Ausgabe 
12.3.1882 Zweites Blatt
 
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Heft en das Gas ab, setzten die Tauben in Freiheit, zogen ihre Kolkjacken an und ließen sich auf die See hinunter; ihre Stellung, mit den Beinen 'M Was,er und einen hm und her schwankenden schweren Ballon über sich, war natürlich nicht beneidenswerth. Der CapttLn des Postdampfers schien ihren Wunsch von ihm ausgenommen zu werden, er ft spät zu bemerken; dann aber überholte er sie und rief ihnen zu:Wünschen Sie Hülse?" Simmons antwortete:Lassen sie ihr Boot nieder und fischen Sie uns aus! Dies geschah. Jetzt entstanden neue Schwierigkeiten; Simmons surchttte, mit seinem Nachen m die Nähe her Schaufelräder zu kommen; dann wurde der Ballon langsam aufs Deck geschafft, konnte aber nicht seines Gases entleert werden, weil der Strick zum Ventil verloren gegangen. Da aber die Gefahr der Erstickung sur die Passagiere in Folge des langsam ausströmenden Gases sehr groß war, so entschloß sich Simmons aus Drängen des Cap täns, den Ballon an Zwei Stellen einzuschneiden und dadurch den Entleerungsproeeß zu beschleunigen, Im Ganzen verlor der Postdampfer 27 Minuten durch die Luftschiffer, die vermuthlich für einige Zeit von ihrer Liebhaberei geheilt sind,

_ Aus Anlaß der neuen Zölle in Oesterreich läßtKikeriki" zwei Eheleute folgendes Gespräch führen: - Die Gattin i Warum so kalt, Eduard? Warum gibst Du mir keinen Kuß? - Der Gatte: Trau' mich nicht: Du konntest bei der heutigen Zeit leicht als Genußmittel besteuert werden,

- [Sein Hausknecht mehr s Der Besitzer des Gasthauseszum König David" in der Wiener Leopoldstadt hat eine Erfindung gemacht, auf welche er zwar kem Patent genommen bat, die aber doch zu den heitersten Errungenschaften des neunzehnten Jahre Hunderts gehört. Die Elfindung bezweckt nichts Geringeres als die Thatigkeit von Hausknechten bei gewissen Actionen entbehrlich zu machen, wie dies anläßlich einet Ge­richtsverhandlung zu Tage kam. Der Schneidermeister Schmied hat gegen Krippncr eine Ehrenbeleidigungsklage beim Bezirksgericht Leopo dstadt überreicht und in derselben erzählt, er habe fast täglich da? Gasthauszum Koni» David besucht; eines Abends sei er in einen Streit mit seinen Tischgenossen verwickelt worden, und ehe er sich 8 recht versah sei er von Herrn Krippner gewaltsam zur Thür hinausgeworsen worden. Der Geklagte gab hierüber folgende Aufklärung:Ich gehe mit meinen Gästen nicht um höflich um; ab und zu muß ich wohl einen Excedeinen zum Verlassen meines Locale? nöthigen, aber zu diesem Behuse habe ich mir Visitenkarten drucken lassen, von denen ich ein Exemplar hiermit überreiche. Aus dieser Karte steht:Mein Herr! S e werden höflichst ersucht, dieses Local sosort und ohne Aussehen zu verlassen," Eine solche Karte

legte ich Herrn Schmied auf seinen Platz, er hat aber den Inhalt derselben nicht be­herzigt, und so war ich denn genötbigt, ihn höflichst unter den Arm zu nehmen und zur T^ür zu geleiten. Da Herr K-ippner seine Angaben durch Zeugen erweisen konnte, wurde er sreigesprochen.

Nach übereinstimmenden Urtheilen und Gutachten mehrerer medicimschen Fach­zeitschriften und vieler praktischen Äcrzte haben sich die von Apotheker Rich, Brandt dargcstellten Schweizerpillen, in Folge der umfassendsten damit angestellteri Ber- siiche als eines der zuverlässigsten Heilmittel bei Verdauungsstörungen und bereit Folgekrankheiteir, wie: Verstopfung, Blähungen, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Blut­andrang, Herzklopfen, Leber - und Gallenleiden, Hämorrhoiden, Blutarmuth (Bleich­sucht) 2C. äufs glänzendste bewährt; sie haben ferner auch den großen Vortherl vor vielen anderen ähnlichen Mitteln voraus, daß sie milde wirken, die kranken Organe nicht erschlaffen, sondern stärken und absolut unschädlich sind. Der billige Preis ermöglicht auch dem weniger Bemittelten den Ankauf diese? wahrhaften VolksmittetS, Die achten Schweizerpillen sind in Blechdosen, 50 Pillen für 1 X, und kleinen Ber- suchsschachteln, 15 Pillen für 35 A, welche als Etiquette das weiße Schwelzerkreuz mit dem Namenszug Rich, Brandt im rothen Felde tragen verpackt in,den belannten Apotheken vorräthig, woselbst auch die ausführlichen Prospekte mit den ärztlichen Auf­sätzen ober Besprechungen gratis erhältlich sind. »34

Das Lridcu der Zeit.

Die Ursache fast aller modernen Krankheiten heißt Blutarmuth und verdorbene Säfte, daher die meisten chronischen und erblichen Leiden, wie Gicht und Rheumatis­mus, Scropheln, Hämorrhoiden, Tnberculose, Flechten und Hautkrankheiten, daher die immer mehr überhandnehmende Bleichsucht, die das Familienleben zerrüttenden Schwache- zustände und sexuelles Unvermögen, , .. J.

Entschiedene Besserung und dauernde Hülse ist nur möglich durch gründliche Neugestaltung des Blutes, Man nehme das energischste aller blutreinigenden und nervestärkenden Mittel, Dr, Liebaut's Regenerator, welcher nebst ausführlicher Bro­schüre über die auf 40jährige Erfahrung gestützte Regenerationsknr in Frankfurt a. M. in der Adler-Apotheke erhältlich und aus briefliche Bestellung prompt versand t wird.

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Beim Brennholz ist der Anfang am Nonnenrötherweg, beim Bau- und Werkholz am Stockweier.

Langsdorf, den 8. März 1882.

Großh. Bürgermeisterei Langsdorf. 1709 Köhler.

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Zintinerarbeit, veranschlagt zu Dachdeckerarbeit, veranschl. zu Spenglerarbeit, veranschlagt zu Schreinerarbeit, veranschl, zu Glaserarbeit, veranschlagt zu Schmiedearbeit, veranschl, zu Schlosserarbeit, veranschl, zu Weißbinderarbeit, veranschl. zu Graben eines Brunnens, ver-

Holzverfteigerung.

Donnerstag den 16. März.

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Uffenheim, den 7, März 1882. Gräflich Solms-Rödelheim'sche Rent-

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Der im diesjährigen Kalender auf Dienstag nach Ostern angesetzte Markt ist auf Dienstag vor Ostern verlegt worden.

Butzbach, den 8. März 1882.

Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach.

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Donnerstag» den 16. d. Mts.» Nachmittags 2 Uhr an den Unterzeichneten in dessen Wohnung, Schmittermuhle bet Rodheun a Bieber franco abliefern, woselbst die Eröffnung derselben um die vorge­nannte Stunde stattfinden wird.

Schmittermühle, den 9. Marz 1882. 1712 Heinrich Christ.

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Gießen, den 8. März G82.

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