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1882.

Freitag den 2V Januar

Nr. 17.

Schulstr-ß- B. 18.

ichener Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

---------Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Mo«tags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

Betreffend' Drainirungen in der Gemarkung Bellersheim.

Bekanntmachung.

Aus AU«, t*üi9« «mW.«, -d ,m. ZMg l'Ä''ÄÄ LS-IL die Entwässerung der Grundstücke bett, (stehe Regierungsblatt.von 18^8,J)' ' LeJL mit Kosten - Neberschlag und näherer Darlegung des Unter- Theilen der anstoßenden Gemarkungen) sammt ^Höngen Anlagm (V z -h st d ^eau^der Großherzoglicheu Bürgermeisterei Bellersheim offen gelegt

ÄÜ Win Anspruch genommen wird, da. Wasser in die Dramage der anstoßenden

' Gemarkung Obbornhofen, Flur II, °bzuleiten. anstostenden Fluren II und XIV der Geinarkung Obbornhofen, wobei zur Ab-

Ableitung des Wassers dienen soll.

°-n 10-1 Mr, ms dem E-meind-hms- fu Bellersheim

noch vor dem genannten Termine bewirkt werden. nnrbemertter Mäne ein Schaden entstehe, oder welche es vorzögen, daß ihre Grundstücke

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ihr Anliegen nicht vorder schon schriftlich vorgebracht Haven- . kE ausgenommen werden, welches durch Zahlung von d%

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Betreffend: Das Betreten des Eises der Lahn.

Bekanntmachung.

Politische Ueberficht.

Gießen, 19. Januar.

Der Zusammentritt des preußischen Landtages macht es im höchsten Grade wünfchenswerth, daß der Reichstag feine Verhandlungen für die Vorielston baldigst beendige, denn ein längeres Nebeneinandertagen beider parla- inentarischer Körperschaften ist auf die Arbeiten derfetben eifahrungSgemaß von keinem qünstigen Einflüsse. Die Vertagung des Reichstages wird daher späte­stens am 21. Januar erwartet, und wird dann der Reichstag wie aus den Andeutungen des Reichskanzlers hervorgeht iin kommenden April zu einer ibrüb'ahrssession wieder zusammentreten; hoffentlich gelingt es dem Reichstage, bis zu erstgenanntem Termin das noch vorhandene Material zu bewältigen.

Die am Montag im preußischen Abgeordnetenhause statt- qefundeue Präsidentenwahl hat diesmal ein conservativ - klerikales Prastdium ergeben. Zum ersten Präsidenten ivurbe Herr v. Köller (deuttchcons.) nut 350 non 359 Stimmen wiedergewählt.

Unter den im preußischen Abgeordnetenhaufe emgebrachten Vorlagen ist die wichtigste diejenige über oie Abänderung der kirchenpolitffchen Gesetze. Der neue kircheupolitifche Gesetzentwurf enthält 5 Artikel^und bestimmt das Wiederinkrafttreten der Art. 2, 3 und 4 des Juligesetzes von 1880, betr den Erlaß des Bischofseides, die commffsarische Vermögens-Verwaltung und die Wiederaufiiahme der eingestellten Staatsleistungen. Ferner werdei, sur d>e R - aierung jene discretionären Befugiiisse zur Wiederzutaffung abgesetzter Bischo e und zur Dispensation von den Bestimmungen über die Vorbildung zum geist­lichen An.te gefordert, welche das Abgeordiietenhaus im Jahre 1880, verworfen hat dagegen ist von der Erneuerung einiger ebenfalls abgelehnten Bestimmungen abgesehen morden. Außerdem schlägt der Entwurf vor, daß verschiedene Ve- stimmungen über den Einspruch gegen die Anstellung von Geistlichen abgeande werden sollen und schließlich verlangt der Entwurf, datz das StaatsMiNlstenum für gewisse Bezirke widerruflich auf die Erfiillung der Anzetgepflicht verzichten dürfe, soweit es sich um Hilfsgeistliche handelt. -vnn, hl>r

Ueber die jetzt vielfach so lebhaft ventilirte 5-rage ui

Das Betreten des Eises der Lahn ist bis aus Weiteres verboten. t 8 57

SÄSim unlerliegen ,ud> ««. 29T

Gießen, am 19 Januar 1882. Großherzogliche Poltzerverwaltung Gwtzeu.

r e 1 e n r u s.

Ueberbürdung der Schüler an den höheren Lehranstalten hat in der Zwecken sächsischen Kammer der Cultusminister Dr. v. Gerber m voriger Woche eine Rede gehalten, welche über diesen Gegenstand vieles Bemerkenswerthe enthalt Dr v Gerber erkannte diese Ueberbürdung als einen wirklich vorhandenen UW«nt«mKe mch di° W dm, -W I« ««,»'« «'J her Schüler mit Arbeiten geführt hätten. Zunächst sei es der Umstand, daß unsere Phüologie wie unsere Mathematik in den letzten Jahrzehnten einen vo g andern Charakter angenommen Hütten, welcher ZU jener Ueberbürdung g f h hätte BeLe Wissenschaften hätten sich in einer Weife gesteigert, welche es dem Schüler fast unmöglich mache, sie im Allgememen zu beherrschen Dann aber Xbas«! welches eine große Veränderung m der Lehrweife unserer höheren Schulen hervorgerufen habe und durch welches ge lieberblick über das Ganze ebenfalls immer mehr verlor^ S

sich eben vielfach bei Meinung hm, nuifft J o mürbe aber jpäter Len eine aan fertige allgemeine Blidung sem, eme solche wurde aber Wei nur durch das Lernen im praktischen Leben erworben.

Die Gährung in Süd-Dalmatien^hcck aMNsch ^ch ^^rk- benachba 't ) z g ' ;r snitorr Wiener Cabinet haben

samkeit der leitenden Kreye m Wien h -n ^en aufständischen Be-

bereits mehrere Berathungen über 9^ ber Delegationen zur

Zirken stattgefunden und hat dw eventuell^ E^ b biefer Berathungen

Bewilligung eines größeren Ci, dcksMnfaugemelbet- baß in Dalmatien gespielt. Zwar wird vonbestm ch a^er |m Süden der öfter-

absolut nichts Besonderesrgefom n n f , p£m teiner Seite

reichischen Monarchie etwas Besonderes v

geleugnet werden können. m.isiiabme, welche das Gambettalche Revi-

®ie °usf-lend kuh - Aufnahme,^f^^n ^t, ist keine sionsproject m der franzofis ^Ebetta, auf dem betretenen Wege fortzu- Enuunterung für das C i Deputirtenkammer ist der von Gambetta ge- I gffttSÄTS w»«» und W-0 «