Ausgabe 
22.3.1882
 
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Nr. 69.

Mittwoch den SS Marz 1882

ichener Anzeiger

Amts- und Anzeigkblatt für den Kreis Gießen.

-- r. . . .... , . . , Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

Buren,,: Schulstraße B. 18. Erscheint täglich nut Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar! 50 Pf.

Amtlicher Hheik.

Betreffend: Reichstabakmonopol. Gießen, am 20. März 1882.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Diejenigen, welche unser Ausschreiben in Nr. 57 des Anzeigers noch nicht erledigt haben, werden an die schleunige Erledigung desselben erinnert.

vr. Boekmann.____________________________________________

Htreffend: Drainirung in Flur IV, X, Xl, Xll und XIII der Gemarkung Hungen,

Bekanntmachung.

Nachdem gegen die Abstimmung vom 25. Februar l. I. Einwendungen nicht erhoben worden sind, ist nunmehr ein Ausschuß von 5 Mitgliedern zur Ausführung der Pläne durch die bei dem Unternehmen Betheiligten zu wählen. Der Termin zu dieser Wahl wird drei Tage vor derselben durch den Großh. Bürgermeister Bender, der zum Wahlcommissär ernannt worden ist, vorbestimmt werden.

Gießen, den 21. März 1882. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

Dr. Boekmann.

Zum 22 März 1882.

Kaisers Geburtstag! ein Tag geschichtlicher Bedeutung, ein Tag der Ehre für das Hohenzollernhaus, der Erinnerung für den Heldengreis er ist ein Feiertag für die deutsche Nation geworden! Sie preist das seltene Glück, daß in einer Periode weltgeschichtlicher Ereignisse ein Greis mit jugend­licher Kraft, mit bewundernswerther Frische des Geistes und wahrhafter Güte des Herzens die Zügel der Regierung führt, ein Held, dessen starker Arm geleitet wird zu rechter Stunde durch reiche Erfahrung, sorgende Umsicht und väterliches Wohlwollen. In ihm repräsentirt sich nicht allein die königliche Macht und Würde, nicht nur die leitende Kraft eines starken Volkes, sondern auch jene Führung, welche man vor Jahrtausenden schon willig den Patriarchen, den Aeltesten und Weisesten der Stämme, zuerkannte, jene willige Heersolge, die man dem ersten Helden. leistete,, der nicht nur die Feinde bezwang, sondern, well selbst reich an Gemüth, auch die Herzen im Fluge zu erobern verstand. 'Mit rührender Bescheidenheit giebt Kaiser Wilhelm Gott allein die Ehre, und so wird es zur Pflicht der Dankbarkeit, an dem Geburtstage des Reichsoberhauptes daran zu erinnern, wie groß, wie historisch bedeutsam seine Verdienste um das Wohl des einigen Vaterlandes sind.

Wohl mag der Kaiser sich für ein erwähltes Rüstzeug des Allmächtigen halten, dessen Schutz er allzeit erfahren, sei's in der Jugend, wo körperliche Schwäche ihn nicht ahnen ließ, daß er einst zum Kriegshelden bestimmt sei, sei's im Familienleben, das Gott so sichtlich gesegnet, sei's in dem Wandel der Zeit, der aus einem verkannten und nicht verstandenen Prinzen der Hohen- zollern den allverehrten Kaiser für ein großes Volk geschaffen, sei's im Kugel­regen auf dem Felde der Ehre, oder endlich in den Gefahren, die bübische Hände ihm bereitet haben. Und scheint es doch fast, als ob der wohlverdiente heitere Lebensabend des Kaisers nicht ungetrübt bleiben sollte, denn es gährt in den seindlichen Nachbarländern; blinde Ueberhebung, häßlicher Reid auf die deutsche Grobmachtstellung, Revanchelust und Gefahren im Innern der Grenz- vülker in Ost und West treiben deren fanatische Elemente in kriegerische Aben­teuer 'hinein, deren Folgen unermeßbar sind. Aber der Gott, der Eisen wachsen ließ, wird dafür sorgen, daß auch der letzte Ansturm auf Deutschlands Macht­stellung sich brechen wird an einem einigen Volke, das fest und treu, wie bei der Wacht am Rhein, zu seinem greisen Führer steht.

