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)lluse in der Stiller m Premierlieutenant Ahnung durch dessen weckgzuvemiethen. ^ll^Flügelsgasse.

Familienlogis im swei Dachstuben im toen im Jtabterjfluj2_ Glaser Gröninger iude in der Adler- Zimmern, Kammer, ist zu vermieden.

L. Kauf.

rsehung des Herrn Becker ist der 3. Stock _________Knoll. Ltube zu vermieden Dörr, Mühlgasse.

Logis, 3 Zimmer.',., lhen im Hinterbause.

LudwigsM ö.

Parterrezimmer, mit u oermichn.

ije 50 dritter Stock, irte Zimmer zu ver- Zngenieur Merz.

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Är. 298. Donnerstag 1882.»

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

Bureau: Schulstraße 7. Erscheint «»glich mit Ausnahme des Montags. Prcis vlertelMrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlshn.

Durch bte Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

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auf den

Gießener Anzeiger,

Amts- unö Alizeigebsatt für Den -Kreis Hießen.

DerGießener Anzeiger" erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme ver Tage nach Sonn- und Feiertagen, incl. der BeilageGießener Familienblatter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beigclegt werden.

Der Abonnementspreis für den Anzeiger , frei ins Haus geliefert, beträgt 2 Mark 20 Pfg.; in der Expedition abgeholt 2 Mark; für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post abonniren können, beträgt derselbe 2 Mark ercl. Postgebühr.

Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, den Anzeiger auch im I. Quartal 1883 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lasten.

Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgefälligst aufgeben zu wollen, damit wir vollzählige Exemplare liefern können. Die Expedition.

Deuischlünd.

Darmstadt, 19. Decbr. Se. König!. Hoheit der Großherzoq haben Mergnädigst geruht:

Am 9. Decbr. dem Fuß-Gensb'arrnen i. P. Heinrich Wolf das silberne Kreuz des Verdienst-Ordens Philipps des Großinüthigen,

am 14. Decbr. den, Bürgermeister der Bürgermeisterei Kriegsheim, im Kreise Worms, Johannes Mnndors II. das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für langjährige treue Dienste" und

am 16. Decbr. dem Apotheker Dr. Emil Vogt in Butzbach das Ritter- kreuz zweiter Klasse des Verdienst-Ordens Philipps des Großinüthigen zu oerlechen.

Darmstadt, 18. December. Sicherem Vernehmen nach hat der Redac- tionsausschuß der zur Prüfung der Frage der Ueberbürdung der Schüler an den höheren Lehranstalten ernannten Commission seine Arbeiten fo beschleunigt, daß der an das Ministerium des Innern und der Justiz zu erstattende Bericht bereits entworfen und zu dessen Mittheilung an die übrigen Mitglieder eine Sitzung auf den 19. d. Mts. anberaumt ist. Man darf es wohl schon jetzt als feststehend ansehen, daß die von der Commission ausgestellten Prinzipien der Hauptsache nach baldthunlichst für die Praxis maßgebend werden erklärt werden.

Berlin, 18. December. DieBerl. Polit. Nachr." schreiben: Die ton­angebenden Organe der europäischen Tagespresse verhalten sich den diplomati­schen Enthüllungen der deutschen Blätter gegenüber strikte beobachtend Sie nehmen deren Mittheilungen über Inhalt und Zweck des deutsch-österreichischen Bündniffes ad relerendum, und wenn sie sich zu commentirenden Randglossen herbeilasten, so thun sie es in einer Weise, aus der hervorgeht, daß sie den Schlüssel der in Rede stehenden Publicationen mehr in Beweggründen diploma­tischer Taktik als politischer Strategie finden. Auch dem neuesten Warnrufe der Kölnerin scheint kein anderes Echo beschieden zu sein. Vertrauensseligkeit im Hinblick auf Rußland war niemals Sache des deutschen Volkes und seit dem Hinscheiden Alexanders II. ist die deutsche Ostwacht in so zu sagen verma- nentem Bereitschastsstande. Das hindert indessen nicht, daß einsichtige Politiker unseres Vaterlandes die Entwickelung der internationalen Dinge in Gegenwart und Zukunft mit völliger Gemüthsruhe controliren. Man weiß und saat es offen heraus, daß der Friede Europas zwei mächtige Garanten besitzt bas deutsche Schwert und die Allianz der mitteleuropäischen Kaiserreiche. 6 '

