werden in etiqn-tirte Kisten verpackst wahrend d,e sich daber ergebenden Ausschuß- Ciaarren bis jetzt überhaupt noch nicht verpackt worden fmb. Von dem Abgang- t|t n ein einziges Stück auf den Mist geworfen worden. Ebensowenig ist auch nur ein einziges Kistchen dieser Cigarren bis jetzt anonym oder unter dem gewöhnlichen Pre s auf den Markt gebracht, bezw. angeboten oder verkauft word-n. Die Behauptung daß die neusortirten Cigarren in anonymer Verpackung dreihundert rc Pro- fpnt unter dem Verkaufspreis der Verschleißer von der kaiierllchen Tabakmanufaktur auf den Markt gebracht worden, ist eine unwahre Erfindung. Straßburg, 2. Juli 1832. Dtrection der kaiserlichen Tabakmanufactur zu Straßburg. C. Leser. Dr. Hug-
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Stuttgart, 5. Juli. Gestern Abend 11 Uhr stieß bei Eßlingen der Stuttgarter Personenzug mit einem Güterzug zusammen. Drei Güterwagen sind zertrümmert. Der Wagenwärter Wenger wurde schwer verletzt und ist in« zwischen gestorben. Die Passagiere sind unversehrt. Der Schuldige, Weichenwärter Forstner, ist verhaftet.
AranLreich.
Paris, 4. Juli. Die „France" zieht jetzt zwischen den Kanonen der deutschen Armee und denen der französischen einen Vergleich und findet selbstverständlich nicht nur daß die französischen viel besser als die deutschen, sondern allen Kanonen der Welt überlegen seien- Dabei macht sie folgende, einrs Amerikaners würdige Reclame: ,Die französische Artillerie wird mit Ehre den Namen ihres Erfinders im Gedächtnisse bewahren, des Oberst de Bange, den das Haus Cail u- Co. soeben der Armee entrissen hat, um ihm die Leitung seiner unermeßlichen Werkstätten anzuvertrauen." Die France" treibt auch wieder Spionenhatz. Sie theilt mit, was em Bewohner von Mouscron dem „Journal de Roubaix" meldet: In Mouscron ist in einigen Speditionshäusern ein Dutzend Deutscher angestellt, welche täglich Ausflüge nach der Grenze machen, von Zeit zu Zeit Schreibhefte aus der Tafche ziehen und etwas hineinschreiben. Diese achtbaren Individuen werden kaum von den Personen besoldet, bei denen sie angestellt sind, einige beziehen gar nichts, aber dennoch führen sie ein lustiges Leben und machen bei jeder Gelegenheit Ausgaben." Die „France" theilt dies in Initialen unter der Ueberschrift mit: „Die deutsche Spionenwirthschaft."
England.
London, 5. Juli. Admiral Seymour richtete gestern an den Gouverneur von Alexandrien die Aufforderung, mit der Placirung der Geschütze auf den Forts auf; zuhören sowie gewisse wegen Vorbereitungen zur Sperrung der Hafeneinfahrt verdächtige Boote zu entfernen. Die betreffende Ableugnung des Gouverneurs wurde als unbefriedigend erachtet. Seymour wiederholt heute eventuell die Aufforderung und ergreift wenn sie unbeachtet bleibt, energische Maßregeln. Ein Conflict zwischen Arabi und Derwisch ist bevorstehend, weil ersterer verlangt, der Khedive solle auch mit Derwisch nur durch das Ministerium verkehren.
— Eine Batterie Festungs-Artillerie ist nach Malta beordert. Das Truppen- 'schiff „Euphrat" ist zum activen DiSnst vorbereitet. Starke Detachements Matrosen gehen täglich zur mittelländischen Flotte ab. Die französischen Flottenrüstungen erregen Aufsehen Mannschaften von Fischerbooten in Dünkirchen und Havre wurden gewaltsam eingezogen. ,
— Aus Alexandria wird berichtet: Das Ministeriuyr ist von Kairo zurückgekehrt. Arabi glaubt zuversichtlich, er werde der Türkei, England und selbst ganz Europa widerstehen. Er sandte 1400 Mann nach Abukir und erklärte, er werde nicht nach Konstantinopel gehen. Admiral Seymour remonstrirte beim Gouverneur gegen die Fortsetzung der Schanzenarbeiten. Zwei große KanonenpoNtionen sind verdächtig, die Operationen am Hafen auffallend. Es geht das Gerücht über einen offenen Zwist »wischen Derwisch und Arabi. , _ ,
— Aus Konstantinopel verlautet, daß die Großmächte heute durch separate Noten eine erste officielle Aufforderung an die Pforte bezüglich energischer Maßregeln zur Ordnung in Egypten richten mürben.(Fr- Z )
Telegraphische Depeschen.
