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rat^eö, verheirathet. Daß Vater und Sohn die Gatten zweier Schwestern werden, kommt blutigen Kampf zwischen Volk und Militär wird aus New-Aork
unterm 2 ds. berichiet: @m ernster Zusammenstoß mit dem Militär entstand infolge eines Verbrechens, welches letzte Weihnachten m Ashland, Kentucky, verübt worden war. Drei Männer hatten sich eines dreifachen Mordes schuldig gemacht. Einer derselben wurde zu lebenslänglichem Zuchthaus verurtheilt, vom Volke aber gelyncht. Seinen Mitschuldigen. Namens Neul und Brüit. war eine neue Untersuchung bewilligt worden, zu welchem Behufe die Mörder nach Lexington gebracht werden sollten. ^Die Volksentrüstung gegen dieselben war aber so groß, daß die Behörden es für nöthig erachteten, den Uebelthätern eine Bedeckung von 200 Mann Mtliztruppen mit einer Batterie Artillerie zu geben. Da der Befehlshaber der Abtheilung erfahren, daß Anstalten getroffen seien, das Eisenbahngelerse aufzureißen, beschloß er, d.e Gefangenen zu Dampfboot nach Lexington zu führen. Der Volkshaufe, welcher sich des Bahnzuges m Ashland bemächtigt halte, begab sich nach Batletsburg, wo zwei Compagnien Infanterie mit Artillerie die Zugänge zum Flusse und zur Werft bewachten. Das Volk verlangte die Auslieferung der Gefangenen, welches Ansinnen natürlich verweigert wurde, worauf der Dampfer abfuhr. Die Menge bemächtigte sich mdeß eines Fährbootes und holte den Dampfer ein. Jemand feuerte einen Schuß ab, worauf das Militär Salve um Salve thetls auf die Angreifer, theils in eine dichte Menge neugieriger und harmloser Zuschauer am Ufer abgab. Sechs Personen, darunter ein Oberst, wurden auf der Stelle gelobtet und etwa 30 mehr oder weniger schwer verwundet. Unter den Verwundeten befinden sich Personen beiderlei Geschlechts und aller Altersklassen. Die Kugeln durchbohrten den KessU des Fährbootes und lur entweichende Dampf jagte den Leuten Schrecken ein, so daß sie ans Ufer flüchteten- Inmitten der größten Aufregung sprengten plötzlich einige durchgegangene Pferde in die Mitte der von einem panischen Schrecken ergriffenen Volksmenge, wodurch die Verwirrung unb die Zahl der Unfälle wesentlich vergrößert wurde. Die Gefangenen wurden alsdann unbehelligt nach Lexington gebracht.
— sTürkiiche Liebenswürdigkeiten.) Für einen verheiratheten Mann scheint es nicht immer angezeigt zu sein, den Gesandtschaftspostcn in Konstantinopel anzunehmen, wenigstens widerfuhr dem General Wallace, Gesandten der Vereinigten Staaten, ein sonderbares Abenteuer. Der Sultan, der ihn mit seiner besonderen Freundschaft beehrte, schickte eines schönen Tages dem Gesandten ein ebenso anmuthiges wie unerwartetes Geschenk in die Wohnung, nämlich, von einigen Eunuchen eskortrrt, eine junge, prächtige Cirkassierin. Der General war nicht zu Hause und Madame Wallace empfing den Chef der Eskorte. „Was kann das junge Mädchen?" fragte sie. „Sie . . sie wird dem General den Kaffee serviren," antwortete der Eunuche in sichtlicher Verlegenheit, „und wird ihm auch bei seinen Waschungen behilflich sein." Die Frau des Generals weigerte sich, ein Mädchen, welches ein so lebhaftes Interesse an der Toilette ihres Mannes nehmen sollte, in ihr Hans aufzunehmen, und dem Gesandten blieb Nichts Übrig, als dem Sultan das gutgemeinte Geschenk zurückzuschicken, auf die Gefahr hin, durch sein Refus einen diplomatischen Conflict herauszudeschwören.
SchiffSbericht. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in Bremen, C- W- Dietz Nachfolger, Gießen.
Bremen, 8. November. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Habsburg, Capt. F. Himbeck, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 22. Oktober von Bremen und am 25. Oktober von Southampton abgegangen war. ist gestern 9 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen.