- Sian schreibt aus Straßburg vom 17. Decbr.: Der jünast aefa6h> Beschluß des deutschen Reichstages, welcher den Gebrauch der sranröNicken Sprache in unserem Parlament definitiv untersagt, ist hier mit allgemeiner Be­friedigung angenommen worden. Als die Herren Germain, Winterer ic im Frühling dieses Jahres beim deutschen Reichstag beantragten, daß der Nrüsideä des reichsländischen Ausschusses berechtigt fein solle, nute? SZ* einzelnen Rednern den Gebrauch der französischen Sprache au?Btoq" statten zu dürfen, geschah dies keineswegs in der Voraussicht daß sick> iemals im deutschen Reichstage eine Majorität für solches Verlangen finden könne Die Antragsteller selbst wollten mit ihrem Vorgehen kaum etwas Anderes als eine Demonstration ausführen und, waren sie selbst die am meisten über das Ab­stimmungs-Resultat vom 16. Ium d. Js. Erstaunten, so sind sie sicherlich qar nicht unzufrieden damit, daß ihr Antrag schließlich doch das von ihnen voraus gesehene Resultat der Ablehnung erfahren hat; denn wenn sie auch nicht Anstanv genommen haben, sich durch ihre Demonstration eine Deckung zu verschaffen die em wenig an d,e Lehre von der reservatio mentalis erinnert, so sind sie doch viel zu gute Reichslander, um nicht vollkommen zu begreifen wie sebr es der fffiürbe ihres Vaterlandes entspricht, daß auch dessen parlamentarische Körper- zchaft fortan, wie die allen übrigen deutschen Bundesstaaten, öffentsich und in d-Mscher Sprache verhandeln und damit den Charakter eines wirklichen deut­schen Parlaments tragen wird An. Besten tritt diese Anschauung dadurch zu Tage, daß bereits zetzt, obgleich der Tag für die Neueröffnung der Session noch nicht einmal bestimmt und die innere Einrichtung des Sitzungssaales im

neu erbauten provisorischen Landesausschuß-Gebäude soeben erst vollendet ist, schon die meisten Plätze von Abgeordneten belegt morden sind.

Berlin, 18. December. Gegenüber der Aeußerung desGolos", in Berlin mache sich eine gewisse Unzufriedenheit Rußland gegenüber geltend, weil die russische Regierung ihre handelspolitischen Interessen nicht zu Gunsten der Interessen Deutschlands aufopfern wolle, sagt dieRordd. Allg. Ztg.": Maß­regeln zum Schutz der russischen Boden- und Industrie-Erzeugnisse werde Ruß­land Niemand verargen, andererseits würden die russischen Staatsmänner gerechtfertigt finden, wenn man deutscherseits analoge Maßregeln ergreife. Da- geger- zeige sich in Rußland eine gewisse mit der jetzigen Handelspolitik nicht zusammenhängende Unzufriedenheit mit der Haltung Deutschlands auf dem Ber­liner Kongreß. Dabei übersehe man vollständig, daß Deutschland damals alle Anträge Rußlands nicht nur unterstützt, sondern faktisch durchgesetzt und für Rußland Alles gethan habe, was Rußland von ihm verlangte. Deutschland hätte vielleicht auch weitere Forderungen oder Weigerungen Rußlands unter­stützt, wenn Rußland selbst solche amtlich kundgegeben. Mehr Forderungen, als damals in Petersburg für gut befunden wurden, konnte Deutschland nicht unterstützen. Die bis heute fortgesetzten russischen Angriffe auf die damalige deutsche Politik seien ungerecht. DieNorddeutsche" bringt an einer anderen Stelle einen Auszug eines Artikels derMosk. Ztg.", worin es heißt, die Schuld an dem Mißverständnisse zwischen Rußland und Deutschland trügen Gortschakow und sranzösche und polnische Zeitungsartikel. Es sei zu hoffen, daß die Varziner Zusammenkunft den Boden des Verständnisses ebnen werde, das auch ohne Convention zu erhalten sei, da die Jntereffen Deutschlands sich überall begrenzten, ohne sich irgendwo zu kreuzen.

