Ausgabe 
14.5.1882 Erstes Blatt
 
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3437 Zwei kleine, neuhergerichtete Logis vermiethet Karl Euler, Hammstratze.

3423 Kleines Familienlogis zu ver- miethcn^bei E. HarmS imSchützenhof".

3439 Der neuhergerichtete 2. Stock meines Hauses, 4 Zimmer, Kabiuct, Küche «. alles Zubehör, sofort bezieh­bar. W. Ferber, Liudcnplatz.

3440 Ein Logis zu vermiethen bei ______Fr. Blumöhr, Schützenstraße.

3441 Der 2. Stock zu vermiethen bei __Heinrich Balser, Grünbergerstraße.

3442 S ch l a f st e l l e zu vermiethen. _________________Neustadt 93, 3, Stock.

3452 Der obere Stock meines Hauses ist per 1. Juli zu vermiethen.

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3456 Ein Logis, 3 Zimmer u. Küche ic., im Vorderhaus zu vermiethen.

^J^Schmücker, Marktstraße 219.

3450 Eine neuhergerichtetes Logis, mit oder ohne Werkstelle, alsbald zu vermiethen. ______________________Löwengasse 153.

3438 Meine in der Wettergasse gelegene Scheuer, als Lagerraum sich eignend, zu vermiethen. ___________I. Buch.

3459 Der 2. Stock meines Hauses, 6 Zimmer ic., sowie die Mansarden­wohnung zu vermiethen.

G. K. Simon, Bahnhofstr. 92*.

3465 Ein Logis, sowie ein möbl. Zim­mer zu vermiethen. Neustadt D. 57.

3470 Eine Familienwohnung, sowie gut möbl. Zimmer, mit und ohneKabinet vermiethet__Christ. Weitz, Nordanlage.

3462 Der 3. Stock, ganz oder gethcilt, zu vermiethen. C. Krausch, Schloßgasse, nebst Wohnung zu ver- «VUVvll miethen bei

3458 Georg Bogt, Seltersweg.

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mit Besuch der neuen GottlaiardtllÄSe Ile

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Aufruf!

Das jetzt unter dem Protektorate Ihrer König!. Hoheit der Frau Prin­zessin Karl von Hessen stehende Glisabethhaus, Kinberheilanstalt zu Bad-Nauheim, hat von den Bewohnern Gießens schon manche Freund­lichkeit erfahren, aber auch schon manches arme Gießener Kind gepflegt.

In diesem Sommer nun wird in dem neuerbauten, gut und praktisch eingerichteten Hause die Kinderheilpflege in viel größerem Umfange als bisher verwirklicht werden. Das ist aber auch ein dringendes Bedürsniß; denn bis­her ist für Tausende skrophelkranker Kinder in Hessen so gut wie nichts geschehen. Unsere Anstalt hat mit Hilfe der herrlichen Nauheimer Heil- queHen" gegen die schlimmste Feindin der Kinderwelt, die Skrophulose, den Kampf eröffnet und bisher schon schöne Erfolge erzielt.

Nun aber lastet eine große Bauschuld auf ihr, und die Neueinrichtung verlangt ebenfalls große Opfer. _ Unsere Hoffnung sind die offenen Herzen und Hände, die einem so guten unb segensreichen Werke nicht fehlen werden. Mögen besonders auch die Eltern, die sich an gesunden Kindern freuen dürfen, ein Dankopfer für die Aermsten unter den Kleinen, denen unsere Anstalt dienen will, übrig haben!

Bad-Nauheim, im April 1882.

Das Comite für das Elisabethhaus, Kinderheilanstalt iu Bad-Kauheim:

Dr. med. Abbe. Geberinger. A. Münch Ostcrmeyer. I. Reich, Rechner der Anstalt. F. Schmidt. Schutt, Bürgermeister. P. Stoll II. Walz, Pfarrer. Wc ß.

Für Entgegennahme von Beiträgen sind bereit:

Dr. Harnack, Professor. E Kauffmann, Fabrikant. Schlaffer, Pfarrer. Stamm, Gymnasiallehrer, sowie die Gxped. ds. Blattes.

An unsere Mitbürger!

Wie bekannt, hat sich die seitherigeFreiwillige städtische Feuerwehr" am 11. d. Mts. ausgelöst.

