SchtsfSb«richt. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C W- Dietz Nachfolger Gießen.
Bremen 10. Mai. Der Postdampfer Oder, Capt- C- Undütsch, vom Norddeutschen Lloyd'in Bremen, welcher am 29 April von Newyork abgegangen war ist gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Southampton angekommen und hat ,'ad)8 Landung der für doit bestimmten Passagiere, Post und Ladung b> 2 Uhr Nachmittags die Reise nach hier sorigesetzt. Derselbe überbringt 235 Passagiere.
Handel und Verkehr.
Kiesten. 13 Ma«. Aus dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Psd u 100—105, Hühnereier 1 Stück 5 und 2 Stück 9 4 Enteneier per Stück 5-6 X GSn eestr per St. 0-00 4 Käse p. St. 5-10 4 Kasematte per Stück 34 Grbseii 1 Liter 26 4 Linsen 1 Liter 30 4 Tauben das Paar 60-80 4 Hühner per Stück JC. 1.30—1.50, Hahnen per Stück JL 1.10—1-70, Enten per Stück M 2.00—2 20 Ochsenfleiich per Pfund 64 - 66 4 Kuh- und Rindfleisch 54-56 4 Kalbfleisch 44 bis 50^L Schweinefleisch 62—64 4 Hammelfleisch 60—66 4, Kattoffeln 100 Kilo jl 300-3 80, Zwiebeln der C-ntner M. 17-18, Milch per Liter 16-18 4
, ,. . < ■ seines SobncS Abbas Pascha mit betn (Soniiii'
beäf^netbeneunbb2trabf Bey als Gouverneur währenb ber Minberjährigkeit bes ä en mber? Der Khebwe verweigert jeden Verkehr mit ben Ministern. In der europäischen Colonie herrscht lebhafte Beunruhigung; viele Familien verlassen Kairo.___________ _________
Lokale-.
13 Mai (Sitzung der Stadtverordneten vom 9. Mai) Anwesend:
?cUn6-*,in„nT ert^It - D Anschaffung eines 4eädrigen Gi-ßsasses mit 2008 Liter WSsbÄ« -ÄÄK Lu bleiern Bete-ff beschließt die Versammlung-
. 3nfc^r,rJrnnmobneridiaft von Gießen der wahre Grund, welcher die Auflösung der freiwilligen städiisch-n Feuerwehr herbeigeführi hat, ebenso bekannt ist, wie
2. bbr?b"erSO^kbn"e-ÄaäMti9ut.;6 dieses Grundes di- Auflösung des
3 d°ß^e"An,prachk des Vorstands der freiwilligen städtischen Feuerwehr in dem bi-siaen Ani-ig-r N°. 106 an d,e Einwohnerschaft von Gießen, welche wederder Generalversammlung noch dem Vorstand vorgelegen hat, ihre Würdigung dann ftnh t hnfc eine aröfoere Anzahl von Mtlgltedern des Corps soforl die Neu- bildung einer freiwilligen städtischen Feuerwehr beschlossen, den seitherigen Commandanten zur Betheiligung aber nicht ausgefordert hat;
beschli etzt der Stadtvorstand, nißt vereinbar finde, den in dem Pamphlet
des Vorstands der freiwilligen städtischen Feuerwehr gegen ihn gerichteten Vorwürscn weitere Beachtung zu schenken und geht deshalb zur Tages.
Nack Erledigung vorstehenden Betreffs wurde der Versammlung Kenntniß von einer Eingabe dei^neugebildeten Feuerwehr gegeben und die Herren Stadtverordneten L. Pe tr i und Stadtbaumeister ©tief dazu bestimmt, der Ablieferung der alten Feuerwehr an- zuwohnen.__
straurfurt a. M., 13. Mai, Nachmittags 2 Uhr — M!n. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Ereditaetien 294Ve, Staatsbahnaetien 286»/., Galizier 268'/8, Oesterr. Silberrente 65V«, 4"/o Ungar. Goldrente 75’/«, 4% 1880er Russen 71, 2. Orient-Anleihe 57'/,, 5% Rumänische Rente 914.r, Lombarden 127. Tendenz —._______________________
Wafserwärme der Lahn.
