Telegraphische Depeschen.
Wolff s telegr. Eorrefpondenr-Brrreair.
Kassel, 16. August. Die Uebersiedelung Sr. Königl. Hoh. des Prinzen Karl nach Wilhelmshöhe erfolgte um 10 Uhr mittelst einer prinzlichen Equipage, in welcher Se. Königl. Hoheit aufrecht neben dem Leibarzt Dr. Valentini saß. Den ganzen Weg über wurde im Schritt gefahren. Der Prinz wurde von der Bevölkerung überall ehrerbietig begrüßt und dankte lebhaft. In Wilhelmshöhe ist ein Aufenthalt von drei Wochen in Aussicht genommen.
London, 16. August. Unterhaus. Anläßlich der britten Lesung der Fmanzbill beantragt Lawson, die Bill nicht zu genehmigen, bis die Regierung versichert, daß sie von den de facto in Egypten bestehenden militärischen Behörden die Niederlegung der Waffen zu erlangen versuchen werde gegen Zusiche- rung des Rechtes, ihr Budget zu votiren. Gladstone erklärt, bei Erwägung der Forderung der Egypter, ihr Budget zu votiren, muffe man sich erinnern, daß feit Jahrhunderten die Egypter die Macht und die Verantwortlichkeiten einer Nation nicht besessen haben, man könne ihnen daher nicht sofort die unbegrenzten Privilegien freier Leute geben, man könne ihnen vielmehr nur allmälig den Gmuß der Privllegien des Selfgovernments und der Freiheit wieder verschaffen und das sei der Wunsch Englands. Gladstone hofft, daß, wenn es im europäischen Rathe wieder zur Erörterung der egyptischen Frage komme, England iin Stande sein werde, an diese Diskussion mit dem moralischen Anspruch heranzutreten, den es aus einer energischen und wirksamen aber gleichzeitig ehrenhaften und uneigennützigen Aktion ziehe.
— Nächsten Freitag gehen 3000 Mann Truppen aller Waffengattungen nach Malta und Cypern ab, um für das Expeditions-Corps in Egypten als Reserve zu dienen. — Die „Times" glaubt, Lord Dufferin werde in Kurzem die sofortige Annahme der von England für die Cooperation türkischer Truppen in Egypten gestellten Bedingungen fordern oder die bezüglichen Verhandlungen mit der Pforte ganz abbrechen. L ,
Dublin, 16. August. Das Assisengericht hat gestern den Parlaments- Deputirten und high sherif von Dublin, Gray, als Eigenthümer von „Free- mans Journal" wegen mehrerer durch dieses Organ der Agrarliga veröffentlichten Artikel und Schreiben, die gegen zur Aburtheilung von Agrarverbrechen berufene Gerichtspersonen gerichtet waren, zu dreimonatlichem Gefängniß und 500 Psd. Sterl. Geldbuße verurtheilt.
Petersburg, 16. August. Nachdem die Bevölkerung von Corea neuerdings abermals Feindseligkeiten gegen die dortige japanesische Mission begangen hatte, ist von der Regierung von Corea der mllitärijche Beistand der chinesischen Negierung gegen die Unruhstifter angerufen worden.
Alexandrien, 16. August. General Wolseley hatte heute früh eine Befprechung mit dem Admiral und sämmtlichen hier anwesenden Generalen. Derselbe stattete sodann dem Khedive einen Besuch ab und wird am Nachmittag die Positionen bei Ramleh infpieiren.
