1882.
Samstag den L April
Betreffend:
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Darmstadt, 30. März. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: „ . . .. _
Am 25. März den Prälaten Dr. Karl Schmitt zu Mamz m lernet Eigenschaft als geistliches Aiitglied und Rath bei dein Obereonststormln unv Superintendent der Superintendentur Mainz auf fein Nachsuchen und unter Anerkennung feiner langjährigen segensreichen Wirksamkeit, sowie das geistliche Mitglied und Rath bei dem Oberconsistorium, Superintendenten der Superm- tendentur Darmstadt und Oberpfarrer zu Darmstadt Dr. Karl Wilhelm p auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner mit Auszeichnung geleistete Dienste, mit Wirkung vom 1. April 1882 an, in den Ruhestand ZU versetzen, und dem Letzteren zugleich das Ritterkreuz 1. Klasse des Ludewigs-Ordens z verleihen; . ..
an dems. Tage den Professor am Großh. Predigerseminar zu^rieoverg Dr. Karl Köhler und den vierten evangelischen Stadtpsarrer zu Darml Dr. Karl Sell zu geistlichen Diitgliedern und Räthen bei dem Oberconsistorium mit Wirkung vom 1. April 1882 zu ernennen.
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nbnfefä wir aeaenwärtig gern anerkennen, daß die Tendenzen der jetzigen WWWMMWL
? taZ ®«nMn b™ äugen streuten. allmälig wieder in An,nähme dru,gen mvllte und es jedenfalls von dein Augenblick an wieder will,, wo er jlieber an bie Svitze der Regierung gestellt werden sollte. Kenner des französischen To sind nun vielsach der Meinung, dick es nur eine Frage der Kit s-b d°d iMN- !,etta wieder Ministerpräsident werde, m den Franzosen läge trotz aller viireren Erfahrungen einmal jener unberechenbare Wankelmuth, der aus unaufgeklärten tSSwUxv und Personen breche um sich wieder eimnal etw s Anderem, Neuem zuzuwenden. In diesen Anschauungen über d e uno
die politische Entwickelung ihres Landes hegt ja eme gewisse unterstützte
aber es läßt sich denselben doch auch die mit mehreren ^wnsen^cM^ Behauptung gegenüberstellen, daß die Franzosen auo den letz )
ihrer lehrreichen Geschichte doch Manches gelernt und für ul tz ? Republik zum allgemeineren Bewußtsein mehrerer Grundwahrheiten getoni- mCn Frankreich scheint es gegenwärtig fast jeder Bürgers- und Nauers- mann zu begreifen, daß die Republik die, einzig eegeu bringende ug 9 ' form für ihr Land ist, denn die französischen Monarchen haben pid) gründlich abgewirthschastet, daß ihre Herstellung von der Mehrheit t . zösischen Nation nicht gewünscht wird, sondern die Wiederaufrichtung französischen Königthums oder Kaiserreichs würde das Land vorerst auch wieder den Unruhen und Wirren, Enttäuschungen und schaden einer neu n Umwälzung preisgeben und wahrscheinlich sogar sehr bald Frankreich auch u auswärtige Verwickelungen drängen. . ..
Die erste Aufgabe aller französischen Patrioten bleibt daher diejenige, m Argusaugen über die Erhaltung ihrer Republik und die in den letzten 10 fuhren durch diese Staatsform erreichten Errungenschaften der Ordnung und des Fortschritts zu wachen und man kann wohl sagen, daß die ca. 500 Vertiauen^ männer der Franzosen, welche die den Ausschlag gebende Deputirtenkannner bilden, diese Aufgabe verstehen und danach handeln, denn die Deputirten Haven keinen Augenblick gezögert, Gambetta ihr Mißtrauensvotum zu ertheilen, als sie merkten, daß er der Selbstständigkeit ihrer Republik mit den Listenwahlen eine Fußangel legen wollte. Ja, man kann sogar behaupten, daß Gambetta noch fortwährend von der Deputirtenkammer scharf im Ange behalten wird,, denn alle seine auf den Sturz des Ministeriums Frepeinek gerichteten Anschläge schlugen bis jetzt fehl, indein jeder diesbezügliche Antrag der Gambettisten abgelehnt wurde; es bleiben daher ziemlich gute Hoffnungen auf die friedliche Eni- wickelung der französischen Zustände bestehen.
