Ausgabe 
9.2.1882
 
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Rom, 7- Februar. Nach den vorliegenden Nachrichten befindet sich Garibaldi in der Rekonvaleszenz und werden ärztliche Bulletins über sein Befinden n'cht mehr ausgegeben. Den ärztlichen Anordnungen zufolge soll Garibaldi jedoch noch keine Be­suche annehmen.

Koiibpn, 7. Februar. Die Eröffnung des Parlaments hat heute statt­gefunden. Lordkanzler Selborne verlas die Thronrede. Die Beziehungen Eng­lands zu den auswärtigen Mächten werden als herzliche bezeichnet. Im Ein­vernehmen mit Frankreich richtet die Königin ihre specielle Aufmerksamkeit auf die Angelegenheiten Egyptens, wo die bestehenden Arrangements ihr besondere Verbindlichkeiten auferlegen. Sie wird ihren Einfluß benutzen, um die, sei es durch Firlnans des Sultans, sei es durch internationale Abmachungen bereits festgestellten Rechte in einem, einer guten Regierung des Landes und einer weisen Entwickelung seiner Einrichtungen günstigen Sinne aufrecht zu halten. Die Verhandlungen zwischen England und Frankreich über den Handelsvertrag werden mit dem Wunsche fortgesetzt, einen der Entwickelung der Handelsbe- zlehungen beider Länder, deren enge Freundschaft so großen Werth für die Königin hat, günstigen Vertrag abzuschließen. Die Thronrede spricht ferner die Zustimmung zu der bevorstehenden Vermählung des Prinzen Leopold mit der Prinzessin Helene von Waldeck aus und glaubt, daß diese Verbindung eine glückliche sein werde. Die Hauptbestimmungen des Vertrages über die Gebiets­abtretungen in Thessalien seien bereits ausgeführt worden; die Übertragung der Souveränetät sei in einer für die contrahirenden Theile ehrenvolle Weise ausgeführt worden. Die Wiederherstellung des Friedens jenseits der Nordwest­grenze Indiens und im Innern Indiens gestattet der Regierung von Indien, die für die öffentliche Wohlfahrt erforderlichen Arbeiten wieder aufzunehmen. Die Convention mit dem Transvaal-Lande werde hoffentlich vortheilhafte Resul­tate haben. Die Thronrede spricht das Bedauern über die unruhige Lage im Basutolande aus. Der Handel zeige im Innern des Landes und nach Außen hin eine constante Besserung, wenn sich auch die Staatseinnahmen noch nicht in entsprechender Weise vermehrt haben. Die Thronrede constatirt eine Besse­rung des Zustandes in Irland; die außerordentlichen Vollmachten, welche vom Parlamente bewilligt worden, seien im weitesten Umfange angewandt worden, die Ordnung wieder herzustellen. Der vom Ministerium vorbereitete Entwurf, betr. die Weiter-Entwickelung der Autonomie der Grafschaften, solle sich nicht auch auf Irland erstrecken. Schließlich wird ein Gesetzentwurf über die Reform des Gemeindewesens von London angekündigt, nach welchem das bisherige System der Gemeindeverwaltung auf die ganze Stadt London ausgedehnt wer­den soll.

Wie die Morgenblätter melden, ist in der Burg zu Dublin kürzlich ein an den Generalsekretär Forster adressirter Brief eingelaufen, der wegen seines verdächtigen Aussehens der Polizei übergeben wurde. Das Couvert enthielt einen Sprengstoff, welcher bei weniger vorsichtigem Oeffnen den Oeffnenden schwer verletzt, vielleicht getödtet hätte. Forster war vor dem Eintreffen des Briefes nach London abgereist.

Paris, 7. Februar. Mehrere Deputirte setzten den Consell-Präsidenten und Minister des Aeußern, Freycmet, in Kenntniß, daß sie über die egyptischen Angelegenheiten interpelliren würden. Freycinet bat, Angesichts der schwebenden Unterhandlungen, die Interpellation um etwa 14 Tage zu verschieben.

