.... <.« Dienstag den 7. Februar
ALP.
Gießener Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Erscheint tätlich mit Ausnahme des Montags.
Pni'eanr Schul st raße B. 18.
Feutschland.
m Dakmttadt. 5- Februar. Gelegentlich der Verhandlungen, welche Mischen der Großh. Recherung und dem Finanzausschuß der zweiten Kammer über das L-taats- budget sür di- Etmsfahr- 1882-1885 stattgesunden haben, ist di- Frage angeregt worben, ob cs nicht thunlich sein werde, die Ansätze sür die Gehalte der J soren, Probatoren und Calculatoren dargestellt zusammenzugre fen, daß sur sämmtliche Stellen -in Durchschnittsgehalt mit Annahme eines Minimal- und-'v-s Maximalgehaltes gebildet und gleichzeitig hiermit btt in dem Houptvoransch 6 Staatseinnahmen enthaltene Anforderung sur dte an Rev^ren erster Klasse der M - Neckar-Bahn zu bewilligenden Dienstalterszulagen berücksichtigt werde. In Folge oer aus der Mitt- dcs Ausschusses geäußerten Wünsche hat die Regierung unt-rm 21. D-zember v. I. -in- dnsen Gegenstand betreffende Vorlage gemacht der wer Nach, stehendes entn«hm,n. Rechnet man den Obengenannten die Buchhalt-r der Hauptstaats.
durchführbar. $ $r Völk erhielt nachstehendes Schrei-
Augsburg, 4. Febrular. s > < bitte Sie, gnädige Frau, meine ben des Reichskanzlers Fürsten B^^ Verluste entgegenzunehmen, den Sie herzliche Theilnahine an °em i i ^d mit Allen, welche polsttsche oder
erlitten haben. Ich be™„b „ Verstorbenen gehabt, in ihm einen von reiner, persönliche B^ehungen K b^ ' unb babei oon großer persönlicher Liebens, patriotischer Begeisterungt g ber nationalen Wiedergeburt Deutsch, wurdlgkelt umerfrutzrttt
enff(> ffir melcke zwei Gehaltsklassen von 2800 und 3300 mit dem ^>rck- rS. QüRß M belieben so sind 'M Ganzen 89 Stellen in Betracht zu
ifSÄ ÄH S»
WersÄ. L?ckuff-s üb-r da" Swatsbudg-t für di- Finanzp-riod- 1882-85 s°w-it uoran- SttÄ ton?” BÄl'Ü" gkschäftUchln Ang-l-g-nh-it°n"w^ Wahl-
Negierung das Ersuann r ch novols zu wirken. Die beigegebencn Motive
gegen Ernsuhrung des T Nesvrecbuna dieser Frage bei den verschiedensten 'S“.ÄÄ
JÄt'M « ÄA«..™, w <$*.« M Tabaksmonopols zur Folge haben wurde. , _ ;r.
München, 3. Februar. Obgleich dem Reichstage m nächster Session ein neues Hcmsirgesetz vorgelegt werden soll, so hat sich doch das bayerische Ministenum des Innern nicht damit begnügt, aus die Beschleunigung dieser SZma bimuwirken, sondern noch eine besondere Verordnung über diesen Gewerbebetrieb erlassen, welche bezweckt, diesen Auswüchsen schon bei fetziger Lale der Gesetzgebung nach Kräften entgegenzutreten. . Aus dem Ausschreiben, welches zur Erläuterung jener Verordnung an bie Kreisregierungen Distriets- und Ortspolizeibehörden erlassen ist, sowie aus der Verordnung selbst entnehmen wir einige Sätze: 1) Namentlich sind es die Gewerbetreibenden m den kleineren Städten und Märkten (Flecken), die sich unzufrieden darüber äußern, daß ihr ohnehin beschränktes Einkommen durch die Concurrenz der Hausirer noch mehr aeschmälert werde, und vaß die sichere Einnahmequelle, welche sonst der Kaus- mann in der Laiidbevölkerung gefunden habe, versiegt sei, indem die Hausirer jedes Gehöft zu finden und daselbst ihre Waaren abzusetzen wissen. ~) Es wird behauptet, daß die Behörden (Kreisreglerungen) und polizeilichen Vollzugs- " ane un7L eil solchen Personen gegenÄer in
tionssckeine und in der Controls zu nachsichtig seien. 3) Im Interesse ves ickiitzbedürftiaen Kleingewerbestandes, ivie im Interesse des^ublikurns überhaupt unb' ber gefährdeten öffentlichen Sicherheit, wird den Behörden hiermit zur Vstickit aemacht diese Anweisung auf das Gewissenhafteste zu befolgen und ins- 85Ä $ sä- ääWSBB
tanschule wurde ent neuerer Antrag beä' S- , . mit möglichstem Anschlüsse Confessionsschule; die Bildung der SchulspgA h @emeinbe ohne Schule an den Pfarrverband zu erfolgen, die , ber benachbarten Schule ihrer ihrer Confessivn sind berechtigt zur Be tzBestimmungen des Landrathsab- schieds von 1818 maßgebend " - <1(ntraa für unannehnchar und un- Der Cultusminister Lutz erklärte diesen Antrag T
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Don Garfield zu Arthur.
