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daß sich dort mehrere Höhlen befinden, welche in früheren Zfiten Räubern als Zufluchts­stätten dienten Thatsache ist, daß im Anfänge dieses Jahrhunderts in diesen Schlupf­winkeln zwei Raubmöider dingfest gemacht und auf dem Neustädter Richtplatze im Jahre 1811 hingerichtet wurden. Die Richtstätte wird in Folge dieses Ereignisses nach dem Spitznamen des Anführers der Hingerichteten heute nocham dicken Bub" ge­nannt Eine dieser berüchtigten Höhlen ist nun vor einigen Tagen in dem von Herrn Bautechniker Hänsel angelegten Steinbruch von den Arbeitern aufgefunden und beseitigt worden, jedoch nicht ohne einen merkwürdigen Fund zu machen, denn in der Mitte der Höhle lagen, non einer 25 Sm. ducken lockeren Erdschichte bedeckt, die Ueberreste eines menschlichen Sceletis. Diese Höhlenwohnung war mit Ausnahme der vorderen, aus kleinen Granitblöcken künstlich aufgerichteten Wand ein natürliches Gebilde, der Eingang war nur 75 Em. hoch und 50 Cm. breit, das Innere aber so geräumig, daß 4 bis 5 Personen bequem liegen und sitzen konnten- An demselben Orte ist eine ganz ähnliche Höhlenbildung noch zu sehen.

Darmstadt, 17. Januar. Die Schutzmannschaft nahm am Samstag Abend Veranlassung die hier fast gänzlich in Vergessenheit gerathene Feierabendstunde einmal durchgehend zu handhaben, was zur Folge hatte, daß in den verschiedenen Wirtschaften der Alt und Neustadt etwa 200 Personen wegen Ueberkneipens notirt wurden- Wie verlautet, soll die betreffende Bestimmung nunmehr strammer als seither gehandhabt werden-

Wie aus Köln mitqetheilt wird, haben den ersten Preis der Kölner Dom­baulotterie (75,000 J4) vier Soldaten und ein Unteroffizier in Köln gewonnen- Die­selbe tranken aus Freude darüber die ganze Nacht hindurch und bekamen dafür am andern Morgen Arrest.

Alsfeld. 13. Januar. Wir entnehmen demA. Kr." in Betreff der Wieder- herstelluna des Rathhauses:Die gesammelten Beiträge, einschließlich der Zinsen, belaufen sich nunmehr auf 1021 JL. Das Comite hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, m't der Herstellung des unteren Stocks des Rathhauses auf Grund eines von Herin Kreisbaumeisters Schneller aufgestellten Planes in diesem Frühjahr zu beginnen und vor Allem die das Gebäude verunstaltende baufällige Einmauerung der Arcaden zu entfernen, sowie dieselben vollständig in Stand zu setzen." Weitere Beiträge sind sehr erwünscht.

Mainz, 14. Januar. Wegen des Unterstützungswohnsitzes wurde am 12. d- M- Hier eine Revision vorgenommen. In Folge dessen werden Personen, welche noch nicht zwei Jahre hier wohnen und sich nicht über binlänglichen Erwerb legitimiren können, aus her S*adt verwiesen. Hätte man dies seit Einführung der Bestimmungen über den Unterstützunaswobnsitz gethan, so wäre unsere Stadt von manchen Lasten befreit geblieben. Von Seiten des Verwaltungsrathes der bessischen Ludwigsbahn wurde das schon lange schwebende Project, die Erweiterung des Hafens auf der Gustavsburg, endgültig genehmigt. In einem Garten auf der Amöneburg hat ein junges Kirsch­bäumchen Blüthen getrieben.

