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" Wafferwärme d-r »fj* ßuftroarme + 21» R. Am 7. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr. + £ g£r
Metallwaarenfabrik und Gießerei, Bahnhofstraße.
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Norddeutschen Lloyd in Bremen
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J. M. Schulhof, Marktstraße.
Durch meinen langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jeden'
Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. DdC
dcs Angeklagten noch ca. 150 Briefe, unter denen nur drei geöffnet waren, vor. Der Angeklagte, welcher innerhalb der vier Wochen seiner postalffchen Thatigkeit auf diese Weise ca 300 Briefe auf die Seite gebracht bat, wußte zu seiner Entschuldigung mcksts weiter ansugeben, als daß er durch ein Fußübel am Laufen behindert gewesen fei und sich deshalb der auszutragenden Briefe zu entledigen getrachtet habe Der ötaal^ unwalt beantragte mit Rücksicht auf den gar nicht zu schätzenden, vielleicht unermeßlichen Schaden, welcher den Adressaten durch das Verschwinden der Briefe bereitet fern kann, 4 Jahre Gefängniß und der Gerichtshof erkannte aus demselben Gesichtspunkte auf 2 Jahre Gefängniß und Versagung der Fähigkeit zur Bekleidung eines öffentlichen Amtes auf die Dauer von zwei Jahren. .ie . , . .
Groß-Gerau, 3. Juni. Am Nachmittag des dritten Pftngstfeiertages fand bei der hiesigen Pflichtfeuerwehr eineUebung statt. Es wurden die Fabrikgebäude der Herren Schönenberg u. Co. und die Brauerei des Herrn P. Traiser tudjtig bespritzt und sollen die Hebungen zur allgemeinen Zufriedenheit ausgefallen sein. Nach Beendigung derselben begab sich die Feuerwehr in die Gaftwirthschaff des Herrn Walther, um in der edlen Beschäftigung des Löschens fortzufahren, wozu ca. 2o0 Liter i othig gemesei^seiNn sollen.^ ^rps die Erlaubniß, unter Mitwirkung der hiesigen
Stadtkap.lle einen Umzug durch die Stadt zu halten, was unter Zulauf der schaulustigen Jugend „brüllant" airngefühit wurde. Daß hierbei der Commandant das Pech hatte, von einem des Wegs kommenden, durch die Musik scheu gewordenen Hornvieh m den Straßenkoth geworfen zu werden, kann schon vorkommen, daß aber über dieses Kunst- ftüd die ganze Truppe in em schall>ndes Gelächter ausbrach, zeigt Don keiner großen Disciplin Nach Beendigung d.s Umzuges ging es wieder zu Herrn Walther, um das Löschen fortzusetzen. Erst svät am Abend begaben sich die Feuerwehrmänner in sehr g hobener Stimmung zur wohlverdienten Ruhe, mit dem Bewußtsein, bmen recht vergnügten Nachmittag verlebt zu haben. KreiSvt)
— sAmerikanisches Duells Im Wartesaal 3. Classe des Bahnhofes zu Heidelberg bat sich am Donnerstag Abend gegen halb elf Uhr ein lunger Mann mittelst eines Revolvnschusses in das Herz entleibt Der Selbstmörder war gut zek eide zwischen 25 und 30 Jahre alt und hatte nichts bei sich, wodurch ftme Persönlichkeit festgestellt hätte weiden können Geld führte derselbe keins in den Taschen, dagegen befand sich in einem Notizbuch folgende Bemerkung: ,,F- H- Taunusstraße, Frankfurt a. M. Amerikan'sches Duell endet am 1. Juni." Ob em solches Duell als Ursache des Selbstmordes vorliegt, bedarf noch der Bestätigung-
— sWas in Deutschland zusammengeb-.ttelt rohb.] Eine Summe von ungefähr 200 Millionen Mark wird jährlich im Deutschen Reiche von den Vagabunden zusammengefochten. Ein Mann, dessen amtliche Stellung ibn befähigt, in die Existenzverhaltniste der untersten Volkssch chten hineinzublicken, der Director der großen Landes'trafanstalt zu Zwickau, Herr Geheimer Regierungsrath d'Alinge, .bat bie'er Tage ,n Dresden in der Generalversammlung ber Bereue zur gürforge
