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Dienstag den 31. Mai
Rr 121.
Erscheint täglich mit Ausnahme de- Vrontags.
•icircati t Schulstraße B. 18.
Preis vierteljährlich 2 Warf 20 Pf. mit Vrmg^lot, Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark LO Pi.
Berlin, 28. Mat. Der Reich«-« fetz'« die Berathung deS Simpel- «f.ui b«, Tav.fnummei II für Schlußnv'cn und Rechnungen fort und geneh. Uligte den Sleuevfatz für Schlußnoten noch dem Antr-ge der Ls missten, den Steuerfotz für Rechnungen, Roten und Verzeichnisse u. s. w. nach dem Anträge v Wedell-Malchow, wonach der Stempel nicht 10 L, .Jontern ’/io Pro m'lle betragen soll. Der Reichstag lehnte sodann entsprechend dem «ntraae der Svmmifüon die Tarisposttionen für Lombarddarlehen, Quittungen, Checks und Viroanweifunaen ab und genehmigte die Besteuerung der 8otterttlooft, foeut di. übrigen SS de« Gesetzes nach den Anträgen der Lommstst-n- Schliebi ch wurde die beantragte Re'oiution wegen Aufhebung der Ltaatslottenm tm deutschen Reiche berathen, die Abstimmung darüber aber für die bntti Lesung Vorbehalten^ Dimr° b',7d«n Fürsten Bismarck an welchem auch
der Kaiser theilnimmt, haben sämmtltch. Mtnifter mit Gemahlenem S'nlatun- 9'n "Berlin 28. Mai. Die Vermählung der Privzeffin Victoria von Baden mit dem Kronprimen von Schweden wird nach «euer« MidchAItmgm knse-Nens aeaen den 1 Qctober d. IS. erfolgen. Von schweb,scher Seite wünscht man den Termin noch vorgerückt, da die Hauplsestlichketten wLiock- Holm stattfinden sollen und mit Anfang des Qctebers die m>!d- Jahreszeit für die nordische Hauptstadt vorüber ist- Der König und die Romgm °on Schweden werden der Hochzeit in Karsruhe nicht bet wohnen, da nach dem Staatsgrundgeseß der Monarch das Land nicht verlassen kann, wenn Kronprmz^auße^ande^st.n apfd)Iufie6 von H-wburg an daS Z-llzebier hort man, daß die bterzv erforderliche Summe auf SO MO 000 ^veranschlagt wird wovon 40,000,000 je das Reich und den R.st von 50,000 000 M., sowie die noch barüber hinaus etwa erforderlich werdenden Summen Hamburg »ablkn soll. Es heißt, daß der Eintritt Hamburgs in den Zollverband nach emem Zeitraum von 5 Jahren erfolgen soll, während dessen die nothwendlgtn Arbeiten vorgerommen werden sollen- Es wird von Personen, dre den Der'
Hesterrerch.
Desth 28. Mai. Das Unterhaus bat den Gesetzentwurf, betr- die Regelung der Handels, und Derkehrk-Beziehungen zu Deutschland in der General- und Specialdebatte angenommen. Im Laufe der Debatte hatte der Ministerpräsident Tisza erklärt, daß er sich über die Revision des ’ept nicht cusspreckren wolle. Er bemerke nur so vrel, daß auch diese Frage unter die in Derbandlung befindlichen Fragen gehöre. Seiner individuellen Ueberreuqurg nach körnten die Verhältnisse Ungarns auch dahin drängen, in Betreff der Rohproducte in. gewiffer Beziehung eine Schutzzollpolitik zu befol- aen dock bedürfe diese Frage roch einer eingehenden Erwägung. Der Har- dels'mimster batte die Ausführungen Apvonyi'S widerlegt, welcher behauptet hatte, daß ein autonomer Zolltarif nur Oesterreich zu Gute komme.
Frankreich.
Paris, 28. Mai. Der Krieqsmmtster hat dem Budgetausschuß mit- theilen laffen, daß der Zug nach Tunesien bis zum 9. Mat blos 7 Millionen gekostet habe urb von borr bis 10. Juli nicht mehr als 14 Millionen kosten w-rde. Das Geschäft, daS b:e Republik gemacht hat, ist also voraussichtlich kein schlechtes. Blut bat die Eroberung ja fast gar nicht gefordert. Aller- bingS ist das „Prestige" der neuen Militärverwaltung und der emporgekom- uenen Generäle durch diele militärische Episode im Auslande nicht gestiegen.
badorS, 27. Mai. Bei der Einw-ibur.g des Denkmals für die mr Jahre 1 a) acrallenen Mobilen dcs Departements Lot dielt Gambetta eine Rede tn der er w - fapte, man müsse vor allen Dingen die im Unglück und bei einer Niederlage Gefallenen
Deutschland.