Gießen. Bei dem großen Bekannten- und Freundeskreise, welchen sich Herr Ludw g Dingeldey in unserer Stadt durch sein öfteres Concertiren erworben hat, dürfte für viele unserer Leser eine Kritik von Ludwig Meinardus über denselben von Interesse f?in, welche derHamb. Correspondent" am 3. December v. I. brachte. Genanntes Blatt schreibt u. A : Im Programm des vierten diesjährigen Concertes der Phil- harmomschen Gesellschaft hatte ein concertirendes Clavierstück mit Orchester Aufnahme g.fuvden. Zur Wiedergabe desselben, der sogenanntenWander-Phantasie" von Fr. Schubert, bedurfte man eines tüchtigen Clavierspielers. Die Wahl fiel auf Herrn Ludwig Dingeldey, einen hoffnungserregenden jungen Künstler, der seine am Con- servatorium zu Stuttgart begonnenen Studien unter L'szt's Einfluß zu Weimar voll­endet hat und mit schmeichelhaften Empfehlungen dieses Großmeisters des Claviers ausgerüstet ist. Das Werk, welches Herr Dingeldey gewählt, ist ursprünglich ohne Orchester für Clavier allein von Franz Schubert geschrieben und als op. 15 dieses phantasievollen, gedankenreichen Musikers bezeichnet. Liszt hat entdeckt, daß die Größe j der Conception dieser Wander-Phantasie durch das Clavier allein nicht wirksam genug I

gibt für die Pflege Gesunder wie Erkrankter, für Erziehun,

zu Gestalt und Wesen gelangt sei, und dasselbe einer mehrseitigen Bearbeituna itnh»^ worfen, deren bemerkenswertheste ßutbat in der Mitbetbeiliannn einten r

verschiedenes Stück geworden, daß man sie mit Fug und Recht als ein völüa nenea anerkennen muß. Die Gedanken und ihre Anordnuna sind di- SrhnhJrta n.Mi t § Aber in der Appretur und Ausführung W ein neuer h.> * T

MU°gn°m,e des Bearbeiters deutlich wiedergibt ^Auslibn- ücher Ursache konnte das Werk auch kaum -inen glücklicheren Interpreten finden als Herrn Ludwig Dingeldey, denn dieselben physiognomischen KbaradeniiaJ auch seine Claviertechnik und Vortragsweise,wtibÄn Ära" "Zungen innerhalb der Grenzen, die vom träumerischen Versunkensein bis in ra ch emporwirbelnder, dämonisch drohender. Alles vor sich niederwerfender erthöicfelung. vom Emfach--Naiven bis zur brillantesten Bravour sich übtr hna n >»,«» Gebiet technischer und seelischer Ausdrücksmittel erftrerffn wirb feine? lann/n großen Styles bedürfen, um Henn Dingewey auch d?e Zu" fehlbare Siche.heit zu verleihen, die durch keinerlei äußere Einwirkungen zu erschüttern lst. Und darf man chm nach dem glänzenden Erfola fehvr Ptiftitnn ~ Tn

Oeffentlichkeit das Horoskop stellen, so steht ihm eine sehr verheißungsvolle Hukuntt bevor, zu der man dem talentvollen jungen Künstler aufriräfin c

Schließlich sei noch besonders hervorgehoben, daß Herr Dingeldey viermal hrnteretnander stürmisch hervorgeru en wurde und sein dankbares Glücksgefühl in einer anmuten Träumerei am Clavier als Zugabe austönen ließ. H M anmutigen

Welches Mädchen

eine tüäftißeHausfrau zu werden, welche Frau nicht eine solche zu sein. Was eigene Erfahrung nicht bietet, ersetzt oft ein Rath Anderer und wenn sich eine Reihe von bewahrten Hausfrauen, Müttern, Erziehern Stenten' rc vereint

