Penny verkaufen zu können. Gegenwärtig ist das anders geworden, seitdem die deutschen Blumenfabrikanten sich darauf gelegt haben, Sp.cialität n zu erzeugen, und namentlich haben deutsche Blumenblätter sich ein großes Absatzgebiet erobert. Als Specialitäten der deutschen Industrie, die selbst in Paris und Brüssel lebhaften Absatz finden, nennt man Fliederblüthen, Schneeglöckchen, Maiblumen und Akazienblüthen. Die zur Anfert'gung der Blumen erforderlichen Cambrics werden trotz des erhöhten Zolls fast ausschließlich aus England bezogen, die zur Verwendung mit künstlichen Blumen neuerdings sehr beliebten natürlichen Gräser meist aus Italien. Für die in denselben Fab iken zuberelteten natürlichen Gräser und Blumen in Verbindung mit künstlichen Blumen ist Amerika Hauptabnehmer. Es wird noch Jahre dauern, ehe das gegen deutsches Fabrikat herrschende Vo-urthnl ganz und gar überwunden sein wird, aber allmählich wird die deutsche Waare als kber-bürtig neben der französischen anerkannt werden, mit der sie jetzt vielfach noch nur durch billigen Preis concurriren kann Dazu gehört aber auch, daß Cartons, Packung, Arrangement eleganter gemacht werden und bte deutschen Fabrikanten aufhören, an der äußeren Ausstattung zu sparen. Glücklicherweise bricht sich diese Erkenntniß mehr und mehr Bahn.
— W>e der französische Co rsul m Brussa am 30. v. Mts. meldet, bat daselbst ein großes Erdbeben stattgefunden, wobei sich gleichzeitig eine große Feuersbrunst entwickelte. Ein ganzer Stadttheil und mit ihm das französische Consulatsgebäude ist völlig abgebrannt, doch wurden die Archive des Consulats gerettet. Brussa am nördlichen Abhange des Olymp gelegen , ist eine Stadt von 70 000 Einwohnern, die bereits 'm Jahre 1855 am 18. April durch ein Erdbeben, das in Folge des Berstens von Backöfen ebenfalls eine Feuersbrunst nach sich zog, sehr stark gelitten hat.
London, 4. Januar. Die englischen Rettungsboote hatten im verflossenen Jahre, namentlich aber in den letzt n Wochen desselben viel m tbun. Es gelang ihnen, im Laufe des Jahres 996 Menschenleben zu erhalten und 33 Schifie vor dem Untergänge zu bewahren Die Rettungsbootsgesellschafft (Ltfeboat Institution), die nur durch freiwillige Beiträge erhalten wird, hat während desselben Zeitraumes Belohn- ungen gewährt für 155 Menschenleben durch Fischer- und andere Boote. Seit seiner Entstehung hat der Verein zur Rettung von 28,724 Schiffbrüchigen beig trag n und er verfügt jetzt über eine Flotrlle von 276 Rettungsbooten. Auch mehrere deutschen Schiffe wurden im vorigen Jahre an der englischen Küste vom Untergangs gerettet,
Schiffsbericht. Mitgetherlt vcn dem Agenten des Norddeutschen Llovd in Bremen, C. W. Dietz Nachfolger Gießen. w IR
$a™ar- Der Postdampfer Hohenzollern Capt. R. Sander, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 21. Dezember lädl von hier abgegangen war, ist gestern Mittag wohlbehalten in Baltimore angekommen. 0 0
/31) Leber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige ir-
» ler mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man 7on der Annoncen - Expedition von H AASEäSTEIIV «fc VOt-EEH in !• rankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
darunter der Schraubendampfer „Germania", aus Hamburg mit 17 und die Barke „Excelston" mit 13 Mann.
Handel und Verkehr.
Grün berg, 8. Januar. (Frachtpreise vsm 7 Januar.) Weizen JL 24 34 Äorn Jü 20.06, Gerste v4L 16 30, Hafer JL 15 78, Erbsen 20.00, «Lein JL 26*00* Samen JL 00.00, Kartoffeln JL 00.00. ' ' '
r t, ^ Januar. Auf dem heutigen Markte kostete der Centner Heu ^ 00—5 50, Stroh 4.00—450, Eier das Hundert 6.00—9, ?A^nfle,sch das Pfund 65-70 H, Kuh- und Rindfleisch 45-55 X Kalbfleisch 40 bls o5 Hammefleisch 40-65 H, Schweinefleisch 70—80 1 Hahn JL 1.00—0
1 HlAn 50-2 00, 1 Poularde 2 30—2.50, 1 Gans 5 00-9.00, 1 Taube 50-60 4 Reh per Pmnd 75 1 Hase 2-00- 2-50, Butter 1. Qual, im Detail
IS' Qualität, Handkas 45-50 $ das Pfund, 120, Kartoffeln das Malter ^50-6.00, Kopssalat 15—20 gelbe Rüben das Gebund 6-12, Romainsalat Rettig das Stück 6—8 4, Sellerie der Kopf 10—20 Blumenkohl 20 bis o0 Wirsing 8-15 Weißkraut 15—20 H das Stück, Rothk?aut 20-34 Kohl- kcaut 10 Kohlrabi 6—8 H, Endivien 10-11, Zwiebel 5-10 das Pfund. iß, ---—--- — - - - _______________ _
Allgemeiner Anzeiger.
