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derselbe den Zug eingeholt, wieder aufnehmen.
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Kassel, 4- April. Ein Zug der Main-Weser-Bahn verlor unterwegs einen Schaffner. Derselbe thot beim (Soupieren der Billets einen Fehltritt und stürzte auf die Böschung. Glücklicherwe se bat er sich nicht verletzt und da sein Sturz bemerkt wurde, konnte der Zug zum Stehen gebracht werden und den Schaffner, nachdem
seine Eltern verweigerten ihre Zustimmung. Um nun den jung-n Mann auf andere Gedanken zu bringen, reifte seine Lieblingsschwester zu ihm und schlug ihm vor, eine Zeit lang mit i ach Hause zu gehen. Der Unglückliche stimmte zu und reifte mit ab. In der Nähe von Bensheim aber brach plö'.stich der Wahnsinn bet ihm aus, er drang auf seine Schwester ein, die laut um Hilfe rief, zerschlug die Sche ben des Waggons, zerschnitt sich die Hände und überströmte das Coiipö, dann den Perron und das Bureau des Vorstehers mit seinem Blute. Nachdem ärztliche Hilfe erschienen war, beschloß man, den Unglücklichen in die nahe Irrenanstalt zu Heppenheim zu bringen. Hier machte man aber, im Hinblick auf die strengen gesetzlichen Dorsch- ften und da das kreisamtliche Zeugniß fehlte, der Aufnahme anfangs erhebliche Schw erigkelten, zuletzt gestattete man sie provisorisch. Die Schwester des Unglücklichen reifte mit dem nächsten Zuge zurück, um den Eltern die traurige Nachricht zu bringen und Weiteres anzuordnen.
— Ein in den Annalen der Justiz wohl einzig dastehender Fall ist der, daß Geschworene über einen Staatsanwalt sich beschweren. Ein solcher Fall ist in Aurich vorgekommen. Geschworene haben über den Staatsanwalt Neumann Beschwerde beim Justizminister erhoben. Neumann hat in der öffentlichen Schwurgeiichissitzung vom 9. März den Spruch der Geschworenen bezüglich einer Frage nach mildernden Umständen ein „Monstrum" genannt und, wie die „Emdener Ztg." meldet, diesen Ausdruck trotz der Bemerkung des Präsidenten, er nehme an, daß er die Aeußerung im Eifer gesprochen habe, aufrecht erhalten.
Verden, 2. April. Dem „Hamb. Kurier" ro rb geschrieben: Seit heute Morgen herrscht hier, namentlich in der Beamtenwelt, einige Aufregung. Als nämlich gestern, dem erfttn Tage im neuen Quartal, die Beamten ihre Besoldungen in Empfang nehmen wollten, ward ihnen auf der Steuerkasse bedeutet, die erforderlichen Gelder seien von der Bezirkskasse noch nicht eiiigegangen und Zahlung könne erst am Montag erfolgen. Heute früh hat sich nun herausgestellt, daß jene Gelder schon am Abend des 31. März eingegangen, auch von dem ersten Beamten D- in Empfang genommen sind, zugleich jedoch, daß D- verschwunden ist und daß nicht bloß dieses Geld — wie es heißt 47000 JA — sondern auch der kurz vorher noch rembtrte Kassenbestand von ungefähr 34000 JA fehlt- Festgeftellt soll fein, daß D. in der Nacht zum 1. April mit dem Zuge nach Hannover Verden verlassen hat- Die weitere Spur fehlt natürlich noch, die erforderlichen gerichtlichen Schritte zur Verfolgung sind indeß. rote man hört, sofort eingeleitet.
Bensheim, 5. April. Als der Frühzug heute, von Stuttgart kommend, in die Nähe der hiesigen Station gelangte, entstand m einem Coupä plötzlich ein furchtbares Hülfegeschrei; die Fenster des Waggons wurden hinausgeschlagen und alle Anzeichen eines in dem Coupö stattfindenden Kampfes waren vorhanden- Das Bahn-
Ventile, Wasserstandshahnen, Manometer, Kessel-Speisepumpen, Sicherheitsventile
Verzeichnis;
der Mittclprcise der gewöhnlichsten Verbranchsgegcnstände in der Stadt Gischen vom Monat Mürz 1882.
