Ausgabe 
7.5.1882 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Meine Wohnung befindet sich

Anfang 5 Uhr.

3312

r

«i

L

Mermischte Anzeigen.

3292 Wäsche zum Bügeln wird an­genommen und gut und pünktlich besorgt. _________________Wallthorstraße A. 151.

, .®on Bahnhof nach dem Riegel­pfad ist eine silberne Ehlindcruhr mit Secundeiizeiger und silb. Kettchen verloren worden und wird der ehrliche Finder gebeten, solche in der Expcd. ds. Bl. gegen gute Belohnung abzugeben.

Ablieferungen der Ausrüstungen nächsten Donnerstag von 8 Uhr Abends ab im Hauptspritzenhaus. 3315

Restauration Schmidt

Sonntag den 7. Mai:

3317

(iirrptrninurii

nach neuester Construction werden schnell,und prompt ausgeführt von der Filiale P. Graef in Gießen, Neuenbäue 82. 3094

Statt besonderer Anzeige die traurige Mittheilung, daß meine liebe yrau, die gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter

Wilhelmine Gerbode,

geb. Fritzsche,

am 5. l. M., Nachmittags V25 Uhr, nach kurzem Leiden im Alter von 82 Jahren sanft entschlafen ist.

Um stille Theilnahme bitten

3314 Gerbode, Hausverwalter i. P.

und Angehörigen.

Gießen, den 6. Mai 1882.

Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag um 4 Uhr vom Sterbehause, Ederstraße A. 114-, aus statt.

3113 In Wetzlar finden junge Mädchen zur gründ!. Erlernung des Haushaltes und aller weiblichen Hand­arbeiten herzl. Aufnahme. Nachhilfe in Musik; Gelegenheit zum Besuch der In­dustrieschule. Referenzen: Fr. Dr. Hal­be y, Frau Bergvcrwalter Roth, Wetz­lar, Frau Professor Maurer, Frau Dr. Rittershausen, Herborn.

Nah. Auskunft durch Amalie Sieg­fried, Wetzlar.

ooooQOQoa oooooaoa

O 3313 Unserer lieben Freundin

Marie Dörr

§ooS^et^0rn 3U ihrem heutigen 22. Wiegenfeste ein dreifach don- n e r n d e s H o ch, daß die ganze Mühl-

Q gaffe wackelt.

Einige Freunde von auswärts.

oaooooooo 00000000

Die H w !>«<t m en'vche und 8rtjuiiimnanltnlt ist in allen ihren Abtheilungen eröffnet.

Die Anstalt ist abermals den Verhältnissen entsprechend bedeutend ver­größert und verbessert, in der SNännerabtheilung ist ein Auskleidezimmer für die älteren Herren eingerichtet, welches geheizt werden kann. Grund- und Kasten­bäder find vermehrt. Die Damen-Schwimmanstalt ist sehr erweitert und find die Auskleidezellen um 10 vermehrt. Die 6 Bassins sind in jeder Tiefe vorhanden. Für den Schwimmunterricht und die Aufsicht sind erprobte Kräfte da, stehen unter meiner Aufsicht und ist der Schwimmlehrer den qanzen Tag zur Aufficht anwesend.

Das Schwimmen der Damen findet in den Wochentagen von Morgens 610 Uhr unter Aufsicht der Schwimmlehrerin statt.

Das Baden der kleinen Mädchen im Kinderbad wird stets überwacht und geleitet, ebenso das Schwimmen der Mädchen im Bassin.

Unterrichtsstunden und Badezeit für die Schuljugend find an den Wochentage» Vormittags von 10 bis 12 Uhr and Nachmittags von 3 bis 7 Uhr; in diesen Stunden wird gute unb strenge Aufsicht geführt, so daß die verehrt. Eltern t» jeder Beziehung beruhigt sein können.

Um dem Wunsche meiner verehrt. Badegäste nachzukommen, habe ich für dieselben einen guten Weg von der Hammstraße aus durch meinen Garten nach der Anstalt gelegt.

