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durch die Vorlegung der Bilanz die Berathung wieder aufnehmen zu wollen. j Es rief diese Erklärung, welche also die Vorlegung der Bilanz für ausgefchlossen | erklärt, .eine Richtigstellung des Vorsitzenden dahin hervor, daß letzterer lediglich 1 festgestellt habe, daß es der Commission sreistände, vor Feststellung des Berichts auf jeden Punkt der Debatte wieder zurückzukommen. Auf den Gang der Com- missionsberathung ist dieser Zwischenfall von keinem Einfluß.

Berlin, 6. Juni- Der Reichskanzler erschien heule un Reichstage, wo er sich ohne jedoch in die Debatte zur Zolltarifnooelle einzugreisen etwa eine halbe Stunde aufhielt, um sich sodann zum Vortrag beim Kaiser zu begeben. Während Fürst Bismarck sonst im inneren Hofe am Eingang zu den für den Bundesrath be­stimmten Räumlichkeiten seinen Wagen zu verlassen pflegt, liefe er denselben heute vor dem Hauptportal Vorfahren. Obgleich das Erscheinen des Kanzlers im Reichstage ziemlich allgemcn erwartet wurde, nahm dasselbe doch zeitweilig die ganze Aufmerk­samkeit der Versammlung m Anspruch, so sehr sogar, daß der Präsident genöthigt war, eine zur Abstimmung gebrachte Frage zu wiederholen, weil alle Anwesenden weit mehr auf den Kanzler, als aus den Verlauf der Verhandlung geachtet hatten. Fürst Bismarck, der zahlreiche Abgeordnete begrüfeie, unterhielt sich besonders längere Zeit mit dem Minister von Puttkamer. Allgemein fiel das gesunde Aussehen des Fürsten Bismarck auf, dem die Luft des Sachsenwaldes jedenfalls sehr wohl gethan hat.

Aus Süddeutschland, Ende Mai, schreibt man derKöln- Ztg.": In der großen Streitfrage über Tabakmonopol oder freie Production mögen manche Punkte nicht mit handgreiflicher Gewißheit feststehen, über zwei kann ernsthaft nicht mehr gestritten werden: dafe die deutschen Tabakconsumenten von den Erzeugnissen der Straßburger Manufactur nichts wissen wollen und dafe die bisher in der süddeutschen tabakbauenden Bevölkerung für das Monopol laut gewordenen Sympathieen wie eine Pfennigtrompete gegen volles Orchester klingen. In einigen Orten sind solche Adressen von deutsch-conservativen Pastoren in Umlauf gesetzt worden. Im Zusammenhalt mit den wirklich bethelligten Kreisen beweisen diese Agitationsveisuche gerade das (Segen; theil dessen, was sie darthun sollten. Bezüglich der Strafeburger Manufactur wird es Niemand den Tabakfabrikanten und Tabakhändlern verdenken, w.nn sie sich der in's Werk gesetzten Angriffsweisen nach Kräften zu erwehren suchen, woraus ffeilich nicht folgt, dafe man unbesehen und ungeprüft alle Gegengründe und Einwände für stich­haltig hält. Aber an der Thatsache ist nicht zu mäkeln und zu deuteln, dafe zahlreiche Raucher, die, sei es aus Reichspatriotismus ober aus Neugier, mit den Manufactur; Cigarren die jetzt so oft erwähnteehrliche Probe" angestellt haben und deren volks- wirthschaftliches Gewissen mit durchaus keinem angeborenen Abscheu gegen das Mono­pol behaftet ist, dem thetlnehmenden Freunde, so oft er es hören will, erklären, dafe die Manufactur-Cigarren nicht zu ertragen seien. Mit dieser Einzelerfahrung zu Dutzenden, die jeder in seinem Bekanntenkreise machen kann, stimmt das rasche Schick­sal der Tabakniederlagen, welche eine nach der andern wie die herabgebrannten Kerzen eines Festes auslöschen. Wenn dies das Ergebnife einer staatlichen Tabakindustrie im Wettbewerb mit dem freien staatlichen Privatgeschäft ist, so kann der Schluß davon auf eine durch keine Concurrenz angespornte Monopolproduction leicht gezogen werden. Und wenn behauptet roiro, dafe aus dem finanziellen Ergebnife der Strafeburger Manu­factur nicht auf die Leinungen einer Reichsmonopolanstalt geschlossen werden dürfte, so muß doch die Bemerkung gestatret sein, dafe unzweifelhaft die bisherigen Leiter der Strafeburger Manufactur an die Spitze der Monopolverwaltung treten sollten und nur in Strafeburg ihre technischen und kaufmännischen Erfahrungen gemacht haben. Wenn dem Reichstage die verlangten Aufschlüsse über das Straßburger Geschäft aus formalen Gründen verweigert werden, so wird man wissen, woran man sich zu halten bat. Es ist aber stark zu vermuthen, daß. wenn die Ausschlüsse unverschleiert gegeben würden, das Schlufeergebniß erst recht kein anderes fein würde.