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Bade-Einrichtungen jeder Art. Closets und Pissoirs nach Auswahl. Waschtische für Wasserleitungen, Email- und Porzellangegenstände für Wasserleitungen.
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personal eilte herzu und brachte mit Mühe einen schwerverletzten, rasenden jungen Mann aus dem (SoupS in das Bureau-Zimmer des Stationsvorsteh.'rs. Hier ergab sich Folgendes: Der junge Mann, der in einer chemischen Fabrik bei Stuttgart bedienstet war, hatte dort eine junge Dame kennen gelernt und sich mit ihr verlobt, allein
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von Jl. 1.70 den Meter bis ZU den feinsten.
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Verwaltungskosten •
Löhne .
Unterstützungen der Arbeiter
Rohtabake und Steuer . . . .
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Frachten, Mieihen, Bureaukosten, Portts u. f. ro
Unterhaltung der Gebäude und Sonstiges Summe der Ausgaben Einnahmen.
Erlös aus Tabakfabrikaten
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Miethe und Sonstiges ....
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Installationegeschäft, Urue Säue 82,
empfiehlt sein Lager von »uTeH aller Arten.
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Anspruch die größer als der Streit mit Rom stud. Doch ist er nicht der Mann um gehäufter Sorgen willen ein Schlachtfeld als Besiegter zu verlassen. Er weiß daß er die Kraft des Geistes und des Willens übrig hat und die Mittel dazu besitzt, den Culturkampf, wenn die Kurie es nicht anders will, nötbigenfalls in einem wirksameren Stile wieder aufzunehmen. Doch bleibt 9llles in Allem genommen, die Wahrfcheinlichkeit überwiegend, daß die Verhandlungen nicht mit der Nothwendigkeit erneuter Kämpfe enden, sondern mit einem Ausgleich. ________________
Acrztlich empfohlen: Tokayer, Malaga, Muscatnel, Sherry ... 12 Sorten Bordeauxweine, schon von vH. 120 an die h lasche bis Chau Lafitte, t869r, jede Flasche mit Schlossbrand versiegelt. Ganze und halbe Flaschen Schaumweine und Champagner, empfehlen
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Summe der Einnahmen 2,803,537 Dagegen der Ausgaben 3,190,031 Bleibt Deficit . • 386,494
Was die selbstständige Existenzfähigkeit, die Geschäftsführung und viel gerühmte Prosperität der Tabakmanufactur anlangt, so erfährt man darüber Folgendes: Die Prosperität des Instituts ist so groß, daß nicht blos die riesigen Raume der Manu- factur sondern auch die Filialen mit unabsehbaren Massen unverkäuflicher Cigarren vollgepfropft sind. Die Zahl derfelben übersteigt die von der „Augsb. Allg. Ztg." angegeben! n fünfzig Millionen Stück um mehr als die Hälfte; ihr Werth für dte Mannfactur beträgt zwei Millionen zroeimalhunde ttausend Mark. Was endlich die selbstständtge Ex stenzfähigkeit und andauernde Prosperität der Manufactur anlangt, fo ist der Beweis für diese Behauptungen schon dw ch die Thalsachen erbracht, daß sich dte stahl ihrer Arbeiter langsam und stetig vermindert; die durch Tod, Austritt und Entlassung abgehenden Arbeitskräfte werden seit vier Monaten nicht durch neue ersetzt- ferner ist die Arbeitszeit um eine ganze Stunde pro Tag herabgesetzt und schließlich die Anzahl der täglich fertig zu stellenden Cigarren um ein Beträchtliches verringert worden.
