Ausgabe 
10.2.1882
 
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* AZ Freitag den 10. Februar 1S82.

tziehener Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

Erscheint täalich mit Ausnahme des Montags.

Bureau: Schulstraße B. 18.

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

2>«8 $ 1882. ®ie6"' am 1. g.6mr 1882.

Das Großherzogkche Krersamt Gießen

a« die Großberzoalichen Bürgermeistereien des Kreises.

Wir fordern Sie auf nunmehr mit der Aufstellung der Stammrollen sofort zu beginnen und dieselben mit denjenigen für 1880 und wir Ihnen, die dem Formular vorgedruckte Anmerkung genau zu beachten, insbesondere alle Bestrafungen -c. unter Rubrik »^E^kung^^o^ut^g ba[b binzureichen, bezw. die aus früheren Jahren zu erneuerm.

Dr. Boekmann. .

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qanaenen Sonnabend die von der Regierung vorgefchlagene Tagesordnung, wonach die Kammer das Prinzip der Listenwahl acceptirt, mit verhältmßmaßig großer Rlajorität angenommen.

Der zwischen Spanien und dem Vatikan wegen des Auftretens des päpstlichen Nuntius in Madrid in Sachen der großen spanischen Pilgerfahrt nach Rom drohende Conflict gilt als beseitigt. Der Papst hat nainlich selbst intervenirt und seinem Vertreter in Madrid anbefohlen, sich jeder Emmrschung in diese Angelegenheit zu enthalten und lediglich dem spanischen Cpiscopat es zu überlassen, sür die Förderung der projectirten Pilgerfahrt Propaganda zu machen^je grage jft durch die Reconstituirung des egyptischen

Cabinets unter Mahmud Baroudi Pascha wiederum in eine neue Phase getreten. Das neue Ministerium ist lediglich aus dem Schoße der egyptischen Nativnal- partei hervorgegangen, die auf ihre Fahnen die Devise geschrieben hat. Egypten sür die Eqypter; trotz der friedlichen Erklärungen Mahmud Baroudi Paschas wird man demnach die neueste Wendung der Dinge am Nil mit Mißtrauen be­trachten müssen. __

Deutschland.

Darmstadt, 8. Februar. Se. Königl. Hoheit der Großherzog nah­men heute mllitärische Meldungen entgegen und empfingen den Obersten und Commandanten der Residenz, Frhrn. Röder v. Diersburg, den Oberstezi a. D. Renouard, den Jntendanturrath Hoffmann aus atner, den Pfarrer Richter aus Rüsselsheim; zum Vortrag den Staatsminister Frhrn. o. Starck und den Geheimerath Walther.

m Darmstadt, 8. Februar. Die Anträge des Finanzausschusses der zweiten Kammer ru derLandesunlversität" lauten. Die Kammer wolle

L die angeforderten 329,267 X abzüglich von: a. 4000 X. sür -ine fünfte theologische Vroieilur b 300 X für den Universitätsrentamtmann, c. 200 X für den Garten- ochülf n d 2000 X sür die Universitätsbibliothek, also im Ganzen 322,767 X, l-doch a. 1500 X Remuneration an einen Docenten sür franrosts^cs Cimlrecht und Korst- recht i ur bis zum Erscheinen des zu erwarrenden Deutschen Cwilrechis b. 700 X on hen Assistenten am mineralogischen Cabinet nur für die dermalige Besetzung der Pro- f,ffUr c. 4900 X an den Referenten der acadcmischen Administrations-Commission nur für den dermaligen Inhaber, d. je 200 X an die beiden Universitätsdiener nur für die dermaliaen Inhaber und e. 300 X an den Bibliothekdiener nur für den dermaligen Inhaber bewilligen. Ein Mitglied des Ausschusses ist unter Einschluß des fünften theologischen Lehrstuhls für V-rwllligung von 326.767 X- Dfr Ausschuß beantragt sodann weiter: II. Die Gr. Regierung zu ersuchen, die Aufhebung der an der Universität vorhandenen Lehrstuhle der Thierheilkunde nebst den damit zusammenhängenden persönlichen und sachlichen Ausgaben unter Vorbehalt wohlerworbener Rechte in Erwägung zu ziehen und noch dem gegenwärtigen Landtag über das Ergebniß Vorlage zu machen. Der Ausschuß erster Kammer tritt den Antiagen des diesseitigen Ausschußes unter la. in der Majorität nicht bei, unter Ib einstimmig nicht b-, und 1° und d in stimmig bei. Feiner tritt er den unter Spachten Beschränkungen am Inhaber n ckt bei, sondern bewilligt die Ansorderungen der Großh Regierung. Endlich tritt der . u schuß elfter Kammer dem unter II. gestellten Ersuchen nicht bei. beantragt die

