England.
Loudon, 26. April. In Irland find die Agrar-Ausschreitungen wie der an der Tagesordnung und ist der Zustand der Dinge auf der Nachbar. Insel kein sehr befriedigender. Im vorigen Monat wurden 146 Azrarverbrechen zur Kenntniß der Polizei gebracht, d. i. nur 14 weniger als im Februar, zu einer Zeit, wo das Zwangsgesetz noch nicht in Kraft gesetzt worden.
Dublin, 27. April. In der gestrigen Sitzung der Agrarliga erklärte Dtllon, in nächster Woche werde an die Regierung das Verlangen gestellt werden, die Exmissionen und den Verkauf von Gütern in Irland auf 1 Jahr zu suSpendtren. Wenn die Regierung sich deffen weigere, würde ferneren Exmisstonen bewaffneter Widerstand entgestellt werden und Gladstone und For- per würden für daS vergoffene Blut verantwortlich sein.
Türkei.
Konstantinopel, 27. April. Die Pforte hat gestern telegraphisch ein Circular an ihre Vertreter im Auslande, betr. den Einmarsch französischer Truppen in Tunis gerichtet. — An Stelle Reuf Pascha's wird sich Fuad Pascha zur Begrüßung des Kaisers von Rußland nach Petersburg begeben.
— In Konstantinopel beginnt ein merkwürdiges Nachspiel zu der Absetzung und dem Tode deS Sultans Abdul Aziz. Dieser wurde bekanntlich in der Nacht vom 29. auf den 30. Mat 1876 des Thrones für verlustig erklärt, aus dem Palaste von Dolmabagdsche entfernt und in einem Kiosk des ver- laffenen alten Serails auf der bei Stambul in das Marmara-Meer hinein- ragenden Landspitze untergebracht. Dort wurde er am Morgen des 4. Juni tobt gefunden. Die bedeutendsten türkischen und fränkischen Aerzte der Hauptstadt besichtigten den Leichnam und veröffentlichten dann ein ausführliches Gut« achten, nach dem Sultan Abdul Aziz einen Selbstmord begangen haben sollte, indem er sich mit einer Schere die Pulsadern durchgeschnitten habe. Damit war die Angelegenheit beendigt. Jetzt endlich, nach fast 5 Jahren, soll der Schleier gelüftet werden, der über dem grausig, gehetmnißvollen Schauspiel ruhte, das sich in der Nacht vom 3. aus den 4. Juni im alten Serail ab. spielte, jenem alten Serail, in dem so viele Sultane in Folge von Janttscharen- Empörungen und Palast-Jntriguen schon ein gewaltsames Ende gefunden haben. Man will Papiere entdeckt haben, die auch förmlich den Beweis liefern, daß Abdul Aziz auf heimtückische Weise ermordet wurde, und man beabsichtigt, die Mörder unnachsichtlich zur Bestrafung zu bringen. Zahlreiche Verhaftungen find bereits vorgenommen, hauptsächlich unter den Angehörigen des kaiserlichen Hofstaates; auch Mahmud Damat Pascha, des Sultans Schwager, und Nuri Pascha, des Ex-Sultans Murad Palafl-Marschall, sollen sich in engem Ge« wahrsam befinden.
Telegraphische Depeschen.
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Berlin, 28. April. Der Reichstag nahm in dritter Lesung das Gesetz über die Controle des Landeshaushalts für Elsaß-Lothringen an und verwies die Vorlage über die Abänderung des Gerichtskostengesetzes an eine Commission von 14 Mitgliedern. Alle Redner sprachen sich für noch weitere über die Vorlage hinausgehenden Ermätzig- ungen der Gerichtsgebühren aus. Der Abg. Reichensperger verlangte eine organische Reform des Kostenwesens. Staatssecretär Schelling erklärte, die Bundesregierungen könnten eine wesentliche Verringerung der Einnahmen aus den Justizgebühren nicht acceptiren. Es folgt sodann die erste Berathung der Gewerbeordnungsnooelle. Braun (Glogau) bekämpft die Vorlage als dem Geiste der Gewerbefreiheit widersprechend. Die Abgg v. Helldorf und Günther traten für die Vorlage ein, die keineswegs die polizeiliche Willkür stärken und die Gewerbefreiheit beschränke», sondern nur deren Auswüchsen entgegentreten solle. Richter bekämpfte die Vorlage im Sinne Braun's. Der Reichstag verwies schließlich die Gewerbeordnungs-Novelle an die Gewerbeordnungs- Commission.