— Die Londoner „Times" schreibt: Die Post mit dem neuen Postdampfer des Norddeutschen Lloyd „Werra", Capt. Barre, bahrt Newyork, 25 Oktober, wurde Freitag Morgen 5 Uhr im Hauptpostamte in St. Martin's le Grand, London abge-
liefert. Dies gilt als die schnellste je erfolgte Beförderung der Poft. Die „Werra" verließ Sandy Hook um 6 Uhr 45 Minuten Nachmittags am 25. Oktober und kam bei den Needles um 8 Uhr Abenos am 2. November an. Die „Werra" legte die Entfernung von 3100 Meilen in I88V4 Stunden zurück, machte also durchschnittlich I6V2 Seemeilen per Stunde.___________________________
Gewerbliche unb technische Notizen.
— sEinfluß des Rußes auf den Wirkungsgrad von Dampfkesseln ] Bei Versuchen über die Feuerung von Dampfkesseln fanden A. Scheuerer-Keßner und Ch- Mennier in Mülhaus-n L E , daß bei Kesseln mit Vorwärmern die Ablagerung von Ruß auf den letzteren einen sehr nachtheiligen Einfluß auf die Verdampfungs- fähigkeit ausübt So wurden z. B. bei einem Feuerungsversuch mit stark rußenden Saarbrückener Kohlen anfänglich pro Kilogramm Kohle 6,46 Liter Wasser verdampft und das Wasser in den Vorwärmern hatte eine Temperatur von 64° (t; nach 5 Tagen betrug die relative verdampfte Wassermenge nur 6 Liter und die erwähnte Temperatw 53° C. Es zeigte sich, daß die Vorwärmer in Folge ungenügender Luftzuführung dick mit Ruß bedeckt waren. Sobald dieser Ruß entfernt war, stieg die verdampfte Wasftr- menge auf 6,5 Liter und die Temperatur des Wassers in den Vorwärmern auf 77° Es ergibt sich demnach, daß es vortheilhaft ist, die Vorwärmer möglichst oft vom Ruß zu reinigen.
Landwirthschastliches.
— sDie Behandlung von ausgewachsenem Getreides Das königlich sächsische SanitätskoUegmm kommt bei Untersuchung dieser Frage zu folgenden Resultaten:
1. Das ausgemachte dunstige Getreide darf nach dem Dreschen nicht gleich gemahlen werden, sondern es muß vorher völlig ausgetrocknet oder abgedörrt, von dem abfallenden Auswuchs getrennt und, wenn möglich, mit gesundem Getreide vermengt gemahlen werden.
2 Das Mehl darf nickt frisch verbacken werden, sondern es soll wenigstens eine Woche an einem dunklen Orte aufbewahrt und öfter umgerührt werden.
3. Das Einteigen des Mehles darf nicht mit zu viel und zu heißem Wasser erfolgen. Der Teig ist, wenn möglich, mit trockenem Mehl zu durchkneten, etwas mehr zu säubern und etwas zu salzen; auch ist ein wenig Kümmel zuzusetzen. Gewarnt wird vor zu großen Broden und zu jäher Hitze.
4. Das Brod esse man nie frisch gebacken, sondern erst nach dem dritten Tage
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 8. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu X 3.50—3.75, Stroh X 1.70—2.00, Eier das Hundert X 6—7.50, Stück G12—8 Butter 1. Qualität X 1.30, 2. Qualität X 1.20, Kartoffeln per Centner X 3.00—3.50, Kopfsalat per Stück 5 Wirsing 6—8 Rothkraut 20—40 H das Stück, Gans X 4.00—7.00, Huhn X 0.00, 1 Ente X 1.80—2.50, 1 Taube 50—70 H, Hahn X 1.20-1.70.
Limburg, 8. November. Rother Weizen X 17.50, Weißer Weizen X 17.20, Korn X 12.35, Gerste X 9.00, Hafer X 6.35, Erbsen X —.—, Kartoffeln X —.—.
731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn mau von der Annoncen - Expedition won HAASElVSTEIÄT <$? VOGLER in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
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Freitag den 22. Dezember,
Nachmittags 2 Uhr,
soll auf hiesigem Ortsgericht die Hof- raithe des Nicolaus Gonder dahier Flur xvil/2871/io, 1000 Mir. Hofraithe
bei dem Jughardsbrunnen, rechts der Landstraße
meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 4. November 1882. Großherzogliches Ortsgericht.
