1882
Dienstag den 21. Februar
Nr 4'1
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
Bnrean: Schulstraße B. 18.
ich Hause ist der 1 ger. Simmern, >is zum 1. Mai is MtnM, chillerstraje.
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von 1200 X. _
m. Darmstadt, 19. Februar. sZweite Kammer der Stände. 6. Sitzung.^ ffrfter Geaenstand der Tagesordnung der gestrigen Sitzung der zweiten Kammer bildet die Beantwortung der Interpellation des Abg. Metz, welche lautet: „Ist die Kommission rur Untersuchung unserer Strombauveihältnisse berufen und zusammtzngetreten f ne,neinenden Falles, wann ist der Zusammenllttt zu erwarten und worin bestehen die Ursachen der seitherigen Verzögerung?" Herr Ministertalpräsident Schletermacher, ßJc beantwortet die Interpellation dahin, daß die nothwendigen Vorbereitungen nun- mebr so weit aetroffen seien, daß die Untersuchungs.Commission in der zweiten Hälfte des Monats März zusammentreten könne. Mit diesem Gegenstände wird gleichzeitig der Antraa des Abg. Rack 6 erledigt: „Die Kammer wolle an Großh. Regierung das Cracken richten, Angesichts des gegenwärtigen niedrigen Wasserstandes des Rheines die' schleunige Einberufung der Commission zur Untersuchung der Strombauverhaltmsie ... veranlassen und der Kammer von dem Resultate der Eihebungen und Untersuchungen Nachricht zu geben." Nach mündlicher Berichterstattung des Abg. Haas beschUeßt die Kammer nach lä-gerer Debatte, den ersten Theil des Antrages Rack6 durch odiae ^nterpellationsbeantwortung für erledigt zu erklären, dem zweiten Theile iedock ftamuaebeiL - Die Kammer fahrt in der Berathung des Etats ber Landes- Unin^sität fort Eine Debatte entspinnt sich über den vom Ausschuß beantragten Abstrich von 2000 X an der Anforderung für die Universitätsbibliothek- - Abg. Mn b l befürwortet warm die Bewilligung der vollen Summe unter Hinweis auf die ^^bältniüe an anderen Univ er sit äten und von der Ansicht ausgehend, daß man bei
mNs-nsckaftlichen Anstalt am allerwenigsten an der Bibliothek, dem 6anbn)erf§; nn ÄS - Ministerialrath Knorr, sowie die Abgg.
AeinzerUng, Baur und Tecklenburg sprechen für die nn^rde^ bargen die Abgeordneten Schröder und Ellenberger. Der ÄÄ mit 26 Stimmen angenommen. Die Kammer beschließt
fnhS gemäß, unter der Gesammtanforderung
für die'Landesuntversität 1500 X Nemuneration an einen Docenten für franrösisches mniiredit und Forstrecht nur bis zum Er cheinen des zu erwart,nden deut chen Civil- S an den Asststestten am mineralogischen Cabinet nur für die dermalige
B^kun^d« Professur, 4960^. an den Referenten der aeademischen Administrations- nur für btc dermaltgen Inhaber und 300 X an den Btbltothekdiener nur ^r^den dermost^aen Inhaber zu bewiüigen. Ein Antrag der Abgg. Theobald und Dittmar, die Regierung zu ermächtigen, den UniversilätS-Forstgartenauffeher wider-
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Gichener Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
ruflich anzustellen, wird gegen 16 Stimmen abgelehnt. ^er Prä st d ent setzt hierauf alle übrigen, vom Ausschuß nicht beanstandeten Posten der Landeo-
Untversität zur Berathung aus. Abg. Rackö befürwortet, den Posten für Kunslw ssen- schaft im Betrage von 4771 «X nur für den dermaligen Inhaber der betreffenden Stelle zu bewilligen, da dieses Fach an der technischen Hochschule gelehrt werde. - Avg. Betz fragt an, ob es nicht möglich sei, über die Ertragnisse des Mainzer Ilniversitats- fonds eine Rechnung abzulegen und zur Kenntniß der Stande zu bnngen. Mimsterral- rath Knorr, welcher die Frage nicht sofort beantworten kann, stellt^dem Abg^ Betz anheim, einen desfallsigen An rag emzubringen - Abg Osann smdet den als Beitrag der Stadt Gießen zur Universität im Budget stgur.renden Betrag von 822 X 36 für nicht nennenswerth und empfiehlt eine weitere Heranziehung der Stadt, an welche zudem die Universität nicht angenagelt sei — Abg. Muhl ist m der Lage, eine Zusammenstellung der Bürgermeisterei Gießen über Dasienige vorzutragen was die Stadt zur Universität bereits geleistet hat und noch leistet, woraus sich ein Betrag von im Ganzen etwa 120,000 X ergibt. Die Bemerkung Osanns betreffenddie Universität