Publikum, so daß die Räumung des Hauses ohne jede Ueberstürzung und ohne jegliche Gefahr erfolgte. Das rasch um sich greifende Feuer hat das ganze Innere des Laufes zerstört, nur die Ringmauern sind stehen geblieben. Bald nach Mitternacht wurde man des Feuers Herr, ohne daß die in der Nähe liegenden Gebäude befchädigt wurden. Die Bibliothek und die Mustkalien fallen gerettet sein, die Garderobe ist zerstört.
Straßburg, 17. April. Wie die „Elfaß-Lothr. Ztg." meldet, hat der Statthalter, Feldmarschall v. Manteuffel, abermals die Option, bezw. die Auswanderung von 509 Personen als giltig anerkannt.
Paris, 17. April. Heute Nacht hat auf dem Centralpostamt em bedeutender Diebstahl von Werthsendungen und charchirten Briefen stattgefunden. Details fehlen noch. m t . _ . , _ „ .
Paris, 17. April, lieber den in der vergangenen Nacht im Central-Postamt verübten Diebstahl wird weiter gemeldet: Die Diebe erbrachen den mit Panzerplatten versehenen Schrank, in welchem sich die Säcke mit den Werthsendungen befanden, und bemächtigten sich 180 chargirter Briefe, welche theils aus der Provinz, theils aus dem Auslande gekommen waren und heute früh den Adressaten zugestellt werden sollten. Der Weith der gestohlenen Postsachen wird auf etwa 1 Million Frcs. geschätzt- Die Nachforschungen nach den Dieben dauern noch fort.
Palermo, 17. April. Garibaldi hat sich gestern, von fernen Famllren- angehörigen begleitet, von hier nach Caprera zurückbegeben. Bon der Bevölkerung wurden demselben bei seinem Scheiden zahlreiche enthustastische Ovationen dargebracht. .
London, 17. April. Die Hinrichtung des wegen Giftmords zum Tode verurtheilten Dr. Lamson ist auf Veranlasstmg des Präsidenten Arthur abermals bis zum 28. d. Mts. verschoben morden. Dem Verurtherlten wnrde dabei die Eröffnung gemacht, daß kein weiterer Aufschub stattfinden werde und daß die bis jetzt dem Minister des Innern unterbreiteten Beweisstücke einen Eingriff in die Vollstreckung des Urtheils nicht rechtfertigten.
Wien, 17. April. Osficiell. Das 14. Jägerbataillon, welches am 7. d. gegen die Mestrovac-Planina streifte, stieß in Ravnagora auf einige Bewaffnete, welche nach kurzem Gefechte in die Mestrovac-Planina flohen. Die Colonne des Majors yaager, welche von einer größeren Streifung durch das obere Kobuna-Thal und das Praca- Thal in ihre frühere Stellung auf der Romanja-Planina zurückzukehren hatte, trat am 12. ds Nachmittags, bei heftigem Schneegestöber in der Nähe von Jabuka ein und überraschte dort eimge Bewaffnete, von denen einer erschossen und zwei gefangen wurden- In den Häusern wurden größere Mengen Munition und Waffen gefunden. Major Haager rückte am 13. ds nach elfstündigem Marsche in Praca ein, ohne auf Insurgenten zu stoßen. In den Ortschaften, welche er passirte, wurden fast sammtliche Einwohner angetroffen.
Vermischte-.
Mainz, 14. April. Das Großherzogliche Ministerium hat den Bau und den Betrieb einer Pserde-Eisendahn für die Stadt Mainz genehmigt, so daß der Ausführung dieser Bahn nichts mehr im Wege steht. Die Ausschreibung der Pferdebahn wird auf dem Submissionswcge erfolgen. Im Ganzen werden 4 Linien nach den verfchiedenen Richtungen mit einer Länge von Id,800 Metern erbaut werden.
Frankfurt, 14. April. Die „französische Ehrlichkeit", von der ein Beispiel (siehe Dir. 88, 2. Blatt des Anzeigers) berichtet wurde, ist doch nicht so ganz „zweifelsohne". Abgesehen davon, daß der selige französische Apotheker, welcher das Ersuchen des deutschen Soldaten um Uebersendung der in Feindesland gebliebenen Werthpapiere (Frankfurter Bankscheine) unberücksichtigt ließ, auf keinen Fall ehrlich gehandelt hat, so muß auch darauf hingewiesen werden, daß höchstwahrscheinlich weder er selbst, noch seine Erben mit dem übrigens inzwischen werthlos gewordenen Gelde etwas anzufangen wußten. Die Ehrlichkeit war al|o ziemlich billig.
