erbeten.
— Der Times" wird aus Alexandrien von heute gemeldet: Die ®(£j'
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girten zur Notadeln-Versammlung, welche am Sonntag m Kairo eröffnet wirl
werden'dahin bearbeitet, eine Petition zu unterzeichnen, welche die AbdankM,
aber wiederum der kleine Mann bluten. Man möge die Vorlage ber «Regierung zmück- neben und sich solche Vorlagen für die Zukunft verbitten. Das Volk virzwegel be> reite daran, etwas von der «Regierung ober dem Parlamente zu ei langen man hofft die Lösung dieser Frage nur noch von einer aus dem Volke ,-lbft kommenden B-frci- iingsthat. Das ist die Quittung auf das Soeialisteng fetz Es baub-lt sich jcht für sie nur noch darum, uns zu vernichten mit feder «Waffe. Vom realpolitischen Staub- vunkt kann ich eigentlich dagegen nichts einwenden, ich kann es Jdnen nur üderlasfen, wie weit Sie auf diesem Wege kommen werden Ader Sie muffen dann auch nach ehrlicher Soldatenlogik dem Gegner die Waffen lassen. Mit Moralpredigten verschonen Sie uns. Bei Ihnen hat die Wahl der Waffen gelegen, Sie tragen die Veraniwort- ''ch^Nachdem^och> Mg. Frhr. v. Arnswald (Welse, sich mit wenigen Worten gegen die Vorlage erklärt, wirb die wittere Debatte auf Samstag 11 Uhr vertagt — Schluß 43/4 Uhr.
Telegraphische Depeschen.
Wolff s tclcgr. Eorrefpondenz-Burcan.
Berlin, 12. «Mai. Abends 7 Uhr brach in der Hygieine-Ausstellung bei Moabit eine Feuersbrunst aus, welche, durch starken Wind angesacht, sich rasch weiter verbreitete. Sämmtliche aus Holz conftruirteii Gebäulichkeiten sind einaeäschert. Näheres über den Schaden läßt sich noch nicht ermitteln.
— Die Hygieine-Ausstellung ist vollständig eingeäschert. Sehr viele «Ausstellungs-Gegenstände sind, da die Eröffnung der Ausstellung am Dienstag statt- sinden sollte, verbrannt. Der Schaden ist noch nicht festgeftellt. Auch der Kaiser begab sich zur Brandstätte. . , _ . .
— Die Ursache von dem Ausbruche des Feuers tn der Hygieine-Aus- stellunq ist noch nicht festgestellt. Das Gerücht spricht auch von einer Gas- explosioti. Das Feuer hat auf der Südseite in der Nähe des AusstellungS- RestaurationSlocals begonnen. Die Einschränkung des Feuerherdes fchemt zu glücken. Einzelne Ausstellungs-Pavillons, sowie die Ausstellungsräume dte unter den Stadtbahnbögen sich befinden, sind vom Feuer bis jetzt nicht zerstört. Un- qlücksfälle können noch nicht conftatirt werden. Die Ausstellungsfachen sollen gerettet sein. Die Versicherungsrisiken sind sehr getheilt. Als betheiligt nennt man die Transatlantische (Hamburgs Union, Berlin-Lübecker, «Preußische tn Berlin, Elberfelder, Basler, Thurutgia in Erfurt, Westdeutsche (Essen),
„irr irfl mir iirtbeil darüber nicht erlauben: aber ich habe die Ueberjeugung, - OEtzEWWLLSRM1 "ÄÄ'Ä
ShHdbe Rebnte wieder an die Militärverwaltung abgegeben werden mulse Die Folgen uoucy A y Vhille des Menschen, daß, wenn das Geld da rst, werde auch
EaSÄTÄS-ÄÄ Ä« Ä BranAc chttrete ünb roenn diese Ruhe nicht zu geraumen, bann lieber ein Ende mit nts ein edn-eden ohne Ende. Er trage kein Bedenken zu erklären, daß er we^er^das Monopol wolle, noch an eine höhere Besteuerung des Tabaks überhaupt denke fo lange nicht die jetzige Besteuerung durchgefuhrt werde und genügende Erfahr- un«e"§rf,X"rfi(®ÄpSo verschieden auch die «Ansichten fein mögen, darüber bestehe wohl kaum Meinungsverschiedenheit, daß es nicht zu den Äniieh nlich^. KÄ';„S' »ÄtTÄ I s wÄ b« in die gewerblichen Verhältnisse einschneide. Die Prüfung der Vorlage uieide darauf gerietet fein müssen, ob wirklich Gründe vorliegeii, die es nothwendig nrachcv- h e9mimal>men des Reiches in der beabsichtigten Wege gefrafttg werden. Redner reditfertiat die Forderung der «Regierung mit der Höhe der Matrikularbeitrage und in