Karlsruhe, 7. Februar. Nach dem Helltigen Bulletin über das Be­finden des Großherzogs ist der Zustand der entzündeten Augen nicht mrbefriedi­gend, jedoch dauert die nervöse Schlaflosigkeit fort, woraus die zögernde Kräf­tigung und Erholung zu erklären ist.

Petersburg, 7. Febr. Der Zustand des Fürsten Suworoff, welcher gestern einen wiederholten Schlaganfall erlitten, wird rn Folge dessen als hoff­nungslos bezeichnet.

Der Aufstand in Süd-Dalmatien.

Aus verschiedenen Anlässen und Umständen hat Oesterreich, ja, hat Europa ein außerordentlich hohes Interesse daran, daß der im südlichen Dalmatien ausgebrockene Aufstand so rasch und so vollständig als möglich unterdrück! wird, denn wenn früher noch irgend welche Zweifel darüber vorhanden waren, ob die bis in die höchsten Kreise Rußlands verbreite panslawische Agitation einen intellectuellen oder materiellen An- theil an dem Ausbruche der dalmatinischen Jnsurrection habe, so sind diese Zweifel in greller Weise durch eine Rede des russischen Generals Skobeleff beseitigt worden, und wir wissen heute ganz genau, daß die in Rußland um die Herrschaft ringende panslawische Propaganda lebhaft mit den dalmatinischen Aufständischen, als ihren Glaubens- und Stammesbrüdern" sympathisirt und gewiß auch schon Mittel und Wege gefunden hat, den Insurgenten mit Geld und Waffen beizustehen. Um daher größeren Gefahren, die ein weiteres Umsichgreifen des Aufstandes auf der Balkan- Halbinsel und schließlich zwischen den dort rioalisirenden Mächten Oesterreich und Rußland hervorbringen könnte, vorzubeugen, gilt es, mit wuchtigen Schlägen der süd­slawischen Jnsurrection Herr zu werden.

Hinsichtlich Der Art des Aufstandes in Süd-Dalmatien kann man nun glücklicher Weise berichten, daß derselbe sich auf ein noch klein.'s Gebiet erstreckt und daß auch die Streitkräfte der Insurgenten im höchsten Falle nur zehntausend Mann, die nicht einmal einheitlich geführt und bewaffnet sind, betragen. In den activen Machtmitteln zeigt der Aufstand also gar nichts Furchtbares, leider bietet aber seine Niederwerfung andere Schwierigkeiten dar. Diese l'egen hauptsächlich in der dalmatinischen Boden- geftaltung, wo sich Berg an Berg, Felsen an Felsen und Schlucht an Schlucht reiht. Dieses Terrain ist so reckt für den heimtückischen Gebirgskrieg geschaffen, hinterlistig greifen die Insurgenten in Engpässen oder auf schroffen Felsen an, vermeiden aber den regelrechten Kampf und ziehen sich bei jedem ernsten Angriff in ihre Schlupfwinkel in das Hochgebirge zuiück oder fliehen in die benachbarte Herzegowina oder Bosnien, wo sie von ihren Stammesgenossen gern in Schutz genommen werden, wie denn auch zweifellos die Herzegowiner und Bosniaken mit den Insurgenten in Süd-Dalmatien sympathisiren und ihnen wohl manche Hülfe zu Theil werden lassen. Neueren Nach­richten zufolge soll auch der Aufstand seinen hauptsächlichsten Sitz bereits in der eben­falls von unwirthlichen Bergen bedeckten Herzegowina und zwar in der Landschaft Zagoji, einem Gebirgslande,westlich von Fotscha, haben.