Erbach, 14. April. Der um halb 6 Uhr gestern Morgen dahier abgelassene Arbeiterzug hatte auf dem Hetzbacher Bahnhofe in Folge unrichtiger Weichenstellung einen Zusammenstoß mit mehreren auf dem Geleise stehenden Güterwagen. Einemder Arbeiter, Joh. Schäfer aus Erbach, wurde der eine Fuß zerquetscht und auch bereits abgenommen, die übrigen Arbeiter — insgesammt etwa 50 — kamen mit kleinen Csn- tusionen und dem Schrecken davon. Mehrere Wagen gingen in Trümmer und auch die Maschine erlitt kleine Beschädigungen. Wen die Schuld dieses bedauerlichen Unfalles, der leicht verhängnißvollere Folgen hätte haben können, trifft, wird wohl die Seitens der Ludwigsbahn bereits angeordnete Untersuchung ergeben.
Friedberg, 13. April. In der am 8- d. M. stattgehabten Sitzung des Ge- meinderathes wurde der mit A. Aird in Berlin abgeschlossene Vertrag über Errichtung eines Wasserwerks genehmigt und untei zeichnet.
Aus Nassau. Der alte »Dickstein" in Heringen hat seinen letzten Geburtstag nicht lange überlebt; am 7. April ist er, 107 Jahre alt, sanft verschieden und wurde am 9. unter Begleitung der gesummten Einwohnerschaft und unter Glockengeläute zur ewigen Ruhe bestattet- Der Kriegerverein ehrte den Dahingeschiedenen mit 3 Salven. Rabbiner Hochstäiter aus Ems hob in seiner Grabrede hervor, daß Dickstein in dem russischen Feldzug gegen Napoleon I. an der Beresina als Kosackenoffizier ruhmvoll gekämpft- Er besaß schon über 30 Jahre das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Heringen.
— In Köln hat, ebenso wie in Mainz, die Niederlage der Straßburger Kaiserlichen Tabakmanufactur vor einigen Tagen in aller Stille den letzten Seufzer ausgehaucht.
Witten, 13. April. Im Fieberwahnsinn beging gestern Abend ein auf einem hiesigen industriellen Werk beschäftigter junger Kaufmann einen gräßlichen Selbstmord- Nachdem er um 9 Uhr Abends Medicin eingenommen — er litt feit einigen Tagen am gastrischen Fieber — erklärte er dem Hauswirth, großen Schlaf zu haben, und schlief auch wirklich gleich ern- Als der Hauswirth bann um 11 Uhr wiederkam, um ihm Medicin zu reichen, fand er ihn im Blute schwimmend vor; mit einem Rasirrnefser hatte der Kranke sich das Leben genommen, indem er die Lust- und Speiseröhre mit einem kräftigen Schnitt durchtrennte. Nach Ansicht des Arztes wurde die That im Fieberwahnstnn vollbracht- Der junge Mann war aus Hessen und gehörte einer geachteten Familie an.
Nihilisten und Anü-Nihilisten.
Bei der großartigen revolutionären Bewegung, welche gegenwärtig die russische Gesellschaft zersetzt und dem Staat? Rußland wie dem Throne des Zaren die größten Gefahren ber stet, konnte man eigentlich niemals genau conftatiren, ob sich auch im russischen Volke eine starke Gegenpartei der Nihilisten befinde, die Nation der Russen erschien in dem Kampfe auf Leben und Tod, den die Regierung mit den Nihilisten führt, viel eher als gleichgiltigc Zuschauerin, die Alles gehen läßt, wie es eben geht. Daß in einem solchen Zustande eine inbirecte Billigung ber nihilistischen Propaganba seitens der Mehrheit des russischen Volkes liegen mußte, ist klar, und nahezu ohne alle Aussichten, mit dem Nihilismus einmal fertig zu werden, mußte Rußland dastehen, wenn wirklich die Nihilisten im russischen Volk keine namhaften und zahlreichen Gegner hätten Nachrichten aus Petersburg besagen aber nun doch, daß eine große Anzahl einflußreicher Personen einen Bund, die heilige Druschina genannt, gegen die Nihilisten mit Aufwand großartiger Organisationen in's Leben gesetzt haben, lieber die Erfolge der heiligen Druschina im Kampfe gegen den Nihilismus müssen wir uns allerdings noch jedes Unheils enthalten, da ja auch die Druschina noch in ihrer Organisation begriffen ist, aber dasjenige, was über die Einrichtungen und Ziele des Anti-Nihilisten- Vereins erforscht worden ist, wollen wir unfern Lesern mittheilen.