ataen Deutschland und Oesterreich gerichtete Allianz mit Frankreich zu Stande zu k,naen Bartlett sprech- von Deutschlands Einfluß in Konstantinopel, Englmo sei inde^auf diesen Einfluß durchaus nicht eifersüchtig und habe auch keinen Grund, deß- halb effersüch ig zu sein- Durchaus unbegründet fei feaur daß eine Union von vier Mäch en gegen Englands Politik bezüglich des Suez-Canals bestehe, von den anderen Mächten seien in dieser Beziehung nichts als temporare Maßregeln vorgeschlagen, in welche England eingewilligt habe. Der Antrag Bartlett's wurde ohne besondere Ab- fllmmung abgelehnt Der Deputtrte O'Donnell lenkte darauf aufs Neue die Aufmerksamkeit des Hauses auf die egypttsche Politik der Regierung, die lediglich der Förderung der Interessen der Gelddarleher diene. Dilke wies auch diesen Angriff O^Donnel's zurück und stellte in Abrede, daß der Khedive von Niemand in Egypten respecttrt werde. Die Regierung sei im Gegenthetl davon unterrichtet, daß alle Personen von Bedeutung den Khedive unterstützten und eine Coalitton zu bilden beabsichtigten, um öffentlich und auf das Entschiedenste darzuthun, daß der Khedive ihre Unielstützung^h^b raEhun Finanzgesetzes wurde der Deputtrte Callan zur Ordnung gerufen, weil er den Staatssecretär des Innern, Harcourt, in einer Rede unterbrach und die Erklärung Harcourts, daß gewisse irische Deputirte der Justizverwaltung in Irland feindlich gegenüberständen, als falsch bezeichnete. Da Callan sich weigerte, seine Aeußerung zurückzunehmen, wurde vom Hause mit 58 gegen 3 Stimmen die Suspension gegen denselben ausgesprochen.
Die Conferenz.
Allem Anscheine nach ist der Zeitpunkt sehr nahe herangerückt, an welchem die in Konstantinopel zur Conferenz versammelten Diplomaten ihre Berathungen, wenn nicht endgültig schließen, so doch bis zur Wiederherstellung der Ordnung in Egypten vertagen werden- Diese Vertagung würde auch nur der wahren Lage der Dinge entsprechen, denn die Ereignisse im Pharaonenlande sind den Berathungen der Botschafter in Konstantinopel thatsächlich weit vorausgeetlt und in Anbetracht dieses Umstandes erscheint ein längeres Tagen der Conferenz herzlich überflüssig. — Wenn man nun nach den Resultaten, welche dieser jüngste Versuch, große politische Fragen durch ein europäisches Schiedsgericht zu lösen, bislang gehabt hat, fragt, so ist die Antwort hierauf eine sehr einfache und klare. Die Conferenz hat bis zur Stunde nicht das Geringste zu einer zweckentsprechenden Lösung der egyptischen Frage beigetragen und wird wohl auch in Zukunft nicht im Stande fein, auf diplomatischem Wege den egyptischen Knoten zu entwirren. Der einzige greifbare Erfolg, den die Verhandlungen der Conferenz vielleicht noch aufweisen werden, könnte in der Annahme des italienischen Antrages auf provisorischen Collectivschutz des Suez-Canals bestehen, aber was will die Annahme dieses Antrages besagen, jetzt, da England mit seinen Schiffen und Truppen den Suez-Canal beherrscht und zudem erklärt hat, es müsse sich feine volle Actions- fäbiafeu am Canal wahren? - Wir wollen jetzt nicht der Frage näher treten, was die Conferenz hätte möglicherweise leisten können, sondern vielmehr einen Blick auf die Ursachen werfen, welche es erklärlich machen, daß die Conferenz noch so gut wie aar nichts geleistet hat. Man wird wohl nicht fehlgehen, wenn man als die hauptsächlichste dieser Ursachen die eigenthüml'che Haltung Englands auf der Conferenz be- tradnet welche mit seinem Vorgehen in Egypten in grellem Widerspruch steht. Während der Vertreter Englands am grünen Tische in Therapia ganz unbefangen an den Be- rathungen mit Theil nimmt, in entscheidenden Momenten aber gewöhnlich „ohne Instructionen" seitens seiner Regierung ft, geht England in Egypten ganz nach Gutdünken vor ohne sich em Jota um die etwaigen Beschlüsse der Conferenz