Ausgabe 
11.5.1882 Erstes Blatt
 
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Wolsskehl und Brücke bei Mainz betreffend.

die Orlsvorstiinde in richtiger Erkenntniß ihrer Pflichten sich der Schule mit Nachdruck annebmen wo nicht aus Parteitendenzen entsprungene Hetzereien ihrer segensreichen Entfaltung bindernd in den Weg treten, ein durchweg besriediqender, ,a es sind neben einer ansehnlichen Anzahl ron guten auch nicht wenige von ausgezeichneten Leistungen ru verzeichnen. Und wenn dies nach einer so kurzen Reihe von Zahrcu schon eintreten konnte so ist gewiß allerGruns zu der sicheren Hoffnung vorhanden, daß bei längerem Bestände, unter dem allmähligen Verschwinden der anfänglichen Hemmnisse und bei bem warmen Interesse, ba* bit Kreisschulcommissionen ihr widmen, bei bei steigenben Tbetlnahme, welche naturgemäß die Gemeinden ihren besseren Leistungen zuwenden, die Fortbildungsschule zu immer reicherer Entfaltung ihres Segens erblühen weide. Es hieße aber sie m ihrer Entwickelung auf das Schwerste schädigen, es hieße den seit­herigen günstigen Erfahrungen direkt zuwider handeln, wenn man sie ihrer obligatorischen Eigenschaft enikletden wollte" m .

' Der Ausschuß findet >n diesen Aussuhrungen nur eine Betätigung seiner au, eigenen und sremden Erfahrungen sich gründenden Auffassungen der vorliegenden Frage und beantragt, den Antrag der Abgg. Frank und Genossen abzulehnen und die oben genannten Vorstellungen für erledigt zu erklären.

m. Darmstadt, 9. Mai. Die zweite Kammer der Stande trat heute zu einer aller Voraussicht nach nur kurzen Session zusammen. Nachdem die Kammer auf Auf­forderung des Präsidenten Kugler das Andenken des verstorbenen Abgeordneten Ströbel durch Erheben von den Sitzen geehrt, wird sofort in die Berathung der Recommunication der ersten Kammer bezüglich des Staatsbudgets emgetrelcn. Die vor Kurz m detaillirt mitgetheilten Anträge des Ausschusses, meist auf Beharren bet den früheren Beschlüssen gerichtet, werden saft durchweg und gioßt-Mh-ils ohne Debatte angenommen. Eine Ausnahme hiervon macht bie Position im Eial des Mi­nisteriums des Innern und der Justiz, wonach ein weiterer ärztlicher Rach im Haupt­amt bei der Ablheilung für Medicinalwesen angestellt werden soll. Die Forderung wird heute nach wiederholter warmer Bcsürwortung des Herrn Ministerialrath Weber bewilligt. Bei dem TitelLanb esun iv ersit ät", wo bie Kammer dem Anträge des Ausschusses gemäß fast allen Bischlüssen des andern Hauses beitritt, erklärt Stoats- minister Freiherr von Starck, Exeellenz, daß die Gr. Regierung für den Fall der Erledigung der zu bezeichnenden Stellen an der Lanbesunioersität beren Wieberbesetzung nicht beabsichtige. Es seien bies die Professur für Kunstwissenschaft unb bas bamit zusammenhängende Institut für Kunstwissenschast, die Professur für chemische Techno­logie und bas bamit zrffammenhängenbe technologische Kabmet, bie Stelle bes Unwer- sitätsstallmeisters unb bas bamit zusammenhängende Reitinstitut und die Stelle des Univcrsiläts-Fecht- und Tanzlehrers Bei dem solgenden KapitelTechnische Hoch­schule", wo die Majorität des Ausschusses bekanntlich Beharren auf dem Ersuchen beantragt, bei foitbauernber geringer Frequenz die Anstalt mit Ende der Finanzperiode 1882/85 auszuheberi, erklärt der Herr Staatsminister, daß die R-gierung im Falle einer Erledigung der zu nennenden Professuren und LehrersteUen nicht beabsichtige, dieselben wieder zu besetzen. Es seien dies die Professor für Literatur die Professur für neuere Sprachen und die Stelle des Lehre-s für die Elemente des Freihandzeichnens. Außer­dem erkläre die Regierung sich bereit, mit den Städten Darmstadt und Gießen ms Benehmen zu treten unb sich zu bemühen, beide Staate zu weiteren Zuschüssen einerseits für die technische Hochschule, anderersetts für d e Landesuntversilät bis etwa zum Betrag von je 10,000 M zu veranlassen. Nach längerer Debatte laßt die Sammer schließlich, wie bereits telegraphisch gemeldet, das Ersuchen wegen Aushebung der technischen Hoch­schule mit 26 gegen 20 Stimmen fallen. Bei dem KapitelGymnasien" beharrt bie Kammer nach langer Debatte auf ihrem ablehnenden Beschluß bezüglich der Vor­schulen, bei dem KapitelRealschulen" bei ihrer früheren Beschränkung bezüglich baldiger Regulirung der Beitragspflicht der Städte. Für den Turnunterricht, speciell für die Abhaltung von Tumlehrercursen wird di- frühere beschränkte Bewilligung auf­recht erhalten Wegen vorgerückter Tageszeit wird bie weitere Berathung auf morgen vertagt. Aus Anfrage des Abg. Schroeber erklärt Staatsminister Freiherr von Starck, Exeellenz, baß er bereit sei, bie Interpellation wegen des Erlasses eines Wasserrechtsgesetzes. sowie eine Reihe anderer Interpellationen zu beantworten und daß ein diesbezügliches Schreiben noch heute an den Präsidenten gelangen werde Schließlich verkündigt Präsident Kugler den Eingang einer Interpellation der Abgg. ---- ' ' ' Metz, die Vergebung der Arbeiten zur Erbauung bet stehenden