Ihren Hauptsitz hat die heilige Druschina in Petersburg. An der Spitze derselben steht ein Hauptcomite, welchem ein Executivcomite, eine Finanzabtheilung und die Redaction unterstehen. Ein merkwürd'ges Zusammentreffen ist es, daß das Versammlungslocal und das Bureau der heiligen Druschina sich auch an der Ecke der Newskn-Prospect und der kleinen Sadowaja befinden, ebenso rote die Bäckerei Jssakow's, in welcher die Nihilisten vor dem März-Attentate allnächtlich zusammenkamen. Die Stadt Petersburg ist von der Druschina in 39 Bezirke eingekeilt, jede größere Provinzialstadt in 12. Denn in solchen Städten existiren Filialen, eine besonders große und mächtige in Moskau, wo seit dem Eintritt Äksakoff's auch die Altgläubigen, welche vorher sich principiell von der Druschina fernhielten, jetzt ber Genossenschaft beitreten, neuerbings auch 120 ber reichsten Kaufleute ber Stabt, von denen jeder sich verpflichtete, jährlich nicht weniger als 1000 Rubel für die Zwecke der Gesellschaft bei: zutragen. Das machte also mindestens 120,000 Rubel oder ungefähr den dritten Theil der ganzen für Moskau veranschlagten Ausgaben. Für Petersburg hält man jährlich eine Summe von l‘/4 Millionen Rubel für nöthig- Alle diese Details und die ganze Organisation wurden in einer Sitzung vom 13. März dss. Js. festgesetzt- Chef der ganzen Association ist Graf Paul Schuwalow, Chef des Executivcomites der Kammer- Herr Fürst Dolgorukt, Director der Finanzabtheilung der vereidigte Börsennotarms Holm, Redacteur Katkow- Die von ber heiligen Druschina ausgehenden Documente sind mit dem Siegel des Ministeriums des kaiserlichen Hofes versehen, sie erscheint also als eine Art kaiserliche Institution. Die Agenten der heiligen Druschina sind mit sehr weitgehenden Vollmachten ausgerüstet, alle übrigen Ressorts der Staatsverwaltung haben ihnen unbedingt Beistand zu leisten, wo sie denselben fordern Die heilige Druschina ist also eine direct von ber Regierung protegirte Partei, was, wenn sie in Rußlanb nicht als regierungsgefährlich gelten will, nicht anders sein kann, denn freie Bewegungen ans der Mitte des Volkes heraus zu Gunsten des Volkes kennt man in Rußland noch nicht-
Lokales.
Gießen, 18- April. Tagesordnung für die Stadiverordneten-Sitzung am Donnerstag den 20. April 1882, Nachmittags 4 Uhr.
1. Die allgemeine Berussstatistik.
2. Die Wahl ber Mitglieder der Einschätzung?.Commission zur Einkommensteuer für bas Jahr 1883-
3- Wirthschaftsplan über ben Gießener Stadtwald pro 1883.
4. Klage gegen den Ortsarmenverband Heuchelheim wegen Uebernahme des Ludwig Kröck VHI. von da-
5. Klage gegen den Ortsarmenverband Roth wegen Ersatz von Pflegekosten.
6. Ableitung des Inhalts der Abtrittsgruben des academischen Hospitals in die Wieseck.
7. Das Nivellement der Löberstraße.
8. Die Pumpe vor ber Turnhalle.
9. Die Verpachtung b-r Wieseckböschungen-
10. Die Verwerthung städtischen Geländes.
11. Anlagen auf dem Kirchhof betr.
12. Herstellungen am alten Rathhaus.
13. Anschaffungen für die höhere Mädchenschule.
14. Gesuch des Fuhrmanns Heinrich Stühler dahier um Erlanbniß zur Anlegung einer Abfahrt.
15. Gesuch der Firma Mettenheimer u. Schultheis dahier um Erlanbniß zum Belegen des Trottoirs vor ihrem Hause mit Cementplatten.
