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Frankfurt a- M. Der Havptpalast der Patent-Ausstellung hat 500,000 JL ^ermstellen gekostet, als Abbruchsmaterial indeß nur einen Werth von etwa 90,000 Man hat deßhalb beschlossen, Gebäude auf drei Jahre stthm zu lassen, mdem man hofft, irgend e ne höhere Verwerthung desselben später zu erzielen, m der Z vischen- ieit aber Veranstaltungen zu treffen, die eme Nutznießung oer Halle ermöglichen- Dre Gelegenheit zu ein'r geebneten Verw ndung der vorhandenen Räume kann sich in mancher Form darbieten. Durch die anerkennens nerthe Bereitwilligkeit der Verwaltung des Palmengartens ist es schon gelungen, e n Übereinkommen zu treffen, in Folge dessen alle Veranstaltungen im Ausstellungspalaste m Verbindung mit der Palmen- uarten.Gesellschaft vorgenommen werden sollten. Für unbedeutende Fälle wird der Zugang zu dem Ansstellungspalaste durch den Palmengar'en erfolgen. Der Reinerlös nus d-r Vermietbung des Aussfttlmgs Gebäudes soll abzüglich der Abgabe an den Lalmenanrt n bis zum Belauft non 200,000 A unter Diejenigen verlhnit werden, welcke diesen Betrag iilr die Ordnung der Angelegenheit zur Verfügung stellen. Sollte sich während der drei Jah^e die Möglichkeit ergeben, das Gebäude zu v rauß.rn so soll in diesem Falle der Uebnschuh über 90,000 M., welche den Bauunternehmer n für den Abbruchswerth ihres E'genthums zukommen, ebenfalls unter die Zeichner der 200,000 JL veUhe'lt werden. D-efe sollen, ohne an einem etwaigen Verluste des Unter­nehmens beiheil gt zu sein, Genußscheine erhalt.n, welche zu dem rati'lichen Anthe.l der ob.n erwähnten Eingänge berechtigen Die Antheilscheine sollen in 100 Stück -K 1000 J4, 100 Stück ä 500 Jl. und 200 Stück a 2o0 J6, emgethnlt und von den bevollmächtigten Vertretern, dm Herren Ionas Dorr jan., Philipp Holzmann und Friedrich Kult. ausgefe.tigt wordm. Die zu et hebenden, sowie die wahrend des Be­triebes einmhmdm Beträge werden bis zu ihrer bestimmungsmäßigen Verwendung beim Bankvause von Erlanger u. Söhne depon-rt. Die Zeichnungen geschahen unter dem ausdrücklichen Vorb halt, daß der aufzunehmende Betrag ausreichen wird, die gütliche Ordnung der Angelegenheit her beizuführen. Wie wir Horen, sind bereits nam­hafte Beträge gezeichnet. Was nun die Gläubig r betrifft, so sind ste bis auf wenige der friedlichen Lösung beigetreten. Die 150 auswärtigen Gläubiger, worunter beinahe B0 Leitungen, haben sich den ca. 400 hiesigen angeschlossen. Es wäre sehr zu wümchen, daß die gehegt n Hoffnungen im Interesse unserer Vaterstadt und der be- -theil gtln Kreise in Erfüllung g hen.

Der Bankier Salomon Rooß von hier hat sich am Samstag in Straßburg wegen Börsindifferenzen erschossen; die Leiche wurde hierher gebracht. Hier betragen die von Rooß geschuldeten Differenzen nur etwa 150,000 JL, in Paris dagegen weit mehr Rooß war schon vor Jahren wegen starken Bmftnspiels fallit geworden und hatte sich später wieder rangirt. Im Ganzen sind an der hiesigen Börse nur sechs "kleinere Spekulanten durch den Krach zu Falle gekommen.