— Die Stempelsteuer-Commission hat die Quittungssteuer einstimmig abgelehnt.
— Die Kaiserin empfing gestern Nachmittag den Fürsten Bismarck nebst Gemahlin. Abends fand eine größere Theegesellschaft im Kaiserlichen Palais statt. Heute empfingen der Kaiser und die Kaiserin die Besuche der Herzogin v. Edinburg und den Großfürsten Sergius und Constantin Constantinowitsch, welche Mittags, resp. Nachmittags wetterreisten. Am Nachmittags confertrte der Kaiser mit dem Vertreter des auswärtigen Amtes, Grafen Limburg-Stirum, und ertheilte mehrere Audienzen.
Berlin, 28. April, lieber das Krepiren der 21 Ctm. Granate auf S- M- S. »Mars", wodurch die gestern telegraphisch gemeldeten beklagenswerthen Verluste an Menschenleben herbeigeführt wurden, sind heute Vormittag die ersten officiellen schriftlichen Berichte eingegangen. Der Hergang ist danach folgender gewesen:
S. M- S. „Mars" war am 25. von Wilhelmshaven nach der Rhede von Schillig (Ausmündung des Jadebusens) gegangen, um die inftrukt«onsmäßige Schießübung zu beginnen. Bei dieser Uebung wird das Laden in seinen einzelnen Theilen und das Abfeuern der Geschütze instruktionsinäßig durchgenommen, jeder vorgeschriebene Griff wird in seiner Ausführung auf Richtigkeit genau kontrollirt, die Behandlung des Geschützes und der Munition unterliegt besonderer Überwachung; dadurch treten auch zwischen den einzelnen Handtierungen-größere Zeitpausen ein. jede Uebereilung bei der Bedienung ist also ausgeschlossen- Im Laufe der Uebung kr.pirte am 26. Nachmittags in einem 21 Ctm- Kanonenrohr der Backbordbatterie eine Langgranate, nachdem dieselbe vorschriftsmäßig untersucht und gut angesetzt war, in dem Moment, als die Kartusche in das Rohr eingesetzt werden sollte, so daß auch diese entzündet wurde und explodtrte. Das Zusammenwirken der nach hinten herausgeschleuderten Sprengstücke der Granate mit der Pulverflamme der Kartusche hat die schweren Verluste unter der Geschützbedienungsmannschaft und den Umstehenden herbeigeführt. Auf der entgegengesetzten Seite der Batterie wurden die Kadetten instruirt, wodurch sich der Tod der beiden Kadetten Mappes und Czech erklärt. Unter den gestern als tobt gemeldeten sind die Matrosen Kellner und Dirkfen aufgeführt, dies ist heute dahin zu bcrichtiaen, daß der Kellner Dirksen, welcher gerade die Batterie passirte, um an Deck zu gehen, getödtet worden ist und reduzirt sich damit die Zahl der Getödteten auf 7, während 5 schwer und 12 leicht verwundet gemeldet werden; bei den Ersteren handelt es sich hauptsächlich um Zerschmetterung der Hände und um Brandwunden, während die leichten Verwundungen ausschließlich durch Verbrennungen des Gesichts und der Hände, sowie einzelner anderer Körpertheile, jedoch leichteren Grades, herbeigeführt sind. Die gerichtliche Untersuchung ist sofort angcordnet. Es läßt sich aber schon jetzt, durch die sofort nach der Katastrophe zu Protokoll gebrachten Aussagen der Augenzeugen, mit Bestimmtheit behaupten, daß das Unglück nicht auf ein Versehen bei der Bedienung