Der österreichischen Heeresleitung harrt daher hinsichtlich der Bewältigung des Aufstandes immerhin eine schwierige Aufgabe, mit deren Lösung der in früheren Auf­ständen erprobte Feldmarschall-Lieutenant Baron Jvanovic betraut ist. Dieser führt den Oberbefehl über sämmtlrche Truppen in Dalmatien, Bosnien und der Herzegowina und steht ihm als Generalstabschef der Oberstlieutenant Slameczka zur Seite, der auf Grund früherer Studienreisen mit den örtlichen Verhältnissen in Dalmatien, Bosnien und der Herzegowina sehr genau bekannt sein soll. Zur Niederwerfung des Aufstandes und der Aufrechterhaltung der Ordnung in den Nackbarprovinzen sind dem Feldmarschall- Lieutenant einige vierzig Tausend Mann Truppen, meistentheils Jäger und Linien- Jnfanterie, sowie 16 Gebirgsbatterien zur Verfügung gestellt, diese Truppen standen zum größten Theile bereits tu Bosnien und Süddalmatien und sind nur'ungefähr fünfzehn Taus nd Trupv-'n anderer Regimenter nachgeschoben luorb-n Nach den officiellen Bericht, n der österreichischen Regierung fanden schon mehrere kleinere Gef chte mit den Aufständischen patt und besteht der Plan, d^e Insurgenten sobald als möglich von ihren Hülfsquellen abzuschneiden und dann in die Enge zu treiben, ein Project, dessen Ausführung dem Feldmarschall-Lieutenant Jvanovic hoffentlich geling.n wird.

Lokales.

Gießen, 8. Januar. sSterblichkeit in Gießens In der 5. Jahreswoche (vom

29. Januar bis 4. Februar) kamen hier tm Ganzen 7 Todesfällen vor, davon 3 bei Kindern und 4 bei eiwachsenen Personen. Von den letzteren starben 3 an Lungen­schwindsucht und in einem Falle, der nicht ärztl.ch beobachtet worden war, konnte eine bestimmte Todesursache nicht angegeben werden. Em Kind von 7 Jahren erlag der Diphtherie. Von zwei Kindern im ersten Lebensjahre starb eins an Darmcatarrh, daS andere an Lungenschwindsucht.

Zu dem vorgestern Abend von der hiesigen Rudergesellschaft auf dem Woog arranghten Eisfest hatten sich trotz des bereits eingetretenen Thauwetters viele Freunde des Eissports eingefunden, namentlich war die Damenwelt stark vertreten und Tausende von Zmchauern umstanden die Ufer unserer Lahn- Nachdem die hiesige Regiments­musik den von ihrem Kapellmeisters Herrn C. Kraus se der Gesellschaft gewidmeten Marsch oorgetragen, würd' das Fest durch eine Polonaise, an der sich gewiß über 30 Paare, alle mit Lampions versehen, beteiligten, eröffnet- Der Woog war rundum mit Fackeln erleuchtet, dazwischen leuchtend in allen Farben bengalische Flammen, während in der Mitte sich die schlittschuhlaufende junge Welt amüsirte, bot das Ganze wirklich einen feenhaften Anblick dar und dürfte den Theiln-hmern gewiß für lange eine angenehme Erinnerung bleiben. Nachdem die Fackeln nahezu erlöscht und der Andrang ein zu großer wird, hielt es der Vorstand für besser das Fest zu schließen und die Eisfläche räumen zu lassen, da dieselbe anscheinend doch nicht mehr ganz sicher war. Eine gemüth- liche Abendunierhaltung mit anschließendem Tanzvergnügen im Saale des Vereinslocals Hotel zumEinhorn" hielt die Theilnehmer bis zum frühen Morgen zusammen und fand so das Fest einen würdigen und schönen Abschluß.h.

In den letzten Tagen sind in hiesiger Stadt Mehrere falsche Einmarkstücke verausgabt worden. Dieselben sind gut geprägt, jedoch an der schwärzen Färbung leicht ernennt, id).

Brr wischten

Lampertheim, 4. Februar. Heute früh gerieth der Dampswagen von hier nach Rosengarten in Brand. Die Bahnbeamten griffen thätig ein, so datz fein weiteres Unglück zu verzeichnen ist.

Castel, 4. Februar. Heute Morgen hat sich ein Soldat der 1. Batterie des 27. Feld-Artillerie-Regiments mittelst eines Messers den Hals abgeschnitten. Der Mann war sofort eine Leiche; was ihn zu dieser That bewog, ist nicht bekannt geworden.

