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erßfelt sofort davon Mittheilung von dem ®efj- Rath Bosse, welcher der Heuthen Atzung des Volks«,rtbschaftsra,Hs präsidirt hatte. Das heutige Votum dürste mit entscheidend sein für die Frage, ob d r Movovolentwuif dem Reichstag vorael at werden wird, welcher nach einer Mtltheilnng der „Kreuz-Zeitung" wohl nicht vor Mitte Ma, wird zusammentreten können. Das Abgeordnetenhaus würde dann also nach den Osterferien ferne Arbeiten zunächst wieder aufnehmen. Die 33 Mitglieder ^swnthschastsrmhs, welche heute gegen den Monopolentwurs gestimmt, sind, Albrecht, Biomsen, Brockhoff, Burghardt, tzlauditz, Cramer, Ernst, Fritsche, Hagen, Heimendahl, Herz, Jaffe, Kade, Kalle, Kamien, Kaufmann, Kochhonn, Kosmack Kros, Krüger Freiherr von Landsberg, Steinfurt, Leyendecker, Lobeck, Meyer (Celles Neubauer, Patsch, Riemann, Rosenbaum, Sartori, Schöpplenberg, Trielof, Wegmann Zimmermann.
Berlin, 20. März. Aus parlamentarischen Kreisen berichtet man von einer Aeußerung des Fürsten Bismarck. Darnach hat sich der Reichskanzler dahin ausgesprochen, er könne sich um innere Angelegenheiten zur Zeit nicht viel küinniern. Alles was ihm an Zeit und Krast bliebe, inüsse er reserviren, uin den europäischen Frieden vor Störungen zu bewahren.
Kesterreich.
Subapefi, 20. März. Die am Sonntag in Panosova abgehaltene Volksversammlung ließ sich durch die Regierung zu einer Resolution verleiten, wodurch der statutarische Zweck des deutschen Schulvereins und die Beschuldigungen desselben, sowie jede Unterstützung entrüstet zurückgewiesen wird, well die magyarische Race von exemplarischer Duldsamkeit sei und die Landesqesetze höchst liberal seien. Aehnlich äußert sich der „Zipfer Bote."
Arankreich.
Marseille, 21. März. Es wird wieder ein anderer Theaterbrand aus Algier gemeldet. Das Grand Theatre ist vollständig niedergebrannt und zwar m der vorletzten Nacht, eine Stunde nach beendeter Vorstellung. DieWuth des Brandes war so heftig, daß das Innere des Theaters zusammenstürzte. Gegenüber wohnte der Kanzler des spanischen Consulats, Diego Mango, welcher wegen der bedeutenden Helle erschrocken an's Fenster eilend, über den höllischen Spektakel und die Flammen tobt niederste!. Ein Gensd'arm ist verletzt, jedoch
Opstr zu beklagen Hinsichtlich jener Brände, wie auch hinsichtlich des Lnstall-Palastes dahier hat der Maire von Marseille einen Erlaß heraus- gegeben, wonach sämmtliche Theater geschlossen werden, bis alle verlangten Schutzmaßregeln getroffen sind.
Rußland.
c> ■* ' 20. März. Im Regiment Preobraszenski wurden am
Freitag 4 Soldaten verhaftet wegen versuchter nihllistischer Propaganda Einer derselben hatte eme Nummer der „Narodnaja Woha" gezeigt, ward aber sofort von anderen Soldaten denuncirt. Es stellte sich dabei heraus, daß zwei vor ,Pr^ftete (vit“bentm den Soldaten beeinflußt hatten. Sämmtliche
4 Verhaftete sind von besserer Bildung, einer war bei der Untersuchung stark betrunken und verrieth nachher Alles. Ein Anderer hatte Zeit, in seine Woh- nung zu schicken und viele Papiere verbrennen zu lassen. Es wurde ausqeiaqt daß Studenten sie zur Ermordung des Kaisers aufgefordert haben. Die Sol- daten dienten erst kurze Zeit und hatten offenbar von früher Verbindungen Ähre Bemühungen, Kameraden zu geivinnen, scheiterten nachweislich.
Telegraphische Depeschen.
Wolff's telcgr. Korrespondenz-Bureau.
