Ausgabe 
22.4.1882
 
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Zrr. 93. Samstag den 22. April 1882.

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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

We'etMl r Schul straße v. 18.

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Erscheint tögttch mit Ausnahme des Montags.

PreiA vierteljithrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

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Amtlicher Hhei f.

Betreffend: Den Reinonte-Ankauf im Äroßherzogthnin Hessen pro 1882.

Bekanntmachung.

Berlin, den 1. März 1882.

den 21. August

in Alsfeld,

den 5. Juli

22.

23.

24.

Groß-Bieberau, Bickenbach, Gernsheim, Groß-Gerau.

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Nidda, Butzbach, Nieder-Wöllstadt.

Zunr Ankauf von Nemonten im Alter von vorzugsweise drei, und ausnahinsweise vier Jahren sind im Bereiche des Großherzogthums Hessen-Darmstadt für dieses Jahr nachstehende, Morgens 8 Uhr beginnende Märkte anberaumt worden und zwar:

n * n 28. 29.

19. Augltst Lampertheim,

Die von der Renronte-Ankaufs-Comnrission erkauften Pferde werden zur Stelle abgenonrnren und sofort gegen Quittung baar bezahlt.

Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der Unkosten zurückzunehmen, auch sind Krippensetzer und Köpper vom Ankauf ausgeschlossen, und wird es sich empfehlen, hierauf besonders zu achten, damit die Zurückgabe derjenigen Pferde, welche sich innerhalb der ersten 8 Tage nach den: Eintreffen in den Depots mit diesem Fehler behaftet zeigen, vermieden wird.

Die Verkäufer sind ferner verpflichtet, jedem verkailften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit fiarfeut Gebiß und einen Kopfhalter von Leder oder Hanf mit 2 mindestens zwei Meter langen, starken hänfenen Stricken ohne besondere Vergütigung mitzugeben.

Um die Abstammung der vorgeführten Pferde feststellen zu können, ist es erwünscht, daß die Deckscheine möglichst mitgebracht werden.

Königlich Preußisches Kriegs-Ministerium, Abteilung für das Reinontewesen.

v. Rauch. Graf v. Klinckowstrv-em.

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Keulschland.

Darmstadt, 19. April. Dem bekannten Antrag des Reichstags gemäß hat der Bundesrath sich damit einverstanden erklärt, daß dem Reichskanzler in allen Fällen, in welchen die Verhaftung eines Reichstags-Abgeordneten während einer Sitzungsperiode erfolgt, davon unverwellt und unter gedrängter Angabe der Gründe behufs Mittheilnng an den Reichstaeg Kenntniß gegeben werde, und den Landesregierungen anheimgestellt, das Erforderliche zu veranlassen. In Hessen ist die diesfallsige Anordnung durch die Regierung dahin erfolgt, daß vor Allem der Beamte, von welchem der Haftbefehl erlassen worden ist, sofort und thunlichst telegraphisch fowohl dem Reichsamt des Innern, als der hessischen Mnisterialsection für Justizverwaltung summarisch nach Anleitung einer bestimm­ten Formel von dem Namen des Verhafteten, der Art und Zeit des Verbrechens, dezw. Vergehens, und dem Grund der Verhaftung (Verdacht der Flucht, von Collusionen) Kenntniß zu geben hat. Hiernächst sind daun die Staatsanwalt- fchasten bei den Landgerichten, bezw. in amtsrichterlichen Strassachen die Amts- nchter angewiesen, der Section für Justizverwaltung ohne Verzug mittelst aus- Hrlichen Berichts den näheren Inhalt der Anschuldigung, die Beweise und Lerdachtsgründe für die Thäterschaft und die Gründe anzuzeigen, aus welchen die Anlegung der Haft für nöthig erachtet wurde. Entlassung während der Litzungsperiode ist thunlichst telegraphisch an das Reichsamt des Innern und das hessische Ministerium zu melden. ('N. H. V.)

Berlin, 19. April. Die Gemahlin des verstorbenen Kaisers Alexander II. von Rußland, Fürstin Dolgorucki, ist unter dem Namen einer Fürstin Pur- gawskaja mit ihren Kindern, einem Sohne und zwei Töchtern, gestern früh 6 Uhr von Petersburg kommend, auf dem hiesigen Ostbahnhof eingetroffen und imHotel de Rome" abgestiegen. Die Fürstin befindet sich auf der Rese nach Paris. Von der russischen Botschaft hatte sich Niemand zum Empfange der Fürstin auf dem Bahnhofe eingefunden. In der Begleitung der Fürstin befin­den sich die 12jährige Prinzessin Mecherska, die Generalin Schubeka und Hof- Mrschall Oberst Dolinsky.

Die Zollcuriosa mehren sich. Seit etwa 30 Jahren bezieht die Ber­liner Firma Jules Leclerc (Schloßplatz 11) einen Theil ihrer Stahlfedern aus England, und zwar läßt sie sich dieselben in leinenen Säcken verpacken. Nun mußten diese Stahlfedern bisher alsStahlfedern" mit 60 Ji. pro 100 Kilo versteuert werden, bei der letzten der Firma zugegangenen Sendung wurde in- ressen ein Zoll von 80 Jt pro 100 Kilo erhoben und zwar sür Leinewand. Die Firma wird natürlich reclamiren, weil sie meint, daß Stahlfedern, wie früher, Stahlfedern sind und durch Zolltarife nicht zu Leinewand werden können.

Kesternich.