'Mögen die Wolken dräuen, die neue ParoleMit Gott für Kaiser und Reich" wird sich bewähren, wenn das Gewitter losbricht. Inzwischen arbeitet das Volk in Waffen friedlich an der wirthschaftlichen Gestaltung der Reichsver­hältnisse. Auch hier hat Kaiser Wilhelm die Führung übernommen^ er will nicht rasten und feiern, sondern seinen Lebensabend verschönen durch mächtige Reformen, die in erster Linie dem armen Arbeiter, im Allgemeinen der Nation zu Gute kommen sollen. Am heutigen Tage wollen wir nicht kritteln und nicht mäkeln; wir loben und achten den Grundgedanken der kaiserlichen Fürsorge, welche eigentlich auf eine bessere Gestaltung der Armenpsiege, auf eine würdigere Stellung der arbeitenden Klasse hinausläuft, und wir vertrauen den drei gesetz­gebenden Faktoren, dem Kaiser, dem Bundesrathe und dem Reichstage, daß das Endresultat der Kämpfe ein schönes und nützliches sei und ein Compromiß das Werk krönen werde, der die gesummte Nation befriedigt, vor Allem aber den Kaiser sein Ziel, etwas für die unteren Klassen zu thun, erreichen läßt.

Von 17971882 welch' reicher Rückblick thut sich für Deutschland auf in jener Zeit, die nöthig war, ein Volk heranzureifen zur Einheit und Einigkeit, welcher Kranz von Lorbeer umwindet Die Jahreszahlen 1812/13, 1848, 1864, 1866 und 1870/71! Und die Fülle patriotischer Ereignisse ist wohl geeignet, uns zu stählen und die Aussicht aus die Zukunft zu einer freu­digen zu machen; des Kaisers Wilhelm Lebenslauf, des Reiches ehrende Geschichte legt das Fundament zu dem Vertrauen, daß auch der Ausblick der Nation auf fernere Zeiten ein guter, segensreicher genannt werden kann. In diesem Zeichen werden wir siegen, denn unser Volk ist bewußt seiner Einigkeit und Kruft, und Dunk dem Kuiser! frei von Leichtsinn und Ueberhebung. Am Wiegen­feste unseres verehrten Kaisers erinnert sich das Volk all' jener glorreichen Tage, Deren geschichtliche Bedeutung das Erbgut der Nation geworden ist, und dieses Erbe danken wir Wilhelm I., dem ersten Kaiser des neu geeinten Reiches.

Innige Segenswünsche steigen empor zu Gott, auf daß er ihn schütze und noch lange seinem Volke erhalte, in freudigem Jubel aber tönen heute vom Fels zum Meer unzählige Rufe in festlicher Stimmung:Heil dem Reiche aller­wegen, hoch Kaiser Wilhelm immerd-ar!"