an die Firma Holtzmann und Comp. in Frankfurt aus der Hand

England.

London, 8. Mai. Mehrere Personen haben den Angriff auf Cavendish und Bourke gesehen, darunter sogar der Vicekönig. Dieselben glaubten aber, es sei eine bloße Prügelei roher Gesellen. Eine annähernde Beschreibung des Wagens, der Pferde und der Personen der Mörder ist vorhanden. Letztere scheinen amerikanische Fenier zu sein, die schon während des Einzuges des Vicc- königs ausgefallen sind. Anfangs herrschte die Ansicht, daß Bourke das Haupt- opser sei und Cavendish nur, mell er diesen begleitet, ermordet worden sei. Dagegen spricht, daß während des Einzuges Cavendish von einem verdächtig aussehenden Individuum nach seinem Namen gefragt worden ist. Das Entsetzen ist auch in Irland groß. Forster hat der Regierung seine provisorische Dienst­leistung angeboten, welche wahrscheinlich angenommen wird. Die Opposition hat einstweilen ihren Antrag in Bezug auf die irische Politik zurückgezogen. Beide Häuser des Parlaments haben heute ihre Sitzungen suspendjrt als Trauer­ausdruck. Die Mehrheit der Presse verlangt entschiedene Maßregeln gegen die irische Gesetzlosigkeit als einzige Sühne der fehlerhaften Politik. (Fr. Ztg.)

Telegraphische Depeschen.

Wolff's telegr. Eorrespondenz-Bureau.

Berlin, 9. Mai. (Reichstag.) Erste Lesung der Zolltarifnovelle. Schmidt empfiehlt die von ihm beantragte Abänderung der Tarifiiummer über hartes Kamm­garn. Barth befürwortet bie Aufhebung des Schmalzzolles. Bundesbevoll- niiichtigter Burcharb sagt etngehenbe Prüsung des Antrags Schmidt zu unb bittet, ben Antrag Barth abzulehnen. v. Webell-Malchow, Stefani, Frege unb Wöllwarth erklären sich für die Vorlage, Bamberger erblickt in bcrfelben ein Zugeständnis; der Regierung, daß nicht das Ausland den Zoll trage. Reichens­perger unb Brau n erörtern Zollcuriosa, letzterer und Sandtmaiin bekämpfen außerdem den Honigzoll. Stengel befürwortet den Antrag Barth. Das Haus be­schließt zweite Lesung im Plenum, morgen 1. Berathung der Mviwpolvorlage.