— In vergangener Nacht wurde ein Gartenhäuschen am Rodberge erbrochen und nebst anderen Gegenständen ein Handwagen gestohlen.
— (Die Anklageschrift im Ringtheater-ProzesseF Der Ringtheater-Prozeß gelangt am 24. April vor dem Landesgerichle zu Wien zur Verhandlung. Da es sich nur um Vergehen und Uebertretungen handelt, werden nicht Geschworene zu Gericht sitzen. Die Angeklagten, gegen welche die Staatsanwaltschaft den Vorwurf erhebt, daß sie theils durch „furchtbare Versäumnisse, durch grenzenlosen Leichtsinn und unverantwortliche Nachlässigkeit" das Unglück herausbeschworen, theils dasselbe durch „Mangel an Besonnenheit und Pflichtgefühl" in verhängnißvoller Weise vergrößert haben, sind: der frühere Bürgermeister von Wien Ritter von Newald, Director Franz Jauner, Beleuchtungs- inspector des Rmgtheaters Ritsche, sein Gehilfe Breithofer, der Haus-Jnspector und Commandant der Feuerwehr des Rmgtheaters Geringer, der Polizeirath Landsteiner, der Chef ber stäbtischen Feuerwehr Herr. Alle acht ftnb angeklagt bes Vergehens gegen die Sicherheit bes Lebens; Jauner, Ritsche, Breithofer unb Geringer außerbem noch ber Uebertretung gegen die Sicherheit des Lebens.
Die Anklageschrift, entworfen von dem Staatsanwalt Dr. Pelser, umfaßt 130 engbeschriebene Folioseiten. Hinter den Coulissen des Ringtheaters herrschte, der Anklageschrift zufolge, eine Lottermirthschaft sondergleichen. Director Jauner, der sich, als er das Rmgtheater gepachtet und das Theater an der Wien gekauft hatte, rühmte, er werde alle Theaterdirektoren Wiens zu Grunde richten, fing dieses edle Werk bei sich selbst an. Während er das Gelb auf ber einen Seite, um ber Concurrenz die L-pitze zu bieten, förmlich zum Fenster hinausroarf, suchte er auf ber anberen Seite in ebenso unkluger W-'ise zu sparen. Wohl rühmte er sich, baß er für die technische Leitung lauter Virtuosen engngirt habe, aber bie Anklageschrift führt den überzeugenden Nachweis. daß er mit zwei ober bret Ausnahmen, wahrscheinlich aus Ersparungsrückfichten, unfähige, unzuverlässige Dilettanten aufgenommen Ijatte, bie ihren verantwortungsvollen Poften weder durch ihre Kenntnisse, noch durch ihre Charactereigenthümlichketten gewachsen waren. , , ,
Der Hausinspector und Commandant ber Theaterfeuerroache, der Angeklagte Franz Geringer, ein Tischler von Profession, war etwa em Jahr Wiener Feuerwehrmann, dann Handlanger, hieraus Bühnenthürsteher im Hofoperntheater. Im September vorigen Jahres wurde er von Jauner für das Ringthmter engagirt, Anfangs als Portier, später in ber erwähnten Doppeleigenschaft Obgleich „Hausinspector", hielt er es nicht der Mühe für werth, sich mit der inneren Einrichtung des Theatergebäudes bekannt zu machen; so hatte er beispielsweise keine Ahnung von den vier Ventilationsschläuchen, die im Hause angebracht waren Noch weniger begriff er seine Obliegenheit als Commandant ber Feuerwehr; er war außer Staube, bie Disciplin bei dem ihm unterstellten Personale, unter welchem sich zwei Brüber feiner Frau befanben, aufrecht zu erhalten; er bulbete bei seinen Arbeitern Unbotmäßigkeit unb Trunkenheit- Da biefelben außerbem zu allerlei Hanblangerdiensten verwendet wurden, geschah es, daß fast nie ein Feuerwehrmann an seinem Platze war.