Oesterreich.

P-ftl,, 4. Juni. In Ungarn droht eine Uebertragung der russischen Judenhetze und zwar aus Grund eines eigenthümlichen Vorfalles. In dem nordungarischen Dorfe Tisza-Eßlar verschwand ein Christenmädchen und an dieses Verschwinden knüpfte sich sofort die bekannte Sage von der Verwendung des Blutes christlicher Kinder zu jüdisch-rituellen Zwecken. Die Nachricht, daß das Mädchen wieder aufgefunden sei, ist falsch; dafür hat der vierjährige Sohn des israelitischen Dorsschächters Schwarz erzählt, wie sein Vater und sein neun­zehnjähriger Bruder das vermißte Christenmädchen geschlachtet hätten, seine Mutter habe es vorher gewaschen. Man nimmt an, daß der Knabe zu jener Aussage angestistet worden ist. Eigenthümlicher Weise aber berichten jetzt auch jüdische Organe, daß ein wirklicher Mord an dem Christenmüdchen begangen worden ist, nur nicht zu rituellen Zwecken. Außer dem Schächter und seinem Sohne sind noch vier andere Juden verhaftet morden. Die Untersuchung ist im Gange.

England.

London, 5. Juni. Wie demReuter'schen Bureau" aus Alexandrien vom 5. ds. gemeldet wird, ist dort die Ansicht verbreitet, daß die Befehle des Sultans, die Fortisications-Arbeiten einzustellen, zu spät eintreffen werden, da der Bau der Erdwerte und die Armirung des Hafens mit Batterien beendet erscheinen.

Aegypten.

&airp, 5. Juni. Wie dasNeuter'jche Bureau" meldet, hat Arabi Bey aus die. Befehle des Khedive, die Befestigungs-Arbeiten einzustellen, erwi­dert, es seien nur nothwendige Ausbesserungen, die er aussühre, um die durch die drohende 'Haltung der Flotte aufgeregte eingeborene Bevölkerung zu beruhi­gen. In jedem Falle aber gehorche er den Befehlen des Sultans und werde die Arbeiten einstellen.

Deutscher Reichstag.

12. Sitzung. Dienstag, 6. Juni.

Präsident v. Levetzow eröffnet die S tzung um 1V2 Uhr.

Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, Dr. v. Mayr. u. A.

Abg. Frhr. v. Ow (Bayern) hat sein Mandat niebergelegt.