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Kutturzweckc und mit der unaufschiebbaren Durchführung der Kolonisation, um die Answaiweruna im Interesse des Reiches nutzbar zu machen. Es bleibe nichto anderes übrig a?§ das System der indirekten Steuern mit aller Energie duichzusuhren, um bie ärmeren Klassen von den direkten Steuern zu entlasten. ™
Abg. C. Mayer (Württemberg) wird als Württemberger gegen da^ Moiiopol stimmen Er wolle der Neichsregierung keine neuen Steuern bewilligen, sondern sie aus^Sparfamkell" und organische Einschränkung verweisen Die Volkspartei verstehe unter Steuerreform nicht ein System, welches die Einzelstaaten tn ein Abhangigkeits v-rbältuiß vom Reiche bringt. Sie verwerfe das System der inbtrecten Steuern einstimmig weil sie die kleinen Leute viel schärfer zu den Lasten heranzieht, als die reichen. Das Monopol vermehre nur den einseitigen Militarstaat.
Aba Srbr v Staufenberg: Er stehe auf dem frühem Standpunkt der liberalen «Partei: keine Mehrbelastung, keine Steuerbewilligung aut Borrath, sondern nur < iür von uns vorher zu bewilligende Zwecke. Die Steuerreform muffe allmahlig und in ruhiger Entwickelimg durchgefuhrt werden, sie müsse sich vollziehen unter ausdruck^ , lieber Wahrung konstitutioneller Rechte. Redner bedauert, daß man bte 2lu>or ttat beS Reichskanzlers mit dem Tabakmonopol allzusehr in Verbinduiiß gebracht habe. Die Erträgnisse des «Monopols.und aus den inbirecten (Steuern feien vom Reichskanzlei mib dessen Freunde für alle möglichen Zwecke in Ampruch genommen, daß das Reich auf eigenen Füßen stehen müsse und auch weitere Einnahmen haben muffe, erkenne er auch an aber das Bedürsniß müsse sorgfältig geprüft werden. Herr von Mayr hat sich berufen gefühlt, unter Hervorhebung des Bedürfnisses der barrerrfdjen KDwmunen auf Uebcrroetfung aus Reichssteuern die Einführung des «OionopL-S zu re4tferilgen. Es sollte dies ein Angriff auf die bayrische «Regierung sein, we che bekanntlich aeaen das Tabak-Monopol gestimmt hat. Die bayrische Regierung Mürbe y mit ihrem Votum in Uebereinftimmung mit den bayrlscheii Dollsvertreterii. Die bayerischen (Sommunen denken n'cht daran, ihre kommunale Freiheit um dos l'«nfenaerid)t eines Reichszuschusses auszugeben. Der Reichstag habe bit Vew lligung ber erböhten Tabaksteuer leinen «Augenblick an das Monopol gedacht, gegen Mfen Einführung man sich im Gegevtheil wiederholt ausgesprochen und sogar in einer Resolution ausdrücklich dagegen sich verwohit habe. Hätte der Reichstag eine «Ahnung davon ge. habt daß das Gesetz von 1879 die Durchführung des Monopols erleichtern sollte, es hätte nicht ein halb Dutzend Stimmen sich für das Gesetz gesunden. Jufosir" begrüße er aber die gegcnöäitige Vorlage mit Freuden, um dadurch eine endliche Entscheidung in diese-, Flage herbeizuführen Ehe der Monopolgedanke nicht gründlich befeitigi ist, änn die Tabakindustrie nicht zur Ruhe kommen, fei auch eine «Regelung der Tabaksteuer nicht möglich. Redner tadelt das Gebühren der Straßburger Tabakmanusactui, das bie größte Erbitterung innerhalb ber Interessentenkreise mrursacht habe. Diesen werde in dem Verhalten der osficiösen Presse gegenüber den Tabaks,nte^ weitere «Nahrung gegeben. Aus die Ertragsberechnungen naher eingehend, fuhrt Redner des Weiteren aus, daß derartige Berechnungen erfahrungsmaßig sehr unzuverlässig, find' Daß ein Fehler in denselben enthalten, sei unzweifelhaft, wenn er auch nicht tn der Lage sei, den Punkt genau zu bezeichnen, wo sich dieser Fehler befindet.