Indem ich noch besonders darauf aufmerksam zu machen mir erlaube, daß auch die natürliche Lage der Bäder mit ihren bewährten Einrichtungen allen Anforderungen vollkommen entspricht, lade ich hiermit ganz ergebens! zum Abonnement ein und bitte mir das seit 31 Jahren geschenkte Vertrauen auch fernerhin erhalten zu wollen.

Nähere Bedingungen sind in der Anstalt zu erfahren, wo auch die Abonne­ment-Liste zur gefälligen Einzeichnung offen liegt. 3296

L. Chr. Rübsamen, __Nurn- und Schwimmlehrer.

Verantwortlich- R-da-tion: A. Scheyda. - Drucks Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in «ießeu.--

Hierzu ein zweites Blatt.

16°----------1

Rechnungen, Torturen,

Adreß- und vistlkarlen, Hanstouverts mit Firma, sowicallesonst. firuibardeiien billigst bei L. Strautz, Bismarckstr. j]

An die Einwohnerschaft von Gießen.

gestrigen General-Versammlung ist, nahezu einstimmig, die Auf- fiing unterer Feuerwehr für nächsten Donnerstag beschlossen worden. Wir h°ltenuns verpflichtet, den Grund eines so außerordentlichen Schrittes lediglich Rechtfertigung kurz darzulegen. Derselbe ist, der Hauptsache nach, gelegen m dem Mangel der nothwendigen Förderung und Rücksichtnahme von Seiten der Stadt. Es ist schon seit Langem? daß uns verschieden^ zum Theil von der «tadtvertretung sellist für nothwendig erachtete, Einrichtungen vorent- ©teto.ante^'feitV Z°^en ist die Erbauung eines zweckentsprechenden S-ms? \ s< t b Jahren die emes Leiterhauses inmitten der Stadt vom Stadtvorstand betchlossm, bis heute aber haben wir trotz aller Vorstellungen tri dieser Beschlüsse noch zu warten gehabt. Wir habe/es

rwLf* Beschwerden Nicht einmal erreichen können, daß die Einfahrt zum ^e'.erfchum>en un Holzmagazm sreigehalten wurde, die meist durch der Stadt gehörig -stein- und Holzmassen verlegt war. Eine telegraphische ober tele­phonische Verbindung der im Brandfall zu benachrichtigenden Hauptstellen bat man uns trotz der im Verhältniß zum Werth der Anlagen geringfügigenKosten versagt Daß unsere Einladungen zu Ehrentagen des Corps seit Jahren fast regelmäßig nur nut einigen artigen Zeilen der Entschuldigung, ober auch gar "'cht beantwortet wurden, haben wir als Vernachlässigung lebhaft empfinden ,,e£ aber die Stadtvertretung schließlich, trotz besonderer Einladung ZU

5®erfamm[lm9 »on. letzten Samstag es nicht der Mühe werth er- ÄA? r Tr aW$) bu^ ein Mitglied, vertreten zu lassen, und uns

U rrF 0- F- gegenüber den wiederholten schnöden Angriffen in der hiesigen Presse auch nur einige Worte der Anerkennung zu schenken, erschien stetsfcÄT "tlentliche Blosstellung. Eine Feuerwehr, die seit 27 Jahren ftets ihre Pflicht treu erfüllt hat, deren Maschinen stets die ersten am Platze waren, seit deren -uhatigkett kein Feuer in unserer Stadt die beim Angriff Vor­gefundenen OrenM überschritten hat, dürfte wohl billigerweise auf eine solche Anerkennung und Förderung rechnen. 1 ;

er riehmen gern an, daß nur Lässigkeit zu Grund liegt; man wußte

Feuerwehr ihren Dienst that und gewöhnte sich, das als etwas Selbst­verständliches hlnzunehmen und sich nicht weiter um jene zu kümmern