Potsdam, 9. Mai. Nach dem heute veröffentlichten Bulletin ist das Befinden Ihrer Königl. Hoheit der Prinzessin Wilhelm und des neugeborenen Prinzen andauernd befriedigend.

Karlsruhe. 9. Mai. Dem Vernehmen nach wird sich der Großhcrzog Mitte dieses Monats nach Badenweiler begeben und von dort gegen Ende des Monats nach Schloß Mainau übersiedeln.

Wien, 9. Mai. Der Gememderath genehmigte einstimmig einen An­trag auf Votirung eines später zu bestimmenden Betrages zur Unterstützung israelitischer Flüchtlinge aus Rußland behufs Weiterbeförderung derselben nnd überwies den Antrag an die Finanzsection zu möglichst baldiger Erledigung.

Osficiell. Feldmarschall-Lieutenant Dahlen meldet unterm 8. ds.: Auf wiederholte Nachrichten von dem neuerlichen Auftreten starker Banden Auf­ständischer in der Gegend von Umoljane-Rakitnica, auf der Rodopolje Planina, nordwestlich von Konjica, ferner im Crnarjeka-Thale bei Jabuka auf der Grebak und Korsen Planina, bei Mokro und Jelec, wurde eine zeitweise Besetzung und Durchstreifung dieser Gegenden angeordnet. Hierdurch wurde constatirt, daß die Nachrichten über die Stärke der Banden sehr übertrieben waren. Die Bevöl­kerung scheint solche Gerüchte absichtlich zu verbreiten, um desto gewisser militä­

rischen Schutz zu erhalten. Das Stcuions-Commando in Konjica meldet: Am 3. ds. fand ein Zusammenstoß des Streif-Commandos mit etwa 20 Insur­genten bei Cuhovics statt. Die Insurgenten verloren 2 Todte. Der Anführer derselben, Magazinovic, würbe gefangen genommen. Bei Mokro stieß am 4. ds. eine Patrouille auf 20 Bewaffnete, wobei ein Schwerverwundeter gefan­gen genommen wurde. Am 4. ds. vertrieb ferner ein Streif-Cornmando bei Orasje-Dzendovaluka eine Bande von 50 Mann nach längerem Gefechte, wobei die Jnsurgeillcn 10 Todte und Verwundete verloren. Unter dem 6. ds. wurde das Erscheinen einee Räuberbande bei Han Mitjenow zwischen Gorzda und Cajnica gemeldet. Die dorthin entsendete Abihcilung sand die vestünimelte Leiche des Bezirkskanzlisten Baumann und die Leiche des Kadis v n Cajnica.

London, 9. Mai. Der Parlamentssecretär der Admiralität, Treve- lyan, ist zum Staatssecretär für Irland ohne Sitz im Cabinet ernannt wor­den. Die Königin traf heute hier ein, um mit dem Premier Gladstone zu conferiren.

Unterhaus. Der Secretär des Schatzamtes, Lord Grosvenor, theille mit, daß Trevelpan den Posten des Staatssecretärs für Irland angenom­men habe.

Dublin, 9. Mai. Gestern Abend wurde eilt Mann, Namens Charles Moore, als der Betheiligung an der Ermordung Lord Cavendish's und Bourkes verdächtig, in Maynooth, unweit Dublin, verhaftet. Derselbe wird behufs Jdentificirung seiner Persönlichkeit heute hierher gebracht werden, seine Erschei- nnng stimmt mit den Angaben des Signalements über einen der Mörder über­ein. Der Verdächtige gab an, er sei erst am Freitag aus Amerika zurückgekehrt.