ßu dem folgenden BudgetpostenTechnische Hochschule: beanr g o Majorität des Finanzausschusses zweiter Kammer: X Besoldunas-

techmsche Hochschule geforderten 143M0 X, Kbo# t October 1882

Erhöhung für den Secretar bet der Direktion also 143,480 bis zum DOr$

bewilligen und es der Großh. Regierung überlassen, Sollte dieser prin-

handene Personal zu pensioniren oder anderweitig zu-Verwendern & fo finbct

cipielle Majoritätsantrag nicht die Zustimmung der Sw Hochschule" nur den einen die Majorität des Ausschusses m dem «X auf 2400 X erhöht

Anstand, daß der Secretar, welcher erst 1879 82 oo Eventuell beantragt hier­wurde, abermals eine Aufbesserung von X_ei$ ' geforderten 143,880 X, nach die Majorität, übereinstimmend mit der Mm zu bewilligen. Der

jedoch abzüglich von 400 X für den Secretar al o w, be(

Ausschuß erster Kammer tritt Anträge der M fteQt sich Frank-

Berlin, 7. Februar. Nach bem cggnb nft, welchen die 4 Mächte reich in der egyptifchen Frage ganz auf ba6 gilt heute hier bereits

in Konstantinopel eingenommen gabenwn J , {rt au§ Programme

für ««gern«», wird Lf*.

des neuen egyptifchen Cabinets erstch Qb » i;D{an {nnn sonnt heute Aktionsabstcht in Egypten der Bo a . ' akuten Charafter, welchen bereits behauptetMachst wieder vollständig ver- ste vorubergeherd schemoar unyu

loten hat. wimmeln von den czechifchen Journalen ent-

Politische Ueberstcht. !

Gießen, 9. Februar. (

Das preußische Abgeordnetenhaus ist in dieser Woche bei bem Schwerpunkt seiner Verhandlungen für diese Session, bei der kirchenpolitischen Vorlage, angelangt, in dessen erste Berathung das Haus am^Dienstagemge« treten ist. Die Vorlage bezweckt bekanntlich in erster Lime die Wiederherstellung verschiedener, den Forderungen der römischen Kurie entgegenkommender Para­graphen des Juligesetzes vom Jahre 1878, welches mit dem 1. Januar d. <zs. erloschen ist. , ,,.. , .

Der vielbesprochene Rücktritt des Oberprasidenten der Provinz Ostpreußen, v. Horn, wird nun höchstens am 1. April d. Js. erfolgen. Die neuesten Angaben, welche den jetzigen Unterstaatssecretär tm pteußifchen Ministerium des Innern, v. Schlieckmann, als Nachfolger des Herrn v. Horn bezeichnen, haben viel Wahrscheinlichkeit sür sich, doch ist die Entscheidung noch Vorbehalten. Herr v. Schlieckmann selbst soll an ihn ergangene Anfragen zu­stimmend beantwortet haben. ,, r

Die Gegensätze zwischen den Anschauungen der klerikalen Mehrheit der bayerischen Abgeordnetenkammer und des Reichsrathes haben sich schon in verschiedener Richtung geltend gemacht. Dieser Widerspruch hat. sich von Neuem gelegentlich der Berathung des Reichsrathes über die Bestrafung des Concubinats gezeigt, denn die mit der Berichterstattung hierüber beauftragte Commission empfiehlt den Beschluß der zweiten Kammer über die Bestrafung des Concubinats in wesentlich veränderter Form.