Erfahrungen und Rathschlägc den Strebsamen unserer Frauenwelt mitiu- theilery so verdient em ,olchcs Unternehmen wohl Unterstützung seitens der' S unb Manner. Dorner sHaussraucn-Zeitung" ist ein solcher Ratbaeber für grauen und Mädchen, sie lehrt, unter besonderer B°"ücksichtiq,tng b-r für uns r ^eit so nothwendigen Sparsamkeit, alle Zweige des Hauswesens, indem st- Aul ituna gibt für d,e Pflege Geiunder tute Erkrankter, für Erziehung rc. Außerdem bietet fi? gediegenen Unterhaltungsstoff in Romanen, Novellen, Erzählungen -cund das Alles für den^ Preis von 10 für die Wochennummer. Abonnement ( u 30 viertelt Mhi lich) nehmen alle Buchhandlungen und Postämter an, letzteren ist die Nr 2050 d-r_Ze-tungs-Preisli,te anzugeben. Probenummern sind auch vom fierauäaeber g. Dörner m Berlin W Landgrafenstraße 2, gratis zu beziehen Herausgeber

7?!) 7Ueber die Höhe d,er Kosten. weltbe die Einrückung einer Anzeige in eine mehre Zeitungen verursacht, ynrd man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man ron der Annoncen - Expedition von MAASHRSTEgR.' «$. VOLLER in auchnh' a (rarkaUhe StuSart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hmsichts der lur den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt

Kirchliche Antigen der evang. Gemeinde Gießen. Donnerstag den 19. Januar, Abends 6 Uhr: Im Saale des Gymnasiums: Bibelstunde.

Pfarrer Schlosser.

-Die bösen Wetngärtmr. Math. 21,33-41.)

Buchen-Scheit,

23.62

Buchen-Knüppel,

Buchen-, Eichen- u. Nadel-

3100

Wellen Buchen-Reisig,

20

442

8.17

2.64

ir

ft

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tf

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tf

ff

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ii

it

6 14 10 14 61 22 89

Eichen- Nadel-

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Stöcke,

Eichen- Birken- Nadel-

Rmtr.

fr tr

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Rmtr.

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ii

n

Eichen- Nadel-

Holzversteiqerung.

Freitag den 20. ds. Mts,

Vormittags 9V2 Uhr anfangend, soll im Leihgesterner Gemeindewald

Holzversteigerung.

Montag den 23. Januar soll im Gemeindewald, District Kreuz­holz, Abteilung 10 und 11, nachfolgen­des Gehölz öffentlich meistbietend (ver- steigert werden:

Großherzogliches Kreisbauamt Nidda. Grimm.

82

31

256

38

Der Anfang geschieht um 9 Uhr im genannten District. Die Zusammeu- kunft im Ort.

e Bemerkt wird noch, daß sämmtliches Gehölz von ausgezeichneter Qualität, gute Abfahrt vorhanden ist, und daß bei genügender Concurrenz eine weitere Quantität Holz int District Buchwald zur Versteigerung kommt.

Albach, am 16. Januar 1882.

Großh. Bürgermeisterei Albach.

433 Schäfer.

325 82

38

36 12 40 74 22

4 1750 1780

200 650

42 47,2

10

18

Wellen Buchen-, Eichen - und Nadel-Reisig,

Eichen-Stämme mit 27,61 Fstm.

Nadel- 10,32

-Derbstangen mit 13,36 Fstm.

-Reisstangen mit 0,35 Fstm. Zusammenkunft am Schindanger. Leihgestern, am 15. Januar 1882. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern.

434 Lest.

nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Rmtr.

Bkrsteigenmg

von Straßenunterhaltungs-Materialten.

. , , J?/,«W»db bas 3erfd)laflcn ber für bas Rechnungs- >ahr 1882/83 erforderlichen Unterhaltungssteme soll an nachstehenben Terminen loos- weffe unter den bet ben Versteigerungen bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich vergeben werden: H

L Zu Sttdda, Dienstag den 24 Januar, Vormittags »Uhr, imDarmstädter sur die Straße» G.eßen-Gelnhaus-n, Abth, 125-168 und Herbstein-Nidda, 2. Zu Hungen, Mittwoch den2 5. Januar, Vormittaas 9 Ubr im Vrinr Abth 1?2-122^^^ Gießen-Geluhausen, Abth. 63-113 und Berstadt-Friedbergs 3. Zu Bingenheim, Donnerstag den 26. Januar, Vonnittaas in itfir u,;

-Alstwirth Winter" für die Straßen Gießen-Gelnhausen, Abth?113125'und Schwalhermer Hof-Nonnenstümpfen, Abth. 120162.