zu kümmern, die doch gerade eine gemeinsame Regelung der Wirren am Nil anstreben zollten und diese offenbare Rücksichtslosigkeit, mit welcher das englische Cabmet der' Conferenz gegenüber- lritt, derselben Conferenz, in welcher sich doch auch der Vertreter Englands befindet, wirkte gleich von Anfang an lähmend auf den Gang der Verhandlungen. Dann tragt auch di- Hartnäckigkeit der Pforte und ihre lange Weigerung, der Confe^nz beizutreten, mit die Schuld andern bisherigen Mißerfolge und auch heute noch ist die Conferenz im Unklaren, welche Losung der egyptischen Frage die Pforte eigentlid) an- ftrebt, beim die geschraubten Erklärungen welche von den türkischen Bevollmächtigten hierüber abgegeben worden sind, haben die Conferenz in dieser Beziehung ohne Aufklärung gelassen Im Allgemeinen leiden endlich die Berathungen der Conferenz einerseits durch das versteckte Jntriguenspiel zwischen England und der, Pfvrl^ andererseits durch das nur schlecht verhüllte Mißtrauen, mit welchem sich die Machte gegen- seit'ü betrachten, und schon dieses Mißtrauen ist eineKlippe, an welcher tue ferneren Verhandlungen zu scheitern drohen. — Unter diesen Umständen erscheint es demnach in der Thai am Besten, wenn sich die Conferenz vertagt und es dem Schwerte überläßt, das zu vollbringen, was der Feder der Diplomaten nicht gelingen wollte,
Aus Oberhessen. Der Forstoerein für das Großherzogthum Hessen hält seine Versammlung für das Jahr 1882 den 24., 25. und 26. August in Alsfeld ad. Die Einladung an die Vereinsmitglieder und alle Freunde des Forstwesens besagt:
Zeiteintheilung: Donnerstag den 24. August: Von Nachmittags 3 Uhr an Empfang der Teilnehmer am Bahnhof, Eintrag in die Präsenzliste, Logisnachweis; Abends gesellige Zusammenkunft im Gesellschaftslokal Concordia.
Freitag den 25. August: Sitzung im Saale der Concordia von Vormittags 7—1 Uhr; Erledigung der Vereinsangelegenheiten und der zur Discussion gestellten Themata: 1) Vereinsangelegenheiten: Neuwahl des Vereinsvorstandes, Disposition über angesammeltes Vermögen, Antrag des Professors Dr Heß auf Statutenänderung. 2) Liegt die Aufforstung kahler Höhen des Vogelsbergs, und welcher, im Interesse der Landescultur und — bejahenden Falls — welche Verwaltungs- und technischen Maßregeln wären zur Bewerkstelligung zu ergreifen? Referent: Oberförster Leo zu Büdingen. 3) Welche Stellung empfiehlt sich für den Forstoerein des Großherzogthums Hessen, gegenüber der in Hannover beschlossenen Gründung eines deutschen Forstoereins mit ständiger Mitgliedschaft und Abzweigung in Landesvereine? Referent: Professor Dr. Heß zu Gießen. 4) Miltheilung beachtenswerter Vorkommnisse, Versuche und Erfahrungen im Bereiche des Forstwesens. Von 1—2 Uhr Mittags gemeinsames Gabelfrühstück im Gasthaus zur Krone. Von da um 2 Uhr Abfahrt in die Domanial- waldungen der Oberförsterei Eudorf unter Führung des Großh. Oberförsters Frey Abends 8 Uhr gemeinschaftliches Nachtessen im Friesischen Gartensaale.
Samstag den 26. August, Vormittags 8 Uhr: Abfahrt vom Gasthaus zur Krone aus, unter Führung des Großh. Oberförsters Block, in die dem Grobherzoglichen Haus und der Stadt Alsfeld gemeinschaftlich gehörenden, sowie in einen Theil der allein fiscalischen Waldungen der Obersörsterei Alsfeld, woselbst Nachmittags
1 Uhr ein gemeinsames Frühstück ftattfindet. — Rückkehr nach Alsfeld so zeitig,
daß Seitens der Teilnehmenden die betreffenden Bahnzüge von 6 Uhr an noch benutzt werden können.
Marburg, 16. August. Zu dem heutigen gemeinschaftlichen Besuche der Sehenswürdigkeiten unserer Stadt hatten sich gegen 30 Herren des Oberhessischen Geschichtsvereins zu Gießen hier eingefunden; auch der hiesige Geschichtsverein war zahlreich vertreten. In der St- Elisabethkirche hielt Herr Pfarrer Kolb einen sehr beifällig aufgenommenen Vortrag über dieselbe.