In der Krioatklagesache der Johannes Willbrand's Chefrau, Luise geb. Schmidt, von Rieder-Bessingen, Privatklägerin, gegen den Meier Oppenheimer II. in Langsdorf, Angeklagten, wegen Beleidigung hat das Großh. Schöffengericht zu Lich am 9. Dezember 1881 für Recht erkannt:
Der Beschuldigte wird wegen öffentlicher Beleidigung der Privatklägerin in eine Geldstrafe von 80 ^., sowie in die Kosten des Verfahrens verurtheilt, And wird der Beleidigten die Befugniß zuerkannt, binnen 14 Tagen, von Rechtskraft des Nrthells an gerechnet, die Verurteilung durch einmaliges Einrücken in den „Gießener Anzeiger" auf Kosten des Verurtheilten bekannt machen zu lassen.
V. R. W.
Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt.
Lich, den 31. Dezember 1881.
Will, 264
Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts.
Oessentliche Zustellung.
L brer L P. zu Treis a. L., alt? Erbschaft?-Cursor in der Nachlaß- sack-> b-r Salomon Harnmer- fchlag Eheleute tu Trr s a. L. klagt eg'--, d n Simon Hawmer- schlag von Treis a. L-, j tzt unbe- kann wo abw send, aus Immobilien' kauf m t ^ern An -ag aus Verurtheiluna des B klagten zur Zahlung von 169 Mark 67 Pf. nebst 5 pCt. Verzugs^ zinse oon M « tmt l. I. ab und vorläufige Vollstreckbarkeitserklärung und la)et d n Beklagtm zur mündlichen V;rh . dlu g ^es Rechtsstreits vor das Gr. Am spricht zu G ßen uf Freitag den 24. Febr. 1882, Vormittags 9 U r.
Zu Zwick dtr öffentlichen Zu- stellv q nb dieser Auszug der K.age bekannt gemacht.
Gehn, den 21. Dezember 1881. 273 Neidhart, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts.
Der Ausverkauf der Eisenwaaren zu bedeutend herabgesetzten Preißen im Langeschen Laden am Seltersweg dauert nur noch bis Ende dieses Monats, und empfiehlt man verschiedene Träger, T- und Fa?on- Eisen, Schmiedeisen, raffinirten Schweiß- und Mühlstahl, Federstahl, Dachfenster, verschiedene runde und Circulir - Füll- reguliröfen, Mantelöfen, Säulenöfen, Koch- Lfen, Heerde, Schlösser, Bänder, Werkzeuge, Decimalwaagen, und einen noch brauchbaren Dampfkessel.
Gießen, den 8. Januar 1882.
M. Pilger,
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Bekanntmachung.
Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei her hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar:
Dienstag den 10. Januar 1882
Mittwoch „ 11.
Donnerstag „ 12.
Samstag „ 14. „
Dw Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu leg'timiren.
Zugleich wird bemerkt, daß die auf dm Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind.
Die Herren Bürgermeister erden ersucht, Dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 29. November 1881. Der Rechner der Spar- u. Leibkasse.
Kehr.
Versteigerung von Birken-Besen Reifig in der Obersörsterei Maulbach. Donnerstag den 12. Januar werden im Distrikt Litzel — Forstwartei Maulbach — 382 Rmtr. Mrken- Besen-Reisig öffentlich meistbietend versteigert.
Zusammenkunft Morgens 10 Uhr im Distrikt Litzel auf der Straße von Ehringshausen nach Kirtorf.
Von der Eisenbahnstation Ehringshausen lagert das Holz 1/2 Stunde entfernt.
Maulbach, den 6. Januar 1882. Großh. Oberförsterei Vkaulbach.
266 Koch.
Iieikgeöotenes.
261 Mein in der Bachgasse gelegenes Wohnhaus bin ich Willens zu verkaufen. Messerschmied Schwan Wwe.
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Anfragen richte man an I. C- Koch in Maulbach b. Homberg a. d. O.
3» verkaufen
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