Am 12. Mai, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + ll*/20 R-, Lustwärme + 11'/2- R. L. Ehr. Rübsamen.
Welches Vertrauen die von dem Apotheker R. Brandt dargestellten Schweizerpillen bei Unterleibsstörungen und deren Folgen wie Verstopfung, Blähungen, Magendrücken, saurer Geschmack rc. auch bei den Herren Aerzten genießen, zeigt uns nachfolgender Brief eines alten erfahrenen Arztes. Herrn Rich. Brandt! Von den mir unlängst übersendeten Pillen habe ich zunächst Gebrauch und Versuch bei mir gemacht, da ich ein Unterleibsleidcnder ersten Ranges bin: bann auch noch an 2 Patienten meiner Kundschaft. — Ich kann mit gutem Gewissen den Pillen das beste Zeugniß ausstellen und wünsche nur, daß sie auch den Rus erhalten mögen, den sie thatsächlich verdienen. Leider ist dasselbe mit reeller Waare nicht, wohl aber mit dem Schwindel der Fall. Die darin enthaltene Aloe entfaltet ihre Wirkung auf den Dickdarm vollkommen, es erfolgt schon nach 2 Stunden sicherer und ergiebiger Stuhlgang und ist deshalb das Büttel am meisten angezeigt bei langdauernden, chronischen Darmeatarrhcn mit Verstopfung, bei Knickungen und lähmungsartigen Zuständen des Dickdarms und überhaupt habitueller Stuhlverstopfung. Die Pillen lassen sich 30 Jahre lang täglich nehmen, ohne die schwächende Wirkung der Mittelsalze im Gefolge zu haben. Auch bei dem chronischen Mageneatarrh, der eine seeundäre Folge des chronischen Darmeatarrhs und der Hämorrhoiden ist, sind die Pillen von Nutzen ic. Mit Hochachtung Dr. med. K ...., pract. Arzt, 23... (Bayern). Ausführliche Prospeeten mit den ärztlichen Urtheilen sind gratis, sowie die ächten Apotheker R. Brandt'schen Schweizerpillen per Schachtel 1 erhältlich in den bekannten Apotheken. 3435
Auszug aus den Standesamtsregisteru des Standesamts Gießen.
Aufgebot«.
Mai. 8. Gelbgießer Christian Karl Reinhardt mit Ernstine Auguste Fricke, Tochter des verstorbenen Schreinermeisters Johann Ernst Heinrich August Fricke von Gießen. 8. Schlosser Jaeob Andreas Emil Karl Hohmeier mit Auguste Karoltne Elisabeth Kreiling, Tochter des Schlossermeisters Justus Kreiling von Gießen. 9. Kaus- mann Ludwig Karl Martin Lind mit Karoline Julie Marie Anna Haubach, Tochter des verstorbenen Unioersiiäts Instrumentenmachers Jaeob Theodor Haubach von Gießen. 10. Borstenhändler Israel Rothschild zu Gießen mit Emma Vogel, Tochter des Handelsmanns Jaeob Vogel von Sprendlingen-
Geboren«.
April. 29. Ein Sohn von auswärts, Karl Philipp. 29. Eine Tochter von auswärts, Margarethe. Mai. 1. Ein Sohn von auswärts, Wilhelm- 2. Dem Kaufmann. Karl Mayer eine Tochter. 3. Dem Lademeister Friedrich Dornhöser eine Tochter, Josephine Emma Katharine. 3. Ein Sohn von auswärts. 3. Eine Tochter von auswärts, Katharine. 4. Dem Tapezier Wilhelm Thomas Brandt ein Sohn, Wilhelm. 6. Dem Barbier Philipp Stier eine Tochter, Anna Marie. 7. Dem Berg-Assessor Alexander Schulz em Sohu, Karl Oscar. 7. Dem Oeconom Karl Kreiling ein Sohn, Wilhelm Louis Emil. 9- Dem Schmied Louis Körbächer eine Tochter.