Frankfurt, 4. Februar. Die Börsen-Catastrophe hat, wie einer unserer Local- Berichterstatter erfahren haben will, auch hier eurige Opfer gefordert. Ein hiesiger Einwohner, der auswärts eine hübsche Villa besitzt, schrieb seinem Arzte, daß er sich mit Strychnin vergiftet habe. Er bitte, die eigentliche Ursache seines Todes jedoch nicht constatiren zu wollen, weil feine Familie sie nicht erfahren solle. Dre Sache konnte natürlich nickt geheim gehalten werden. Em kleiner Kaufmann, der bereits bestattet ist, hat sich ebenfalls durch Gift um's Leben gebracht. (Frkf. Jl)

Bei dem jüngsten Pariser Krach, der dis Berlin nachzitterte, soll eines der größten Berliner Bankhäuser fünf Millionen Francs verloren haben.

Frankfurt, 4. Februar. Zum ersten Male auf dem Continent fand gestern Abend auf der Strecke Frankfurt-Hanau eine Probefahrt mit einem durch electrische Glühlichter erleuchteten Eisenbahnzuge statt. Die von der Firma H. G. Möhring in Frankfurt zur Verfügung gestellte dynamo electrische Maschine wurde von der Wagen- achfe bewegt, so daß keine besondere Triebkraft erforderlich war. Außerdem wurde eine Anzahl Faure'fcher Batterien benutzt. Die von dem Telegraphen-Jnspector Löbbecke in ingeniöser Weise angeordneten Apparate gaben eine ganz brillante Wirkung, die jeden Theilnehmer überraschen mutzte.

Berlin, 6. Febr. lieber den entsetzlichen Vorfall, welcher sich gestern an der Jnvalidensäule zugeiragen hat, erfaßen wir noch Folgendes: Der Posten hat auf Knaben, die ihn geneckt hatten und denen er gedroht batte, datz er schießen müsse, falls sie die Neckereien nicht unter! eßen, geschossen und den Knaben Fritz Petzold, 12Vr Jahr alt, so durch die Brust getroffen, daß er nach 15 Minuten verstarb; durch dasselbe Geschoß wurde der elfjährige Knabe Gustav Büttner schwer in der rechten Brust und der 14jähnge Friedrich Lehrmann leicht am Unken Oberarm verwundet. Nach Aus­sagen anderer Knaben hatten sie auf dem Platze an der JnvalidensäuleZeck" gespielt hierbei sich in die Nähe des Postens, Füsilier Werner von der 9. Comp. des Garde-Füsilier- Regiments, begeben und denselben gefragt, ob er auch am Tage schießen dürfe, was dieser mit Ja beantwortet habe. Als sie bann mehrmals über die Einfriedigung des Rasenplatzes gesprungen seien, habe der Posten ihnen dieses mit dem Bemerken unter­sagt, daß er, falls sie das nicht unterlassen, auf sie schießen würde. Die Knaben behaupten, sie seien dann an den Posten herangetreten und dieser habe ihnen die mannig­faltigen Handtirungen mit dem Gewchr gezeigt. Jetzt hätten die Knaben die Neckereim von Neuem begonnen, dem Posten gesagt, er könne ja doch nicht schießen, er habe Sand in der Patrone, Wasser im Lauf u. f. w, und sich nach der Planke zurückgezogen, dann habe der Posten auf einen Zuruf des Petzold gefeuert, diesen erschossen, d>e beiden andern verwundet. Der Maurermeister L wadag Hai die Säule nach 5 Uhr passirt und gesehen daß Knaben mit dem Posten gesprochen und diesen ausgelacht hätten; der Posten habe mit seinem Gewehr allerhand Bewegungen gemacht, dasselbe angelegt und dann wieder abgesetzt. Der Füsilier Werner wurde fofon in Haft genommen; der schwerverwundete Knabe Büttner befindet sich im Augusta-Hospital.