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(Siesten, 5. April. Einer schönen deutschen Sitte folgend, wichtigeren Tagen auch nach außen hin einen bleibenden Eindruck zu geben, veranstaltete der hiesige stitherverein „Alp.nröschen" gelegentlich seines 1- Stiftungsfestes am gestrigen Abend Gne gesellige Vereinigung seiner Mitglieder. Außerdem war eine Anzahl Gaste zu diesem Ehrentage auf das freundlichste eingeladen worden. Zu diefen letzteren darf sich auch der Schreiber dieses zählen, welchem es eine Pflicht erscheint, mit seinem Danke gegen den Verein zugleich einen Hinweis auf die musikalischen Leistungen gedachten Vereinsabends zu verbinden. v .
Aus dem reichhaltigen Festprogramm, welches durchweg in jeber Beziehung vräcis und glatt durchgespi lt wurde, möchte ich zunächst besonders auf ein Werk des wackeren Vereinsdirigenten, den Alpenröschen-Marsch, aufmerksam macheii, welcher die erste Programmnummer bildete. Man konnte schon an dieser ersten Leistung jyne§ Abends deutlich sehen, ein rote e-nstes Streben nach lichtiger musikalischer Auffassung in diesem Verein herrscht. Ja, man konnte schon aus dieser für viele Zith-rn bench neten ersten Pisce ersehen, rote alle Mitglieder sich genau der Auffassung ihres Dirigenten anzupassen suchen. In Nr. 3 des Programms, einem Adag-o von Beethoven für 2 Klarinetten und Fagott, zeigte der Verein, daß er auch noch andere musikalische Jnstiumente als dte Zither in feine Pflege genommen hat. Dasselbe zeigte sich in der achten „Künstler-Jubeltöne" betitelten Pi^ce >'ür 3 (Klarinetten und Fagott. Aber auch die Einzelleffturgen bei Veremsmitglnder waren tadellose. So wurde zunächst C. M- v. Weber's unsterbliches L-eb aus Preciosa .Einsam bin ich nicht alleme" auf Streichzither in einer Weise vorgetragen, bte alle Lieblichkeit, alle Melodie unb allen Schm-lz bieses rounberbar schönen L'kbetz zur vollen Geltung kommen liefe. Nichts Geringeres läßt sich von bem „Tbautröpserl" benannten Solo bcs V.-reinsblrigenten sagen- Wenn ich aufeerbem noch hinzufügen bars, baß auch in Humor stischer Beziehung manches Gute geboten war, so ist wohl aus allem diesen der Schluß zu ziehe', daß der stitherverein „Alpenröschen", wenn er auf der betretenen Bahn rüstig weiter schreitet, unter der treuen Führerschaft fernes Dirigenten immer stärker Wurzel fassen, sich immer mehr Freunde erwerben wirb- e-
Berlin, 4- April- Von der Kaiserlichen Tabakmanufactur in Straßburg be- XV$)M Geae'nüb7/d°r u'eberschufeberechnung, welche ber Unterstaatssecretär v. Mayr im Nalkswiitbfchaftsrath für bas Zukunftsmonopol gemacht hat, fei hier ber Aechnungs- Ab chluß b r Kaiserlichen ManMactm m Straßburg mstgetheilt aus bem ersten Jahr, in welchem sich dieselbe ber Oberleitung des Herrn v- Mayr erfreute unb, von ber Monopol-Idee beherrscht, neue Filialen atilegte- eQ3/a.
Abschluß ber Straßburger Tabakmanufactur pro 1880/81- Ausgaben. JA
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Projecte und Voranschläge gratis. 1771
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Wfänderverkans.
Die aus früheren Versteigerungen übrig gebliebenen und weiter verfallenen Pfander, bestehend in Herren- und Damenkleidern, Weiß- und Bettzeug, Federbetten und Kissen, goldenen und silbernen Taschenuhren, Wanduhren, Uhrketten, silbernen Eß- und Theelöffeln und sonstigen Gegenständen, werden aus der Hand verkauft. Inzwischen können die Pfänder, soweit sie noch nicht veräußert sind, eingelöst werden. 1^91
A. Hsnrich.
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