getheilt, aus denen hervorgeht, baß täglich im Deutschen Reiche durch schnitlich 200000 Versonen vagabundirenb von Ort zu Ort ziehen und sich ihren Unterhalt durch -B^telei verschaffen. Herr b'Alinge hält sich auf Grund der von 'hm 'N seiner amtlichen Stellung angestcllten Erörterungen für berechtigt, den Ertrag der Bettelei für sehr beträchtlich anzusehen und zwar stelle sich ber Minimalertrag täglich auf 1,70 Mark, ber M'nmalertrag auf etwas über 4 Mark für bie Person. Es werben somit den Durchschnitt gercchnet — jährlich über 200 Millionen Mark aufgebracht, um einen Krebs chaven^bes Volkslebens me'ter zu erhalten. Wir glauben, daß-Herrn dAlmges Fabien diirchaus n'cbt zu hoch gegriffen sind; aber wenn die Wirklichkeit auch um die Hälfte hinter seinen Berechnungen zurückbliebe, so würde die verbleibende Summe von 100 M.ll'.onen Mark immer noch zu denken geben.
731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die ^^^X^ehe”^ ’ wenn oder mehre Zeitungon verursacht, wird man sich niemals entp ILIEIS m
7on der Annoncen - Expedition von HA einfordert, die
Frankfurt a M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) z f Oran(] reicher
auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten BUtter am u Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen
Vermischtes.
Nnn der Labn 3 Juni- sErnteaussichten ] Es ist in der That eine wahre ^ust “inen Gang durL b.e Felder nut ihrem rc-ch-n^egen zu machen
Selten^ iah bas menschliche Auge schönere und üppigere Kornfelder. . Das Korn hat eine durchschnittliche Höhe von 2 Metern, sicht geschloffen, hat kiasttgc Ha me und . nae vtehren. Es steht also ein ebenso reicher Körner- w:e Strohertrag in Aus'icht.
zBom Stande' des Weizens läßt sich fast dasselbe sagen, wenn auch veremzett Aecker die ,U wünschen übrig loffen. Mi. dem Stand d-r vommerfiüchte G- st- und Ha'.r kann man bis h.ute auch noch sehr zufrieden fern. Im Hafer zeigen sich ollerdntas neben dem Hederich viele Disteln, welche ent,ernt werde» müssen, dennoch berechtmi d-r g.gemoärtige -Stand zu den schönsten Eintehosfnungen. Dasteld. glt non der Gerste Der Raps hat sich sehr voll gehängt und o-rsprtcht einen nerhalin st- mästig boh-n «ornerertraa Di«Frühkartoffeln stehen voll und upp.ß und werden eben behäufelt • aber auch die Spätkartoffeln gehen tchon und uvpig auf. D.i b.utsche Klee, ber nad'i den Berichten in den Zeitungen fast überall sehr schon stehen und einen reichen ersten Schuüt liefern soll, könnte hier vielfach besser stchen. Ww wollen hoffen oaß ber xro^te Schnitt besser ausfällt als der erste. D-e Heuernt. verspricht 'm Durchschnitt eine befriebigeube zu werden. Das „Wagner'fÄ- Futtergemenge hat sich m diesem Jahre vollständig bewährt und verdient eine größere Verbreitung. Die Oostt ernte' fällt im Ganzen gering aus Steinobst ßi bt es mehr als Kernobst; Birnen wicb.r mehr Pf Juni. (Zu dem Effenbahn-Unglück.) Der „N- Bad. S-;B" mirb geschrieben: Außer dem W.tchenwärter Philipp Berger ist nunmehr auch deffen Binder Sebastian Berger verhaftet worden. Es soll sich nämlich hei ausgestellt haben, hast letzterer von dem ersteren ersucht worden war, an seiner Statt die Weiche zu h^nuffidit'ae. da er, der verwittwete Philipp B-, sich während des Tages in Schwetzingen »um Zwecke 'seiner Verlobung aufgchaltcn hatte und in seiner Hütte sich ausruhen nmflt? Sebastian Berger, welcher ebenfalls Weichenwärter ist und gleichzeitig an dem ttnolückstaae Vorgesetzter seines Bruders war, hatte diesen Auftrag unglücklicherweise npr?nnmt - d 1) er soll zwar bei dem Passiren einer vor dem Mannheimer Zug d e Weiche überschreitenden Maschine die Weiche umgelegt, jedoch vergessen haben, dieselbe wieder in die richtige Stellung zu bringen. Die dahnpolizeiliche Untersuchung führt Äpc-Assessor Ruoff von Karlsruhe. Rechtsanwalt Bassermann in Mannheim hat die Sr??theidiauna für PH. Berger übernommen.
