arbeitete er sich aus dem nassen Elemente. Der andere Knabe hielt es ca.5 Minuten mit aller Kraft aus, er war auf der gegenüberliegenden Seite eingebrochen und wir konnten unmöglich über das 2 Finger dicke Eis gehen. Versuche wurden gemacht, aber alle zwei Schritte krachten die Füße bis an die Schenkel ein. Auf unser Zurufen kamen eine Anzahl hinzu, die mit Eismachen beschäftigt waren, herbei und befreiten ihn mit eigener Lebensgefahr aus seiner gefahrvollen Lage. Eine Warnung von Seiten der Eltern und Lehrer schwaches Eis nicht zu beitreten, dürftehier am Platze sein. E. H
Theater.
— Heydemann und Sohn, Lebensbild mit Gesang in 7 Bildern von Hugo Müller kündeten dte Zettel am Mittwoch den 18. Januar und wir sind überzeugt, daß Alle, welche dieses Stück gesehen, beftiedigt und erheitert das Theater verlassen haben. — Unter Regie des Herrn Schmahlfeldt ist das Müller'sche Lebensbild in Scene gegangen und wir können nicht umhin, ihm für seine Arrangements unsere Anerkennung auszusprechen. Abgesehen von diesem Punkte aber müssen wir auch die Darstellung seines stets „durstigen Pägelow, des ältesten Comptoirdieners im Hause „Heydemann und Sohn" als eine höchst gelungene und stets auf dte Lachmuskeln des Publikums kräftig einwirkeyde, loben.
Den „alt- n Commeczienrath Heydemann" gab Herr Schreyer in seiner würdigen Weise und mit Interesse verfolgten wir die Erzählung seiner Lebensgeschichte. Fräulein von Ja rzebowska, welche die „Gesellschafterin Hedwig" wicdergab, lernten wir an diesem Abend auch als Sängerin kennen und brachte sie bie Liebeslieder der verschiedenen Nationen so rein und präcis zum Vortrag, daß der Gesang seine Wirkung auf das Publikum nicht verfehlte und ihr einen gebührenden Applaus eintrug.
Den „Champagnerliebhaber und Bonvivant des Stückes, den Reisenden Fritz Titze" spielte Herr Hermann vom Stadttheater zu Düsseldorf und zwar mit einer solchen Lebhaftigkeit und gutem Humor, daß wir aufrichtig bedauern müssen, den Gast n cht noch in anderen Rollen bewundern zu können; Pflichterfüllungcn aber rufen ihn, wie wir hören, schon heute aus unserer Stadt heraus. Herr Höfler war als „Buchhalter Schwarz" von immerwährender Anziehungskraft. „Minna, die Tochter des alten Prägelow" spielte Frau Simon mit der ihr angeborenen Natürlichkeit und namentlich war es ihre schöne geschulte Stimme, die ihr dte ungeteilte Gunst des Publikums erwarb.
Herrn Kaschinsky vom Stadttheater in Magdeburg, „Eduard", hoffen wir noch in anderen bedeutend.n Rollen zu sehen und wollen uns deswegen eines Urtheils über ibn enthalten-
Die „Karoline" des Fräulein Hey mann war ein trefflich dargestellter Backfisch und auch Herr Stamme, „Schwarz" und Herr Gun dl ach, „Zimbe", waren m ihren Nollen am rechten Platze. Das Ensemble kann ein in jeder Weise gut § genannt werden
Ein reizendes Intermezzo bereitete uns Frl. Simon durch ihre Balletest läge im 3. Bilde und indem wir hiermit unseren Beifall ausdrücken, sprechen wir den Wunsch aus, sie möge ihren Tanz bei passenden Gelegenheit bald wiederholen- Wenn wir cmen Wunsch bei unserer Recension ausfprechen, so wäre es der, daß die Zwischen pausen kürzer und die Conveisation hinter den Coulissen etwas leiser geführt würde. * th.
steigert
Hausen.
Rmtr. Wellen.
Rmtr.
n
24. Januar l. <9.,
dem Nadel-Scheitholz befinden
ö-
4080
463
Fichten —
395
A. Bram m.
430
Großh. Gerichtsvollzieher.
475
H
II
46
114
i. Reish.
Wellen.
450
100
460
n
H
II
30
440
5900
46
603
41
9
10
12
16
174
Buchen Eichen Erlen
Eichen Aspen
Rmtr.
1,4
21
140
1,3
20,2 310
1,2
Holzverfteigerung
in der fiirstl. Oberförsterei Lich.
Montag den 23. Januar I. I, von Morgens 10 Uhr an, in den Walddistricten Fuchsstrauch und Kellersberg, sowie auf dem Kolnhäuser Felde. Zusammenkunft beim Hof Koln-
sich ca. 100 Rmtr. Rundscheit.
Bau-, Werk- und Nutzhol
Buchen Eichen Nadel Aspen
Unter
41 Eichen-Stämme mit 11,23 Fstm., 510 Fichten-Stämme mit 159,23 Fstm.
2 Eichen-Stangen mit 0,18 Fstm., 349 Fichten-Stangen mit 56,17 Fstm.
Die Zusammenkunft ist am Dachsbau an der Oppenröder Grenze.