Gerade durch unseren einschneidenden Schritt nun, und das war mit be­stimmend, hoffen wir eine Besserung herbeizuführen, um auch so noch der Stadt zu nutzen, wenngleich mit unseren älteren Leuten eine nicht bald zu ersetzende Summe von Erfahrungen und in der Uebung erwachsene Eigenschaften ver- loren geht ^ndem wir durch unseren Wegtritt zu Begriff bringen, was eine geordnete Feuerwehr für unsere Stadt bedeutet und was man ihr schuldet, hoffen mir damit denen, die nach uns kommen, eine bessere Stellunq zu be- grunden; wir hoffen insbesondere auch die junge Bürgerschaft, der zum Theil ÄUnose Liebhabereien seither höher standen, als die Ehre des freiroüligen Loschdienstes, die sie nicht zu begreifen schien, zum Bewußtsein ihrer Pflicht zu erwecken, ober zu deren Uebung zu nöthigen. v J

... ..""seren außero! deutlichen Mitgliedern sagen wir zum Schluß besten Dank für die uns gewahrte Unterstützung; wir setzen voraus, daß sie mit der Be­stimmung unseres durch sie begründeten kleinen Vermögens zur Unterstützuiiq etwa verunglückender Feuerwehrleute einverstanden fein werden.

Auftrag der I^encral-Berjamwlungt aste Dir Vorstand der fteiw. städt. Feuerwehr.

Pösehels Bier.Halle.

11 _ Montag den 8. Mai:

Erstes flroßes Oncert, ausgeführt von der Capelle des II Grossh. Hess. Inf.-Reg. Nr. 116, unter Leitung ihres Capeilmeisters Hrn. C. Krausse. Anfang 9 I hr. --- Entree SS Pfg.

B. 134 Neuenweg B. 134 X

(Ecke der Weidengasse). X

Karoline Euler, Hebamme.

Wermielßungen.

3279 Der erste Stock zu vermietheu.

8. Fäuerbach Wwc., geb. Eberivein, ___Grünbergcrstraße 15612.

3293 Logis an ruhige Leute zu ver- miethen._____________Tiefenwcg C. 146.

3308 Der untere und mittlere Stock meines Hauses per August zu vermietheu. _______Karl JugHardt, Kanzleibcrg.

3307 Ein möbl. Zimmer mit Käbinet zu vermiethcn. L. Blöller, Sonncnstr. 103.

3306 Freundl. Zimmer mit Kabinet, mit oder ohne Möbel, zu vermiethcn. ___________ Scltersweg C. 46, 2. St.

^303 Eine Wohnung, 48 Zimmer, per 1. Juni zu vermietheu.

___________El. Volk am Ludwigsplatz.

3305 Der neuhergerichtete 2. Stock meines Hauses, 4 Ztmmcr, Kabinct, Küche und alles Jubchär, sosort beziehbar.

W. Ferber, ___________________Lindcnplatz.

3294 Ein kleines Logis zu vermietheu. _________Gg. Möhl, Bahnhofstraße.

3297 Eiu möbl. Zimmer mit Kabinct, sowie -ine einzelne Stube zu vermiethcn. __I, Trapp, Ederstraße.

3304 Möblirtes Zimmer billig zu vcr- miethen. Bahnhosstr. C, 126, ob. Stock.

2461 Ein kleines Familienlogis zu Der: miethcn. Rothenberger, Kaplansgasse.

3319 Der mittlere Stock meines Hauses, 5 Zimmer und Zubehör, bis zum 1. August zu vermietheu.

W. Dietz, B. 77.

1537__

373 Alle Schirmreparaturen, sowie das Neu-Ueberziehen von Regenschirmen wird bestens besorgt von

J- Weitzenkorn, Schulstraße 19.

3207 Ein Junge kann in die Lehre treten bei Karl Flett, Schloffcrmeister.

2023 Einen Jungen sucht in die Lehre Fr. Weinhardt, Schreinermstr.