Berlin, 12. August. Die Stadt ist in hoher Erregung wegen eines heute hier verübten fünffachen Mordes in dem Haufe Fruchtstraße 68. Die Abendblätter enthalten darüber folgenden Bericht: In dem genannten Hause bewohnt seit einem halben Jahre die von ihrem Ehemanne, dem ehemaligen Hausdiener Conrad, getrennt lebende Frau Conrad, geborene Theilemann. mit ihren vier Kindern eine im Hose parterre belesene aus Stube, Kammer und Küche bestehende Wohnung. Der Ehemann selbst wohnte mit einer übelbeleumundeten, unter sittenpolizeilicher Aussicht stehenden Frauensperson am Grünen Weg. Trotz der Trennung empfing die Frau, die von Hausbewohnern als sehr ordentlich geschildert wurde und sich sowohl rote ihre Kinder durch ihrer Hände Arbeit ernährte, die Besuche ihres Mannes. Heute früh gegen V28 Uhr bemerkten die Hausbewohner den Mann in augenscheinlicher Erregung in das Haus zurückkehren und durch Klopfen Einlaß in die Wohnung begehren. Da ihm auf wiederholtes Klopfen nicht geöffnet wurde, so holte Conrad einen Schlosser, dem es jedoch nicht möglich war, die Thür zu offnen. Conrad holte sich sodann eine Leiter und stieg, nachdem er ein Fenster zerschlagen, mit Hausbewohnern in die Wohnung ein. Den Eintretenden bot sich nun ein ganz entsetzlicher Anblick dar. Frau Conrad hing mit ihrem jüngsten, am 19. März 1881 geborenen Töchterchen an einer und derselben Thürzarche, während von den übrigen 3 Kindern nichts zu sehen war. Plötzlich ergriff Conrad, als wenn er den Aufenthalt der Kinder wüßte, einen auf der Kommode liegenden Schlüssels und öffnete die Thüren des Kleiderschranks, bei deren Oeffnung er jedoch halb ohnmächtig zusammenbrach. Die drei Kinder und zwar die Knaben Theodor, geboren im Februar 1874, Anton, geboren im April 1875 und Max, geboren im December 1878, hingen, nur mit einem Hemd bekleidet, als Leichen an drei starken Riegeln des KleiderspindeS. Seitens des anwesenden Vicewirthes Krützke wurde nunmehr der Reviervorstand des gegenüber belesenen Polizeireviers benachricht, der sofort Criminalpolizei und die Staatsanwaltschaft telegraphisch von dem Vorfall in Kenntniß setzte. Nachdem der Chef der Criminalpolizei, Graf Pückler und der Chef des 3. Bezirks am Thatorte erschienen, gab Conrad bei feiner sofort vorgenommenen Vernehmung an, wie sonst seine Frau um 5 Uhr früh besucht und dann die Wohnung verlassen zu haben- Erst um V»8 Uhr will er dann zurückgekehrt sein und dabei das entsetzliche Verbrechen, das seiner Angabe nach nur von seiner Frau selbst und in der Zeit zwischen 5 und 8 Uhr verübt sein kann, entdeckt haben. Später verwickelte er sich in Widersprüche, indem er angab, die ganze Nacht in der Wohnung seiner Frau verbracht und die Wohnung um
5 Uhr verlassen zu haben. Da aber ein sofort zu Rathe gezogener Arzt feststellte daß die Todesstarre zweifellos bereits gegen Mitternacht eingetreten fei und da Conrad auch durch fein Benehmen den Verdacht erregte, als könne er selbst die That verübt haben, so wurde seine sofortige Verhaftung verfügt. Weitere Nachforschungen im Hause ergaben, daß Conrad bereits vor Monaten einmal nach dem Genuß einer Punschborole plötzlich auf einen Stuhl gestiegen sei, seiner Frau eine Schlinge über den Hals geworfen und geäußert habe, er wolle sie erhängen. Es gelang damals der Frau, die ihren Mann für betrunken hielt, sich wieder frei zu machen. Seitdem soll es aber, wie Hausbewohner übereinstimmend bekunden, wiederholt zu äußerst heftigen Auftritten zwischen den Eheleuten gekommen fein. In der vergangenen Nacht hat Niemand in der Conrao'schen Wohnung irgend etwas Auffälliges bemerkt, was zu der Ver- muthung Anlaß gegeben hat, daß die That verübt worden ist, als die Opfer derselben schliefen. t p