Wolffs telegr. Correspondenz-Bureau.
Berlin, 5. Juli. Die „Prov.-Corresp." widmet bem Finanzminister Bitter einen warmen anerkennenden Nachruf und hebt aus der dreijährigen Wirksamkeit des Ministers hervor die durch ihn bewirkte Beseitigung des Defizits, seinen Antheil an dem Zollanschluß von Hamburg, an dem Beamten-Pensions- gesetz und dem Gesetz, betr. die Fürsorge für die Wittwen und Waisen der Staatsbeamten. An die Aufgabe der Finanzreform, dem Reiche und Staate neue Mittel zuzuführen, habe der Minister seine ganze Kraft und reiche Erfahrung emgesetzt. Aber es sei ihm nicht gelungen, für seine Vorschläge das Entgegenkommen der parlamentarischen Körper zu finden weder im Reichstag noch im Landtag. Der König habe das unermüdliche Streben des scheidenden Ministers mittelst einer Cabinetsordre geehrt, welche den Dank des Königs in Ausdrücken hoher Anerkennung bekundet.
— Die „Rordd. Allg. Ztg." sagt in einem gegen die „Germania" gerichteten Artikel, die Gewinnung des Friedens durch ein einseitiges Nachgeben sei für die preußische Regierung eine Unmöglichkeit. Am Schluffe heißt es: Die Staatsregierung würde es gewiß bedauern, wenn die weitere friedliche Gestaltung davon abhängig gemacht würde, wer am längsten zu warten vermag, Preußen oder Rom. Wir glauben nicht, daß die Kurie geneigt ist, diese Probe anzustellen. Wir sind überzeugt, es waltet bei ihr kein Zweifel darüber ob, daß es für die preußische Negierung ebenso unmöglich ist, dem Könige die Begnadigung Melcher's wie diejenige Ledochowski's anzurathen. Gerade die Herstellung der diplomatischen Beziehungen mit dem päpstlichen Stuhle habe das Mittel geboten, über solche Fragen jedes Mißverständniß auszuschließen.
München, 5. Juli. Der Senat der hiesigen Universität hat wegen der ohne vorherige Verständigung mit dem Senate erfolgten Versetzung des Professors Friedrich aus der theologischen Fakultät in die philosophische eine Vorstellung an das CultusMinisterium zu richten beschlossen.
London, 5. Juni. Das Oberhaus hat mit 138 gegen 62 Stimmen beit von bem Lorb Agryll eingebrachten Gesetzentwurf, betr. ben Parlamentseib, wonach es ben Pairs, wie ben Abgeorbneten freistehen sollte, anstatt ber Eibes- leistuna eine Erklärung an Eibesstatt abzugeben, abgelehnt.
Petersburg, 5. Juli. Die Feuersbrunst, burch welche bas Arkabia- Theater eingeäschert würbe, entstanb bei Gelegenheit einer Probe; Menschenleben fmb babei nicht verloren gegangen . .
— Der Gouverneur von Pobolten, Mtlorabowttsch, ist aus sein Ansuchen seines Postens enthoben worben.
Vermischtes.
