1882
Donnerstag den 6. April
Rr. 82
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Amts- und Anzcigcblatt für dm Kreis Gießen
Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags.
Snrsan; Schulstraße B. 18.
Betreffend: Consolidation in der Gemarkung Lollar.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
flüssige Köchin jBad-Nauhti«
Die Einweisung in den Besitz der neu Gießen, am 4. April 1882.
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rbautcn Hach den mit Logi?, igen, bestehend 'Zubehör, bis
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Deutschland.
Darmstadt, 3. April. Der den Stünden vorgelegte Gesetzentwurf maen Revision der Gewerbesteuer regelt die seither streitige Frage der Besserung ber Erwerbs- und Wirthschafts-Genossenschaften. Hiernach lind die Genossen- schaften, welche unbeschadet der Freiheit auch von Nichtmitgliedern Kapitalien oder Spareinlagen entgegennehmen, die ihrem Zweck entsprechende ^hüttgtert statutengemäß und thatsächlich auf den Kreis ihrer Vereinsgenosten beschranken und nicht die Erzielung eines gewerblichen Gewinns erstreben, von der Eut- rickstunq der Gewerbesteuer befreit. — Hinsichtlich der Besteuerung der Bergwerke enthält der Entwurf die Bestimmung, daß Bergwerks-Unternehmer im Beginne und während des Betriebs, so lange das Bergwerk keine Ausbeute au Mineral liefert, von der Gewerbesteuer frei sind.
Darmstadt, 4. April. Wie zu erwarten, hat sich der Finanzausschuß rmeiter Kammer gegen die von Kugler beantragte Einführung des Secundär- betriebs auf den oberhessischen Bahnen erklärt, auch die Wiedereinziehung Fes vierten Zuges für den Winterdienst abgelehnt und zwar wesentlich mit Rücksicht allf den lebhaften Widerspruch, den das Project in allen bctheiligten Kreisen gefunden. — In dem Gesetzentwurf, die Einführung einer Kapitalrentensteuer betreffend, hat u. A. die Bestimmung Aufnahme gefunden, oaß Wittwen, elternlose Minderjährige und erwerbsunfähige Personen bei einem Gesammt- einkommen von weniger als 1100 ja, wenn ihre Bezüge an Kapitalzinsen die Summe von 550 ,< jährlich nicht erreichen, von der Entrichtung der Kapitalrentensteuer befreit fein sollen.
Durch Allerhöchstes Decret vom 1. l. Mts. wurde der Gerickstsschrei- ber bei dem Amtsgerichte Wimpfen, Georg Stein acker, zum Gerichtsfchreiber bei dem Amtsgerichte Butzbach ernannt.
Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Fusti' vom 1. l. Mts. wurde der Gerichtsvollzieher Johannes Müßig zu Groß- Umstadt zum Hülfs-Gerichtsschreiber bei Großherzoglichem Amtsgerichte Langen
1. April. Der Geh. Ober-Regierungsrath Dr. Engel ist mit heuigen Tage aus seiner amtlichen Stellung geschieden, doch behält er die Redaction der von ihm geleiteten Zeitschriften bis zum 1. Juli bei. Ein ihm anaebotenes Festmahl hat Geh. Rath Engel abgelehnt. Auch der Geh. Ober- vostratb Sachse scheidet heute nach 55jährigen treuen Diensten aus seinem Amte und empfing bei dieser Gelegenheit viele Beweise der Theilnahme, so auch von linit'rcni ^vtOTipt-on^cn.
Berlin, 3. April. Ein Rothruf der Antifortschrittler. Die Zahl der Aemter in Deutschland hat einen Zuwachs erhalten. Seit einigen Sagen ist man bemüht, das. Institut der „Reichssteuermeister" in's Leben 511 rufen. Es liegt darüber folgendes gedruckte Actenstück vor, welches als Circular von den '„Antifortschrittlern" versandt wird:
„Berlin, Datttm des Poststempels.
