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Waffersnoth!

Wir haben unsere Leser in den letzten Nummern d. Bl., so viel es uns -der Raum gestattete, von den Verheerungen unterrichtet, welche die aus ihren Ufern getretenen Flüsse, namentlich Rhein und Main angerichtet haben. Noth und Elend ist dort grenzenlos. Angesichts dessen scheint uns eine Schließung der Sammlung für Tprol in erster Linie geboten, zumal die Menschen­pflicht sich den Unglücklichen im eigenen Lande zuwenden muß, um hier Linderung zu verschaffen. Wir wagen aber eine weitere und herzliche Bitte an diejenigen freundlichen Geber ni richten, welche bei unS für Tyrol gesteuert haben. Wir legen ihnen die Frage vor: Ist e- diesen freundlichen Gebern recht, wenn wir die Hälfte deS eingeganaenen Betrages für die Ueber- schwemmten am Rhein und Main im Großherzogthum Hessen verwenden dürfen? Wir wissen recht wohl, daß vom Rechtsstandpunkte Be­denken dagegen erhoben werden können; aber da uns doch der Rothleidende im eigenen Vaterlande' näher stehen muß, als derjenige in der Ferne, glauben wir uns zu der Frage berechtigt zu halten und bitten, soweit es angeht, um geft. Aeußerung von Seiten der Geber. Gleichzeitig bitten wir auch im Namen der Unglück­lichen den verehrt. Vorstand desLiederkranzes" doch gefl. erwägen zu wollen, ob auch ihm es nicht angezeigt erscheinen dürfte, den Ertrag des Wohlthätigkeits- Concertes zu Gunsten der Landsleute ganz, oder wenn dieses nicht angeht, zum Theil zu verwenden. Es mag dieses Ansinnen vielleicht unbescheiden genannt werden, aber es entspringt solches aus einem Gefühl, welches in erster Linie das Vaterland bedacht wissen möchte.

Wir eröffnen hiermit gleichzeitig eine Sammlung zur Unterstützung der Ueberschwemmten am Rhein und besten Nebenflüffen. Ein edler Mensch hat uns gestern anonym fünfzig Mark zugestellt. Wir quittiren unter der Chiffre S. F. F. herzlich dankend diesen Betrag und bitten im Liebeswerk nicht erlahmen zu wollen.

Redaction und Expedition des Gießener Anzeigers.

rr Frankfurt <u M., 1. December, Nachmittags 2 Uhr - Mim (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 248%, Staatsbahnactien 294%, Galizier, Lombarden 117%, Nord- rvestbahnactien 169%, Darmstädter-Bankactten, Oberschlesische E.-B.-Act., O^sterr. Silberrente, 4% Ungar. Goldrente, 4% 1880er Russen, 5°/o 1877r Russen, 2. Orient-Anleihe, Spanier, 5% Rumänische Rente, 40/0 Unific. Egypter 68i%g, Disconto Comm., Gotthardbahnactien 118. Tendenz: ruhig.

Kirchliche Anzeigen der Stadt Gieften.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst:

Samstag den 2. Dezember. Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Schlosser. (Die Kirche wird geheizt.) Sonntag den 3. Dezember (1. Advent). Feier des Anfangs eines neuen Kirchenjahrs.

Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Feier des heiligen Abendmahls. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Nach beiden Gottesdiensten Kollekte zum Besten der hiesigen Kirchenkasse. Donnerstag, den 7. Dezember, Abends 8Uhr, im Gymnasium: Misstons- ftunde: Wie ein Heide Christ wird, Matth. 10,3239: Pfarrer Schlosser.

Die Gemeinde wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß vom 1. Januar 1883 an das neue Gesangbuch in unseren Gottesdiensten allein gebraucht werden wird.

Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 3. bis 9. Dezember besorgt Pfarrer Dr. Naumann.

Katholische Gemeinde.

1. Sonntag des Advents. (Anfang des Kirchenjahres.)

Von 7 Uhr an Beichte. 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Communion.

V2IO Uhr: Hochamt und Predigt: Pfarrer Rady. 2 Uhr: Advents-Andacht.

Gottesdienst in der Synagoge.

Freitag Abend 4 Uhr, Samstag Morgen 830 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr Samstag Abend 450 Uhr.

Bekanntmachung.

Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende .Termine festgesetzt, und zwar:

Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Mittwoch Donnerstag Samstag sowie

Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag

den 2. Dezember » 5.

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Die Interessenten werden daher auf- igefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vor- ze igung der Schuldscheine sich zu legitimiren.

Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Sadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind-

Die Herren Bürgermeister werden er­sucht, dieses in ihren Gemeinden auf orts­übliche Weise bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 24. November 1882.

Der Rechner der Spar- und Leihkasse.

Kehr.

Montag den 4. Dezember l.I.,

Vormittags 9 Uhr und Nachmittags 1 Uhr, Fortsetzung

der ' obilienverfteigerung auf der Heuchel­heimer Mühle, und kommen insbesondere bessere Möbel, Küchengeräthe, Porzellan, Bettwerk rc. zum Ausgebot.

Gießen, den 29. November 1882.

F. Hoffmann,

7922 Concursverwalter.

| Erlaube mir, hierdurch mein

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Achtungsvoll

Karl Mette,

7602 Uhrmacher.

Allgemeiner Anzeiger.

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