Sowohl die österreichische wie die ungarische Delegation haben den von der Regierung geforderten außerordentlichen Credrt von 8 Millionen Gulden, wie vorauszusehen war, einstimmig bewilligt. Indessen ist diese Summe entschieden zu gering, denn der Bericht des Finanzausschußes der österrichischen Delegation bemerkt, daß die 8 Millionen nicht einmal auf drei Monate langen würden, da die Regierung den Operations-Truppen volle Feldzulage gewährt habe. Man hätte es darum in den Delegationen Heber gesehen, wenn die Regierung gleich eine größere Summe gefordert hätte, welche ohne Zweifel ebenfalls bewilligt worden wäre. Die Delegationen wurden hierauf geschlossen. In Lemberg und andern galizischen Städten haben zahl­reiche Verhaftungen panslavistischer Agitatoren und von Mitgliedern der ruthe- nischen Partei stattgefunden; die Verhafteten sind bereits dem zuständigen Straf­gerichte übergeben worden. (

In Paris beschäftigt man sich augenblicklich weniger mit den politischen Tagesereignissen, als vielmehr mit dem Zusammensturz derUnion Gönärale" und der Verhaftung Bontoux' und Feder's, der beiden Directoren dieserver­krachten" Bank. Cs hat den Anschein, als ob die Verhaftung der beiden Hauptstützen derUnion Generale" noch weitere Verhaftungen nach sich ziehen werde, welche verschiedene Mitglieder des Verwaltungsrathes treffen würden. Da der Verwaltungsrath derUnion Gänörale" fast ausschließlich aus Mit- gliedern der angesehensten katholischen Adelsgeschlechter und sonst hervorragender Angehörigen der ultramontanen Partei zusammengesetzt war, so verfolgt man natürlich in Frankreich diese Angelegenheit mit der größten Spannung. In der Deputirtenkammer wurde am Montag dem Cabinet de Freycinet ein Ver­trauensvotum erthellt, indem die Kammer mit 287 gegen 66 Stimmen die von Gatineau beantragte Tagesordnung annahm, wonach die "Kammer im Vertrauen auf die Erklärung der Regierung und deren festen Willen, die angekündigten Reformen durchzuführen, zur Tagesordnung überging.

Das englische Parlament ist am Dienstag, den 7. Februar, zu einer voraussichtlich stürmischen Session zusammengetreten. Unter den inneren Fragen ist es neben verschiedenen Angelegenheiten weniger allgemeiner Natur, besonders die irische Frage, welche der conservativen Opposition Gelegenheit zu Angriffen auf das Cabinet Gladstone geben wird, denn die bisherigen Maß­regeln der englischen Regierung haben nicht dazu beigetragen, Irland allmälig friedlicheren Zuständen wieder entgegenzuführen. Auch die halb und halb ver­unglückte englische Politik in Egypten wird den conservativen Rednern jedenfalls eine Veranlassung sein, dem Cabinet Gladstone scharf zu Leibe zu gehen.

Der italienische Ministerpräsident de Pretis hat in der Listenwahl beffere Erfolge erzielt, als fein Oi-ckevmu-College Gambetta. De Preti- hatte in der italienischen Deputirtenkammer bezüglich der Annahme der Listenwahl ebenfalls die Cabinetsfrage gestellt und fein Entweder-Oder ist von dem gewünschten Erfolge begleitet gewesen, denn die Kammer hat am ver­

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