Bei Eintritt in bie Tagesordnung theilt ber Präsident mit, dafe der Gesammt- oorftanb des Reichstages der an ihn ergangenen Einladung des Bundesrathes ber Schweiz unb ber Municipalität ber Stabt Mailand» zur feierlichen Eröffnung der Golt- harbbahn in ben Tagen vom 21. bis 25 Mai gefolgtIn äußerst zuvorkonkmenber, fieunblicher unb liebenswürdiger Weise von ben officiellen Vertretungen unb von der Bevölkerung auf beiden Seiten der Alpen, hat ber Gesammtvorstand bes Reichstages Gelegenheit gehabt, nicht nur Kenntlich zu nehmen von ber Großartigkeit bes aus- gesührten Eisenbahnbaues unb feiner gelungenen Ausführung, sondern auch davon, daß die Belheil'guna des deutschen Reiches an dem Eisenbahnbau in der Schweiz und in Italien dankbar anerkannt wird und daß das Reich, der deutsche Reichstag und ber deutsche Name diesseits unb jenseits ber Alpen überall bie herzlichsten Sympathieen finbet Als ein Zeichen dieser Sympathieen ist auch zu betrachten, daß den Mitgkiedern des Reichstags Fahr karten zur unentgeltlichen einmaligen Hin- und Rückfahrt auf ber Gotthardbahn zur Verfügung gestellt sind. Wir dürfen bie Hoffnung hegen, bafe ber neu eröffnete internationale Verkehrsweg unserem Vaterlanbe zum Segen gereichen wirb unb nicht nur im materiellen Interesse."

Tagesordnung: 1) Zweite Berathung des Gesetzentwurfs, betr. die Abänderung des Zolltarifs vom 15. Juli 1879. 1

§ 1 lautet: An bie Stelle des § 7, Ziffer 3 bes Gesetzes vom 15. Juli 1879 tritt folgende Bestimmung:Den Inhabern von Mühlen wird für die Ausfuhr der von ihnen hergestellten Mühlenfabrikate eine Erleichterung dahin gewährt, bafe ihnen ber Eingangszoll für eine ber Ausfuhr entsprechende Menge des zur Mühle gebrachten

ausländischen Getreides nachgelassen wird. Der Ausfuhr ber Mühlenfabrikate steht die Niederlegung derselben m eine Zollniederlage unter amtlichem Verschluß gleich Ueber das hierbei in Rechnung zu stellende Ausdeuteoerhältniß trifft der Bundesrath Bestimmung. Das zur Mühle zollamtlich abgefertigte ausländische, sowie auch sonstiges Getreide, welches in bie ber Steuerbehörde zur Lagerung des erstbezeichneten Getreides angemelbeten Räume emgebracht ist, darf in unverarbeitetem Zustande nur mit Ge­nehmigung ber Steuerbehörbe veräußert werben. Zuwiberhanblungen hiergegen werden mit einer Geldstrafe bis zu Eintausend Mark geahndet."

Nachdem Abg. Hey bemann über einige Petitionen berichtet, erklärt Abg. Frhr. v. Heere mann sein Einverständniß mit bcm § 1, bedauert aber, daß bie Re­gierung erst jetzt ben lang geäußerten Wünschen bes Reichstags entspreche. Gleichzeitig geht Redner auf einige derZollcunosa" ein.

Der Director qn Reichsschatzamt, Burcharb, betont dagegen, daß die sog. Zollcuriosa" gar nicht aus den Bestimmungen der neueren Zollgesetzgebung, sondern ans der früheren Gesetzgebung refultiren. Im klebrigen hätte die Aenderung des Zoll- gesches von 1879 doÄ naturgemäß reiflichere Erwägung bedurft.

Abg. Koch Hann glaubt nicht, daß durch diese Bestimmung ber Schaden, welchen die Zollgesetzgebung von 1879 der deutschen Mehlu buftrie zugefügt, wieder geheilt werden könne. Es werde für dieselbe schwer sein, die alten Beziehungen wieder zu finden.

Nachdem noch Abg. v. Kardorff die neue Zollgesetzgebung gegen die Angriffe des Vorredners vcrtheibigt, wurde § 1 mit großer Majorität angenommen und die dazu vorliegenden Petitionen für erledigt erklärt.

8 2 schlägt eine Aenberuna derjenigen Nummern des Zolltarifs vor, welche sich auf die Artikel Eisen, mineralische Stoffe, kurze Maaren, Seilerwaaren, Honig unb Wachs, Fette unb Lichte, Steine unb Steinwaaren beziehen.

