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v. Jankowska aus dem Gouvernement Krem und 3) der Student der Medicin Wrocislav Truszkowski ebendaher. Ferner sind angeklagt: 4) der Buchbindergeselle Janiszewski, 5) der Schlossergeselle Goriszewski, 6) der Maschinenschlosser Bujäkiewicz und 7) der Cigarrettenfabrikant Kosobucki, zu 4 —7 aus Posen. Als Zeugen sind 38 meist dem Arbeiterstande angehörige Personen geladen. Nach der Anklage werden die Angeklagten Mendelsohn, v. Jankowska und Truszkowki als Emissäre der internationalen socialistischen Arbeitervereinigung bezeichnet, die im August v. Js. nach Posen kamen, um den Socialismus unter den Polen zu verbreiten und dem russischen Nihilismus durch Hinüberschmuggeln von verbotenen Druckschriften revolutionären Inhalts Nahrung zuzuführen. Um ersteres Ziel zu erlangen, bemühten sie sich, unter der arbeitenden Bevölkerung Schriften zu verbreiten und Bersannnlungen abzuhalten. Es gelang ihnen, dadurch auch Gruppenbildungen herbeizuführen, deren Teilnehmer sich allerdings über ihr eigentliches Ziel noch nicht verständigt hatten. In aßen von den Angeklagten verbreiteten Schriften wird die allgemeine und internationale Gesellschafts-Revolution gepredigt, die nur durch thätigen Kainpf gegen die momentane sociale Ordnung erreicht werden könne. Die Angeklagten erklärten sich für nichtschuldig.
befinde und daß Oberst Mas durch die Truppen Garcia's und Calderon's ae- tödtet fei.
Konstantinopel, 19. Februar. Die Mitglieder der außerordentlichen preußischen Gesandtschaft wurden gestern Nachmittag 5 Uhr von dem Jn- Lroducteur der Gesandtschaft in 3 Hofgalawagen abgeholt, im Palast des Sultans vom Minister des Auswärtigen empfangen und durch denselben zum Sultan geleitet. Die Ueberreichung des Schwarzen Adlerordens an den Sultan fand in Anwesenheit der Mitglieder der hiesigen deutschen Botschaft statt. Nach der Ueberreichung zog sich die außerordentliche preußische Gesandtschaft zurück und nahm die Vorstellung der Pascha's und anderer hohen Würdenträger entgegen. Bei der darauf folgenden Festtafel im großen Saale hatte der Sultan am oberen Ende der Tafel Platz genommen, rechts von ihm saß der Chef der außerordentlichen preußischen Gesandtschaft, Fürst Radziwill, links der deutsche Geschäftsträger und erste Botschaftssecretär v. Hirschfeld. Die Privat-Capelle des Sultans machte Tafelmusik. Nach der Tafel wurden die Mitglieder der außerordentlichen preußischen Gesandtschaft und die höchsten Würdenträger nach dem Privatsalon des Sultans entboten, wo sich der Sultan mit ihnen auf das Huldvollste unterhielt.
Petersburg,
18.
von der
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daß die Durchführung Frankreich übertragen Frankreichs anerkannt, der Nicht-Intervention zuschließen.
Mußland.
Februar. Nach dem heute veröffentlichten Bulletin
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den Unterhandlungen die Finanz-Controle, die Frage Türkei und die Schifffahrt im Suez-Canal aus-
Telegraphische Depeschen.
Wolffs lelegr. Correspondenz-Bureau.
London, 19. Februar. Aus Buenos-Ayres hier eingegangenen Nachrichten zufolge ist es zwischen den Einwohnern von Pisko und den peruanischen Soldaten am 24. v. Mts. zu einem blutigen Gemetzel gekommen. Der Oberst Mas mit 600 Mann von Jca griff Villavicencio an und plünderte,'nachdem er denselben besiegt hatte, Pisko. Die Soldaten steckten alsbald die Häuser in Brand und ermordeten viele Einwohner, 400 Fremde suchten den Meuterern Widerstand entgegenzusetzen, wurden aber ebenfalls zurückgeworfen und 300 von denselben getödtet. Die Zahl der Opfer des Blutbades beträgt mehr als 1000. Es geht das Gerücht, daß auch der französische Consul sich unter den Opfern
— Bei der gestern Abend erfolgten Ueberreichung des Schwarzen Adlerordens durch den Fürsten Radziwill sagte der Sultan, die ihm erwiesene Ehre sei ein neues Unterpfand der guten Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei und er hoffe, daß diese Beziehungen sich in Zukunft immer fester gestalten werden. Der Audienz folgte ein Galadiner. Der Sultan verlieh dem Fürsten Radziwill den Großkordon des Osmanie-Ordens.