Gießen, den 17. Januar 1882.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Bekanntmachung.
Montag den 30. dH. MtS.,
Vormittags 10 Uhr, soll auf dein hiesigen Posthof ein 6fitziger ausgemusterter Personenpostwagen öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 18. Januar 1882.
Kaiserliches Postamt. 472 Ritsert
Nadelholz 2
Dienstag den
werden:
Brennholz.
Scheith. Prügelh.Stockh. Reish.
E in gesandt.
Gießen, 18. Januar.
Der Winter hat bisher wenig mit seinen „Winterfreuden" an die Jugend gedacht. Heute und gestern herrscht wieder etwas Kälte, so daß die Lahn mit einer dünnen Eisdecke versehen ist. Auf dieser versuchten heute eine Anzahl Knaben Schlittschuhe zu laufen. Es wurde ihnen abgerathen, aber es mußte trotzdem darauf gegangen werden. Die Folge davon war, daß nach wenigen Minuten einer einbrach. Auf meinen Ruf tarn ein anderer Knabe herbei der ein Kamerad von dem Eingebrochenen sein -mußte. Zehn Schritte von ihm entfernt brach auch dieser ein. Mit größter Ausdauer
von Morgens 10 Uhr an im District Wellbach. Zusammenkunft
Villinaen 17. Januar, lieber den von uns schon kurz gemeldeten beklagens- wertben Vorfall wird weiter berichtet daß die zwei Brüder von 9 und 11 Jahren sich im Lause ihres Großvaters durch Turnübungen belustigten, der altere ergriff im Laufe des Sviels ein an der Wand hängendes Gewehr, richtete dasselbe - nicht bedenkend, d^ß es geladen sein könnte - gegen feinen Bruder drückte los und traf ihn in die Sckläie so daß er sofort tobt ntederstürzte. Durch den unerwartet schrecklichen Anblick kam der ältere Knabe so in Verzweiflung, daß er noch jetzt besinnungslos sein soll. Der aanze Vorgang konnte nur theilweise aus dem ebenfalls anwesenden dritten sechs- iährlgen Bruder in Erfahrung gebracht werden. DaS jüngste Kmd dec schwergeprüften Eltern ein Knabe von ar.detthalb Jahren, ist vorige Woche gestorben.
Darmstadt, 17. Januar. Bekanntlich wird in Griesheim das Kugelsuchen von einer großen Anzahl Personen gewerbsmäßig betrieben, trotzdem es fast alljährlich se-ne Opfer forde t. Gestern stand nun eine aus 10 Köpfen bestehende Gesellschaft solcher Kugelsucher, meist junge Burschen, aber auch ein Gemeinderathsmitglied, Val. HM X- vor der Strafkammer des Landgerichts. Obgleich die Beschuldigten bemüht waren, die Hauptschuld auf einen inzwischen durch Explosion einer Granate verunglückten Genossen zu wälzen, erfolgte dennoch Verurtheilung zu Gefängnißstrafe von 3 Tagen bis zu 4 Wochen, welch letztere den Gemeinderath traf.
Mainz, 16.Januar. Gestern war hier das Gerücht verbreitet, die Choristin M. habe sich vergiftet. Die sofortige Untersuchung soll jedoch ergeben haben, daß die Dame in Folge eines Herzschlages gestorben ist. k 4 .
— In Laubenheim ist ein großer Feldzug gegen die Sperlinge eröffnet worden und zahlt die Gemeinde für jeden gelieferten Sperling 3 X
Worms, 15. Januar. Der 23 Jahre alte Arbeiter Jacob Kapplmger von Dfiffligheim, welcher an einer sog. Ausstoßmaschme in der Heyl'schen Fabrik arbeitete, wollte heute Vormittag 10 Uhr einen Transmissionsriemen auf die Scheibe legen, wurde aber von den Riemen erfaßt und mehrmals herum- und raiber die Decke geschleudert, bis er mit zerb.ochencn Armen und Beinen zu Boden fiel. Um 1 Uhr erlag er schon seinen gräßlichen Schmerzen.
— Ein interessanter Fall aus der Klinik des Professors Langenbeck wird gemeldet: Ein Mann, an dem eine Operation vollzogen worden ist, hat 14 Wochen im Wasser liegend zugebracht und konnte vor Kurzem vom Professor Langenbeck als vollständig geheilt entlassen werden. Diese Permanentbader dürsten in der modernen Heilkunde überhaupt eine größere Rolle zu spiclen beginnen, da sich dieselben immer mehr als practtsch erweisen. Unter Anderm benutzt man die Bäder, jetzt auch bei Verbrannten, denen bekanntlich Betiwärme im höchsten Grade gefährlich wird. Freilich ist die Unterhaltung der Pnmanembädcr mit ziemlich bedeutenden Kosten verknüpft, da die Temperatur des Wassers, wenn ein Leidender Wochen lang darin liegen soll, sehr genau regulfrt werden muß. Das jetzige Permanentbad kostet im Monat allein 150 v* an Gas. ...
Lich, den 14. Januar 1882.
Wimmenauer.