Wien, 18. April. Der Budget-Ausschuß der Reichsraths-Delegation berieth heute Abend den von der Regierung beanspruchten Kredit zur Pacifica- tion des Jnsurrections-Gebietes. Der Kriegsminister machte ausführliche Mit- theüungen über das Entstehen und Wachsen des Aufstandes, über die militärischen Operationen, welche zur Niederwersung desselben gemacht wurden, betreffs der zu erbauenden Fortificationen und erklärte, daß die Regierung im Interesse ihres Ansehens auf der Recrutirungs-Verordnung bestehen müsse, wenn auch die Zahl der meist zum Fuhrwesendienst bestimmten Recruten eine sehr geringe sein werbe. Der Reichsfinanzminister v. Szlavy wiederholte sodann die von ihm in der vorigen Session abgegebenen Erklärungen bezüglich der politischen und administrativen Situation der occupirten Provinzen, worauf der Antrag des Ausschusses auf Bewilligung des Kredits einstimmig angenommen wurde.

England.

Roiibon, 18. April. Unterhaus. Wolff beantragte eine Motion, in mlcher der Werth eines guten Einvernehnrens zwischen England und dem

Vatikan anerkannt, aber gleichzeitig erklärt wird, daß die Verhandlungen osficiell und mit Vorwissen des Parlaments geführt werden müßten. Der Premier Gladstone bekämpfte den Antrag und erklärte es für eine reine^ Erfindung, daß Errington englischer Agent beim Vatikan sei; Errington fei'mir in Privat­angelegenheiten nach Rom zurückgekehrt, da er ein lebhaftes Interesse an der Ernennung des Erzbischofs Mac Cabe zum Kardinal genommen habe. Die Regierung verheimliche keine Correspondenz, da eine solche nicht vorhanden sei. Lord Granville habe sich seiner Zeit Errington's bedient, um dem Vatikan gewisse DÜttheilungen über die Zustände in Irland zu machen, jene Mitthei- lungen Hütten weder Vorschläge noch Forderungen zum Gegenstände gehabt. Errington habe jetzt keinerlei Mission beim Vatikan. Der Antrag Wolff's wurde schließlich ohne Abstimmung abgelehnt.

Wußtand.

Petersburg, 19. April. DerRegier.-Anz." enthält über die gegen die Juden gerichteten Ausschreitungen und über die sofort dagegen ergriffenen Braßregeln folgende Mittheilungen: In Beresnegowatovic und Wissunsk wur­den in sieben jüdischen Häusern die Fenster eingeschlagen; der Gehülfe des Kreispolizei-Chefs wurde zur Herstellung der Ordnung abgesandt. In Dubossary brachen am 13. ds., Nachts, ebenfalls Unruhen aus, wobei Thüren und Fen­ster von Häusern jüdischer Besitzer und auch das Waarenlager eines jüdischen Kaufmanns demolirt wurden. Sechs Verwundungen durch Steinwürfe sind vorgekommen, ein Jude ist tödtlich verletzt. Die Ruhe wurde noch in derselben Nacht durch die Polizei wieder hergestellt. In Letitschewo erneuerten sich am 13. ds. die gegen die Juden gerichteten Unruhen; in drei Schänken daselbst wurde der Vorrath von Branntwein ausgegossen, zwei Häuser sammt den darin befindlichen Gegenständen wurden zerstört, 49 Personen verhaftet und die Ruhe Nachts um 12 Uhr wieder hergestellt. Aus Balta berichtet der Gouverneur, daß die Ordnung daselbst ebenfalls wieder hergestellt sei und daß die Läden und Handlungen nunmehr wieder in ihren früheren Zustand gebracht werden. Gegen 50 Protokolle seien aus Anlaß der dortigen Unruhen aufgenommen und dem Friedensrichter zugestellt worden. Am 13. ds. traten in der Colonie Dobroe mit Revolvern bewaffnete Individuen aus Nikolajeff ein und beraubten die jüdischen Einwohner in Prossomikoff. Bei der Arretirung derselben durch Eisenbahn-Gensd'armen und Bahnarbeiter wurde ein Arbeiter Namens Kow- tunoff am Kopfe verwundet. Ein Pole Namens Olschewsky, ein türkischer Um terthan Namens Feldmann und ein Jude Namens Balanoffsky würben ststge- noimnen und nach Nikolajeff zur Untersuchung abgeführt, um dem Kriegsgerichte übergeben zu werden. In Karpowitsch begannen die Unruhen am ,12. D-'. Ein Haufe von ca. 200 betrunkenen Bauern zerstörte die im Dorse benn i je Schänke, sowie das Haus und den Laden des jüdischen Einwohners Y Das Inventar wurde theils vernichtet, theils gestohlen. Der auf 4000 Rubel angegeben. Mit Hülfe aus anderen $ - $

Bauern wurde Nachts die Ruhe wieder hergestellt. In der ) 1

zum 15. ds. erneuerten sich indessen die Unruhen mit neq a '

Volkshaufe versuchte das Befitzthum Kahan's zu.^ren, \ be^

rechtzeitiges Einschreiten der Polizei daran verhindert. & ßnmnnrmipn Rädelsführer verhaftet. Zwei aus Nowosybowko hera^ ge , p g ' datm stellten alsbald die Ordnung wieder her. Weitere-^rhaM^m wurden vorgenommen; die Untersuchungen werden energi^) betrieb n Um weiteren Excessen vorzubeugen, sind bieersorberlichenBütz^Z^^^^^^^^^E^,

Telegraphische Depeschen.

Wolff's telegr. Correspond-nz.»ur-au.

Wiesbaden 20. April. Se. Majestät der Kaiser unternahm gestern eine Auslabrt Unter den zum Diner geladenen Persönlichkeiten befand sich auch der Regierungs-Präsident v. Wurnib. Heute Vormittag nahin der Kaiser