis für das akademische Hospital soll aus dem Weg der Submission vergeben werben.
Offerten sind innerhalb 3 Tagen auf das Verwaltungsbureau schriftlich einzureichen.
Ebenso sollen die Abfälle au Knochen und Gespül an den Meistbietenden vergeben werden. Angebote sind schriftlich auf obigem Bureau innerhalb 8 Tagen einzureicheu, woselbst auch die Bedingungen eingesehen werden können.
Gießen, den 22. Mai 1882.
Gr. Verwaltung des akadem. Hospitals. 3600 Keller.
Arbeitsversteigerung.
Mittwoch den 31. ds. MtS.,
Vormittags von 11 Uhr an, sollen auf dem Gemeindehaus zu Reiskirchen die zur Planirung des Wegs von Reiskirchen nach Hattenrod erforderlich werdenden Blauer- und Planirarbeiten, veranschlagt zu 2500 X., an den Wenigstnehmenden versteigert werden.
Zeichnungen, Pläne und Kostenüberschläge liegen auf dem Bureau Großh. Bürgermeisterei zur Einsicht offen.
Reiskirchen, den 20. Akai 1882. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen.
3607_______Jünger.__________
Versteigerung.
Dienstag den 23. ds. Mts.,
Nachmittags 2 Uhr, werden Inder FletuschenHosraithe dahier folgende Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert:
4 Kleiderschränke,
1 Schrank mit Glasaufsatz,
1 Spiegelschrank,
1 Schreibsecretär,
2 Betten,
1 Sopha, 1 Tisch, 6 Stühle,
3 Kommoden,
1 Küchenfchrank,
2 Nähmaschinen,
1 Kassenschrank,
1 Parthie Holz,
1 Handwagen,
2 Chaisen,
2 Pferde, , 2 Schweine.
Gießen, den 20. Mai 1882.
Bühner,
3620_________Großh. Gerichtsvollzieher.
Großh. Gerichtsvollzieher.
3594
Mittwoch den 24. Msi, Nachmittags 1 Uhr, werden in dem Bramm scheu Saale ^Restauration Albold) dahier
1 Pferd, 2 Küchcnschranke mit Glasaufsatz, 1 Konsolschrankchen, 1 Weißzeugschrank, 6 nußbaumlackirtc Bettstellen 1 alte Bettstelle, 2 nußbaum- polirte oval-Tische, öKleid-rschranke 1 Sopha, 1 Kommode, 1 Polt, 12 Petrolemnherdchen, 1 Ktuderbettstelle öffentlich meistbietend versteigert.
Die Versteigerung findet bestimmt statt und bemerke hier, daß die Petroleum- herdchen freiwillig zur Versteigerung gebracht werden.
Gießen, den 19. Mai 1882.
Bauer,
Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung.
Die Quartierträger der am 5. August, sowie vom 26. August bis 2. September 1881 dahier einquartirt gewesenen Militär- Mannschaften werben hierdurch aufgefordert, ihre Vergütungen binnen 8 Tagen vom Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung an, an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag, bei der Stadtkaffe in Empfang zu nehmen, andernfalls solche auf ihre Kosten überbracht werden.
Gießen, den 22. Mai 1882.
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3615__Enders._______________________
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Geh Hofrath Prof. Dr. H. v. Fehlings
Gutachten: Die „Franz Josef“- Bitterquelle übertrifft das Friedrichshaller 4rnal, Hunyady Janos mit 44, Pülna mit 6? pCt., sowie alle mir bekannten Bitterwässer durch den Gehalt an wirksamen Bestandteilen und findet die von ärztlichen Autoritäten con-tatirte ausserordentliche Wirksamkeit auch in meiner chemischen Analyse ihre Begründung und Erklärung. Stuttgart, im März 1882. 2415
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