2) Freitag den 27. Januar d. I.
Brennholz:
34 rm Haiubuchen-Rundscheit, 74 nn Buchen-Knüppel,
12 „ Eichen-Knüppel, 54 „ Kiefern- „
7100 Buchen-, Eichen- und Nadel-Wellen,
254 rin Buchen-, Eichen- und Nadel-Stöcke.
Der Anfang ist jedesmal Morgens 9 Uhr am Hattenröder Vicinalweg
Freilag den 20. ds. Ms., Nachmittags 3 Uhr, sollen in der Flett'schcn Hofraithe dahier 1 Nachttischchen und
Samstag den 21. ds. Ms.,
Nachmittags 2 Uhr,
2 Kommoden, 1 Kleiderschrank und 1 Sopha
meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 19. Januar 1882.
Geißler,
Holzversteigerung
im Gießener Stadtwald.
Montag den 23. Januar 1882, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem District Ameisenkopf nachverzeichnetes Holz ver-
731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige m v • ■ »der mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man 7<m der Annoncen - Expedition von H AASEIV’STEIW <dt$ VOGIjEK in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
Scheith. Prügelh. Stockh. Raummeter.
beim Pflanzgarten.
Lich, den 17. Januar 1882.
Großherzogliche Bürgerineisterei Lich.
Walz.
Hvlzverstcigcrung.
In den Waldungen der Stadt Lich, Distrikt Fichtenkopf, Lindenseif und Ettingshäuser Kopf, kommen zur Versteigerung:
1) Donnerstag den 26. Januar d. I.
Bau-, Werk- und Nutzholz:
Fichten- „ Hainbuchen-,, Linden- „
„ 16-23,, „ 3—6 „ „ 5—12 „
Handel und Verkehr.
Li mb urg, 18. Januar. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen JL 20.25, Weißer Weizen 00 00 Korn 15.15, Gerste <X 10,65, Hafer JL 8,05, Eibsen JL 00.00 Kartoffeln <A 00,00.
Frankfurt, 18. Januar. Aus dem heutigen Markte kostete der Gentner Heu je nach Qualität «X 4.00—5 00, Stroh 3.50—4 20, Eier das Hundert A 6.00—9, Ochsenfleisch das Pfund 65—70 H, Kuh- und Rindfleisch 45—55 X Kalbfleisch 40 bis 55 X Hammeflelsch 40—6'' X Schweinefleisch 70—80 H, 1 Hahn 1.00—0, 1 Hubn <X 1.50-2.00. 1 Poularde JL 2 30—2.50, 1 Gans A 5.00-9.00, 1 Taube 50—60 X Reh per Pfund 75 1 Hase JL 2.00-2.50, Butter 1. Qual, im Detail
A 1 20, 2. Qualität 1.10, Handkäs 45—50 H das Pfund,, Kartoffeln das Malter JL 4.50—6.00, Kopfsalat 15—20 X gelbe Rüben das Gebund 6—12, Romainsolat 10—20 X Rettig das Stück 6—8 X Sellerie der Kops 10—20 Blumenkohl 20 bis 60 A Wirsing 8- 15 X Weißkraut 15-20 das Stück, Rothkraut 20-34 Kohl- kraut 1/0 X Kohlrabi 6—8 4, Endivien 10—11, Zwiebel 5—10 H das Pfund.
„ =10,26,, „ — 6,68 „
.1 •
Damenwintermäntel verkaufe, um gänzlich zu lduu^ blutend unter Preis. ^ritz Heichelheim.
30
— 61
Eichen-Stämme von 20—41 cm Durchm. u. 5—12 m Länge — 21,40 fm „ =341 „
15—37 „ 20-33 „
. , . 25-54 Eichen-, 5 Buchen- und 60 Fichten-Stangen, rm 3 m langes Kiefern-Rundscheit.
auf der Hattenröder Straße.
Scheith. Prügelh. Stockh. Reish.
Raummeter. Wellen.
Buchen 151 328 137
Hainbuchen 6 (Rundscheith.) — 44 48
durchaus nicht angst und bange, warten müssen, aber auch warten können, da sie aus Gegenleistungen nicht rechne. . n, , o. . „
Glasgow, 18. Januar. Heute früh wurde em der „Anchor-Lmie" angehöriger Schiffsbauhof durch Feuer vollständig zerstört. Der Schaden wird auf 20,000 Pfd. Sterliug geschätzt
Paris, 18. Januar. Nach aus Tanger emgegangenen Nachrichten hat der Kaiser von Marokko auf die Vorstellungen Frankreichs energische Lllaßregeln gegen die Agitatoren beschlossen, welche auf inarokkanischem Gebiete Einfälle gegen zu Algier gehörige Stämme organisn-eu. ~ .... ..... . .
8 o k a l c ».
Giotzcn, 19. Januar Gestern Mittag wurde -in Mann von Neunkirchen in die Klinik dahier verbracht, welcher am Tage vorher nn Bergwcrke bei Neunkirchen durch einen Schutz die Hand verloren und im Gesicht schwere Verletzungen erhalten hatte. _ —
38
24
400
133
122
2380
23
16
450
10
10
700


