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(Sreianife zu verkünden:Hören Se mal, jutes Männeken, was wird's denn nu, 'n oder 'ne Prinzessin?" Da antwortete der Soldat, ein Sohn Polens, ganz lakonisch:Das wird der Herr Leitnant schon befehlen "

[3ur Nachachtung für Herrschaften.^ Aus der Provinz Hannover schreibt man derOsnabrückischen Zeitung": Zur Nachachtung für Herrschaften, welche geneigt sind, aus Gutmüthtgkeit schlechten Dienstboten gute Zeugnisse zu ertheilen, diene folgender Fall: Ein Kaufmann in einer Prooinztalstadt hatte die eben verflossene Badezeit mit seiner Familie in Wiesbaden verlebt und seine Wohnung dem erst am 1. Juni d. I. in Dienst genommenen Dienstmädchen überlassen. Bei der Zurückkunft der Familie war das Haus leer und es wurde festgestellt, daß das Mädchen mit seinem Geliebten davongegangen war und alles Werthvolle und nicht allzu schwer zu Transportirende aus dem Vermögen der Herrschaft hatte mitgehen heißen. Die letztere klagte den etwa 16000 Mark betragenden Schaden gegen die frühere Herrschaft des Mädchens ein, weil dieselbe, obwohl der Grund der Entlassung Unehrlichkeit gewesen war, dem Mädchen dennoch ins Neugniß geschrieben hatte:Treu und zuverlässig." Das Gericht hat angenommen,'"daß diese Ausdrücke gleichbedeutend seien mitehrlich" und daß dieses rzeugnitz hauptsächlich die zweite Herrschaft bewogen habe, den Dienstboten anzunehmen und ihm hohes Vertrauen zu schenken und wurde dann die erste Herrschaft zum vollen Ersatz des zugefügten Schadens veruttheilt.

LandwirthfchaftlicheS.

(Beste Verwerthung des Strohes^ Ueberall noch kann man wiederholt die Meinung äußern Horen:das sei ein schlechter Bauer, der sein Stroh verkaufe." Mochte auch in früherer Zeit und wohl noch in manchen Gegenden gegenwärtig diese Auffassung ganz richtig sein, so ist sie es doch jetzt im Allgemeinen nicht mehr und man sollte deshalb aufhören, die Qualität des Landwirths nach der Verwerthung seines Strohes zu beurtheilen; daß sich indessen viele Großbesitzer und Männer von höherem Wissen von jenem Vorurtheile nicht frei machen können, folgt daraus, daß man selten einen Pachtvertrag zu lesen bekommt, in dem es nicht beißt:dem Pächter ist der Verkauf des Strohes untersagt." Diese Einschränkung ist sicher in den allermeisten Fallen ganz und gar unnöthig; denn es liegt doch nur im Interesse des Pächters selbst, gut zu düngen und wenn auch gegen das Ende der Pachtzeit ihn die Lust anwanbeln sollte, den Feldern weniger zu geben, als es die Gesetze des Gleichgewichts erfordern, so kann sich der Verpächter schon durch die Bezeichnung und Aufrechthaltung des Wirthschastsplanes vor Benachteiligung schützen- Da, wo die Strohwüchsigkeit ein.es Bodens gering ist, empfiehlt es sich allerdings in den meisten Fällen, auf Ver­stärkung des Viehstandes, also auf die Production von viel Stallmist zu sehen; hier roLrde also der Strohverkauf schwerlich am Platze erscheinen- Wo hingegen die Felder durch starke Strohwüchsigkeit sich auszeichnen, da ist es gewöhnlich viel rathsamer, einen Theil des Strohes zu verkaufen und den Erlös ganz oder zum Theile auf die Abschaffung von Knochenmehl, Superphosphat, Kalisalzen rc. zu verwenden.

Handel und Verkehr.

Gießen, 19. Juli. Auf dem heute und gestern dahier abgehaltenen Viehmarkt waren ausgetrieben: 1496 Stück Rindvieh und 856 Stück Schweine und war sämmt- liches aufgetriebene Vieh schön und gut genährt- Der Handel war sehr lebhaft und die Preise hoch.