Gestorben«.
Mai. 4- Dem Cigarrenarbeiter Wilhelm Junker von Wieseck ein todtgeborener Sohn. 5. Wilhelmine Gerbode, geb. Frttzsch, 81 Jahre alt, Ehefrau des pensionirten Hausverwalters Konrad Gerbode. 5- Brigitte Grünebach, geb- Adams, 74 Jahre alt, Wittwe des Hüttenplatzmeisters Johann Peter Grünebach. 6. Heinrich, 3 Jahre alt, Sohn des Arbeiters Heinrich Hofmann. 7. Tagiöhnerin Katharine Schott, 75 Jahre alt, von Schotten. 8. Katharine Junker, geb. Burk, 25 Jahre alt, Ehefrau des Cigarren- arbeiters Wilhel Junker von Wteieck. 9. Dem Cigarrenardeiter Louis Reuter ein todtgeboien-r Sohn. 9. Oeconom Andreas Rinn, 73 Jahre alt. 10. Ein Sohn von auswärts, Karl, 6 Monate alt- 10. Wilhelmine Bückart, 39 Jahre alt, von Haiger. 10. Auguste, 8 Jabr>- alt, Tochter des Schlossers Paul Kirchmann. 11. Helene Ehrhardt ged. Junker, 39 Jahre alt, Ehefrau des Schneiders Johannes Ehrhardt.
Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
® «tauft«.
Den 7. Mai. Dem Professor Dr. Gustav Pescaiore eine Tochter, Maria Martha, geboren den 10. April-
Denselben- Dem Schreiner Christoph Wagner eine Tochter, Elisabeth Wilhelmine Louise, geboren den 7. April-
Denselben- Ein außerehelicher Sohn von hier, Heinrich, geboren den 2. April.
Denselben Dem Schreiner Johann Georg Beck ein Sohn, Joseph Carl Moritz, geboren den 9. April-
Beerdigt«.
Den 7. Mai. Wilhelmine Gerbode, geb. Fritsch, Ehefrau des pensionittev Hausverwalters Konrad Gerbooe, alt 81 Jabre, starb am 5. Mai.
Am 11. Mai. Andreas Rinn, Oeconom, ein Wittwer, alt 73 Jahre, starb
am 9. Mai.
Allgemeiner Anzeiger.
Kekanntmachuno.
Die auf nächsten SDiontag, Nachmit- lag§ 2 Uhr, im Gasthaus zum Schwanen angekündigte Versteigerung von Mobilien füllt aus.
Die Versteigerung des »chmicdchand» Werkszeugs im Löwen wird abgchaltcn.
Gießen, den 13. Ma! 1882.
Bühner, 3460 Gerichtsvollzieher.
Montag den 15. ds. Mts.,
Vormittags */2U Uhr, sollen im Gasthaus zum Schwanen dahier 2 Pferde, 2 runde Tische, 1 Spiegel öffentlich meistbietend gegen sofortige Zahlung versteigert werden.
Gießen, den 13. Mai 1882.
Bühner, 3461 Großh. Gerichtsvollzieher.
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Evangelische Gemeindevertretung.
Die geehrten Mitglieber ber Gemeinbevertretung labe ich hierburch ergebenst ein zu ber 2. freien Versammlung dieses Jahres, bie am nächsten Dienstag den 16. Mai, Abends 8 Uhr, im Cafe Ebel (H. Balzer) stattfinben soll.
Gegenstand ber Besprechung wird, mit einem einleitenben Vortrag bes Herrn Professor Dr. Harnack, sein: Die Geschichte ber Armen- u. Krankenpflege in ben kirchlichen Orben. Mit Bezug auf bieses Thema wirb noch be- sonbers zu zahlreicher Bethelligung an ber Versaininlung eingelaben.
Gießen, ben 13. Mai 1882.
3443 Dr. Naumann, Pfarrer.
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