Berlin, 22., März. Bei dem gestrigen Empfang einer Deputation des conservatwen Corn,tos wies der Kaiser in seiner Antwort auf den Allmächtigen hm, der zu gewissen Zeiten sich seine Werkzeuge schaffend, auch ihn zur Durchführung bestinimter Aufgaben berufen habe. Die Zeiten seien erlist ■ wer sei M roenn der Kaiser von Rußland und der Präsident der nordamerika- nijchen Union den Mordversuchen des Umsturzes erlegen? Er habe freudig vernommen, daß der Erlaß der Botschaft im Lande vielfache Zustimmung qefuu- 'ß-lx' er bs für nöthig gehalten, daran zu erinnern, was der Krone PrellMs Wichtigstes bleibe, frellich habe lebendiger, religiöser Sinn oft dazu gemahnt.
Karlsrv^-^21. März. Die zweite Kammer nahm heute einstimmig den Antrag Schneider und. Genossen an, die zweite Kammer wolle der Regierung die Erwartung aussprechen, daß dieselbe ihreit Vertreter beim Bundesrathe instriiire, gegen die Einführung des Tabakmonopols zu stimmen Namens der Regierung erklärte der Finanzminister Ellstätter, die Regierung habe bei den Verhandlungen der sog. Enquete-Commission ihren Standpunkt den, Tabakmonopol gegenüber bezeichnet. Er könne versichern, daß die Regierung die Nachtheile, von denen große Erwerbskreise des Landes durch die Einführung des Monopols bedroht seien, vollkommen erkannt habe, daß sie die bedrohten Landes-Interessen Badens mit allem Nachdruck zur Geltung zu bringen bemüht sein werde und daß jedenfalls der Ausspruch des Hauses für die Haltung der Regierung von erheb!,chem Gewichte sein werde. sAusführlicher Kammerbericht folgt morgen. Red.) <x
Petersburg. 21. März. Der Geburtstag Kaiser Wilhelms, dessen Feier am Hofe im vorigen Zahre der Trauer wegen ausfiel, ivird dieses Jahr so festlich wie früher begangen werden. In Gatschina findet bei dem Kaiser und der Kaiserin Galadiner statt, zu welchem außer den Mitgliedern der kaiserlichen Familie auch die Mitglieder der deutschen Botschaft und die höchsten Würdenträger emgeladen sind. Die Tafelmusik wird vom Musik-Corps des Leibgarde-Regiments Preobraschensky ausgeführt werden, und zwar ist es seit der Trauer zuin ersten Male, daß an der kaisersichen Tafel Musik spielt Heute findet zur Vorfeier des Geburtsfestes ein Diner bei der Großfürstin Alexandra Josephowna statt, zu welchem auch die Mitglieder der deutschen Botschaft geladen sind. a
Zara. 21. März. Wie die Zeitung „Narodni Listi" meldet, überfielen die Insurgenten bei Bisina, zwischen Mostar und Nevesinje einen großen Verpflegungs-Transport und nahmen 43 Pferde nebst Proviant weg. 30 Pferdewärter , sowie der Transportunternehmer aus der türkischen Komadina wurden unter dem Verdachte eines Einverständnisses mit den Insurgenten verhaftet.
Lokales.