Nächster Markt Dienstag den 1. und Mittwoch den 2. August d. I., am letzteren Tlge auch Krämermarkt.

Aufruf I

_ -Irankfurt a. M.. 21. Juli, Nachmittags 2 Uhr Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Credltactien 275%, Staatsbahnactien 290%, Galizier 274%, Lombarden 119%, Nord- westbahnactten 183%, Darmstadter-Bankactten 158%, Obcrschlesische E.-B -Act 249% h-^terr Silberrente 65<%6 4% Ungar. Goldrente 75>%6, 4% 1880er Russen 69% L°V^r Russen 86%, £ Orient-Anleihe 56%, Spanier 28%s, 5% Rumänische Rente, 4% Umftc. Egypter 54»/r. Tendenz.

Es ist den Unterzeichneten nicht möglich gewesen, alle Adressen derjenigen Herren sich zu verschaffen, die eine Berechtigung haben, zu der Naturforscher­und Aerzte-Versammlung eine besondere Einladung zu erwarten. Deshalb ersuchen wir alle Diejenigen, die eine solche besondere schriftliche Einladung vermissen und dieselbe zugeschickt zu erhalten wünschen, uns Ihre Adreffe schleunigst zukominen lasten zu wollen.

Eisenach, den 15. Juli 1882.

Die Geschäftsführer der 55. Versammlung Deutscher Naturforscher u. Aerfte. vr. Matthes Dr. Wedemann.

Kirchliche Anzeigen -er Stadt Gieften.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst:

Sonntag den 23. Juli (7. nach Trinitatis).

Vormittags 91/2 Ubr: Pfarrer Dinaeldey.

(Kate chismuslehre für die confirmirte weibliche Jugend.) Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Dte Pfarrgeschäfte in der Woche vom 23. bis zum 29. Juli besorgt Pfarrer Dinge ldey. (Wohnung Ludwigsplatz 169\)

Katholische Gemeinde.

8. Sonntag nach Pfingsten.

. .Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. y210 Uhr: Hochamt und Predigt: Pfarrer Rady. 2 Uhr: Andacht.

Gottesdienst in der Synagoge.

Freitag Abend 7^4 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag4Uhr, Samstag Abend 840.

Wafferwärwe der Lahn.

Am 21. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: 4- 17V? R-, Lustwarme + 18 R- L. Ehr. Rübsamen.

Bekanntmachung.

Samstag den 29. Juli er.,

Vormittags 10 Uhr, findet die Verdingung der in der Zeug­hauskaserne erforderlichen Schreiner­und Glaserarbeiten, veranschlagt zu 2300«^, in dem Bureau der Garnison­verwaltung in öffentlicher Submission statt, wozu qualificirte Unternehmer mit dem Bemerken eingeladen werden, daß Kostenanschlag und Bedingungen in dem .bezeichneten Bureau zur Einsichtnahme ausgelegt sind. 4865

Gießen, den 21. Juli 1882.

Großh. Garnisonverwaltung.

Vergebung von Wald­wegarbeiten

im Giestener Stadtwald.

Dienstag den 25. Juli ds. Js.,

Vormittags von 10 Uhr an, jod im Saal des alten Rathhauses ver­geben werden:

Die Fertigung von Canälen, (veranschlagt zu .... 405.

Die Lieferung von Basaltsteinen, veranschlagt zu .... 456.

Die Anfuhr derselben, veran- anschlagt zu..... 880.

Planirarbeit, veranschlagt zu . 842. Chaussirarbeit, . 888.

Das Auffrischen von Schneisen­

graben, veranschlagt zu . 146.20 Gießen, den 21. Juli 1882.

Grioßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1889 B r a m m.

Samstag den 22. Juli,

Vormittags 9 Uhr, lssss« ich auf meiner Baustelle Selters- Rg: eine große Parthie altes Bauholz, tapen rc. versteigern.

Gießen, den 20. Juli 1882.

WL__Julius Noll.

Samstag den 22. Juli,

Nachmittags 5 Uhr,

Hlt der Unterzeichnete auf dem Acker am Werg l'/z Morgen Korn auf dem Halm msüeigern.

3 usammenkunft am Pfau.

<9 Ph. Walther.

Allgemeiner Anzeiger.