43ertpeib ß ß T Postmarder aus Bequemlichkeit, der t^otz seiner erst
f.inpn vrnnebäriafeit »ur Post doch eine für die Geschäftswelt wie für alle Post- mtereü'enten sehr verhängnißvolle Thätigkeit entwickelt hat, präsentirte sich am Freitag lnt JtfnVmer hiefiam Landgerichts I. in der Person des Postboten Spieske. ^ev^m^klaate welcher nach einer tadellosen Dienstz-rt den Militärdienst als Sergeant mthtirt hQt e6roarenbe v I als Postbote bei dem Postamt 48 beschäftigt und hatte ^VnhherVic Function die eingehenden Stadtbriefe auszutragen. Einige Wochen nach Einern Antritt wurde im Postamt wiederholt eine Verstopfung des Closets bemerkt unh alf man endlich der Ursache nachforschte, fand man in dem Röhrengange eine dedeutende^An»abl zum Bestellbezirke des Angeklagten gehöriger Briefe in uneroffnetem ^u tande vor ^ Man naK nun sofort eine Leibesvisitation an dem Angeklagten vor, bei welcher aus dm Taschen desselben noch eine stattliche Anzahl uneröffneter Briefe zum Vorschein kam und endlich f^.d man bei einer Haussuchung tn der Wohnung
roütb?, da durch dieselbe die Einigkeit der Machte und der Türkei hinlänglich bewiesen °°n Finanzminister L^on Say in Saint-Quentin
gehaltenen Rede constatirte derselbe die günstigen Ernte-Aussrchten und sagtt, d'e fite würde Frankreich der Nothwendrgkett uberhebcn, beträchtliche Kapttalien
Anuntftnht0 seltlub geschmückt. Aus den Provinzen Irnd viele
anläßlich des F°st°^ amMe 3eituns meldet, daß S-. Königl. Hoheit der Wlbelm mn Preußen den König Humbert zur U-bernahme einer Pathen- der Pnnz B>t ) / (?;nhne einaeladen und bau bet König bte CtN^a-
ftelte bet 1«nem neug -^Efindenden Taufe angenommen hat. — Der Papst düng 3U aA farnäjirftin Wlabimir von Rußlanb unb beten Btubet. — Wie bie
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roerben_ Der Sekretär der Mailänder Leichenverbrennungs-Gesellschast, Dr.Pini, ist »eitern nach Caprera abgereist, um die Verbrennung der Leiche Garibaldis nach d m System Gorüü vorzubereiten. Der Herzog von Genua der General Earava Obetst Motozzo unb bet Cetemomenmerstet Tolomer unb bella Stnsa werben den König bei ben Leichenseretlichkeiten vettteten.
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7 <^uni sSterblichkeit in Gießens In der 22. Jahreswoche (vorn
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gegen Mitternacht vom 10. zum 11, Ium kommt. ß Entdeckung
= f WxMM W.’M'SSWS? ÄS'Ä’S s S!fe'S iSWS x. 7.S. .18 F^mohr Seichen werden kann. D unsrem Horizont befindet, so werden wir ihn nur ganz ku.ze Zeit anbalt, sich um m < bdr|en ift nicht unmöglich, daß K. 'S, -UsnsjÄ
dem WWfc ©onntaufgar.g, befindet der Komet sich südwestlich von der Sonne, D. 'i.^ctwas rechts von derselben, ungefähr gleichzeckig mit ihr anfg-heild.