Worms, 11. August- Ein durch die Wucherparagraphen des Strafgesetzbuches hervorgerufener Monstreprozeß wird demnächst die Strafkammer des Landgerichts in Mainz beschäftigen. In Folge der von einem vor der Zwangsvollstreckung stehenden Ackersmann aus der Umgegend bei der hiesigen Amtsanwaltschaft gemachten Anzeige, daß ihm von dem Handelsmann Löb von hier unerschwingliche Zinsen bei einem Urtheil in Anrechnung gebracht worden seien, wurde der genannte Handelsmann vorgeladen, verweigerte aber jede Auskunft über seine Geschäfte mit dem n enden
Ackersmann. Durch die bestimmte Denunciation und das Verhalten des Lob sah sich das Gericht veranlaßt, eine Haussuchung bei demselben vorzunehmen, deren Resultat war, daß man mehrere Kisten und Kasten voll Wechsel und Schuldscheine, genau nach Registern geordnet, vorfand. Die erste Wahrnehmung, die man bei dieser Entdeckung machte, war, daß der größte Theil der Wechsel nicht gestempelt war. in Folge dessen Löb zunächst in eine hohe Stempelstrafe verurtheilt wurde. In Folge
nämlich den Jntereffenstreit am Nil zu schlichten. Am Allerbesten wäre es freilich, wenn die Conferenz Überhaupt auf Nimmerwiederkehr nach Hause ginge, die Welt würde ihr keine Thränen nachweinen, denn die Rolle, welche die Confeeenz bisher gespielt hat, ist nun einmal nicht derart, daß man der Conferenz bei ihrem Abgang von der politischen Schaubühne Beifall zuklatschen könnte.
Lokale-.
Gießen, 17. August. Bei dem Turnfest in Neuwied haben die Turner aus dem Großherzogthum Hessen eine unverhältnißmäßig große Anzahl von Preisen errungen. Es erhielten nämlich den 1. Preis Neumann aus Castel mit 65 Punkten, den 2. Preis Unverzagt aus Gießen mit 63 P., den 3. Preis Henninger aus Mainz mit 62Vz P-, den 6. Preis Schnabel aus Darmstadt mit 59 P, den 11. Preis Carl Hoffmann aus Gießen, den 12. Preis G. Braun aus Offenbach mit 55Vr resp. 50 P-, den 14. Preis Stadelmann aus Offenbach mit 54 P., den 16. Preis (Doppelpreis) Wahl aus Worms und Keller aus Offenbach mit 52Vr P, den 20. Preis Engelmann aus Ingelheim mit 50 P., den 21. Preis Schmitt aus Mainz mit 49 P, den 23 Preis Walther aus Darmstadt mit 48 P, den 26. Preis Rühl aus Gießen mit 46 P., den 30. Preis (Doppelpreis) Wald und Kaiser, beide au5 Bessungen, mit 44 P., den 31. Preis (Doppelpreis) Lotz aus Offenbach und Trübe aus Gießen mit 43* 1 * * * 5/« P. Aus Obigem ist ersichtlich, wie außerordentlich brav sich unsere wackeren hessischen Turner gehalten haben.
— Bezugnehmend auf unsere gestrige Notiz theilen wir heute berichtigend mit, daß fragt Offizier nicht in das Lazareth verbracht, sondern in seiner Wohnung verblieben ist.
— Als Naturseltenheit wird uns mitgetheilt, daß ein Aepfelbäumchen, welches in einem Garten vor dem Neustädter Thor steht, eben in voller Blüthe prangt.