Darmstadt, 28. Mat. Se. König!. Hoheit der Großherzog find nebst Sr. Königl. Hoheit dem Erbgroßherzog und Ihren GroßherzogULen Hoheiten den Prinzessinnen Irene und ÄIU beute Vormittag 8 Uhr 52 Mm. In erwünschtem Wohlbefinden hier etngetroffen.
Darmstadt, 28. Mat. Setne Königl. Hobest der Großherzog haben Llleranävtast Ai verleihen geruht:
Da- Großkreuz des Verdienstordens Philipps deS Großmuthtg-n. dem Generallieutenant und Gouverneur der Festung Mainz v. ^oyna. dem Generallieutenant und Eommandanten der Festung Mainz v. Go eben, doS Cowmandeurkreuz 2. Klaffe deffelben Orden-:
dem Provinzialdirector der Provinz Rteinh ffen und KreiSrath des Kreises Mainz Frhrn. Röder v. Diersburg;
daS Ritterkreuz 1. Klaffe deffelben Ordens.
dem Oberbürgermeister der Stabt M.inz Dr. Dumont.
Berlin, 28. Mai. Die auf der Poftconserinz tn Paris am 3 Novbr. v. J-. geschloffene Uibereinkunft wegen beS internationalen Austausches von Postpaketen har auch bte Seeportofätze nach einem funsstufigen Tarif geregelt, nachdem Deutschland unter Großbritanniens Zustimmung zuerst einen dre.stufi- arn oorfl.f.tlnflm batte. Auf Deutschland« Antrag wurde weiter beschloßen, eme Ueheifi»! färnrntlicher nur Z it bestehender regelmäßiger Setpostverbin. düngen unter gleichl'itiger Sünaabe der mittleren Entfernungen und der betr Vergütung-sätze Au(ammcmuflefle.-. Die erforderlichen Angaben wurden von ten Vertretern veesch'edener Länder iofort gemncht die Dertreter a"b(r,t ^n' »er waren iedoch außer Stande, da« nöthtge Material in allen Smfelheiten f-bon damal« zu liefern, uud setzt erst ist eine solch« Ueb«rficht »vüenbkt, welche die Linien von den Abgangshäfen nach den einzelnen Ländern dann■ M« jn fernung vorn AbgangSdafen nackt jedem legepunkte wie d^ m tl re Ent fernung nach Seemeilen, das Seepotto angiebt und eine Rubrik für Be merkunaen enthält. Von Deutschland gehen 46 solcher Linien nach der Argentinischen Republik. Brasilien. Ehcki, Dänemark, den Vereinigten Staaten von Aw.enka. den Vereinigten Staaten von Columbien. Großbritannien, Dest- intim, Mexico, Peru, Portugal. Schireben, Uruguay, Venezuela. Das niedrigste Porto ist 25c für jede Strecke bi- 500 Seemeilen, daS höchste 3sr für jede Strecke biS 6000 Seeme len. Deutsche Abgangshäfen find: Hamburg unb Bremerhaven, und zwar m der Ueberzadl. dann Stettw, Stralsund und Rostock, Geestemünde, Kiel unb Lübeck. Hamburg vermittelt nach allen über-
$ Hamburg, 27. Mai. Die in der heut gen Sitzung der Bürger,chatt verlesem Mittbeilun" des Senats lautet: In der Muthe.lung vom 2. Mm mußte^sich der Senat auf die Erklärung bdschränken. daß er außer totanbe sei, bem $
Büraerichaft um Auskunft zu entsprechen, so lange die Verhandlungen nicht abgetchlossen S m“ bem Senat nunmehr „on feinen Kommilfarien berichtet worben ist, b H eine jieeeinbaeur.g ,u etanbe gekommen unb unter Vorbehalt der ^enehMgung b?o ReechSkan-ter« unb des Senate «estern unterzeichnet, auch erflere der-US Nhe.lt wotben if\ verfehlt brr Senat nicht, die Bürger,cha t hiervon ,rti benaAri*ttgen unb berietben über ben baupilädblidtftcu jnbalt be4 «bkommenS oorloufige Jiittbe lunß ut machen Vor Allen, lst hervorzuheben, daß em für die Zwecke des Großhandel» unb ber ^oortinbutlite bestimmter FrechafendeM Hamburg dauernd verbleibt unb h it» h',irr »iiibaknbtiirf unter tun Schutz de» Art 34 der He chsVerfassung g 1 mhh ' Ä^bnirr 7mfo§t d,e Norder-Elbe bei Hamburg, den Hasen, dte Ouu'ianlagen,Zeinen von Hamburg rod) näher zu bc^Jn^enbm-^c‘l?7dcintb‘m ‘^edb” Oua'anlagen u>.d dem von, Binnenbafen nach den, Oderhasrn sich ^Hfth.^ hekaa e^ uiq delegenen S'raßen und Häuserkomvltxe. tonnt der der Stadt