Gießcn sei nicht an die Stadt Gießen angenagelt, verweist Redner auf die bedeutende Senkenberg'sche Stiftung, welche für den^ll einer Verlegung der Hochschule selbstverständlich von den betreffenden Erben des Stiftersi als ihrenZweck Msht mehr erfüllend in Anspruch genommen werden wurde. — Abg. Scriba spricht sich fltmen den Antrag Racko m Betreff des Lehrstuhls für Kunstwissenschaft aus. - Abg. Nack 6 beantragt weiter, die Posten für das Reitinstitut, den aeademischen L>tallmeister und das musikalische Institut zu streichen. — Abg. Metz will die Stadt Gießen gleichfalls mit einem erheblich höheren Betrag zu den Kosten der Landes-Universi.at zugezogen haben-AbgWa ss er bürg wünscht für das philologische Semmar m Gießen m Zukunft bessere Leistungen, die es ermöglichen, Gymnasialdirectoren — entgegen dem seitherigen Usus — aus der Reihe der in Gießen gebildeten PHUologen zu entnehmen. Werter wendet er sich gegen das in Gießen bestkhende technologische ^abinet al., an die technische Hochschule gehörig, gegen das musikalische Institut, das Reitinstitut und den Unwe^itäts-Tanz- und Fechtlehrer. - Staasminister Freiherr v. Starck Exc., bittet, die Entscheidung über diese verschiedenen zur Streichung beantragten fßr die zweite Lesung vorzubehalten. E'N Antrag, die neu ^mgebrachten Anträge an b_ Äusschuü zur Berichterstattung zu verweisen, wirb gegen 11 Stimmen ab gelehnt- Abg. Dittmar beantragt, bie Kammer mö^e beschließen, bie N^erung zu ersuch^ bte in den Anträgen der Abgg. Rack« und Wasserburg gewünschten Abstriche und VorbebaUe in Erwägung zu ziehen. - Abg. Muhl tritt namentlich für den Fortbestand des musikalischen Instituts ein, dessen hohen Werth für bie Studirenden^er- vorhebend, welche von dieser Institution in die Praxis.andere Erinnerungen ^tnehmen, als sie auf der Bierbank gesammelt werden — Rach einem Schlußwort des Berichs er-statters Ellenberger wird der Antraa Rackä, die angefo.Werten 4/7I X 43 für den Professor der Kunstwissenschaft, lowie 500 X für ba--> kunstwiffniEaftlich Institut und für den dermalig n Inhaber der Professur zu bewilligen, gegen 19 Stw abaelehnt ebenso gegen 17 Stimmen der Antrag Wasserburg auf Streichung der Anforderungen für das technologische Cabinet (800 X), bas musikalische WM
9A(v\ Leitinstitut (2058 X), für den Universitäts-Stallmeister (,220V X) unv
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R-ai-rUnä »u -rfuchen di- Aushebung der an her Unioerlitat vorhandenen Lehrstühle Ke? Tbi^rbe i lkund e nebst den damit zusammenhängenden persönlichen und fach- Uckun^Ausgaben unter Vorbehalt wohlerworbener Recht- in Erwägung zu ziehen und n?cb dem aegenwärtigen Landtag Über das Ergebmß Vorlage zu machen> - Abg Möhn beantragt, die Thierarzneischule vollständig aufzuheden und alljahrlnb Me (»nmnafiaften die mit guten Zeugnissen das Gymnasium absolvirt haben, je ein Ltt-
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22. d. M. Tagesordnung: Technische Hochschule. u
Aus dem Großherzvgthum Hessen, 18 ?>ebr Eine statistische Uebersicht des Sanitätspersonals, der Apotheken und H°sp'taler Hess ns vo^ 31. December 1880 ergiebt, baß m der Provinz /Starkenburg 13 , ~
Hessen 90, in Rheinhessen 117 Aerzte ansässig stnd uitb^bei einer Gesamm^ einwohnerzahl von 936,340 auf einen Arzt nn ^°dherzog h Oberhessen kommen. Die Zahl der Apotheken betragt m Starkenburg 4o m ‘-U in Rbeinbeffen 28 und berechnet sich eme Apotheke aus 879 t-in ;
der Apothekenvorstände betragt 108, die der Apoth g h l ^^ammen 1218. linge 50, die Gesammtzahl der geprüften HEgehtllen ^, .?^^ 73 $iac0<
Von den Krankenpflegerinnen sind 11 - f“^°Äitä[ern finb 28 öffentliche oder Minnen, 60 Vereinspflegerinnen Von den Walern ,rn
Vereinsanstalten, 11 private, 7 ^lh‘arf2 ^ SeroTbnung ist für das Jahr
Berlin, 18. Febmar. Durch kaffe ch ber armee angeordnet. 1882 bis 1883 jetzt das Genauere ^/57ersten oder zweiten Tage, nach Darnach erfolgt die Entlassung der R! s p,er(,ftübungen in ihren Garnisonen, dem Wiedereintreffen der puppen nach en o Bestimmung der vorgesetzten und die Einstellung der Rekruten nach näherer
General-Conunandos in der ^eu Miaexv Landaerichts begann vor
Posen.