Oesterreich.
Pesth, 18. Februar. Unterhaus. Die Petition der Geistlichkeit des Eisenburger Comitats um Aufhebung der Emancipation der Juden und Ablehnung des Gesetzentwurfs, betr. die Ehen zwischen Christen und Juden, gab zu einer längeren Debatte Anlaß. Im Laufe derselben beantragte der Deputirte Jstoczy unter heftigen Ausfällen gegen die Juden, die Petition der Regierung zur Prüfung der Frage zuzuweisen. Der Ministerpräsident Tisza trat den Ausführungen Jstoczy's sehr energisch entgegen und sagte, nach seiner Ueber- zeugung habe Ungarn einen großen verdienten und für die Zukunft wichtigen Triumph errungen, als es nach Jahrzehnte langen Kämpfen die ungerechte Ausschließung eines Theiles seiner Einwohner von den politischen Rechten ihrer Religion wegen aus dem Gesetzbuche strich. Schließlich wurde der Antrag des Ausschusses, den ersten Theil der Petition fallen zu lassen und den zweiten Theil, betr. die Eheschließung, dem Justizausschusse zu überweisen, angenommen.
Ararrkreich.
Paris, 18. Februar. Trotz der Schönfärberei der meisten Börsenberichte, welche das Vertrauen heben möchten, ist die durch die „Union Generale" herbeigeführte Finanz-Krisis noch immer nicht zu Ende. Die Pariser Börse ist schlecht gestimmt, und die Börsen der bedeutendsten Provinzialplätze gleichen ausgebrannten Vulkanen. Das Häuflein der Lyoner Wechsel-Agenten, das bisher dem Bankerott entschlüpft war, ist auf dem Punkte, sich dem großen Haufen der Versunkenen anzuschließen. In Bayonne hat das Handelsgericht zwei Wechsel-Agenten fällst erklärt, in Macon liquidirte eine Landbank in Folge der Flucht ihrer zwei Directoren. In Marseille, Bordeaux, Lille, Perignaux haben Bankhäuser ihre Zahlungen eingestellt oder sind von den Handelsgerichten fallit erklärt. In Paris ist ein ganzer Schwarm kleinerer Finanzgesellschaften theils in der Klemme, theils von den entflohenen Directoren ihrem Schicksal überlasten worden.
der gemeinsamen Beschlüsse der Mächte England und werde. Die Mächte hätten das Recht Englands und
Knglarrd.
London, 18. Februar. Wie die „Daily News" erfährt, hätte die identische Note Englands und Frankreichs in der egytijchen Frage bei den Mächten freundliche Aufnahme gefunden und würde wahrscheinlich das Resultat haben,
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Türkei.
Konstantinopel, 18. Febr. Seit einiger Zeit ist die türkische Regierung beunruhigt durch Nachrichten über einen Aufstand in Demen. Da vollständige Ruhe in Arabien niemals herrfcht, so wurden die ersten Berichte wie gewöhnlich wenig beachtet. Diesmal scheint die Empörung jedoch bedenkliche Dimensionen angenommen zu haben. In der vergangenen Woche sind in Konstantinopel so viel Truppen nach Arabien eingeschifft, als Fahrzeuge disponibel waren. Wie dem „Pesther Lloyd" aus Alexandrien gemeldet wird, ist ein Theil der Aufständischen auf dem Marsche nach Mekka begriffen, um dort vor der Kaaba die Absetzung des Sultans und die Errichtung eines arabischen Khali- fats zu proclamiren. Wenn die Nachricht sich bestätigen und der Streich gelingen sollte, würden Abdul Hamid's panislamitische Pläne arg in die Brüche gehen.