Abg. Graf v. Behr-Negenbank empfiehlt einen bahin gehenben Abänderungs- Antrag: Bei Nr. 3b des Tarifs hinterWasserglas" einzustellen:Schlemmkreibe".

Bundes-Commissar Bur chard erklärt sich gegen ben Antrag, boch versichert er, bafe bie Regierung benfelbcn in Erwägung z ehen unb ihm wohlwollende Berücksichtig­ung zu Thetl werden solle.

Abg. Dr. Windthorst unterstützt den Antrag Behr, während die Abgeordneten Dohrn und Dr. Braun sich zur Zeit gegen denselben erklären. Letzterer hält die Annahme des Antrages schon um defehalb jetzt für ausgeschlossen, weil sonst das Zustandekommen des Gesetzes leicht gefährdet werben könnte.

Abg. v. Karborff zieht den Antrag mit Zustimmung ber Mitantragsteller zu­rück, behält sich dagegen die Endrmgung einer Resolution vor, welche diesen Gegen­stand der wohlwollenden Berückstchtigung der Negierung empfehlen soll-

Abg. Dr. Windthorst ist ber Ansicht, bafe ben Leuten halb geholfen werden müsse; d:e Leute könnten nicht bis zur nächsten Session warten Man möge daher in irgend einer Weise dafür sorgen, daß noch etwas in der laufenden Session geschieht. Abg. Richter (Hagen) verweist darauf, daß die Cementfabrikatwn und bas Bau­gewerbe durch den Zoll auf Schlemmkreibe schwer geschädigt würbe. Was ben Leuten fehle, sei nicht der Zoll, sondern eine Vermehrung der Commun-cat onsmittel unb für biete sei burm die Bewilligung der Kosten zum Bau einer Secundärbahn nach Rügen Vorsorge getroffen. Er werde auch künft-g gegen jeden Zoll stimmen.

Bei d r hierauf folgenden Abstimmung über § 2 der Vorlage wird zunächst bie Anmerkung in Nr. 1: Schmiebbares Este > re. 0,50 <X für 100 Kgr- unb in Nr. 2: Erben, eble Metalle, Asbest unb Asbestwaaren, a Erbcn und mineralische Stoffe frei, angenommen, subb. Pappe rc. ungeformt 10 JL, geformt 24 sub c. Garne, Schnüre 24 werben abgelehnt, besgl. sub d Asbestgewebe rc. 40 mit 121 gegen 91 (Stimmen unb ebenso sub e. Asbestwaare 60 JL

(Inzwischen ist Fürst Bismarck ins Haus eingetreten.)

Bei Nr. 3, Elfenbein- unb Perlmutterstücke 30 JL unb Nr. 4, grobe ungefärbte Fufebecken rc. 6 JL, Seile, Taue, Stricke 10 <AL, werben abgelehnt.

Nr. 5 lautet:Der Engnngszoll wirb erhöht: a. für Lichte Nr. 23 von 15 JL auf 16 b für Honig Nr. 251. von 3 JL auf 20 <X, c. für Stearin, Palmitin, Paraffin, Wallrath, Wachs von 8 JL auf 10 JL

sub a. wird bebattenlos abgelkhnt; sub b. wird von dem Director Burchard, sowie von dem Abg. Graf Holstein brmgenb zur Annahme befürwortet int Interesse unserer Bienenzucht, die gegenwärtig durch bin fremden Import mehr unb mehr zurück- gedrängt werde. Abg. Dr. Braun hält es für Pflicht der Regierung, diese Frage auch vom Standpunkt ber Kinder zu prüfen (Heiterkeit), denn es handele sich hier um ein (Senufemittel der Kinder und in diesen liege die Zukunft des Vaterlandes, die deutsche Heerkraft (Heiter krit.) Die einheimische Honigproduction würde durch den Import nicht geschädigt unb finanziell komme der Zoll kaum in Betracht