des Geschützes zurückzuführen ist. Möglichenfalls ist dasselbe in einer mangelhaften Konstruktion dieser einzelnen Granate zu suchen. An Aufsicht hat es nicht gefehlt; außer dem verwundeten 1. Offizier des Schiffes, C. C- Grafen von Ranzow, waren der das Geschütz kommandirende und ebenfalls verwundete Lt- z. S. Reincke, sowie der Artillerie-Instrukteur, C--Lt. Valette, zugegen. Bei der Vernehmung hat Lt. , S- Reincke zu Protokoll gegeben, daß das Geschütz vorschriftsmäßig bedient worden sei, daß der Vorstecker richtig eingesetzt und bis zum richtigen Mark eingefchoben wurde, ebenso auch, daß die Zündschraube weit genug eingeschraubt war. Von allen diesen Sacken habe er sich mit eigenen Augen überzeugt Das Geschoß war angc- setzt und sollte eben die Kartusche eingesetzt werden, sie war schon im Ladeloch, als die Explosion erfolgte und zwar vielleicht 10 Secunden, nachdem das Geschoß schon in'S Rohr eingesetzt war. Nach Explosion des Geschosses erfolgte erst die der Kartusche. Außerdem haben noch 6 Zeugen auSgesagt, daß die Behandlung des Geschosses und daS Laden instructionsmäßig erfolgt ist.
In Folge der Catastrophe sind tobt: Cabett Czech-Ratibor, Cabett Mappes- Oels, Obermatrose Frenz-Berlin, Matrose Keesei'.berg-Wilhelmsburg, Obermatrose Bugheister-Bockenen , Obermatrose Deskowsk i= Schönau, Kellner Dirksen-Dornum. Schwer vcrwunbet: Obermatrose Schulz - Golbberg , Obermatrose Meyer-Neuferen, Obermatrose Bahlow-Jocksdorf, Obermatrose Debe-Bützfleeth, Obermatrose Wendbusch- Rastenbura. Leicht verwundet: Corvettenkapilän Graf v. Ranzow-Berlin, Lieutenant zur See Rcincke-Altona, Feuerwerker Gajewski-Marienburg, Oberbootsmannsmaar Lange-Oldenburg, Bootsmannsmaat Waag-Colmar, Bootsmannsmaat Wietzke-Coslin, Obermatrose Blachewitz-Graudenz, Obermatrose KilwinskH-Warschau, Obermatrose Riedel-Stralsund, Obermatrose Maul-Gernsheim, Obermatrose Schulze-Neustadt a. Iß., Einjährig-Freiwilliger-Matrose Kramer-Papenburg.
dtom, 28. April. Nach hier ooniegenben Nachrichten aus Ko-iftan- ttnopel vom 27. ds. hätte die Pforte eine Note an die französische Regierung gerichtet, in welcher fie erklärt, daß die Regentschaft von Tunis mit dem türkischen Reiche nicht nur durch die religiöse Anhängigkeit, sondern auch nach politischer Oberhoheit verbunden sei und daß der Sultan daher die Beod achtung der zwischen den Mächten und der Türket bestehenden Verträge beanspruche.
La Calle, 28. April. General RUter ist schwer erkrankt und soll hierher gebracht werden. Die bisher von ihm geführte Brigade ist, da sie auf keinen Feind gestoßen, nach el Alaun zurückgekehrt und wird sich morgen mit den Brigaden Vincendon und Galland vereinigen, um mit denselben g - me.nschnftlich in der Gegend von B^b Ouchou eine Recognoscirung vorzuneh- men, wo die Khrumtrs in starker Anzahl versammelt sein sollen. Aus Oran wird gemeldet, daß die Agitation sich nur auf den Süden von Geryoille beschränkt.
Organisation der privaten Mohtthätigkeit und Anlehnung dersellicu an die amtliche Armenpflege.