Die deutsche Volksschule in Ungarn.
c , ..Die Magyaren sind durch die Ergebnisse der Volkszählung von 1880, welche bejü0ltd) ber Natwnaluäten erst jetzt veröffentlicht worden sind, bitter enttäuscht. Ihre Bolkszahl hat m zehn Jahren nur um 8668 Köpfe zugenommen; sie schätzen sich jetzt u?'-l ■ = Seelen. Diese geringe, einer Stagnation gleichkommende Vermehrung
nt überdies nur durch fanatische Magyarisirung erreicht worden und fällt lediglich auf ^technung der fremden, dem welken magyarischen Volkskörper einverleibten Völker- bruchtheile. Es ift kein Racen Nachwuchs, sondern Aufpfropfung. So haben 56 Procent der über eine halbe Million zählenden jüdischen Bevölkerung sich zur magyarischen ucationalitat bekannt. Ferner haben die deutschen Städtebürger das größte (Kontingent Zur Deckung des magyarischen „Volksdeficits" geliefert. In Ofen-Pest ist das Magyaren- tmim .in der Jugend um 23,5 Procent, in den 143 Städten des Landes um 9,1 Procent starker vertreten als in der älteren Generation.
Die Magyarisirung der Jugend ist das Werk der magyarischen Schule. Von die Zahl der deutschen Volksschulen zusammen. Als klassischer Zeuge für die Magyarisirung der Volksschulen tritt der ungarische Unterrichtsmin-ster Herr von Tr4fort selbst auf. In seinem zehnten Amtsberichte, der dem ungarischen Abgeordnetenhausc unterbreitet wurde, stehen wieder erbauliche Dinge.
Die Zahl der deutschen Volksschulen hat in einem einzigen Jahre um 86 ab- genommen; im Jahre 1879 war sie aus 953, im Jahre 1880 bereits auf 868 herabgesunken. 867 deutsche Volksschulen für 267,282 deutsche Schulkinder!
Ueber die Magyarisirung der Volksschulen in der Hauptstadt Ofen-Pest seit 1880 heißt es m dem ministeriellen Amtsberichte in wörtlicher Uebersetzung: Die 14 Schulen mit magyarischer Unterrichtssprache haben sich bis auf 133 vermehrt; die im Jahre 1869 noch vorhandenen zwei Schulen mit deutscher Unterrichtssprache sind vollständig eingegangen, und die Zahl der magyarisch-deuts che n ist von 28 auf 6 herabgesunken. Auf diesem Gebiete hat der Gemeinderath der Hauptstadt ein Resultat erreicht das den Dank der Nation mit Recht verdient. (Im Original mit gesperrter Schrift gedruckt!)
Weiter: Im Pester Landkreise sind 12 515 deutsche schulbesuchende Kinder und nur eine einzige deutsche Volksschule, während für 55,739 magyarische Kinder 363 magyarische Schulen bestehen; außerdem sind 49 magyarisch-deutsche Schulen vorhanden. Im Temescher Landkreise besteht für 22,949 deutsche Schulkinder keine einzige rein deutsche Schule; dagegen haben 4561 Magyaren 27 rein magyarische Schulen- ferner sind 104 Schulen magyarisch deutsch. Im Veszprimer Landkreise haben 6276, '-m Stuhlweißcnbmger 3077, im Abanser 1319, im Gomörer Landkreise 1062 deutsche Schulkinder keine einzig rein deutsche Volksschule; magyarisch deutsche existiren 56, beziehungsweise 16, 5 und 3. Im Viptauer Landkreise besuchen nur 76 magyarische Krnder die Schule; nichtsdeslow.niger existiren vier vom Staate errichtete Volksschulen mit magyarischer Unterrichtssprache — natürlich zum Zwecke der Magyarisirung der anderen Rat onalitaten. Dagegen haben 554 deutsche Schulkinder im Unger Land- kretse ferne einzige deutsche Schule, nicht einmal eine gemischisprachige. Ebensowenig exsttirt für 202 deutsche Schulkinder im Sohler Landkreise eine einzige deutsche Schule nicht einmal eine gemischtsprachige, während für 557 magyarische Schulkinder 34 magyarische Schulen, darunter fünf staatliche, bestehen. Im Trentschiner Landkreise sind 150 magyarische Schulkinder und 14 magyarische (darunter 13 staatliche) Volksschulen vorhanden, während für 1701 deutsche Schulkinder nur drei rein deutsche be- stehen; außerdem flieht es 24 magyarisch-deutsche Schulen. Im Thurcoczer Landkreise giebt es für - 303 magyarische Schulkinder 20 magyarische Volksschulen (darunter 9 staatlich ' , wahrend für 905 deutsche Kinder nur fünf deutsche Schulen bestehen.