Ew. Hochwohlgeboren
erlaubt sich das unterzeichnete Comito die nachstehende Mittheilung ergeben)! zu machen. Da bei den Berathungen über die Rtittel zur Unterstützung der antisemitischen Presse sich die Nothwendigkeit herausstellte, durch persönlich aufopfernde private Thätigkeit der Einzelnen möglichst weite Kreise heranzuziehen,
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so ist im Einverständniß mit den Betheiligten nach Beschluß einer eigens zu diesem Zwecke berufenen Versammlung die Institution der „Reichs,teuernuc tcr ins «Eben gerufen Worten. Die Statuten, welche hier allfeittgen B-ffall g - funben folgen anbei; zur Legitimation dient eine unständig ausgestattete Karte mit der Bezeichnung: „Legitiniationskurte Nr. . . als Reichssteuermeister sur den deutschen (antisemitischen) Nationalfonds zur Unterstützung der Parteipresse und Parteiführer" den Rand schmückt, in lateinischer und deutscher Sprache der Bismarck'sche Spruch: „Im Vaterlandsdienst reib ich Mich au .
Da Ew. Hochwohlgeboren uns als Gesinnungsgenosse genannt werden, so prfnnben wir uns die Anfrage, ob Sie geneigt sind, an dem nationalen ~>erte inihuarboiten. Auf Sruub ter im § 1 vorgesehenen Zahlung von mmteftens rTunb unter dir Voraussetzung, daß sw dir du,-l fi -orMehemi mono l.cho Beitragspflicht pro 1882 acceptiren, wurden wir uns gestatten, Ahnen ^.cgiti niation und erste Mouatsliste zugehen zu lassen.
Das Comito des deutschen 'Nationalfonds.
In Austrag:
Gustav Költzsch, Berlin C., Schloßplatz 4.
Aranstreich.
Paris, 3. April. Wie aus Corunnu gemeldet wird, sindvon den Personen, welche mit dem Packriboot ,,D°nro" Schiffbruch lsttem lOO gere le und gelaudri worden. Der „Douro" be,and nch mit 13,000 Sock Siattn auf der Fuhrt von Brusilien nuch Huvre. _
gebildeten Grundstücke soll Mittwoch den 12. I. M., von Vormsttugs .) Uhr un, stuttstnden.
Großherzogliches Kreisumt Gießen.
Dr. Boekmun n.
c m ® ri Gießen, um 3. April 1882.
Betreffend: Die Vertilgung der Ruupennester. ,
Das Großherzogliche Kretsamt Gießen
an die Großherzogliehen Bürgermeistereien beziehungsweise die Lokalpolizeibeamten.
Unter Bezugnahme auf § 368, pos. 2 des wn SiäS, "welch" dieser ^Iffm"
f*. &W werden, auf Grund der genmmten Gesetzesstellen Anzeige erhoben, sowie die Bertilgung aus Kosten
der Säumigen ungeordnet werden wurde. . rmGononüoitpn in dieser Beüebuna überwuchen und die bezüglich der säumigen Buumbesitzer
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UCH Dr. Boek munn._______
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Telegraphische Depesche«.
Wolff's lelegr. Correspondenz-Bureau.
Berlin, 4. April. Der Kuiser nuhm nach einer recht gut verbrachstn Nacht heute wieder die gewöhnlichen Vorträge entgegen.
’ Der „Reichs-Anz." publicirt die Ernennung Schlozer s zum Gesandten beim p^pMn SWHle. ^lart die Meldung der Blätter, dast die
Herbeiführung L
MTÄ. u°m ersten bis
ZUM letzten Wort als auf Erfindung oeruhcnd. Niiwiaen" melden, ist der
Schwerin, 4. April. Wie die „Mecklenb. Antigen me , ' bekannte Lieder-Componist Friedrich Wilhelm *“ gestorben.
GEhli?des de^schm Botwasters ». Keudell ist'gestL' Die Äe >mrd emigeAage im Botschastspalais bleiben und dann nach Deutschland ubenuhrt werten. 0c6 Regier.-Anzch ist das
Petersburg . 4. Jlpul. Generals Strelmkost
Todesurtheil des Kriegsgerichts> l morden. Die authentischen Namen
st in dieser B-steh.mg sülfche Angaben
"^München 3. Avnb Die L. SchelkbeLÜL
nicht mehr so viel geschehe, wie früher, der Cul-
,n, wird M«
t ’m Wllülli-- eidcr. großes u. fiS ib lcknendtt Hause in r Zakov M £ OE
Betreffend: Den im März 1882 vorzunehmenden Wiesengung. Gießen, um 5. April
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
au die Groszherzoglicheir Bttrgermeiftereieu des Krerses.
Wir erinnern Diejenigen, welche noch im Rückstände sind, an schleunige Erledigung unserer Verfügung vom 1. Marz l. I.
!> r. Boekmann. —. — -
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