Wie derDeutschen medicinischen Wochenschrift" aus dem Reichsge­sundheitsamte mitgetheilt wird, haben sich in demselben die Herren Profeffor Dr. Schütz und Dr. Löfslev im amtlichen Auftrage dieser Behörde mit Unter­suchungen über die Rotzkrankheit der Pferde beschäftigt, den dieser Krankheit inliegenden Mikro-Organismus entdeckt, ihn durch viele Culturen rein gezüchtet, zur Sporenbildung gebracht und von diesen Culturen mit Erfolg auf gesunde Pferde übertragen. Damit ist Seitens des Reichsgesundheitsamtes ein neuer nicht hoch genug zu schätzender Fortschritt auf dem Gebiete der Seuchenlehre erzielt worden, auch in wirthschaftlicher Beziehung von der höchsten Bedeutung, wenn man sich der ungeheuren Verluste erinnert, welche den Pferdebesitzern Jahr für Jahr durch die Rotzkrankheit erwachsen. Mit der Entdeckung ihres Bacillus ist natürlich noch nicht das Mittel, sie zu verhindern, wohl aber, wie bei Milz­brand und Tuberkulose, die sichere Grundlage gegeben, ohne welche eine ratio­nelle Prophylaxe, d. h. wirksame Maßregeln, die Krankheit zu verhüten, unmöglich ist.

Wie dasTagebl." aus zuverlässiger Quelle erfährt, ist zum Di rector der kaiserlichen Tabakmanufaktur in Straßburg der Tabaksfabrikant Langel mit einem Jahresgehalte von 8000 und 4000 Jt. Dienstaufwand ernannt wor­den. Herr Langel ist ein geborener Straßburger und ein seif-made-man im besten Sinne des Wortes. Der Statthalter, Marschall v. Manteuffel, lernte ihrs vor einiger Zeit bei einer Jnspectionsreise kennen, und man vermuthet, daß die Aufmerksamkeit der Behörden ourch Herrn v. Manteuffel auf den allgemem als tüchtig und intelligent bekannten Mann gelenkt worden. Da Langel bisher ein entschiedener Gegner der deutschen Tabakmanufaktur gewesen ist, nimmt man an, daß durch ihn die alte französische Fabrikations- und Verkaufsmanier wie­der eingeführt werden wird.

Berlin, 19. December. Bezugnehmend auf die neuesten Enthüllungen derKöln. Ztg." hinsichtlich des deutsch-österreichischen Bündnisses schreibt die Kreuz-Ztg.": Das osficielle Rußland gab durch Herrn v. Giers neuerdings friedliche und freundschaftliche Absichten funn; doch wurden gleichzeitig entgegen­gesetzte Symptome und Gerüchte aus Rußland verbreitet, denen gegenüber die deutsche Regierung denHinweis für angezeigt hielt,daß die voraussehende deutsche Politik für alle Fälle schon seither genügende Vorkehr getroffen."

Berlin, 18. December. DieKöln. Ztg." schreibt: Die diesmalige Gewerbe­ordnungs-Novelle beschäftigt sich vor allem wieder mit weiteren Beschränkungen des