. . ^Solchen unglaublichen Thatsachen gegenüber haben deutsch-ungarische Blätter die Kühnheit, jcbe Bedrückung und Zurücksetzung des Deutschthums in Ungarn abzu- leugnen und gegen dm allgemeinen deutschen Schulverem zu Felde zu ziehen, welcher keine anderen Ziele verfolgt, als feinen so stiefmütterlich behandelten Landsleuten zu 'hrem gesetzlich garantirten Rechte zu verhelfen: zu einer genügenden Anzahl deutscher -Schulen!
Der Verein ist auch fein Feind des magyarischen Volkes, sondern er bekämpft nur jene falschen Propheten, welche verkünden, der ungarische Staat könne N'.cht bestehen ohne Unterdrückung und allmälige Entnationalisirung der anderen neben den Magyaren wohnenden Racen. (Berl. Tagebl.)
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Lokales.
Gietzerr, 20. Februar. Das 5. Conccrt des Concert-Vereins, defsm Programm d'e nächsten Blätter bring-n werden, findet Sonntag den 26. Februar statt ™ neunzigste Vereinsjahr, in dem wir leben. Gegründet wurde der
Verein 1792 als „musikalische Gesellschaft". Möge die große musikalische Aufführung der wir entgegen sehen, und an welcher der akademische Gesangverein, sowie vier bedeutende auswärtige Solisten theilnehmen, gewissermaßen als eine Vereinsfeier anae- sehen werden. °
Die erste Abtheilung wird gebildet durch Webers Ouvertüre zum „Freischütz" durch Scene und Arie aus Marsch ne rs Oper „Hans Helling", für Sopran und die „erste Walpurgisnacht" von Mendelssohn. '
Der Schwerpunkt des Concertes liegt jedoch in der 2. Abtheilung in der neuntcn Symphonie von Beethoven, welche hier zum ersten Male zur Auf- fuhrung gelangt. Jeder musikalisch Gebildete weiß, welch ungeheure Schwierigkeiten der Aufführung dieses colossalen Werkes entgegenstrhen, — Schwierigkeiten welche bet unseren localen Verhältnissen doppelt in die Waagschale fallen. Möge die Feder eines besser Unterrichteten in den nächsten Tagen uns in den h-esigen Blättern nähere Mittheilungen über dieses wunderbare Werk bringen, das in einer Weise, wie sie selten in dem Gebiete der Kunst erscheint, der eigentümliche Ausdruck ber Individualität ,®rrtt6°mCn§ ,ft' welches „das Resultat emes langen, leidensvollcn, in unab- lässigem Ringen nacy dem Edelsten und Höchsten hinqebrachten Lebens ist".
Gietzen, 20. Februar. Gestern Abend stahl ein Stromer beim Betteln in einem Laden am Seltersweg. in welchem im Augenb lick Niemand anwesend war. ein Paar Unterhosen. Als sich der Dieb entfernen wollte, wurde erlvon einem Schutzmann der ihm von der Straße aus zugesehen, in Empfang genommen. v
schreitet die Besserung im Befinden der Großfürstin Maria Paulowna fort; die Temperatur betrug 37, der Puls 80.
— Der Staatssecretär Fürst Lieven, Mitglied des Reichsrathes, ist seiner Bitte gemäß seines Dienstes enthoben worden.
— Während der Ausstellung in R^oskau soll daselbst ein internationales Pferdewettrennen stattfinden.
Seröien.
Belgrad, 18. Februar. Der Fürst hat die Demission des Kriegsministers Leschjanin angenommen.


