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Aufruf!
Das jetzt unter dem Protektorate Ihrer König!. Hoheit der Frau Prinzessin Karl von Hessen stehende Glisabethhaus, Kinberheilanstalt zu Bad-Nauheim, hat von den Bewohnern Gießens schon manche Freundlichkeit erfahren, aber auch schon manches arme Gießener Kind gepflegt.
In diesem Sommer nun wird in dem neuerbauten, gut und praktisch eingerichteten Hause die Kinderheilpflege in viel größerem Umfange als bisher verwirklicht werden. Das ist aber auch ein dringendes Bedürsniß; denn bisher ist für Tausende skrophelkranker Kinder in Hessen so gut wie nichts geschehen. Unsere Anstalt hat mit Hilfe der herrlichen Nauheimer Heil- queHen" gegen die schlimmste Feindin der Kinderwelt, die Skrophulose, den Kampf eröffnet und bisher schon schöne Erfolge erzielt.
Nun aber lastet eine große Bauschuld auf ihr, und die Neueinrichtung verlangt ebenfalls große Opfer. _ Unsere Hoffnung sind die offenen Herzen und Hände, die einem so guten unb segensreichen Werke nicht fehlen werden. Mögen besonders auch die Eltern, die sich an gesunden Kindern freuen dürfen, ein Dankopfer für die Aermsten unter den Kleinen, denen unsere Anstalt dienen will, übrig haben!
Bad-Nauheim, im April 1882.
Das Comite für das Elisabethhaus, Kinderheilanstalt iu Bad-Kauheim:
Dr. med. Abbe. Geberinger. A. Münch Ostcrmeyer. I. Reich, Rechner der Anstalt. F. Schmidt. Schutt, Bürgermeister. P. Stoll II. Walz, Pfarrer. Wc ß.
Für Entgegennahme von Beiträgen sind bereit:
Dr. Harnack, Professor. E Kauffmann, Fabrikant. Schlaffer, Pfarrer. Stamm, Gymnasiallehrer, sowie die Gxped. ds. Blattes.
An unsere Mitbürger!
Wie bekannt, hat sich die seitherige „Freiwillige städtische Feuerwehr" am 11. d. Mts. ausgelöst.
Um jedoch unsere Stadt bei etwa ausbrechendem Brande nicht ohne den nöthigen Schutz zu lassen, den eine wohl organifirte Feuerwehr zu bieten im Stande ist, hat sich bereits am 5. d. Mts. eine Anzahl hiesiger Bürger und Einwohner zur Gründung einer neuen Feuerwehr vereinigt, die sich nun auch durch eine am 10. d. Mts. stattgefundene Hauptversammlung unter dem Namen
„Gießener freiwillige Feuerwehr"
definitiv conftituirt hat.
Obgleich diese neue Feuerwehr eine stattliche Anzahl Mitglieder schon zu verzeichnen hat, so fehlt es doch noch an ausreichender Mannschaft zur erfolgreichen Bedienung der vorhandenen Löschgeräthe. Der unterzeichnete Vorstand richtet daher an die Bewohner Gießens die Bitte, der „Gießener freiwilligen Feuerwehr" möglichst zahlreich beitreten zu wollen. Widmet dadurch doch Jedermann sich einem Ehrendienste, der das Wohl Aller ohne Ausnahme verfolgt! Aufnahmefähig ist jeder unbescholtene Mann, der gesund ist, die zum Feuerwehrdienst nöihige körperliche Befähigung besitzt, in Gießen seinen ständigen Wohnsitz hat und mindestens 18 Jahre alt ist. Für die aktiven Mitglieder ist ein vierteljähriger Beitrag von 50 Ps. in Aussicht genommen. Freunde unserer Feuerwehr, denen der Eintritt in den aktiven Dienst durch vorgerücktes Alter oder Gesundheitsverhältnisse verboten wird, können derselben als außerordentliche Mitglieder beitreten und der guten Sache durch einen Beitrag nützen, dessen Höhe dem Ermessen des Einzelnen überlassen bleibt. Anmeldungen nimmt jedes der unterzeichneten Vorstandsmitglieder gern entgegen.
Möge die Einwohnerschaft Gießens unserer jungen Feuerwehr aufmunterndes Wohlwollen entgegen bringen, das im Stande ist, jene Lust und Liebe zu wecken, die in dem verantwortungsvollen und schweren Feuerwehrberuf unbedingt nöthig sind. Dann wird sie der Stadt wirklich zum Schutz unb Segen gereichen. Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr! 3436
Der Vorstand der „Gießener stenvilligen Feuerwehr:"
L. Petri II., 1. Hauptmann. C. Demuth, 2. Hauptmann.
Schepda. Schmuck. C. Müller. Julius Möhl. L. Petri III., W. Böger. H. Schcrff. H. Schaffstädt. C. Leib. C. Berg. A. Lauder. G. Stiebcr.
Vorstehendem Aufruf von ganzem Herzen uns anschließend ivünschen wir, daß derselbe von dem gehofften Erfolge begleitet sein möge.
Gießen, den 13. Mai 1882.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Bramm.
JLony’s Bien* keilen*»
Sonntag den 14. Mai Gr3TOSS®S CO3ÜCOI"b des Mainzer Original-Tanz-Trios der Coneertgesellschaft I. Weiß und Trabant.
Erste Vorstellung Anfang 4 Uhr. Zweite Vorstellung Abends 8 Uhr.
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Es ladet höflichst ein Die Gesellschaft.
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Statt jeder besonderen Anzeige
Freunden und Verwandten die schmerzliche Nachricht, daß unsere unvergeßliche Gattin, Tochter, Schwester und Schwägerin
Sophie Hauer
geb. Schäfer
nach langem Leiden heute Morgen Va9 Uhr sanft verschieden ist.
Um fülle Theilnahme bitten
Gießen, den 13. Mai 1882.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Montag Abend 6 Uhr vom Sterbehause (Marktstraße D. 219) aus statt.__3463
ändere nach neuester Vorschrift zu den billigsten Preisen um.
H. SchafEstaedt,
Metallwaarenfabrik und Gießerei,
3 p ♦« » • f* ♦♦ f unübertroffenes Fabrikat
'NonM^iklMlirke,
2528 Ennil Bisckback»
Der heutigen Nummer liegt eine Ertra-Beilage deS Neuen Hamburger Thierschutz Vereins bei, worauf wir die Leser dieses Blattes aufmerksam machen. 3429
Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.
Hierzu ein zweites und drittes Blatt und eine Beilage.