4. Zu Ranstadt, Freitaa den 27. Januar, Vormittags 10 Uhr, bei Gast-

5- ÄWÄiSÄÄiSlKWSir12 *w, 6- Zu Gedern, Mtttwoch den 1. Februar, Vormittags 9 Uhr, beiGastwirth He1kf-ld-M,° MtNWZZ''^^^ Hammer-Gedern, Abth. 217-240 und »ws wäsasas « 162217 und Herbstein-Nidda, Abth. 185260. '

Nidda den 46. Januar 1882.

55 Eichen-Stämme mit 17.92 Fstm.,

57 Nadel- "

120 Nadel-Derbstgn. Nadel-Neisstgn.

Fensterleder, Sehwämme, Scheuertücher, Bürstenwnaren

billigst bei

Fr. Seibel

Eichen- Birken-

Nadel- Buchen-Stöcke, Eichen- Birken- 9^adel- i,

Buchen-Scheit, Eichen- Birken- Nadel- Buchen-Knüppel,

--- -TT -nrru TTi"Tnrr VW -V-

Oeffentliche Zustellung.

Der evangelische Pfarrer Nebel in Groß-Gerau, vertreten durch Herrn Rechtsanwalt Dr. Muhl, klagt gegen den Schuhmacher WilhelmMoxter und dessen Ehefrau, vormals in Gießen, der Ehemann jetzt unbekannt wo abwesend, aus Darlehn mit dem Antrag auf Verurtheilnng der Be­klagten zur Zahlung von 250^. nebst 5pCt. Zinsen seit 11. Oktober 1878 undvorläufigeVollstreckbarkeitserklärung und ladet die Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großh. Amtsgericht zu Gießen aus Dienstag den 14. März 1882, Vormittags 9 Uhr.

Zum Zweck der öffentlichen Zu­stellung wrrd dieser Auszug der Klage bekannt geinacht.

Gießen, den 16. Januar 1882. 455 Neidhart, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts.

Holsvkrstkigrrung.

Mittwoch den 25. Januar soll im Steinbacher Gemeindewald, District Embach und Todtenzipfen folgendes Gehölz versteigert werden:

253 Rmtr. Buchen-Scheitholz,

$4 Knüppelholz,

163 Stockholz,

4500 Wellen Reisholz,

19 Rmtr. Eichen-Knüppelholz,

1050 Wellen Reisholz,

56 Rmtr. Fichten-Stockholz,

1350 Wellen Reisholz,

8 Eichen-Stämme für Wagner, 2,25 Cbm.,

15 Buchen-Stämme für Wagner 14,08 Cbm.,

189 Fichten-Stämme v. 1528 Ctm. Durchm., 1017 Mr. Länge, 61,75 Cbm.,

280 Fichten-Derbstangen bis 15 Mr.

Länge, 26,89 Cbm.,

68 Fichten-Reisstangen bis 10 Mr. Länge.

Der Anfang ist Morgens 9 Uhr am Buchen-Brandholz bei Nr. 1 an der Chaussee nach Oppenrod.

Das Bau- und Werkholz kommt nach 12 Uhr zur Versteigerung.

Steinbach, den 17. Januar 1882.

Großh. Bürgermeisterei Steinbach.

453 Nicolaus.

Aeitzeöoterres.

318 Einige sehr gut gelegene Bau­plätze zu verkaufen.

Näh. bei der Ez°ped. ds. Bl.

Schlittschuhe.

Billige eiserne Schraubsn- schlitrschuh,», sowie die neuesten Hebel- und Schrauben­schlittschube.

425 Emil Pistor.