Löhne, 17. März. Heute sand hier in Weßliug's Hotel eine von mehr als 50 Tabak- und Cigarren-Fubrikanten der hiesigen Gegend besuchte Ver­sammlung statt, um gegen die im Volkswirthschaftsrath von Herrn Eommereien- rath Delius abgegebene Erklärung,daß er von Tabak-Fabrikanten des hiesigen Bezirks ersucht wäre, für das Monopol zu stimmen, well dasselbe bester als eine Steuererhöhung sei", Einspruch zu erheben. Es wurde folgende Resolution angenommen:Wir unterzeichneten Cigarren- und Tabak-Fabrikanten ans den Handelskammer-Bezirken Minden und Bielefeld, sowie ans den anschließenden Gerieten geben unserm Unwillen darüber Ausdruck, daß die Herren Commer- cienrath Delius und Bau-Tischlermeister Vonderbrügge in Bielefeld im Volks­wirthschaftsrath für das Tabakmonopol gestimmt und dadurch nicht nur nufere Interessen, sondern auch diejenigen unserer gesummten Gegend schwer geschädigt Huben; wir haben den beiden Herren in keiner Weise zu der von ihnen im Volkswirthschaftsrath angenommenen Haltung Anlaß gegeben, sondern wir ver­werfen nach wie vor aus den genugsam dargelegten Gründen das Tabakmonopol, welches speeiell der hiesigen Gegend, in der die Tabakindnstrie well verbreitet ist, große Nachtheile bringen würde. Ebenso entschieden erklären wir uns aber auch gegen jede anberroeite stärkere Besteuerung des Tabaks, insbesondere gegen die Fabrikatsteuer, sowie gegen eine Erhöhung der bestehenden Gewlchtsstener in der Ueberzeugung, daß eine solche Maßregel ebenfalls und dann ohne alle Entschädigung zahlreiche Existenzen vernichten und nur auf einem Unrroege das Tabakmonopol schließlich doch einführen würde." Nach Annahme der Resolution wurde die Bildung eines Tabak- und Cigurren-Fubrikanten-Verems für Minden- Ravensberg-Lippe beschlossen und ein Vorstand von 8 Mitgliedern erwählt.

Telegraphische Depeschen.

Wolff's telegr. Corrcspondcnz-Burea».

Berlin, 20. März. Das Plenum des Volkswirthschaftsrathes stimmte unter Vorbehalt der nachträglichen Annahme des § 1 der Monopol-Vorlage dm §§ 27 zu, letzteren mit dem Anträge Krüger, daß der Durchschnitt nicht nach vorangegangenen 3, sondern nach 6 Jahren berechnet werde.

'Berlin, 20. März. Der Kaiser unternahm heute Rachmlltag eine Spazier­fahrt. Nur Geburtstagsfeier des Kaisers wird auch die Großherzogin von Baden morgen hier Eintreffen. Am Geburtstage des Kaflers findet FamMenta el beim Kron- Prinzen statt, Abends Soiree im Weißen Saale des Königlichen Schloßes. Anläßlich des heutigen Gtburlstags des Prinzen Friedrich Carl hatten die prinzlichen und off nt- lich-n ®C®äbsCabngbCOrbndCnnb§nfe|tCtbi= B-rathung desCultusetatsfort und erledigte mehrere an die Budgetcommission zurückverw efene Titel nach den antTaKf,DnbtCar6®Ub6Um Commission. Der Antrag Lieber, den Zuschuß für baS ©pmnaftumXÄ 3000 zu erhöhen, wurde nach einem heftigen Zusammenstoß ^Wm7r Fall Lieber und dem Abg. Graf Limburg-St rumi we cher arf denRHE^Fau zurückkam, abgelehnt, dagegen der Eventualantrag Lieber ?, d g ch Antrag

nächstjährigen Etat einzustellen, der Budgeicommisston

Kropaischek, dem nächsten Landtag em Pensionsgesetz sür E { DOn 1883/84

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ans Stunden ausgedehnte Aufenthalt int Walde wirkte sehr anngim und |tartenb- Die Frau Großherzogin und der Erbgroßherzog sind heute Nach mittagIu?TheLhm?an SUrtWW« Sr. Majestät des Kaisers nach Berlin ckigeretst. Meldungen uns Zara besagen, den flüchtigen Jn-

suraenten würden von der montenegrinischen Regierung bei Podgonzza an der lurgentin TOurueu angewiesen. Der unter den Gefangenen be-

findlichc Gmteindevorstand von' Ubtt soll angegeben haben, daß sein Einfluß auf