Gelnhausen, 30- Juni. Gestern Morgen 9 Uhr machte ber Pfarrer unb Oberschulinspector a. D WorlShoffer bahier, ber, schon ein Greis, dis vor Kurzem fein Amt v.rsahO Selbstmcnboersuch. Worishoffer hat sich schon einige Zeit mit dem Gedanken, sich selbst zu tobten, getragen und scheint Verfolgungswabnsmn bte Ursache davon gewesen zu fein. Gestern Morgen nahm er wie man ber »Käst. Ztg. berichtet - stilli'chweigend ein altes Rasirmesser, dessen Spitze runb ist, ließ sich n einen Sessel nieder und schnitt sich nun, ohne einen Laut von sich zu geben, ben Hals durch Seine Tochter, die in demselben Zimmer anwesend war, merkte erst dann etwas von der gräßlichen That, als sie ben mit Blut überströmten Sessel gewahrte. „(Sofort wurbt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen, boch ist bem Leben bes Lebensmüden ein
Ziel gesetzt, seine längste Lebensfrist ist acht Tage. Seit gestern Nachmittag ist ber Aermste jedoch wieder bei Bewußtsein und ist gegenwärtig damit beschäftigt, das „Unglück seines Lebens" nieberzuschreiben, denn die Sprache hat er verloren; Zunge und Sprechmuskeln, überhaupt sämmtliche Sprachorgane sind durchschnitten. Er lebte in Zurückgezogenheit und geht aus Allem hervor, daß er von seiner Jugend an ein verfehltes Leben hinter sich hat. Er war nur Geistlicher auf ber Kanzel, sonst ein Mann bes Volkes, ber Freiheit. Als Mann in ben besten Jahren bewahrte er einen freien politischen Sinn; er machte die Sturmjahre 1848 unb 1849 unter ben Freischaaren mit
— (Zwei entbedte Stabte.] Dr. Schliemann hat, wie ber „Stambul" berichtet, mit Hilfe zweier deutscher Architecten neue Nachgrabungen bet Hiffarlik in Kleinasien begonnen. 150 Arbeiter sind dabei beschäftigt. Es wurden in dem verbrannten Stratum zwei vollkommen deutlich von einander unterschiedene Städte entdeckt, wodurch nunmehr festgestellt erscheint, daß Hiffarlik die Akropolis ber zweiten verbrannten Stadt war. Die Nachforschungen werden bis August fortgesetzt
— Was Berliner Häuser in sich bergen: In einem einzigen Hause der Elisabeth- gemeinbe wohnen 1258 Personen- Es ist das Haus Ackerstraße 132/133, ein großes Vorberhaus mit Hinterhäusern 1073 bieser Personen sinb, der „Kr. Ztg." zufolge, evangelisch, 132 katholisch, 26 jüdisch, 27 andere sind entweder dissidentisch oder gehören ber sogenannten apostolischen Gemeinde (ben Jcvingianern) an Alleinftehenbe evangelische Frauen in diesem Hause wurden 59 gezählt, darunter 8 eheoerlassene, alleinstehende katholische Frauen 7. Evangelische Ehepaare giebt es dort 171, katholische 13, jüdische 3. Von 33 gemischten sind 18, wo ber Mann eoangflisch, bte Frau katholisch ist; 11 wo ber Mann katholisch, die Frau evangelisch ist; 2 wo der Mann evangelisch, die Frau Jüdin ist; 1 wo der Mann jüdisch, die Frau evangelisch ist; 1 wo der Mann Dissident, die Frau jüdisch ist.