7398 Müller.
Frntag den 22. £k?embrr, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die Grundstücke des Jakob Waldschmidt von Heuchelheim: äur XV 370, 1175 Meter Acker am Wolfsfurt, Xlii 614, 975 Meter Acker am Hollerbusch, .
X LV-180, 481 Meter Acker an der Schainm, XHl/164», 325 Meter Acker auf der Harth, über der Kropbach, X/220, 1025 Meter Acker auf der Harth, vor der Koppelhuth meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 4. November 1882. Großherzogliches Ortsgericht. 7399 Müller.
Freitag den 24 November,
Nachmittags 2 Uhr,
soll auf hiesigem Ortsgericht die Hofraithe
des Christian Malkomestus ,
tflur* 4O/4Oa”/ioo, 385 Meter Hofraithe, links der Chaussee
meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 9. November 1882. Großherzogliches Ortsgericht.
7417 Müller.
Freitag den 24. November,
Nachmittags 2 Uhr,
soll auf hiesigem Ortsgericht die Hofraithe ber Ehefrau des August Weidig dahier Mur 1/414, 50 i Mtr. Hofraithe auf dem 415,188 I Kreuz
meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 12. October 1882.
Großh. Ortsgericht.
1)70-5 Müller.
Wes Dsuhotz & mehrere Defen
werben
Samstag den 11. November, Morgens 10 Uhr, mffteigert.
.739-4 <*£• Ph. Gail,
Dienstag den 21. November,
Nachmittags 2 Uhr,
sollen auf hiesigem Ortsgericht die Immobilien des Heinrich Keck
Flur 1/616, 44 Meter Hofraithe, auf den Neuen-Weg, 1/617, 106 Meter Hofraithe daselbst, 1/619,9, 1350 Meter Hofraithegrund daselbst,
I 6197l/ioe, 672 Meter Grabgarten daselbst, l/61973/1Oo, 1224 Meter Hofraithe daselbst,
I/61975/ioo, 736 Meter Grabgarten daselbst, l/61977/too, 1689 Meter Grabgarten daselbst,
XV1/292, 3069 Meter Acker, auf die Chaussee hinter der Pulvermühle meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 28. Oktober 1882.
Großh. Ortsgericht.
7156 Müller.
Montag den 13. ds. Mts.,
Nachmittags 3 Uhr, sollen die den Erben des verstorbenen Barbiers Joh. Schmidt gehörenden Grundstücke:
Flur XXXX/252, 988 Mtr. Acker im Gartfeld, in der Schwarzlach, links, XXXX/252a, 200 Mtr. Acker daselbst, auf hiesigem Ortsgericht meistbietend freiwillig versteigert werden.
Gießen, den 8. November 1882. Großherzogliches Ortsgericht.
7412 Lüdeking.
Feilgebotenes.
Meyer s Conversations - Lexikon
(16 Bde. gebd.) ist billig zu verkaufen.
Wo? sagt die Exped. os. Bl.7401
Apfelsinen
von neuer Ernte eingetroffen und empfiehlt solche, besonders Wiederverkäufern, bMgst
C. G*. Hleinhenn/s
Delicatessenhdlg. 7410
Feinst 7418
I Birnhonig
per Pfd. 36 H
bei C» Roth H«, Neuen-Bäuen.
Allgemeiner Anzeiger.
Bekanntmachung.
7404 Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Handelsgesellschaft Gebrüder Buderus zu Lollar unterm heutigen Tage mit den Eisen- und Manganerz-Bergwerken „Allendorf I", „Lahn", „Manch" und „Alarich I" in den Gemarkungen Allendorf a.d. Lda. und Allendorf a. d. Lahn, Kreises Gießen, beließen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihungen inüssen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Atonalen durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsrisses bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet.
Darmstadt, den 10. Oktober 1882.
Großherzogliche Obere Bergbehörde.
Jaup.
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Bezugnehmend auf Vorstehendes mache aufmerksam, daß mein Maßgeschäft sortbestehen bleibt und halte mich bei vorkommendem Bedarf bestens empfohlen.