Wien, 29. Januar. In der letzten Sitzung der k. k. Gesellschaft der Aerzte wurde ein lljähriger Knabe vorgeftellt, der im September v. I- aus Versehen Laugen- Essenz getrunken und sich dadurch eine fast vollständige Verwachsung der Speiseröhre zugezogcn hatte. Der Knabe wurde erst dann auf die Klinck gebracht, als er n'cht einmal mehr flüssige Nahrung schlucken konnte. Prof. Albert öffnete dem zum Skelett obgemagerten, hem Verhungern ausgesetzten Knaben die Speiseröhre tief unten am Halse, um von hier aus die verengte Stelle zu passiren. Als sich nun gezeigt hatte, daß selbst eine dünne Sonde nicht im Stande sei, hiervorzudringen, wurde der Magen- schnitt ausgesührt. die Magenwunde in die Bauchwunde eingenäht und von hier aus die Er näh ung vorgenommen. Wochenlang wurde der Knabe nur durch direktes E n- bringen der Nahrungsmittel in den Magen genährt. Später ging man daran, die 'Verengerung der Speiseröhre doch noch zu erweitern. Es gelang nach mehreren Ver­suchen, Darmsaiten, später auch dickere Instrumente zur Erweiterung durchzuführen, so daß der Knabe gegenwärtig schon im Stande ist, breiige Nahrungsmittel zu schlucken. Er thut dies auch redlich und ißt den ganzen Tag, langsam und geringe Mengen schluckend. Der Fall ist gegenwärtig vor allem dadurch interessant, daß man durch die Wunde das Mageninnere besichtigen kann; insbesondere kann man die untere Oeff-

nung der Speiseröhre und den unmittelbar daran stoßenden Thetl des Magens studiren, was mit dem Gastroskop nicht möglich ist, da dieses Jn-trummt eben durch die Speise­röhre selbst eingeführt wird. Es sind also interessante Aufschlüsse über das Verhalten des Magens an diesem Knaben zu holen.

sJn schlechter ßaune.] In einer alten Tübinger Chronik ist Folgendes zu lesen: »Anno 1674, als die Bayern in der Festung gelegen, wurde von den Franzosen der Wall nntermintrt und gesprengt, wobei über 18 Personen bayerischer Besatzung umkamen. Als die M ne angezündet, ist neben Andern auch ein Soldatmweid in die Luft gejagt worden, eine Ackerlänge weit ohne einigen Schaden zu Boden gefallen, wieder ausgestanden und unversehrt davongegangen, hat aber arg geschimpft und ist schlimmer Laun' gewest."

Nach einer uns von kompetenter Seite zugehenden Mittheilung sind jetzt eine M nge falscher Zwanzigpfennigslücke in Circulat-on. Dieselben sind so ausgezeichnet nachgeahmt, daß sich die Fälschung nur nach äußerst sorgfältiger Probe feststellen läßt. Aeußere Merkmale sind hier und da das messingähnliche Aussehen, der allzu belle Klang, die weniger scharfen Ränder und beinahe immer der zu spitze Kopf derZwei"

Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde juGiesten.

Gottesdienst:

Sonntag den 5. Februar (Septuagesimä): Morgens 9Va Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. (Feier des heil. Abendmahls.)

Nachmittags 5 Uhr: Dr. Buchold.

Donnerstag den 9. Februar:

Im Gymnasium Bibelstunde, Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. (Die zehn Jungfrauen. Matth. 25,113.)

Die Pfarrgcschäfte in der Woche vom 5. bis 11. Februar besorgt Pfarrer Dr. Naumann.

731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine Trier mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man 7on der Annoncen - Expedition von HAASEASTEIX VOLLER in

Frankfurt a M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt

Temperatur in ^Niesten.

Januar 1882.

Niederste.......-7,5 "R.

Mittlere.......- 0,06

Mittel früherer Jahre .... - 0,37

Höchste .......+ 8,0 »

Niederschlag in 9 Tagen .... 0,55 Par. Zoll.

im Mittel früherer Jahre an 16 Tagen 1,72

Donnerstag den 9. Februar, von Morgens 9 Uhr an, fallen im hiesigen Gemeindewald, District Schlieberg

23 Eichen-Stämme mit 15,20 Fstm., 57 Nadel- 21,65

14 Buchen- 9,69

18 Nadel-Derbstngn. 1,71 420 Rnttr. Buchen-Scheitholz,

6 Eichen-

59 Buchen-Knüppelholz,

2 Eichen-

4 Nadel-

6000 Wellen Buchen-Reisholz, 850 Nadel-

118 Rmtr. Buchen-Stockholz,

6 Eichen-

8 Nadel-

versteigert werden.

Die Zusammenkunft ist im genannten District bei Nr. 145.

Groß-Buseck, den 2. Februar 1882. Großh. Bürgermeisterei Groß - Buseck. 753 Wagner.

Holzversteigerung.

Freitag den 10* Februar,

Vormittags 10 Uhr, "sollen rm Kernberg bei der Gansenburg: 1400 Buchenwellen ( Durchforstungs- 2300 Nadelwellen j Holz versteigert werden.