Ein erhebliches Moment gegen das Monopol findet Redner in der Abhängigkeit zahlreicher Personen von der Neichsregierung Ein Volk, das in seiner s> oben Majorität von der jeweiligen Regierung abhängig >st, sei gar nicht sahig, ^"e con t tutionell Verfassung zu haben. (Sehr richtig!) Mag die Regierung auch eme solche Absicht rocht haben, jedensalls sei die Vermuthung nicht ausgeschlossen, daß die Mgnrung( der Versuchung unterliegen werde. Der Hauptgrund gegen das Monopol besteh, aber m der schon oft betonten Störung des Erwerbslebens der deutschen Nation Die Böigen dieser Störung ließen sich gar nicht übersehen. Eine verfehlte Tabakssteuer lasse sich wieder rückgängig machen, aber wenn die Sache mit dem Monopol nicht geht, und diese Möglichkeit ist vorhanden, dann sei dieser Schritt nicht mehr zurückzumhmeii. Auch tbeile er bie Ansicht, baß wir uns mit dem Monopol dem sozialen Staate nähern; man legt bam t die Axt an die Stabilität unserer wirthschastlichen Verhältnisse. Er d ttet um Ablehnung der Vorlage. , , ,
Staatssecretär Scholz wendet sich gegen die Ausführungen des Vorredners, d e «Renieruna fei bei ihrer Steuerreform sowohl planmäßig, als tonflituttoneU vor- a aanaen und was bie Verwendungszwecke ber Monopoleiträgniffe anlangt, so haben bieB Absichten baiüber niemals geschwankt. Der Oebaute, daß sie vorzugsweise den ärmeren Volkskassen ,u gute kommen solle, sei niemals verleugnet worden. Die Re- aieruna fteüe ben Reichstag vor bie Ausgabe, entweder das Monopol zu bewilligen oder positive Vorschläge zu machen, die die Zwecke der Regierung zu förbern geeignet erscheinen. Sollte der Reichstag aus keinen der beiden Punkte eingehen so müße die «Regierung bie Verantwortung dafür ablehnen, daß die Grund- und Gebäude,teuer auch noch ferner für ben Staat erhoben wirb, baß bei der Klaffensteuer keine Erleichterung eintri t daß die Eommunallasten in ihrer jeg.gen Hohe bestehen bleibe. Die Reg--rrmg 1-bne bie Verantwortlichkeit für bie Foitbauer derartiger Verhältnisse ab.
6 «ba Vollmar (Socialdemokrati ei klärt sich Namens seiner Fraction gegen bas Monopol, obgleich diese eigentlich ein Faible für dasselbe haben sollte, weil das- i.ihe dem soctalisirschen Grundsätze sehr nahe komme. Er frage sedoch, wo bie Uimer- etzl chk^ des E'genthums bleibe? Wenn Sie das E'genthunsi foweik es m der Im buftrie dasiit, für antaftbar erklären, fo werden daraus sicher in Bezug auf die Unverletzlichkeit des Eigentbums weitere Confequenzen gezogen werden, Confeguenzen, die am Bundesratbstisch nichts weniger als angenehm sein werden. Sie kommen Mit dieser destructiven Tendenz ganz entschieden aus dt« fchiese Flache, die zu uns sü) . Redner erklärt sich aus politischen und aus ökonomischen Gründen gegen das Tabak- monovol Es handle sich lediglich um d e Schaffung einer gewaltigen Geldquelle für den (Staat die doch wieder allein unserer Militärverwaltung zu Gute kommen werde. Wenn man den socialen Staat seststellen wolle, dann müsse man zunächst beim Grundbesitz anfangen, nicht bei einer Industrie, die zahlreiche Arbeiter beschäftigt. Hier solle