(\ihim\ln '»riurbalb di tcs lediglich do ■ Außen zollamtlich zu bewachenden Bezi,ks
feA'sr»:
-nrit- unb iSfümtabrifcn der ^ortbetrteo nur auf 12 Jahre nach enotgtem mnöclicfat weiden Zer zweite gleich wichtige Punkt betont die Handhabung der Zoll- verwal!ung Di!selb^ w.rd m't dem S.nN tt des Zollamchlus es. welcher auf einen Zeitpunkt nach d.m L Cctober 188S festgestellt worb,n ist, aus H^b^ vbttgehrn. mithin unter der oberen üe.tung des Senols ausschließlich durch hamburgische^Bebörden nnh -Hfnmtc atfübrt werden. Die Hollstelle an der Elbgrenze bei Hamburg tritt unter hamburgische, dnjenige an der Elbgrenze bei Euxbasen u”tey(^rcu^t^eh^,0^,D?Ä^11I)®e L( vertragsmäßige Zusicherung der Benutzung von Zollflagge und'buchte ur die vö7und nach Hamburg fahrenden Scesch.ne ist bei der sur -u«schwß-
l,ch in Anspruch Genommenen kompetent »urJRfflclu"ö ^rartiQer
icbod) unter ale'chzeitiger Bczugnabme aut die lhatsache daß die ^roge durch r'unoe ralbsbo'chluß^und zwar aanz im Sinne der H°wburg,schen Wunsche berelts Seregelt sc, In Bezug cur die Revision und Abänderung der Zollregulative und. der Lor- djoften iür die Zollabfertigung sind n ckt nur we.tgehe^e allgemeine Zusicherungen aemaebt sondern die Vertreter des Herrn Reichskanzleis haben hinnchtlich ber für Camburg wichtigsten, von den Hamburgischen Komm's'ären im Einzelnen ^^'ckmeten blinkte noch besonders erklärt, daß b e Re'chsregierung gegen die al» erforderlich be- K;d)netm Erleichterungen und Aufnahmen prinzipielle Bedenken nicht> zui er^ben ^abe und daß der Herr Reichskanzler im Allgemeinen kernen Anstand nahmen wnde die Berücksichtigung derselben beim Vundesrathe zu befürworten. Was endlich.d^ "osnn der durch den »zollam'chluß veranlayte-.. Bauten rc^ deMsit. sc. wird da. Re ch d.e rälfte derselben'dis zum Moximalbetroge von 4U Mill'oncn Mark übernehmen ji e -illodal-tät-n der Ausführung bleiben rndetz Hamburgs eigenem Ermeßen Über lauen. W'm fäll. H°mbu?g »er («eiammtertrafl ber Rachf.-uer ,u Xer Sena wirb bin Wortlaut der Vere nbarung nebst dem dazugehörigen Protokoll der Bürgerschaft bald- tbunltchst mit einer seinerseiNgen Aeußerung mgeben los,em - unn
)n d m Begleitschreiben zu dieser Mittheilung spricht der "-^ot die Meinung nua hnü hr-d) dieselbe auch das Auskunstsersuchen des Herrn Or^Sleschen seine gTkbiflung fldunbm haben bürfte. Zie Jürflerf«oft naftm diele Mttihe.lung jur Kenntniß und veNagte sich darauf bis nachuen Mittwoch.
chiehener '2llii;ei(|cr
Anieigk- unb AmtsAtt für b?n 6rris Gikßn.
in eine Geldbuße von 160^L verurthetlt worden. Königliches Gericht der 15. Division.
C ü l n , den 27. Mai 1VV1. ___________ __
trag gelesen haben uud die Hamburgischen Verhältntffe kennen, verficheN. baß der Vertrag im Allgemeinen - nicht ungünstig für Hamburg - zu Staude gekommen fei. Die Angelegenheit wirb der nothwendigen Bew lligungen wegen höchst wahrscheinlich noch im Laufe dieser Session den Reichstag prakt s .