N-rlin 29. März. Die „Berl. Polit. Nachr." schreiben: Gegenüber tzpn midersvrecklenden Nachrichten über die Arbeitseintheilung des Bundesratheo und über die dem Reichstage in der Frühjahrs-Session zu machenden Vorlagen tou rairttufauäenttfö&er Informationen Folgendes Mittheilen: Der Rundesrath wird wahrscheinlich diesen Sonnabend ferne letzte Sitzung vor Ostern [falten ■ sofort nach dem Feste tritt derselbe wieder zusammen, um die Berathung der für den Reichstag in Aussicht genommenen Vorlagen zu beginnen, HN ers Reih-steh? nach 5 not das Tabakmonopol. welch-, unter allen llmstu rn an den Reichstag gelangen soll. Dasselbe wird gegenwärtig noch einer Bearbeitung unterzog inti namentlich in Bezug auf die Strafbestimmungen, für welch - kanntlich in dem dem Volkswirthschaftsrathe vorgelegenen Entwürfe 20 Para
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zu betheiligen. Die Nachricht, daß dem Reichstage nur das Unfall- und W «tz zu^ „irb aUem AnMm nach die
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selben Monaten des Vorjahres 8463,^^18^ waren
Mnr (qqq Verionen Merkwürdig dabei ist, das; vir ^cacyruyren uv ctroa8 VomÄatn"'r8. März. Das energifche Vorgehen des Reichskanzlers.
D-ukichLstzu hoher Blü.he gelangt uns vorliegende btchadung
ieheuer An zeige r Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Telegraphische Depeschen.
Wolffs telegr. Correspondenz-Bnreau. . H
München, 30. März. ^b0eorbpet^tta^2ibaeorbnbete Schsts^bei der Posttion über den Etat des Cultusmmlstenums brachte nändid) ru streichen, den
i^^^6^ttlbiner * .f <»***»<¥ Ätihoii 9Rpfr(ine Xu^e’rbölKn ^unb ^bie^ Krone um Aushebung Reservefond um die betreffenden i hot mann (Linke), Kopp (Rechte) und
des Cultusministeriums zu bitten. Die Abgg, Horm (u j '£er)-dbe wurde der Referent Rittler bekämpfen den 21 utrag„” eh ,nI,nß mit 144 gegen
abgelehnt und diese Etats-Positlon 'n nam w wurde abgelehnt.
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,U Stuttgart. 8°. Marz. ,
schäft, 926 Mitglieder, früher über 2000.hatgerrcyicy unßlungen.
mild-!, nachdem der V-rsnch. aub-rord-n l,ch- SMM Ä stakt D>- auf morgen anberaumt g-w°,°n-G-nnalv°r,amm Mg t @tiefs
Wien, 30. März. Ofswiell. Cme von "^ca aus operirenden Colonue trat am 25. ds. bei ^utgenltn vertrieben hatte,
Colonue, welche bei Stuke-Han eine hem Streiftuges wurden keine Jnsur- in Verbindung. Im meckeren Verlauf d ^nern verlassen gefun-
genten gefehen. Die meisten Ortschaft ^ Horovice nächst Cajunica von den. Am 27. Aeärz wurde em Vorposten hinein drreistündigen
etwa 200 Insurgenten angegriffen.^^etzt 1 ^fsicier tobt, 2 Mann
Gefechte zurückgeworfen, huf ^ n dr ZP uon 7 Tobten und
verwundet. Die Insurgenten hatten Yieroei
15 Verwundeten. Dablica im Bezirke Stolac ^Herzegowina)
Sara, 30. Soldaten, 2 Gensd'armen nnd
2^Panduren ^an^^Die^ Patrouille zog sich nach einem dreistündigen G°,echte <Ci UllvUl vh "ii,
zurück.
! Betreffend: Die Reinhaltung der Strasten und Platze K. in^e^min^«1»^ Gießen.
®it (eben uns veranlaßt, darauf hinzuweifen, d°si nach dM ÜM^glemeut vom "tzd" Lamstags von 4 bis « Uhr
SO. September' ^ Witterung die Straßen und Platze vor den, .edeSmastgeu Kehren
i'Ä Leiverwattung Gießen.
Gießen, am 2o. Marz 188/. v- Fresenius._______
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