Bekanntmachung.

Wegen Einlegung einer Steinsohle in den Stadtkanal wird desten Waster- zufluß vom nächsten Montag an auf längere Zeit abgestellt.

Gießen, den 21. Juli 1882.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

4879 A. Bramm.

Bekanntmachung.

Die Rechnung der Plock'schen Stiftskaffe zu Gießen für 1881/82 liegt auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier acht Tage lang zur Einsicht offen.

Gießen, den 19. Juli 1882.

Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.

4884 A. Bramm.

Alles noch im Licher Gemeindewald lagernde Holz muß bis zum 1. August lsd. Js. bei Meidung gesetzlicher Strafe abgefahren sein.

Lich, den 20. Juli 1882.

Großherzogliche Bürgermeisterei Lich.

4858___Wal^______________________

Rach erhaltener Nachricht werden Schweinhändler Heinrich Ätuß II. & Comp. zu Saasen Montag den 24t. Juli l. IS. den hiesigen Markt mit Schweinen besuchen.

Allendorf a. d. Lda., den 18. Juli 1882.

Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda.

4859_______________________Bieber.____________________________

Naschenbier-Verkauf.

Exportbier pr. Flasche 23 Pf. Lagerbier pr. Flasche 18 Pf.

Nur reingehaltenes Bier aus der Actien-Brauerei Giessen empfiehlt von heute ab 4676

w*. Hammel, Grünbergerstraße.

Ät&ffCC, roh, per Pfd. 80 H, 1., dl. 1.20, 1.40, 1.50.

ÄdffCC, ^brannt, stets frisch, per Pfd. 1.20., 1.40, 1.60

Für reinen und kräftigen Geschmack wird garantirt.

4503 Wilhelm Seibert, Marktstraße.

Eine große Parthie

baumwollene Kindlerstrümpfe und Baumwolle

verkauft zu ermäßigten Preisen

4673 Äofterf Stuhl.) Neustadt D. 60.

Prima 4674

Limburger Kuse

bei Robert Stuhl, Neustadt D. 60.

Krausen $ Kragen

empfiehlt in großer Auswahl

4822 A. Fangmann.

Auf Anstehen Großh. Direction der Oberhessischen Eisenbahnen werden

Montag den 24. Juli,

Nachmittags 4 Uhr, nachfolgende Grundstücke an Ort und Stelle einer nochmaligen (letzten) Versteigerung ausgesetzt und werden Nachgebote nicht mehr angenommen: Flur. Nr. LH-M-

26 215a5/io 137 Acker am Riegelpfad, an der Superinten­dentenwiese,

26 336,9/ioo 213 Acker am untersten Riegelpfad, auf die Gärten,

26 19Oa3/io 67 Acker am untersten Riegelpfad,

30 1865/io 105 Acker am Erdkauter­

weg rechts,

30 1869/10 696 Oedung daselbst,

28 2346/10 37 Wiese am alten Feld,

auf das Bruch,

28 2346/to 525 Wiese daselbst,

28 51Vio 3141 Acker und Sandgrube am Nahrungsberg,

33 55Vio 6106 Acker und Sandgrube daselbst,

33 2929/iq 25 Ackrr am alten Feld,

bei den Gärten,

34 OOO^/iqo 183 Acker am Steinbacher Weg,

34 60060/10O 106 Acker daselbst,

34 6OO78/loo 125 Acker daselbst-

Die Zusammenkunft ist am Schiffen- berger-Weg am Uebergang über die Bahn.

Gießen, den 21. Juli 1882.

Großherzogliches Ortsgericht.

4872 Lüdeking.

4864 Offerten zur Lieferung eines

Wasserzubringers nimmt entgegen die Bürgermeisterei in Krofdorf.

Ieitzeöoterres.

4882 ^-rüh-Kartoffel (Rosen) zu ver- kaufeu bei K. Simon, Bahnhofstraße.

Zum Einmachen empfiehlt guten, haltbaren Weinessig, Zucker und feine Gewürze 4881 Karl Hoffmann.

Kochgeschirre, roh, verzinnt und emaillirt, offerirt zu bMgsten Preisen

Wilhelm Seibert, 4513 Marktstraße.