Die Zusammenkunft ist auf der Gansenburg.

Gießen, den 3. Febr. 1882. 764 Heinr Adami.

Samstag den 4. Februar,

Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraithe hier 12 Malter Kartoffeln, 1 Kleiderschrank, 3 Kommoden, 1 runder Tisch 1 Bett­lade, 1 Wirths tisch, sowie 1 Violine meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 2. Februar 1882.

Oeihler,

741 Gerichtsvollzieher.

Allgemeiner Anzeiger.

Holz-Versteigerung

in der Oberförsterei Schiffenberg.

Aus den Abtheilungen Buchenberg, Schiffenberg, Sommerberg, Dörner­grund und Wacholderhaide sollen versteigert werden:

I. Dienstag den 14. Februar 1. J.:

Holzart. Scheiter. Knüppel. Reisig. Stöcke.

Raummeter. Wellen. Raummeter.

Buchen 2 14 1390 35

Eschen 9 2 7

Eichen 20 32 1010 11

Nadelholz 234 177 4800 153

Unter den Nadelholz-Knüppel sind 40 Raummeter von 3 bis 5 m Länge.

II. Mittwoch den 15. Februar LJ.:

H 1! ff ff

ff ff ff ff

cm

ff tf ff

ff

410 410 618 514

47

m

ff ff ff ff

Durchm., ff ff ff ff

1930 2440 1435

613 34

Länge, = 1,84 fm,

Die in der Nähe des Klosterbrunnens lagernden Eschen-Stämme kommen gegen 12 Uhr zum Ausgebot, Steigliebhaber wollen dieselben zuvor einsehen.

Zusammenkunft an beiden Tagen Vormittags präcis 9 Uhr an dem Uebergang der Eisenbahn über den Watzenborner-Weg.

Gießen, den 3. Februar 1882.

7 Eichenstämme von

3 Eschenstämme 349 Nadelstämme

1101 Nadel-Derbstg.

220 Nadel-Reisstg.

----- 1,61 = 135,45 = 71,11 = 1,19

Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg.

761

Georgi.

Wl i I 8 I I I I iOOOi I I i B I I 1 I I II t Gänzlicher Ausverkauf | X von Manufacturwaaren, Kleiderstoffen, x X ^.usstattungsgegenständen & Damen- 4 + Confection. 4*

Wegen Aufgabe meines Waarengeschäftes verkaufe mein Lager + !(das größte am hiesigen Platze) vollständig aus und bietet sich meinen geehrten Abnehmern Gelegenheit, die gediegensten Waaren vortheilhast einzukaufen. Der Verkauf findet zu festen Preisen nur gegen Baar- L zahlung statt. T

682 Moritz Heichelheim. I mW-l'l'l+HMOI 1111111111*

Holzverfteigerung in der Königlichen Oberförsterei Strupbach.

(Förster Kleinwächter zu Forsthaus Haina).

Montag den 20. Februar er. sollen in den Districten Nr. 7 Kleiner Roteberg, Nr. 14b Rotebergskopf, Nr. 20 a Großer Bleidenberg, Nr. 25 Kleiner Bleidenberg und an Totalitäts­hölzern versteigert werden:

10 Stück Eichen-Stangen 1. El.,

6 Rmtr. Scheit,

2 Knüppel,

4 Buchen-Scheit,

9 Knüppel,,

100 Reiser 1. El.,

1900 ,, 2.

5,50 Hundert Wellen Buchen-Reifer

2. El.,

140 Rmtr. Buchen-Reifer 3. El.,

137 Stöcke,

46 Nadelholz-Scheit,

8 Knüppel und

55 Reiser 3. El.

Zusarnmenkunft Vormittags 9 Uhr in der Etzbach.

Forsthaus Strupbach, 1. Febr. 1882. Der Königl. Oberförster.

765 Baumann.

Dr. Pattisons

Gichtwatte,

bestes Heilmittel gegen 757

Gicht und Kheumatismen aller Art, als: Gesichts-, Brust-, Hals- und Zahnschmerzen, Kopf-, Hand- und Fußaicht, Gliederreißen, Rücken- und Lendenweh. [H. 6220.]

In Packeten zu 1 X und halben zu 60 H bei Heinrich Wallach.

Frankfurter Würstchen

empfiehlt 198

Grg. Wilh,. Weidig.