Daß in vielen Fällen die Wohlthätigkeitsoereine ber größ ren Städte gerabezu gefährlich wirken unb oft bie Armuth mehr groß zchen, als ihr entgegenwirken, nt eine alte Sacke unb würbe auch auf ber Armenpfleger-Conferenz, welche im Novem- ber 1880 zu Berlin abgehalten würbe, anerkannt. Die Wahrheit biescs Satzes hat sich oeini letzten Weihnachtsfeste wieber in Dresden gezeigt. Wohlthät-gkeits- uub andere Vereine, Sckulinstitute unb Privatleute schätzen es sich hier zur Ehre, eine Christ- bescheerung für arme Familien veranstalten zu können. Die Dertheilung ber Gaben ist jeboch eine völlig planlose. Familien, bie bas Betteln aus bem ff verstehen, ftnb oft zu 3, 4, 5 Christbescheerungen gelaben, währenb roürbigere Arme leer ausgehen. Bei ber letzten Weihnachlsbescheerung eines Dresdener Vereins hatten sich mehrere arme Familien nicht emgefunben. Als man ihnen bie für sie bestimmten Geschenke in's Haus trug (!), erklärten bie Leute, sie hätten nicht kommen können, ba sie zu mehreren anderen Christbescheerungen eingeladen gewesen wären! Die gleichen Erfahrungen sind mit Confirmanden Bekleidungen gemacht worden.
Es ist durchaus nöthig, bie Privat-Wohlthätigkeit zu reorganifiren unb bie ver- schiebenen Vereine einer Stadt in nähere Verb nbung zu bringen, damit sich die Gaben nicht an oft unwürdigen Stellen anhäufen, sondern sich gegenseitig fördern, anregen unb ihre Arbeit richtig vertheilen. Dies geschieht am besten babnrch, baß bie Vorsitzenden der verschiedenen Wohlthätigkeitsoereine in den größeren Städten von Zeit zu Zeit zusammemretei,, um sich gegenseitig in ihren Aufgaben zu ergänzen. Jeder Verein behält natürlich seine Selbstständigkeit. Neben principiellen Fragen müßte man sich in derartigen Zusammenkünften darüber Mittheilungen machen, welche Gesuchsteller jeder Verein berücksichtigen wolle, um Doppel-Besckenkungen zu vermeiden. Hierdurch lernt man auch diejenigen Leute kennen, welche die Privat-Wohlthätigkeit gewerbsmäßig nach allen Seiten hin ausbeuten und an 8, 10 verschiedene Vereine Gesuche über Gesuche — nach derselben Schablone gearbeitet — richten
Am Besten wird einer solchen Wohlthätigkeits Organisation durch Anlegung eines Hauptbuchs gedient sein, in welches jede einzelne Unterstützung eingetragen wirb Dasselbe muß an trgenb einer Centralstelle ausliegen unb ben Vorständen und Mitgliedern (aber auch nur solchen) ber Wohlthätigkeitsoereine zugänglich sein.
Eine so organifirte Privat-Wohlthätigk it kann jeboch nur dann der Bevölkerung große Dienste leisten und ersprießlich wirken, wenn sie sich an die amtliche Armenpflege anlehnt. Beide sind von einander abhängig und müssen in innigen Wechselbeziehungen stehen. Wo diese fehlen, kann selbst die amtliche Armenpflege nicht gedeihlich wirken Die Privatwohlthätigkeit unterstützt z. B. oft Leute, die den Unterstützungswohnsitz in dem betreffenden Orte noch gar nickt erlangt haben. Durch diese Unterstützungen werden bie Leute jeboch in ben Stand gesetzt, so lange sich hinzufristen, bis sie den Unterstützungswohnsih in dem Orte erworben haben und demselben zur Last falle» Hätte man — in Beziehungen zur amtlichen Armenpflege stehend — solche Leute dieser letzteren überwiesen, so würde durch Gewährung einer Unterstützung von dort aus dir Frist zur Erlangung des Unterstützungswohnsitzes unterbrochen werden und ber Be» treffenbe ber Stabt nicht zur Last gefallen sein.
Daß die Privat-Wohlthätigkeit mitunter planlos geübt wirb unb oft Unwürbigen Hülfe leistet, bie burch heuchlerisches Benehmen sich Unterstützungen zu erschleichen wissen, lehrt folgender Fall.