Schlesische.^^ „granfj. Z^ung" bringt nachstehendes Privat-Telegramm: Heute Nachmittag gegen 7 Uhr entstand in der Hygieine-Ausstellung Feuer, welches sich bei dem herrschenden starken «Winde zu einer fchonung^ los verheerenden Feuersbrunst vergrößerte. Obwohl die Feuerwehr pünmich am Platze erschien, war der große Holzthurm uub das Hauptgebäude schor um halb 8 Uhr eingeäschert, eine halbe Stunde später auch die Pavillons und überhaupt die gesammte Ausstellung vom Erdboden verschwunden. Du Feuerwehr schützt nur noch die umliegenden großen Gebäude. «Auf den erster Feuerlärm, wahrscheinlich in Folge der schwarzen, dicken Rauchwolken, entstand in der ganzen Stadt eine für Berlin außergewöhnliche «Ausregung. Vor allen Stadttheilen eilte man auf den Ruf: „Feuer in der Ausstellung!" nach dem Schauplatze, welcher bald von unaufhaltsam drängenden «Menschenhauser ilmsäumt war. Je größere Fortschritte das Feuer machte, desto starker war bei- Andrang. Höchste Offiziere, Staatsbeamte neben Arbeitern, Damen neben , Dienstmädchen, Kinder neben Frauett; alles lief durcheinander, wenn der «Wind Fiinlen, Ranch und Flammenstückc ihnen entgegentrteb, die wilde Bewegung konnte durch das Zurückdrängen durch die Polizisten nicht gehemmt werden. Um 8 Uhr kam der Kaifer in offenem Wagen und bestand auf einer Besichtigung in nächster Nähe. Von der nahen Siegessäiüe aus bo! der Brand und die unabsehbare «Menschenmasse ein schauriges Bild. Mw 1 sah Flammenstücke weit über den Thiergarten hinweg bis auf die Dächer unter den Linden fliegen. Vom Telegraphenamt auf dem Lehrter Bahnhof depeschirten ruinirte «Aussteller händeringend die Unglücksbotschaft. Das Feuer «st vielleicht durch die «Rühe der Eisenbahn, nach anderer Version tut W. Bauer auf dem Ausstellungsplatz entstanden. Die Ausstellungsgegenstäniie waren zum großeu Theile bereits eingeräumt.)
__ Ein uns soeben zugegangenes Privat-Telegramm von heute Morgen J Uhr 15 Miu. meldet weiter: Die meisten dieffeits der Stadtbahu befindlichen Gebäulichkeitm der Hygieine-Ausstellung sind durch das gestrige Feuer vernichtet, sogar mehrere m der Nähe der Ausstellung stehende Eisenbahnwagen der Lehrter Bahn sind wf den Geleisen verbrannt. Die Feuerwehr konnte den Feuerherd erst gegen 10 Uhr theilweise verlassen. Das Feuer brach in einer am Eingang des RestaurattoO- qebäudes befindlichen Arbeitsstube aus bisher nicht ermittelte Weise aus. Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Von der Feuerwehr wurde em Kind überfahren. Der Schaden ist unberechenbar; bezüglich der verbrannten Modelle und Pläne ganz unersetzlich. Von den Ausstellungs-Gegenstanden ,o!lm drei Fünftel verbrannt sein. Der Versicherungswerth der verbrannten Gegem stände beträgt zwischen 2 bis 3 «Mill. Jt. „ ,
Karlsruhe, 12. Mai. Der Großherzog ist, von der Frau Großher zogiu begleitet, heute Nachmittag 2% Uhr hierher -urückgckehrt. Der Groß Herzog wurde aus dem Bahnhose von den «vtitgliedern des Großh Hauses uni den Spitzen der Behörden empfangen und begab sich von da in offenem Wagik nach dem Residenzschloß, aus Dem ganzen Wege von dichtgedrängten MenfchiNi ttÄ- M*W * 'M-
1 mit den bezüglich Egyptens zn fastenden Entschließungen. Nach der SchmL i conferirte Lo?d Lyons mit dem ConseisiPra,identen Freyemet Geruchttrh ! verlautet, daß englische und französische Kriegsschiffe unverzüglich vi bie e» ’ tischen Gewässer abgehen würden. Aus Konstantinopel eingelaufene
' bestätigen die Gerüchte von einer militärischen Intervention Seitens der Tu e nicht; wahrscheinlich aber werde die Pforte an emem moralischen Druck auf bi egyptische Ministerium sich betheiligen. Lau Meldung aus Karro wird bi Notabelnkammer daselbst morgen zusammentreten.
London 12 «Mai Unweit Ballina ist gestern Abend au, einen Pachte Namens Barret geschossen worden, als derselbe in seine Wohnung emtrat. M Verwundungen sind tödtliche. Barrett hatte em Pachtgut übernommen b* früherer Inhaber exmittirt worden war — Partiell hat in Folge ihm zu gangener zahlreicher Drohbriefe in London einen besonderen poltzellichen Lchu