Berlin. Einer schrecklichen Scene, bei der ein Mensch in drohender Lebens­gefahr schwebte, ist durch die Geistesgegenwart eines jungen Dienstmädchens em glück­liches Ende bereitet worden- Ein auf der Schönhauser Allee wohnender Restaurateur ließ durch einen Schlosser einen Glockenzug nach der im Hofe in der 4. Etage belegenen Stube anlegen, zu welchem Zwecke der Schlosser eine Außenwand des Hauses zu durch­bohren hatte. Die Localität ließ das Ansetzen des Steinbohrers von innen nicht zu' und so kletterte der Schlosser wagehalsig auf einen dachartigrn Vorsprung zwischen der 3. und V Etage und begann von hier aus feine mühsame Arbeit. Plötzlich wurden die Hausbewohner durch einen von der höchsten Todesangst ausgepreßten Hülferuf auf den Schlosser aufmerksam und sahen entsetzt diesen hoch oben mit beiden Armen an der Rrnne des kleinen Daches hängen- Das Blut gerann den Leuten in Den Adern bei dem Jammergeschrei des armen Menschen, aber in der Bestürzung wußte Niemand einen Rath dazu und auf das kleine Dach wagte sich auch Keiner hinaus Da schrie ein junges Dienstmädchen, welches tm Nebenhause am offenen Fenster stand mit weithin schallender Cornmandostimme:Die Betten aus den Fenstern und den Heu­wagen dort im Hofe dicht an die Mauer gezogen!" Im Nu löste sich die allgemeine Erstarrung, alle Fenster öffneten sich und Berge von Betten bedeckten den umgebenden Raum um den von zahlreichen Armen unter Den oben schwebenden Körper gezogenen hochbeladenen Heuwagen. Endlich verließen den Aermsten oben die Kräfte eben als doch zwei Männer Den Muth gefaßt und das kleine Dach erstiegen hatten und unter Dem von Der Aufregung erpreßten Aufschrei Der Menge Durchsauste Der Körper Die Luft- Die Wucht Des Falles war so schwer, Daß Der glücklicherwei e Den Wagen in Der Mitte treffende Mensch wie ein Gummiball wieder in die Höhe schnellte und nun mitten auf einen Berg Betten fiel. Der Schlosser war ohne die geringste Ver­letzung davongekommen, hatte aber infolge der übergroßen Todesangst einen starken Ohnmachtsansall.

London, 4 Februar. Dichter, schwarzer Nebel herrschte von gestern Abend bis heute Morgen in allen Theilen der Riesenhauptftadt. Besonders gestern Abend ließ fick der begreiflicher Weise schon auf ein Minimum beschränkte Straßenverkehr nur mit Mühe vermitteln- Hie und da zeigte sich ein Fuhrwerk, dem meistens eine Fackel vorangetragen wurde, gerade genügend, um einen Schritt weit sehen zu können. Die gewohnten Gasflammen erscheinen in nächster Nähe gleich Kerzenflämmchen da­gegen offeriren Jungen, mit Fackeln oder Lampen bewaffnet, ihre Dienste als Begleiter. Trotz des Nebels hatte die Trambahn ihren Dienst nicht eingestellt, wie das fortwährende Pfeifen der Kutscker zur Genüge erinnert. Glücklicherweise ist außer einigen Manen- Colissionen kein Unfall bekannt geworden 0

(Natural-Trinkgeld.) Lord Quick bestellt im Hotel telegraphsich ein Apparte­ment, bestehend aus einem Salon nebst Schlafzimme'-, blos für einm Tag und zur Durchreise. Er trifft (im Sommer) um 8 Uhr Abends, also noch vor dem Dunkel^ werden, ein und findet zu seiner großen Ueberraschung sämmtliche 24 Kerzen des Plafonds-Lüstres unmittelbar vor seiner Ankunft angezündet. Er läßt die Kerzen augenblicklich auslöschen, findet aber am nächsten Tag bei feiner Weiterreise Die 24 Bougies mit 12 Gulden, also das Stück mit einem halben Gulden, auf der Rechnung. Er steigt g lassen auf einen Stuhl, nimmt die Kerzen herab, zahlt dem Oberkellner Die Rechnung und verabreicht 2 Kerzen als Trinkgeld. 5Der 5hnmerfeUner erhält 4 Kerzen, das Stubenmädch n 4 Kerzen, Lohndiener, Portier je 3 Kerzen und so fort bis zum Hausknecht herab, der die Bagage zum Wagen bringt, und mit gelassener Miene fährt Lord Quick von bannen. J