Bei einem Dresbener Kirchenvorstanb, ber einige Legate zu verwalten und deren Zinsen zu vertheilen hat, meldete sich kürzlich ein Mann, der flehemlichst um einr Unterstützung bat, indem er vorgab, in der jämmerlichsten, traurigsten Lage zu fein und Hungers sterben au müssen, wenn ihm nicht geholfen würde. Von Seiten be« Kirchenvorstanbes wurden biesem Manne 15 oerwilligt Als bie Sache in einem amtlichen Pflegebezirk, in besten Nähe ber Mann wohnte, zufällig bekannt wurde, stellte sich heraus, baß berselbe eine Unterstützung weber bebürftig, nach roürbig war, ba er in wohlhabenden Verhältnissen sich befand und herrlich und in Freuden lebte Er besuchte Weinstuben, blnirte mit der Familie beim Traiteur unb war mit Wein- unb Biervorräthen wohl versorgt. Während des Sommers zog er mit ber ganzen Famili: in ein Bad und spielte den noblen Kurgast Hätte ber Kirchenvorstanb die Verhältnisse des Mannes gehörig ausgeforscht ober nähere Erkundigungen eingezogen, so wäre die Frechheit des Mannes an den Tag gekommen unb die 15 JL konnten in würdigerer Weise zur Linderung wirklicher Armennoth verwendet werden. Fälle wie dieser mögen in großen Städten oft vorkommen und können durch ein Zusammenwirken sämmtlicher Privat-Wohlthätigkeitsanstalten und der amtlichen Armenpflege vermieden werden.
L o k a l e H.
Gießen, 29 April. Für die nalfle Woche, Dienstag Freitag und Samstag stehen sehr interesiante Experimental Vorträge des Physikers Gustav Amberg hier in Aussicht. Die Borträge desielben haben in einer Reihe von großen Städten, wie Kö.n, Bonn, WieS baden, Mainz u. s. w., nach den unS vorliegende.' Berichten die beifälligste Aufnahme seitens der Fachmänner wie Laten gefunden. Der erste Abend behandelt den galvanischen Strom, bas elektrische Kohlenltcht, den Elektro-MagnetiSmuS, die Jnduktions Elektrizität, PboSpborescenz und Fluorescenz-Ersckeinungen, Experimente über die neuesten Erfindungen von Crook S über strahlende Materie, ferner die Spektral:Analyse. Der zweite Abend bietet einen Expertmental- Bortraa auS dem Gebiete deS SchalleS und der musikalischen Töne, insbesondere über Zurückwerfen deS SckalleS, Interferenz der Tonwellen, Schwebungen, die Sirene, schwingende Saiten, Obertöne und Klangfarbe, Ehlabni's Klangfiguren, Borführung des Edison'sch en Phonographen, Analyse der singenden und sensitiven Flammen. Der dritte Abend bietet einen Experimental-Dortrag über Wärme mit besonderer Berücksichtigung der mechanischen Wärme-Theorie, insbesondere über die Thermo Säule, das Galvanometer und anderes mehr. Ueberall nahmen die Borträge und Experimente deS Herrn Gustav Amberg tag vollste Jnteresie der gebildeten Kreise in Anspruch Derselbe beschränkt sich nicht auf eine Anzahl bereits bekannter Experimente, er macht sich vielmehr gerade bie allerneuesten Fortschritte und Erfindungen zu nutze und gibt seinen Zubörern und Zuschauern einen Begriff von der gewaltigen Ausdehnung der pbysikaltsch'n Entdeckungen unb Erfindungen unserer Zeit. Seine Sicherheit im Sxperimentiren wird als eine bewundernSwerthe geschildert. Wir zweifeln nicht, . vaß diese Vorträge auch hier lebhaftes Jnteresie erregen werden, zumal dieselben fern von aller ! Charlatanerie auf streng wissenschaftlichem Boden stehen und zu ihrem Verständniß keinerln spezielle Borkenntnisie voraussctzen. Der mündliche Vortrag des Herrn Amberg erläutert das Nöthige und die Experimente sind nicht nur belehrend, sondern auch unterhaltend.