New-Nvrk, 9. Mai. Die Succursalen der irischen Landltga in Boston und San Francisco haben je 5000 Dollars Belohnung auf die Eni- deckung der Mörder Cavendish's und Bourke's ausgesetzt.

Lokales.

Vermischtes.

der Veikebrswegc aditten. __ . , .

Ein Duell mit nicht töbtlichen Waffen (beispielsweise sogen, ftubenw Mensuren unter ben üblichen, jede Lebensgefahr ausschließenden Schutzmitteln) ist, nil einem Urtheil bes Reichsgerichts, HL Stiassenats, vom 22. Februar d. I, kein ZM kampf im Sinne bes Strafgesetzbuchs. Eine Verwunbung ober gar Tobtung bei dir artigen uneigenilichen Duellen ist als Körperverletzung ober Tobtung aus den barw im Strafgesetzbuch enthaltenden allgemeinen Vorschriften zu bestrafen.

Gieße«, 10. Mai. Gutem Vernehmen nach hat sich dieser Tage Hierselbst ein Verein, ber ,Düns berg-Verein" neu conftituirt, welcher cS sich zur Slufgaie gemacht hat, unfeien benachbarten Birgriesen dem Publikum und Touristen zugänglichir zu machen unb ba§ Interesse für bufen herrlichen Aussichtspunkt mehr anjuregen. Damit das großartige Panoiama, welches man vom Dünsoerge aus genießt, noch mehr ausgenutzt werden kann, strebt derDünsberg-Verein" in erster Linie bch«, einen Auss ichtsthurm auf der Höhe zu errichten. Plan und Voranschlag liegen bereits vor und hofft der Verein, baß burch Unterstützung von Ratursremidm unb eventuell anderen Vereinen die Mittel zusammengebracht werben, das Projett ju verwirklichen. Um dem Publikum Gelegenheit zu bitten, sich von dem schonen Aus­flugs- resp. Aussichtspunkt zu überzeugen, beabsichtigt berDünsbei g-Veretn" dieser Tage an sämmtliche hiesige Vereine eine Einladung ergehen zu lassen, sich en einem am Sonntag ben 21. Mat staltfindenben Ausflug nach dem Dünsbeig zu beteiligen. Oben ist jebenfaUS Gelegenheit geboten, einen frischen Trunk, welcher vorher gebraut war, zu genießen. Für eine etwas compaftere Labung wirb wohl am besten durch Mitnahme eines Vesperbrobes gesorgt werden- Damit das Ohr nidjt leer ausgehe, können wir heute schon verrathen, daß einer ber beliebtesten Äesliiiz- Vereine einige hübsche Lieder vortragen wirb. Gesellen sich zu Gießens Touristen noch! einige solche aus ben Nachbarstädtchen unb -Orten, so dürste e.n kleines Volksfest auf. dem Düi.sderg gefeiert werben, wie solches der große Bursche noch nicht erlebt bat. Wir begrüßen den neuen Verein unb wünschen, daß seine Hoffnungen sich verwirklichNi und dadurch unsere Stadt einen weiteren schönen Punkt in Ieinem Panoiama zu Diri zeichnen hat. Die Königl. Preußische Regierung resp. bie Herren Beamten, fprcttfl Herr Oberförster Baumann zu Strupbach, welchem ber iffialb unterbeut ist, bringen bem Pufferte das lebhast-ste und regste Interesse entgegen. Ihnen sei einstweilen der Dank hierfür mit ber Bitte ausgespiochen, bem Vereine auch ferner ihr Wohlwollen entgegenzubringen.

sSterblichkeit in Gießen j In Gießen ereigneten sich während ber Lohe vom 30. April bis 6. Mat im Ganzen 7 Tod ssälle, davon 3 bei K-ndern, 4 bei ir- wachsenen Personen. Von diesen letzteren starben 2 an Altersschwäche, 1 an LrtiM- schwindsucht und eine machte ihrem Leben dmch Erhängen ein (Silbe. Unter ür 3 g storbenen Kindern befanb sich ems noch m ersten Lebensjahre; es erlag Krämojtti, währ-i d von den besinn anbern eins an Diphtherie, eins an Scharlach starb. G.