Dip nolitiicke Laae in den Vereinigten Staaten ist beim Beginn des n r 6 |ooq oine wesentlich andere, als man sie in der ersten Halste des Labres 1881 voraussehen zu können glaubte. Mit Garfield trat em Mann an R?Svibe der Union der durch die Reinheit feines Charakters durch seine in Ätiea^unb Frieden als Soldat und Staatsmann bewahrten Fahigteiten und gs iÄW
8er reonblikanischen Partei zu einigen, ohne die Demokraten zu sehr zU ver L'^ ^verwickelte ihn in Kämpfe mit dem Grantflügel, die für ihn und das Land'verbängnißvoll werden sollten. Einzelne seiner Minister nahmen ba.j Üßerf ber Reform so entschieden und kräftig in die Hand und erwarben damit in viel Erfola und Beifall, daß man anfing, sich ber Hoffnung hmzugeben, bte law äbmSrXn merbe allmälig in diese Bahn einlenten und rüstig darauf iortichreiten namentlich auf das Hauptübel des Aemterwesens. Da ging plotz-
L-?LmS"--d richtigen Takt, während andere wieder die Absicht, eine extreme Parteiwuth. schäft einzuführen, durchblicken ließen. In nicht geringem Grade hangt die künftige Gestaltung der Parteipolitik und damit die Fortentwickelung der Umon von der Haltung des Präsidenten Arthur ab. Für seineWimutfiratton wirb io nicbt Alles trügt, das Jahr 1882 das entscheidende sein. Präsident Arthur hat hinlänglich Gelegenheit gehabt, werthvolle Erfahrungen zu sammeln, die ihm als Richtschnur dienen können. Einige ferner Amtsernennungen fanben gemeine Mißbilligung, während diejenigen seiner Anstellungen, bei denen mehr als den einseitigen und engherzigeii Partei-Standp^ ereff
berücksichtigte, den aufrichtigsten und vielseitigsteti Beifall davon trugen. Fall^ nun der Präsident auf dem letztem Wege fest und consequent vorwärts chreitet mag er wohl den Zorn und Unwillen der „Stalwarts ,b. h. der selbst, und herrschfüchtigeu Republikaner, Hervorrufen, allein das Vertrauen und die Unter- stützung ber besten Bürger unb ber Mehrheit bes Volkes wird er gewinnen. Bis jetzt ist es leider noch immer sehr ungewiß, welchen ber beiden bezeichneten Wege Herr Arthur einfchlagen wird. Obschon er aus den Rechen der tainpf- und beutelustigen „Stalwarts" hervorgegangen ist, neigt sich sein Teinperamen doch mehr dahin, aufregenden Kämpfen aus dem Wege zu gehen, als sw auf« zusnchein Aus diesem Grunde dürste er es vermeiden, Schritte zu thun, ote nach irgend einer Seite hin schwer verletzen; er wird vielmehr den Versuch machen, mit aller Welt auf leidlich gutem Fuße zu bleiben Das Gelingen dieses Versuches hängt wesentlich davon ab, ob er mit einer friedlichen jsoutit bei seinen nächsten Parteisreunden reüssirt. Die meisten dieser Freunde aber, Conkling und Grant an der Spitze, sind nicht sehr friedliebender Natur ; und wenn Präsident Arthur schließlich den Impulsen dieser Freunde nachgiebt, dann können hitzige Streitigkeiten nicht ausbleiben. Welchen Weg die Dinge nehmen werden, läßt sich jetzt schwer voraussagen. Je mächtiger die „Stalwarts in der Administration sind, desto mehr werden sie und mit ihnen die republikanische Partei im Volke verlieren. Kein Politiker, so lautet das Urtheil aller unbefan- genen Kenner der gegenwärtigen Verhältniffe in der Union, .kann unter den obwaltenden Umständen irgendwie dauernd erfolgreich fern, der in seinen Berechnungen die Thatsache übersieht, daß das amerikanische Vo k wie es fetzt gestimmt ist sich nicht mehr hinreichend für Parteien als folche begeistern kann, um dadurch seine politische Haltung entscheiden zu lassen; und wenn dief Stalwarts" meinen, daß sie ihre Sache dadurch sordern, daß ste das Andenken Garfield's dem sie das Leben verbitterten, verunglimpsen, so haben sw Die Rechnung ohne den Wirth, b. h. ohne das Volk, gemacht.
Rr 4 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben ben 31. v. M., enthält: ,».s ÄÄ- - ......