Die Honigkuchenfabrikanten verlangten keinen Schutz, sondern daß man sie in Ruhe lasse und dazu hätten sic ein Recht Ueberall im Volke höre man, man möge endlich auf dem wirchschaftlichen Gebiete Ruhe schaffen, damit es seinm wirthschaft- l'chen Auigab-n gerecht werden könne. Die Herren von der Rechten thäten gut, nach dieser Richtung hm ihren E'nflnfe geltend zu machen, nicht aber noch größere Unruhe im Wirthschafisleben herbeizuführen. Geh.Rath Burchhard: Der Wunsch nach Ruhe schien doch ein sehr einseitiger zu fein, wo es sich, rote bei dem 8 1, um eine Erleich­terung bandle, da seien auch die Herren von ber linken Seite für eine Aenderung des Zolltarifs.

sub b. und c. werden hierauf ebenfalls abgelehnt

Es folgt Nr. 6 Steine unb Steinwaaren: sub a. Steine, roh ober gemahlen, frei, wirb genehmigt.

sub b. Bios behauene Steine, Feder-, Mühl- ober Schleifsteine aller Art 0,25 c. Gesägte Blöcke, grobe Steinmetzarbeiten, Dachschiefer, rohe Schiefeiplatten unb roher Tafelschiffer 1 JL

Hierauf folgt sub d. geschnittene Platten, e. Edelsteine, f. andere Maaren aus Steinen und werden alle diese Positionen abgelehnt.

8 3 (das Gesetz tritt am 1. Juni 1882 in Kraft) wird angenommen.

Es folgt II. zweiteBerathung des von denAbgg Schmidt (Elberfeld), Richter lHagen) unb 23ubbeberg eingebrachten Gesetzentwurfs: an Stelle der Nr. 41 c. 2 des Tarifs zu setzen: aus hartem Kammgarn a. einfaches, ungefärbt ober gefärbt 100 Kgr- 3 b. dublirtes gefärbt, dreifach ober mehrfach gezwirntes, ungefärbt ober gefärbt 100 Kgr. 24 «M. Bunbescommissar Director Burchharb giebt anheim, ben Antrag mit Rücksicht auf bie technischen unb sachlichen Schwierigkeiten bes Gegenstandes an die Commission zurückweisen. Abgeordneter Buddeberg befürwortet den Antrag, der von dem Abg Lohr en (conservativ) energisch bekämpft wird, indem er namentlich ausführt, bafe bas Darnieberliegen ber in Rede stehenden Industrie nicht dem geringen Zoll auf Garn zuzuschreiben fei unb im klebrigen bie Jnbustrie im Allgemeinen in Folge bes neuen Zolltarifs einen großen Aufschwung genommen habe. Abg. Dr. Bamberger erklärt sich gegen commissarische Berathung, ohne auf ben Gegen­stand selbst sachlich einzugehen.

Ein Antrag Schmidt auf commiffarische Berathung wird abgelehnt unb der beantragte Gesetzentwurf genehmigt

Daraus vertagt sich das Haus.

Nächste Sitzung Mittwoch 1 Uhr. Tages-Ordnung: Anträge der Rechnungen. Schluß gegen 6 Uhr.

Telegraphische Depesche«.

Worff's telegr. Correspondenz-Burean.

Berlin, 6. Juni. Der Kaiser empfing Nachmittags 4 Uhr den Fürsten Reichskanzler Bismarck.

Die Unfallversicherungs-Comlnission nahm die §§ 7, 8 und 9 der Krankenkassen-Vorlage an und zu § 9 einen Antrag Hirsch, welcher den Ge­meindekassen die Pflicht auserlegt, bei dem Jahresabschluß eine Uebersicht der Versicherten und der Krankheiten beizusügen.

Kassel, 6. Juni. Prinz Karl ist heute Nachmittag in seinem Bette von dem Hotel nach dem Palais am Friedrichsplatze gebracht worden.

Paris, 6. Juni. Wie derAgence Havas" aus London gemeldet wird, soll Lord Granville aus die Mittheilung des türkischen Botschafters, Musurus Pascha, sich in dem Sinne geäußert haben, daß der Zusammentritt der Con- 1 ferenz für beji Erfolg der türkischen Mission selbst von wesentlichem Nutzen sein