einigen Tagen unter dem Vorsitze ber Anklagebank erschienen . Per-
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Deutschland.
Darmstadt, 18. Februar. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigstogeruht.ar bm Telegraphisten Karl Friedr. Georg Müller
mm Expeditor bei der Main-Neckar-Eisenbahn den Expeditions-Gehulfen Karl Bonn aus Burkhards zum Telegraphisten bet dieser Eisenbahn, sonne den Finanzaspiranten Ludwig Kisseberth aus Gräfenhausen zum Registiatur- Äfsistenten bei der Directiou der Aiain-Neckar-Eisenbahn zu ernennen.
Darmstadt, 18. Februar. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Ber-
1. Verzeichniß der Vorlesungen, welche auf der Großherzoglichen Ludewigs- Universitat zu Gießen im Sommer-Halbjahre 1882 gehalten werden und am 20. April ihren Anfang nehmen.
Se^Königl.^ Hoheit der Großherzog haben Allergnadigst geruht: Am 12 Deebr 1881 dem evang. Pfarrer Ernst Schönhals zu Ober-Eis enhausen die' evang Psarrstelle zu Allendorf a. d. Lahn mit dem Dmconat Groß-Linden zu übertragen - am 11. Januar 1882 der Ernennung des Ober-Guter-Jnspectorä Hildebrand und des Güter-Jnspectors Grooß zu Mitgliedern der Äpecialdirectton der Hessischen Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschafh die landesherrliche Bestätigung zu erthellcn; am 13. Januar den von dem Herrn Grasen zu Erbach-Schonberg auf die erledigte evang. Psarrstelle zu Gronau präsentlrten zweiten luth. Pfarrer Karl Wlhelm Sehrt von Groß-Umstadt für diese Stelle zu bestätigen; am 94 Januar dem evang. Pfarrer Wilhelm Wollmeber zu Dütelsheun die evang. Pfarrstelle zu Nieder-Ramstadt zu übertragen.
3. Concurrenzeröffnungen: .. . or
Erledigt sind: Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an ber Gemeindeschule zu Steinberg mit einens Gehalt von 900 .X; nut der Stelle ist Organistendienst verbunden; dem Herrn Grafen zu Ltolberg-Rotzla- örtenberg steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Eine nut einem kath. Lebrer w besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bretzenheim mit einem Gehalt von 1000 Eine (bie zweites Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mainflingen mit einem Gehalt von 900 .X. Die mit einem evang Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lumda nut einem Gehalt von 900 jl ■ mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die nut einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Beltershain mit einem Gehalt von 900 X; mit der Stelle ist Kirchendienst verbunden. Dre mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rmderbugen mit einem Gehalt von 900 mit der Stelle ist Organistendienst verbunden;
dem Herrn Fürsten zu Isenburg und Büdingen in Büdingen steht das PräM- tationsrecht zu derselben zu. Die mit einem evang. Lehrer zu befetzende Lehre^- stelle an der Gemeindeschule zu Metzlos mit einem Gehalt von 900 X. Dre mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gememdefchule zu Mainzlar mit einem Gehalt von 900 X.; mit der Stelle ist Organistenm^st verbunden. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Blofeld mit einem OZehalt von 900 X; mit _ der Stelle Organistendienst verbunden. Die mit einem evang. Lehrer'zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rüdingshaufen mit einem Gehalt von 900 X; mit der Stelle ist Kirchendienst verbunden. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Volksschule zu Mainz mit einem jährlichen Gehalt
oonöZimmun und aogg'lhlofs. ^nd"gleich zu W schom-er, erMor.
April zu oer- ng,Ä M .
oder ohne en durch J Bl Hs.
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