Um jedoch unsere Stadt bei etwa ausbrechendem Brande nicht ohne den nöthigen Schutz zu lassen, den eine wohl organifirte Feuerwehr zu bieten im Stande ist, hat sich bereits am 5. d. Mts. eine Anzahl hiesiger Bürger und Einwohner zur Gründung einer neuen Feuerwehr vereinigt, die sich nun auch durch eine am 10. d. Mts. stattgefundene Hauptversammlung unter dem Namen

Gießener freiwillige Feuerwehr"

definitiv conftituirt hat.

Obgleich diese neue Feuerwehr eine stattliche Anzahl Mitglieder schon zu verzeichnen hat, so fehlt es doch noch an ausreichender Mannschaft zur erfolgreichen Bedienung der vorhandenen Löschgeräthe. Der unterzeichnete Vorstand richtet daher an die Bewohner Gießens die Bitte, derGießener freiwilligen Feuerwehr" möglichst zahlreich beitreten zu wollen. Widmet dadurch doch Jedermann sich einem Ehrendienste, der das Wohl Aller ohne Ausnahme verfolgt! Aufnahmefähig ist jeder unbescholtene Mann, der gesund ist, die zum Feuerwehrdienst nöihige körperliche Befähigung besitzt, in Gießen seinen ständigen Wohnsitz hat und mindestens 18 Jahre alt ist. Für die aktiven Mitglieder ist ein vierteljähriger Beitrag von 50 Ps. in Aussicht genommen. Freunde unserer Feuerwehr, denen der Eintritt in den aktiven Dienst durch vorgerücktes Alter oder Gesundheitsverhältnisse verboten wird, können derselben als außerordentliche Mitglieder beitreten und der guten Sache durch einen Beitrag nützen, dessen Höhe dem Ermessen des Einzelnen über­lassen bleibt. Anmeldungen nimmt jedes der unterzeichneten Vorstandsmit­glieder gern entgegen.

Möge die Einwohnerschaft Gießens unserer jungen Feuerwehr auf­munterndes Wohlwollen entgegen bringen, das im Stande ist, jene Lust und Liebe zu wecken, die in dem verantwortungsvollen und schweren Feuerwehrberuf unbedingt nöthig sind. Dann wird sie der Stadt wirklich zum Schutz unb Segen gereichen. Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr! 3436

Der Vorstand derGießener stenvilligen Feuerwehr:"

L. Petri II., 1. Hauptmann. C. Demuth, 2. Hauptmann.

Schepda. Schmuck. C. Müller. Julius Möhl. L. Petri III., W. Böger. H. Schcrff. H. Schaffstädt. C. Leib. C. Berg. A. Lauder. G. Stiebcr.

Vorstehendem Aufruf von ganzem Herzen uns anschließend ivünschen wir, daß derselbe von dem gehofften Erfolge begleitet sein möge.

Gießen, den 13. Mai 1882.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Bramm.

JLonys Bien* keilen*»

Sonntag den 14. Mai Gr3TOSS®S CO3ÜCOI"b des Mainzer Original-Tanz-Trios der Coneertgesellschaft I. Weiß und Trabant.

Erste Vorstellung Anfang 4 Uhr. Zweite Vorstellung Abends 8 Uhr.

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Es ladet höflichst ein Die Gesellschaft.

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Statt jeder besonderen Anzeige

Freunden und Verwandten die schmerzliche Nachricht, daß unsere unvergeßliche Gattin, Tochter, Schwester und Schwägerin

Sophie Hauer

geb. Schäfer

nach langem Leiden heute Morgen Va9 Uhr sanft verschieden ist.

Um fülle Theilnahme bitten

Gießen, den 13. Mai 1882.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Die Beerdigung findet Montag Abend 6 Uhr vom Sterbehause (Marktstraße D. 219) aus statt.__3463

ändere nach neuester Vorschrift zu den billigsten Preisen um.

H. SchafEstaedt,

Metallwaarenfabrik und Gießerei,

3 p« » f* ♦♦ f unübertroffenes Fabrikat

'NonM^iklMlirke,

2528 Ennil Bisckback»

Der heutigen Nummer liegt eine Ertra-Beilage deS Neuen Hamburger Thierschutz Vereins bei, worauf wir die Leser dieses Blattes aufmerksam machen. 3429

Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.

Hierzu ein zweites und drittes Blatt und eine Beilage.