Nr 302. Donnerstag )cn 29. December 1881.
Aichener ÄWiger
Anreigt- mtb Amtsblatt für btn firtis Eieftn.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.
Bureaur Schulstraße B. 18. Wfcmt tL^ttch nnt Ausnahme brt Montag». Durch bic Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Amtlicher Hheil.
Gießen, am 24. December 1881.
Betreffend: Maßregeln zur Uoterdrückung M Milzbrandes in der Wetterau.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Grosiherzoglichen Bürgermeistereien 'Lllcndorf a. d. Labn, Beller«Keim, Bettenbausen. Birklar. Dorf- Oberstadt mit Arnsburg, «roßen-Linden, Grüningen, Solzhet», t-ungen. Jnbriden, Lllein-Linden, Langd, rang^^on», Langsdorf, Leihgestern, Lieh mir <5olnhaufen, Mufcbcnbeim mit Sof-Güll, Obbornhofen, Ober-Svrgern, Rabertshausen, Rodheim, Tteinheim, Trais-Horloff und Utphe, sowie beziehungsweise auch die Geudarmerte.
Nach unterem «u«,»reiben vom 23. August 1880 - Anzeiger 9h. 201 - find d e boet er^Shuten Tabellen über die in dem 2 halbe» Jahre 1881 crepirten Tchiere zu Anfang des kommenden Monals an uns einzusenden. Indem wir das Muster der Tabelle nachstehend nochmal» abdrucken, scharfen wtt Ihnen ein, daß unter den „Bemerkungen" die Angabe über die Art der Beseitigung der Labover nicht vergessen werden darf.
Dr. Boekmann.
vom
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der
|)Q(fc zügel heilt,
b(e seither zu dem «mtsaerichte Grünberg gehirigen Bema-kunaen Rübingshaulen, Weilershain unb Srmenrob davon abzeirennt und die beiden erstgenani-ten dem Smis-erichte Homberg, die leßtgenannie dem Amtsgerichte Alsfeld zugetheilt.
die seither zu dem «mtsger chi Dilbel gehörigen Gemaikungen Burg- Gräsenrode, Heldenbergen ui d Latchen davon abgetrennt und dem Amtsgerichte Friedberg zugetheilt
Wir ersuchen Sie um baldigste Einsendung von Bischeuitgungen über im Lause des Jahre« 1881 etwa abgebrochene und bi« seht nicht wieder ausgerichieie Gebäude unb zwar für jedeS auf einen besonderen ha den Bog-n.
Gießen, den 27. December 1881.
Großperzogliches ^teuer-Eommisfariat Gleßen.
Süfftif. - _______________
18 btfl
Deutschland.
Darmstadt, 24. Decbr. Se. Küntzl. Hoheit der Großherzog habet.
Alleranädigst geruht: daß
tte sicher zu btrn Amtsgerichte Hungen gehörigen Gemarkungen Bet« tenhaufen, LangSdorf und Villingeu davon abgelrennt und die beiden erstgenannten dem «a.tsgerichte Lich, die letztgenannte dem AmtSgr- richte Laubach zugetheilt
tk seither zu dem Amtsgerichte Lich gihör<gen Gemarkungen EktingS. hauseit und Münster davon abzetrennt und dem Amtsgerichte Lau.
18 crepirten pder getödteten Thlere.
den Amtsrichter bei dem Amt-gericht Fürth Gustav EellartuS zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß-Umstadt;
den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Hungen Eberhard Krauß zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Fürth.