„ , . Dietzen, 22. März. Schwurgerichts-Verhandlung am 21. März l. I. „eaen FEich Martins Ehefrau von Kaichen wegen Meineids. Dieselbe ist beschmdia" daß sie am 30. September 1881 in der Privatklagesache des Wilhelm Schmidtberger
von Kaichen gegen Konrad Daniel Fink und dessen Tochter Maadalenn -rint „„„ s wegm Bedingung vor eme. zur Abnahme von Eiden zuständig n Behökde nämttL eSw&b’?' e“”*’ *"■ ------- -» 3Ä-Ä ... AÄtSSM*“** ----- dl-
weife Kinder betroffen, nämlich 7. Ein Kind im ErstenLebensiab^e starb^an entzündung, von alteren Kindern erlagen 2 dem Scharlach 3 her ’
Gehirnentzündung. Bei den drei verstorbenen erwachsenen^ B-rs-n ' E, Leberentartung, Gehirnentzündung, Lungenemphysem die Todesursache " K ""g aI . . — Zur Feier von Kaisers Geburtstag wurde beute Vnrmilln-
'N d-r SMdtkirche abgehalten. Rach demselben war große $‘^6^ s bie^ton ^enl wents. Das Festessen findet Nachm-ttags 2 Uhr in ffienter§ '
Kriegerverein serert den hohen Tag Abends bei einem Bankett m Vere nslo a '
mnn k,™ 31'. 'a?’ flmntn Ausgangspunkt am Vierwaldstätter See, schreibt man dem „D. M.-Bl. . Dem Vernehmen nach beabfichtint ündmia nnn
. ■■ - -- - Aein Vernehmen nach beabsichtigt Kön-g Ludwig von Bayern
welcher im vergangenen Sommer längere Zett in dem unwe-t von uns gelegenen Brunnen weilte, sich an den Gestaden unseres Sees anzukaufen und, sobald ein passender Grund gesunden worben ist, ein Schloß zu bauen. In Aussicht genommen sind wie man hier und m Luzern hort, das Rütli, welches der König aber schwer wird erwerben können, da die Eidgenossenichast Nichts von dem historischen Boden wirb entäußern buifen; ferner außer Flüclen vielleicht bie unmittelbare Rade ber nunmehr bald voll- enbeten neuen Tellskopelle, am liebsten aber bas lieblich romantisch gelegene Melchibal wechesdem Könige bei feinem vorjährigen Aufenthalte besonbers gefiel und bas er fast täglich besuchte. König Ludw g beabsichtigt übrigens, wie man erfährt auch in biefem Aommer bem Vierwalbstätter See einen längeren Besuch abzustatten.
. P'iersbura, 19. März. Gestern Abenb 9 Uhr stand plötzlich das Qperetten- Heater Demidow-Gartm in vollen Flammen. Das Feuer brach kurz nach Beg nn der Vorstellung IN der Damengarderobe aus und ergriff sehr bald den aanien fintihmi Di- Schauspieler haben nur bas nackte Leben gerettet, anbere Unglückssälle sind nock unbetannt. Mngeblicb hat eine zur Bühne eilende Künstlerin die Flamme des brennen °en breljbnren ©ngcrine?, ro lchen fie ganz nahe der hölzernen Wand gedreht, niederzuschrauben vergessen. Aus den Rus „Feuer!" entstand in dem Zuschauerraume entsetzlichste Ver- wirrung; d e Rufe einiger Besonnener wurden durch das Angstgeschrei der Uebriaen übertont. Zum Glück war das Theater während des ersten Akte/der Perichole" erst zum dritten Theile gefüllt; die Habitues erscheinen dort erst später. Trotz des furchtbaren Drängens und G-wühls des Publikums, das die Pelze und sonstig-Garde robegegenstande tm Stick lich. entleerte sich das Theater in ungefähr zehn Minuten. Um 11 Uhr mar das Theater vollständig niedergebrannt und gegen I Uhr verlief sich die nach Tausenden zahlende Menschenmenge, welche herbeigeströmt war. ' $ m — ?,welche Zweige der Erziehuna", fragte ein schweizerischer Schulrath wie dir Sbre^SAule?"1* ^,^ PfI.egCn Sie mit besonderer Vorliebe in
Ihrer Schule/ „Die Buken- und Haselnußzwetge", war die Antwort weil nbne fie mit den verwilderten Jungen nicht durchzukommen ist." ' "rocu opne ,,e
verwischte».
@;rfl„T Sf,riC^ber?n ®ie Ackerbauschule schließt mit dem 31. März ds. Js ibr elftes Schuliahr. Der W-ntercur,us wurde mit 27 Schülern, also mit 8 Schülern mehr ats em10 kerotfnet! diese Frequenz ist die zwe,tstär"Ke seit Bestand der Anstatt
e,n Beweis, daß der geringe Besuch der letzten Jahre keine in der Anstalt lieaenben Ursachen hatte sondern auf äußeren Verhältnissen beruhte Selber mürbe her S VW ‘SÄÄS UMS?