Die Anklageschrift macht über die Entstehung des Feuers folgende Mittheilungen: Die Beleuchtung jedes der fünf ©offfttengange wurde mittelst eines Beleuchinngskasteno hergestellt, in welchem sich 48 Brenner für Leuchtgas befanden- Die Entzündung geschah auf elektrischem Wege durch eine Art Explosionszündung, indem der electrische Funken an beiden Seiten des Beleuchtungskastens zugeleitet wurde. Am 8. Decemder versagw nun bei Beleuchtung der vierten (Soffitte der Anzünde-Apparat theilweise, indem sich nur die Hälfte der Gasflammen entzündete. Anstatt hieraus das Zuleitungsrohr abzu- fperren unb den Beleuchtungskasten vom Schnürboden herabzulassen, ließ man neuerdings unter Zuleitung zu den Brennern Gas in großer Menge in die Aufsatzrohre einftrömen- Bei neuerlicher Anwendung der electrischen Zündung war eine solche Menge Gas in ben Beleuchtungskasten geströmt, daß derselbe Feuer fing und die Flammen durch das Drahtschutzgitter des Beleuchtungskastens schurgen. Ern Saal- profpect mit Vorhängen und Fransen von Jute wurde zuerst von den Flammen ergriffen. Das Feuer, welches durch 30 Prospekte reichlich Nahrung erhielt, verbreitete sich nut großer Schnelligkeit. Alle Löschungsversuche mißlangen, ob aus Unfähigkeit ober Feigheit der Arbeiter, läßt die Anklageschrift unentschieden- .
Ü Was die Anklage gegen Jauner selbst betrifft, so wird demselben m erster Lime zum Vorwurf gemacht, baß er feine Pflichten als technischer Direktor durch das Em gagement von Persönlichkeiten, die ihrer Aufgabe nicht gewachsen waren, verletzt habe, sodann wird er beschuldigt, die Anordnung der Behörde wegen Anbringung von Roth- Oelbeleuchtung unb wegen Regelung des geuerroebibtcnfte§ n'd)t beamtet ZU haben. Sehr scharf rügt die Anklage Jauners Verhalten am Abend 8, December. Obgleich sich der Director ausdrücklich die Regie des zur Aufführung bestimmten Stuckes Vorbehalten hatte, erschien er erst wenige Minuten vor 7 Uhr Seme Abwesenheit war Schuld, daß vom Dienstpersonale zahlreiche Exkursionen in die benachbarten Gasthäuser unternommen wurden und daß beim Ausbrucy des Brandes lebe einheitliche Leitung fehlte, vielmehr ein plan- und zielloses Hin- und Herlaufen, wodurch bie Gefahr nur vergrößert werden konnte, entstand. Auch ^9 es seiner Abwesenheit ^UAuschreiben, daß eine rechtzeitige Avisirung des Publikums unterblieb; fehlte doch in seiner Person der Direktor und der Regisseur. Höchst eigenihümlich war bas Benehmen Jauners, al^ er endlich wenige Minuten vor 7 Uhr erschien Fast gletcbgtlhg auf das Dach seh nb, sagte er: „Run ja, es ist ein Unglück!" Bald darauf entfernte er sich
„Wie eine Ratte das sinkende Schiff", sagt die Anklageschrift, „hat er die Nahe des brennenden Hauses, das Grab seiner eigenen Habe, aber auch so vieler^ Menschen verlassen und sich um die weiteren Schicksale der Theaterbesucher gar nichts gekümm rt. Und doch wäre es seine Pflicht gewesen, seinem eigenen Personale an Aufopferung und
SSL ■ Tuende wr'6 Vitts wb* wochen- und vic - tu lophaü) emMlc Ln. DieAM ion Arsenik, Str
h.r Stur 5das
j £ C SeisP : d-m -
r" iS di- M?" Wenn". Seinen, Meisen £ mut ‘"Äj der
M°n' -eines Äunbet 1 •*.*£.»*
2815 ®; wie für bieStai I in ben nähten 1 i’wdj ohne Kosten Das W
b. fi
Bei dem Mern ermähn das öritte uns zahlenden Betri e. tut bie
Sei bem ermaßt sich ba dritte und jedes Betrags.
Tußen,
*S d
?■' 6*
Mer-H rä b»!e
Man
Heinrich K Muschenheim hängigen Cm bevorzugten
Hauptgeld vergleichsmch ^ErMung Die überwieg cursglaubigei angenommen Mung des twgangeschlo bnt'en Antrao Mlche Frist i mntmachunq Einsicht der A s^Oubig^ geno 'iich, den 8.
2836 Sat