Literarisches.
- Die von ber Deutschen Verlags-Anstalt (vormals Ed. Hallberger) 'n Stutts in Aussicht gestellte Jllustrirte Ausgabe von Goethe s Werken ift w ihren beiden ersten Lieferungen bereits erschienen. Dieselben bocumentiren vollstandtg, was d'e Ver^gshnnd^ung versorock-'n hst nämlich eine echte und wahre Prachtausgabe der Lsteraturschatze unseres arökt n Dichter-Genius. Die Illustrationen, womit die beiden ersten Lieferungen reichlich »us^estattet. sind bildliche Darstillunaen d-r unst°rblich-n L-r.-swort- m eben - voll- endeter ftorm wie diese selbst und lasten im Beschauen derselben für das Gelesene uns feite Gestalten gewinnen. In ihrer weiteren künstlerischen Ausstattung lehnt diese Göthe.-Ausgabe ^sich an die von derselben Verlagshandlung.h^a"^6^bene Schiller. Ansaabe an möge ihr auch bei allen ß teraturfreunben dieselbe Aufnahme zu Theil werden wie"ihn^d^ese gefunden hat, Textes-Redaction, Illustration Druck und Papier neben einem höchst billigen Preise (Lieferung von 3-4 Bogen nur 50 Pf ) berechtigen sie dazu vollständig^
Gewerbliche und technische Notizen.
— Um Käse gegen Maden zu schützen, wird in den AlpwirthschastlichenMonats- blättern" empfohlen, Pfeffer zu Mehl zu zerstampfen ihn mit heißem Wasser anzu- rühmen und *bamit den Käse zu waschen; mit zwei Waschungen werden die Maden
Ruß als Düngmittel in der Gärtnerei. Es ist bekannt, baß der Ruß ju ben kräftigsten Nahrungs- und ©bmulirungSmitteln des Pflanzenwuchses gehört Wir haben ihn in trockenem Zustande durch Aufstreuen auf den Boden unb durch ©eimif(J)unß ?ur Erde der Topfpflanzen vielfach zur Anwendung gebracht und m allen Fallm die Wahrnehmung gemacht, daß er nicht blos das Wachsthum der Pflanzen auf eme merkliche Weise befördert, sondern dieselben auch an Wurzel und Stamm frei von Ungeziefer gehalten hat. Es ist inbeß stets eine bedeutende Verschwendung seiner nährenden Bestandtbeile, wenn man ihn in trockenem Zustande gebrauch . Namentlich verflüchtigt lick von dem Ammoniak, das er enthält, vieles tn der Luft. Dieser Uedelstand laß sich dagegen großenthstls vermeiden, wenn man ihn jn Wasser auflosb Seine nährenden unb ftimulirenben Bestanbtheile theilen sich sofort in einem Buftanbe bemJBoben mit hnü lie von ben Wurzeln leicht aufgstogen werben. Er ist eines ber Düngemittel, bas man in tveftr Sorm auf Pflanzen, bte sich im Wuchs befinden, zur Anwendung brmgen kann und manche Gärtnereten haben ihm allein das gesunde Auss-h-n und, den üpwS-n Wuchs ihrer Gewächse, besonders der Tropenpflanzen, zu »-rdank-n Aufloiung ist etwas schwierig. Am besten gelingt sie. wenn man eine Quantität.mit fi-d-ndem Wasser überbrüht, dem etwas Soda betgemflcht ift. Man oerdünnt dann mit ® Wasser. Zn stark darf man die Flüssigkeit nicht anwenden, da fi- sehr schar, fit W 15 Liter Wasser genügen 1V4 Pfund Ruß. ,