Marburg, 20 März. Nachbem am 28. v. Mts. Herr Geheime Ratb Nrnfeffnr on Hcusinget bas n.unzigste Lebensjahr überschritten h >t feiert berfdbe morgen^das gewiß noch seltenere Fest be§ si.benzigjährigen Doctorjubiläums. d-s Königl!ch"en^The^iteis tm ^Jnterefst" der ^Theaterbesuche? "der "sperrsch"^ die ^Be- stimmung g-troffen, daß die Damen von jetzt ab ihre Kopfbedeckung abzunehmen ft.2Ü' Drei Göttinger Studenten hatten gestern Mittag den
Entschluß gefaßt, per Veloeiped eine Reife von Göttingen nach Koifil IN
m* .ichr-kken sie auch zur Ausführung des Planes. Sie berührten Münden und ^?ien dann in 1 Stunde 20 Min den Weg von da bis Kassel zurück. Glücklich in mi'i 1 f btr jungen Sportsmen das Gleichgewicht stürzte
mit seinem Veloeiped und brach dabei unglücklicherweise einen Arm Mit der Freude wars vorbei und die beiden Cowm,litonen g-leiteten den Verunglückten zur Bahn um 'M mit dem nächsten Zuge nach Göttingen zurückzuschaffen. 8 3 ’ ' m
ex s Bitten, 15 März. Unlängst verletzte sich die Ehefrau des Klemvnermeisters H. dahier ganz leidet un der Hand und hatte später das Unglück, daß ihr bei Annahme fämr ' einp >R|US?e errU.nß überbrachten Petroleumlampe Grünspan in die Wunde E,"e Blutvergiftung verursachte. Frau H. unterwarf sich in Folae beffen zunächst der Amputation von drei Fingern, später mußte ihr die Hand abamnmmen werben unb al§ sich auch biefe Operation als nutzlos erw es schritt man zur °?^u ba,rOä.,^ArmeS- ÄüUt5 angewandten Vorsichtsmaßregeln verschlimmerte sich der Instand der unglücklichen Frau, welche während ihrer Leidenszeit in Wochen kam von ben Qualen erlö^k sÄÄfÄ dentrfnlb^a^"^^,l'X^n^^,r^'e^®bletbalb'banö,^',bei33m^tenfeetbnädJft *berCbFbk^^^a^fe tÄLetÄ1^ Un° $C6me,i — mit §lal.enttÄ
^.lEtn französischer Gey-er.j Ein wenig seltsam und vorerst noch nicht reckt glaubwüibtg klingt die Mitth-ilung, daß ein franiösischer Bergingenieur nahe bei St. Etienne tn der Tiefe von 500 Metern auf eine heftig stervorbrausende Quelle ae-
^°a/ dE Wasserstrahl sich beim Aufsprung J6 Meter hoch über die^Erd- m,C,iiffahCSe?«Dbl Wassersäule hatte demnach etwa die Höhe wie die eine (Springe queUe des Geysers, welche ben Namen „Stracke" führt, auch soll sie von aleicker Wormetemperatur und stark kohlensäui ehaltig sein. Die sranzöfisck- Arad,n?i, d-r Wissenschaft b^bsichtigt, diesen „Wasservulkau" genauer untersuchen zu lassen was namentlich tn Bezug auf die Frage, ob die Quelle nicht etwa nur der Phantasie' eines Berichterstatters entsprungen ist, sehr wünschenswerth se-n würde. BP n st e ne« Königsberg i. Pr, la. März. Die a.“ berichtet: Gestern sind bier dl- ersten beiden Segelschiffe mit Eisladung von Norwegen eingetroffen Das Eis hat e^ne durch cknst iche Strn ke von 1 Fuß und wurde zum größten Theil fofort an hiesige Consumenten für pro Ceniner abgegeben. In den nächsten Tagen wird das Eintreffen dner größeren Anzahl von Schiffen mit Eis erwartet." Diese Notiz giebt einen Begriff von be, Milde des vergangenen Winters; selbst nicht einma im äuüerften o.,.;.» L Ä ’SSü £
gefürchteten Strudel beim Eiseineu Thore veranlassen aus dem Waller'bervorraaen Der eigenthümliche Slnblick soll ganze Schaaren von Fremden Ilocken'
Bern. Dem Millionär Büiki hierselbst wurde ein Knabe geraubt Die Räuber @rmTung1be§ÄnabenU 6?" fÜt bm ba6 baffclbe ni*‘ werbe, mit dahier verhaftet dlärz. Der Räuber des Sohnes des Herrn Bürki wurde heute