— Vor einigen Tagen erhielt die Newyorker Einwanderungs-Commission Nachricht, daß im Hause einer Familie Steinfels ein frisch eingewandertes deutsches Mädchen seit mehr als 6 Monaten tu förmlicher Sklaverei gehalten werde. Ein Polizist wurde hingeschickt unb drang trotz des wüthenden Proteftirens zweier Weiber bis zu bem Mädchen, das ihn nach Castle Garden begleitete. Dort gab das Mädchen folgendes zu Protokoll: „Mein Name ist Charlotte Koch; ich bin aus Gießen in Hessen. Ein gewisser Steinfels, der jetzt in 322 Ost 52 Straße wohnt, war zur Zeit mit feiner Familie in Hessen unb machte mir den Vorschlag, daß er mich nach Amerika mitnehmen werde. Ich ging darauf ein unb verpflichtete mich, 6 Monate umsonst zu dienen, wenn ich freie Ueberfahrt erhalte. Frau Steinfels mit ihren 6 Kindern fuhren in ber Kabine, währenb ich im Zwischendeck fahren mußte. Ich blieb laut Contract 6 Monate unb 6 weitere Wochen noch für einen Mantel, welcher für mich aus Lumpen angefertigt wurde, ben mir bie Frau Steinfels gab. Vor einer Woche waren die 6 Monate um unb ba sagte man mir, daß ich noch weitere brei Monate dienen müsse, weil ein K>nd von zwölf Jahren in meiner Gegenwart in ber Küche hinfiel und sich verletzt hatte und ich bie Doctorsrechnung ausgleichen müsse. Sie wollten mich nicht aus dem Hause lassen unb nahmen mir schließlich den Mantel wieder weg " Auf Befragen über den Unfall, welchen das Kind des Steinfels erlitt und wofür das Mädchen die Doctorrechnung bezahlen sollte, erzählte es, daß die Kinder der Steinfels sehr ungezogen seien und ihr viele Unannehmlichkeiten verursacht hättem Am bewußten Tage war sie mit den Kindern allein zu Hause und ba sie schon öfter dafür ausgezankt wurde, daß bte Kinder in der Küche naschten, so weigerte sie sich, dem in Frage stehmben Mäbchen den Schlüssel zum Speiseschrank auszuhändigen. Bei bem Versuch, ben Schlüssel aus der Hand des Mädchens zu reißen, fiel das Kind auf ben Boben unb verfiel barauf in Krämpfe Von ber Bezahlung ber Doctor- rechnung habe sie übrigens erst erfahren, als sie das Haus verlassen wollte. Während der ganzen Zeit, bie sie im Hause verbrachte, hatte sie keinen freien Tag unb wenn sie ausging, mußte sie jebesmal 3 ober 4 Kälber mit sich schleppen- Auf der Herreise von Europa mutzte sie im Zwischendeck fahren, während bte Steinfels in der Cajüte reisten, was aber nicht hinderte, daß sie schon auf dem Schiff für die Familie arbeiten mußte. Der Stetnfels ist übrigens ein Lumpenhändler uni ber Mantel bes Mädchens, für den es 6 Wochen bienen sollte, war aus zusammengelesenen Lumpen zusammengesetzt- (Aus ber Reformirten Kirchenzeitung von Cleveland, Ohio vom 7. Juni 1882.)
— (Ein neuer Diebsknisf ] Eine unangenehme Ueberraschung hatte neulich ber Mayor Harrison, unser Mitbürger, schreibt ein Blatt in Ch cago. Als er mit einer Summe von 1300 Doll, in der Tasche die Citty Hall betrat, fühlte er, wie sich Jemand dicht an ihn herandrängte. Er packte den Arm des Fremden und schaute ihm ins Gesicht, um zu entdecken, daß es ein Pockenkranker war, der ihm sein Geld gestohlen. Trotzdem ließ er jenen festnehmen und schließlich stellte sich heraus, daß das Pockengesicht künstlich hergestellt war.
— sElephanten-Rache ] Im Londoner Alexandra-Palast wurde dieser Tage ein Mann, Namens Charles Hodges, von einem Elcphanten getödtet. Der Circus von Myers, welcher dort jetzt Schaustellungen gibt, hat unter einer Anzahl von Elephanten ein altes Weibchen, welches vollständig blind ist. „Blind Bill" war stets wegen ihres fünften Charaeters gerühmt, es ist daher schwer zu erklären, was sie dazu veranlaßte, Hodges anzugreifen. Dies geschah, als bie Elephanten nach der Probe in ben Stall zurückkehrten. Hodges gab „Blind Bill" einen leichten Schlag, um sie anzutreiben. Darauf kehrte der Elephant um und drückte dabei ben Mann gegen bie Wanb. Als er tobt zu ihren Füßen niederfiel, gab ihm „Blind Bill" mit dem linken Zahn noch einen Stoß ins Herz. Die Wärter glauben, daß das Thier aus Futterneid Hobges angegriffen habe, w-il es annahm, daß dieser es daran hindern werde, zuerst zu der Raufe zu kommen.