G-stern jllunb geg.n 9 Uhr mußt- cm Schutzmann aut der Wieseckbrücke in der Frankfurterstraße zwisch n einem Student (nicht Corps-) und einem Realschüler dm Friedensrichter fprlen. Kostenverze-chniß kommt nach.

Heute Nacht um 3/r Uhr machten sich ein hiesiger Restaurateur mi em Student (nicht Corps-) bas Vergnügen, einen zweirädrigen Karren vom Neuenwt« in die Wieseck am Lubwigsplatz zu fahren.__

Mainz, 8. Mai. Die Bauzeit ber festen Rheinbiücke ist zwischen ber Grohh Regierung und den vereinigten Firmen PH. Holzmann u. Co. unb Gebr. Benckiser w 3 Jahre lestgesetzt worden.

Offenbach, 7. Mai. Die langwierigen Verhandlungen, welche zwischen Htm Ernst Donner und den Behotden wegen Uebernahme der Localbahn unb Weiterfühw« ber Linie bis zum Bockenheimer Thor in Frankfurt geführt wmbin, finb jetzt schlich lich gescheitelt, ba bie Königl. preußische Regierung den Dampfbetrieb IM Innern st Stadt Frankim t nicht gestattet hat und ohne diese Concession Herr Donner auf tu Unternehmen Verzicht leistet Für Offenbach, dessen beständig steigender Verkehr In Bedürfniß öfterer und zweckmäßig rer Verbindung mit Frankfurt immer bringest empfinben läßt, würden wir diese Sachlage bedauern müssen, wenn wir nicht zu unjitk Freude vernommen hätten, daß seit ein gen Tagen Vermessungsarbeiien auf der Stich Offenbach-Oberrad-Sachsenhaufen gemacht werden unb bei ben Behörden bie M theilung eingelaufen ist, daß Herr G. R. A. ißeimann die Concession für ben Ä» uno Betrieb einer Straßendampf bahn vom Offenbacher Marktplatz burch Oberrab iil zur alten Brücke in Sachsenhausen nachsuchen werde und zu diesem Zwecke bereits st ilnfethgung ber Baupläne in Bestellung gegeben habe. So wenig rentirlich mir st Jbee bes Herrn Donner hielten, bem viel zu große Opfer für Pacht u- s. w. auferlig waren, so glücklich halten wir ben Gedanken dieses muen Pro;ectes, welches außer bin Offenbarer Verkehr auch ben Obenädei Verkehr, ber bekanntlich nach Frankfurt sch bebrütend ist, in feine Interessen einzieht und wünschen dem Unternehmer in gleiche- Weise zu seinem Interesse wie im Interesse von Offenbach, Oberrab unb graton welche buich diese Förderung des Verkehrs nur gewinnen können, baß ihm die ton cession für fern Unternehmen ohne zu große Schwierigkeiten ertheilt werden m-p Wir werben, sobald wir Nahens über diese Sache erfahren, darüber Mitt', berichten 21 1

Seligenstadt, 2. Mai. Gestern haben zum ersten Male die regelmäßige Züge der neuen Bahnstrecke Hanau-Babenhausen unser Städtchen berührt; am Ädiir vorher sahen ro t zum letzten Male die alten Postwagen in unseren Gassen. lei Schwager blies, so gut unb schlecht er konnte, wehmüthige Abschedslieder, unb be alte Wagen, ber schon so manchem Reifenden Seufzer ausgepreßt hatte war M Kränzen geschmückt. So ist denn wieder ein Stück der alten Culturgeschichte begrabm Die Bewohner unserer Stabt frohlocken natürlich, weil sie in ber Eisenbahn bie Bm» schaff einer besseren Zukunft erblicken. Wer möchte ihnen nicht bie Erfüllung ihm Erwartungen gönnen, denn wehr w e irgend eine Stadt in unserem Lande hat Seligtii stadt in diesem Jahrhundert durch Aushebung der reichen Abtei unb durch bie AenderMi