— (Der Siebenschläfertag.] Am 27. Juni, am Siebenschläfertage, hat es geregnet und nun w rd es sieben Wochen hindurch jeden Tag regnen Das tft allgemein bekannt, und wer irgend auf Wetterkunde sich versteht, wird nicht daran zweifeln. Man weiß wenigstens, woran inan ist und daß man bis Maria Himmelfahrt, den 15. August, nicht ohne Regenschirm auszugehen wagen darf. Woher ber für die Witterung des Sommers so bedeutungsvolle 27. Juni seinen Namen hat, scheint nicht allgemein bekannt zu sein. Es entstammt aber derselbe der Legende von den sieben Schläfern. Sieben Jünglinge l bten zur Zeit des Kaisers Decius in Ephesus und waren Christen, während in der Stadt noch das Heidenthum herrschte. Ihres Glaubens wegen öeifolgt, flohen sie in eine Felsenhöhle vor der Stadt und verbargen sich. Einer von ihnen schlich sich täglich in die Stadt, um für sie alle Brob zu holen. Ihr Aufenthalt aber wurde entdeckt unb die Höhle von ihren Verfolgern mit Steinen zugebaut. Als bas geschah, schliefen sie ein. Dreihundertzweiunbsiebzig Jahre barauf, als ber Kaiser Theodosius regierte (mit der Geschichte stimmt das nicht genau), wollte em Mann auf dem Berge, in dem bie Jünglinge eingeschlossen waren, Ställe bauen unb öffnete babei burch Zufall bie Höhle. Davon erwachten bie 7 Schläfer unb waren bes Glaubens, sie hätten nur eine Nacht geschlafen. Wieber ging Malchus nach der Stabt, um Brod zu holen. Sehr wunderte er sich, als er vor dem Thore ein Kreuz fand und als er in die Stadt kam, erstaunte er noch viel mehr. Die Stadt erschien ihm ganz unb gar verwandelt; er wurde irre an sich und wußte nicht, ob er wache ober träume. Doch fanb er die Brodbänke und forderte und erhielt ein Brod. Als er es aber bezahlen wollte mit den alten schweren Reichsmünzen aus der Zeit des Decms, da erstaunte der Händler unb fragte, woher er das Geld habe? Da er nichts Wahr? fcheinlich.s barauf erwidern konnte schöpfte der Mann Verdacht, rief andere herb« und es entstand darüber ein Auflauf' auf dem Markte. Zuletzt band man den Malchus wie einen Dieb und führte thn vor ben Bischof Martin. Der, als er ihn verhörte, merkte bald, daß etwas Göttliches vorlag Er ließ sich von Malchus zu der Hohle führen und viel Volk gmg mit Da fanden sie bte anberen Sechs und durch Briefe, die sie vorzeigen konnten, wies sich das Wunder aus. Der Kaiser Theodosius, als er davon hörte, kam 'selbst nach Ephesus, um die Jünglinge zu sehen. Angesichts des Kaisers und des Volkes, das mit ihm gekommen war, gaben bann bie Sieben m frommem Gebete ihren Geist auf und starben alle zugleich. Das ist bte Sage von den 7 Schläfern, wie ein Gedicht des 13. Jahrhunderts, das G- v- Karajan herausgegeben bat, sie in reizvoller Sprache erzählt Poetisch bearbeitet ist der Stoff m unserer Zeit durch Ludwig Giesebrecht unb zwar vortrefflich. Warum ber Tag der 7 Schläfer ein so großer Wettertag tft, kann ich nicht sagen- Thatsache aber ist, daß er als ein solcher gilt unb baß es am Dienstag, als er im Kalenber staub. geregnet hat. Gute Aussichten für bie Sommerfrischler! Nun giebt es aber in diesen betrübenden Umständen zweierlei Trost und Hoffnung- Zuerst kann es ja sein, daß es alle Tage nur ein klein wenig, womöglich nur des Nachts regnet; dann läßt sich bte Sache ertragen. Oder auch bte Wetterorbnung wirb nicht gar zu streng eingehalten und es regnet überhaupt nicht jeben Tag. Auch bas ist benfbar. Die Natur binbet stch auo) sonst nicht so genau an bie Regel; sie giebt bem Klee zuweilen ein viertes Blättchen