m. Darmstadt, 27. December- In ben einaehenden Sröiterungen, welche bvr Ada. Kugler in der Frage br alsbaldigen Einführung beS SecunbSr- dctr,cds auf ben Ob e rheffif cd e n Eisenbahnen an b,e von der Regierung gegen diese Institution rrhobemn Einwendungen knüpft, wird zunächst hervorgehoben, dan die Herren jf x a ufo und Donner noch jeder Antwort Letten» der y/egtaimg aus die vor circa V ? Jahren gestellte Offene tntbebrcn, da«, Herr Krauß jcooch in einem an den Antragfulstr auf dessen Anfrage gerichteten Schleiden oom 29. :>iooernder b I eifläit hab-, nach roicbcrbolttm Kalkül über den Secundärbetried der Ober- bessischen Bahnen könne er die Offerte für Uebernahme dieses Betriebs auftech erhalten in der Hoffnung, daß durch btt Vermehrung der Auge die durch m.ttlerweile ein- getretene Peränderung der Peikehrsoerhältnnfe in Aussicht stehenden Ausfälle roicber flfbedt werden. Das vorhandene Betriebsmaterial fei nicht g<e'gner für e>nen öco- nomifchen Betrieb und müßte man für Beschaffung geeigneter Betriebsmittel em Kapital von m ndestens 400,000 aufwenden. Die Offerte sei zu einer Zeit verfaßt worden, wo Material und Vöbne auf dem tiefsten Niveau standen. Heute stehe man bereite vor besser n Perhälttnsien und fei eine Steiaerung der Mast, tasten und Löhne m sicherer ÄusnLt. (h1 könne demzufolge seine Offerte nur kurze Zeit aufrecht erhalten und würde übet Haupt aut daS vorliegende Geschäft verzichten, wenn es nicht innerhalb
® D ,sk AllerbLLste «noibi ung wi:b mit Angabe bes Zettpunkte« , wann, bie bett ‘ »enbetungen in Wirksamkeit treten, in nächster Nummer bes Großh. Reaeerungsbiatts tut öffentlichen »enntnifi gebracht werben.
9 Darmstadt, 24. Decbr. Se. «önizl. Hoheit ber Grvßherzog nahmen beute u ilitärische Meldungen entgegen unb empfingen den Oberst v Rauten- bera ron bei Faßartillerie Biigade ifl Meß; »um Vortrag ben Staatsmimster Ärbrn. v. Starck unb ben Ged. Staattrath ginget.
ö M — $• König!. Hoheit ber Großderzog haben mittelst Allerhöchster E t- ieblitfiuna vom heutigen Tage bie Berufung des ObiramtS-Richters bei 'em Amtsgerichte Höchst August «lin g e l höfse r unb des «mts-R-ettets bet dem Amtsgerichte Groß-Gerau August Bergsträßer als Hülfsrichter m bae Landgericht der Provinz Starkenburg, vom 1. Januar 1882 an, zu geneh- migen ^ß6cn Se. König!. Hoheü der Grvßherzog am heuten Tage zu ernennen^ge^h^^ ^.Richter bei dem Amtsgericht Wald Michelbach Eduard Siebert zum Ober-Amtsrichter bei dem Amtsgericht Höchst;
den Amtsrichter bei dcm Amtsgericht Alsfeld Friedrich Schnittspahn zum Richter bei dem Amtsgericht Wald-Michelbach, unter Verleihung drs Titels eine- Ober-AmtsrichterS;
den Amtsrichter bet dem Amtsgericht Grünberg Ludwig Ebel zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Alsfeld;
den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Vilbel Dr. Er, st Werte zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Groß-Gerau;
den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß-Umstadt Wilhelm Zimmer- mann zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Mainz;
einiger Monate perfekt würbe.
Weiler sühn der Antragsteller aus, daß die von Krauß unb Don ner gemachte Provosmon tbrem ganzen Charakter nach nur eme provisorische sein konnte, welche der Großh N.gxex'una eine Pachtsumme von 280,000 X per Jahr aut 15 Jahre öftersten sollte wSdrend alle Rebcubedtngunaen selbstverständlich weiteren Verhandlungen vor behalten bleiben mußten. Die Antragsteller erklären m der von (9r- Negierung beanstandeten Pos loder Offerte ielbst ausdrücklich, daß derTheftdes alten Mat-rialr, welcher keme Per- werduna im Lecunr ärbctrieb finden könnte, nur im Emverständniß mit Großd Regierung verkauft werden tolle. „Würbe dahe-" - so sagen die Motive bes Anstags Kugler — mir em der Regierung nicht genügend erscheinender Betrag dafür zu losen fern, so könnte ne ihre rZustimmung verweigern. Dadurch wird somit die ganze Berechnung, welche im ErposS für eventuelle Wiederanschaftung des Materials aufgestellt ist und wonach sich dadurch em bedeutender Ausfall an der Pachtsumme ergeben würde, vollständig din'ällig. - Uebngens ift bezüglich dieses Materials doch zu bemerken, daß der angebliche Werlh des Fahrparkes vor. 2,400,000 JL wobl der Wnlh sem dürft/, den dieses Material bei Neuanschaffung hatte. Denn wenn selbst m zetzl-er Z ", m welcher alle größeren Bahnen Mangel an Fahrmaterial haben und daher gerne solches m den wstklichcn Wenden entsprechenden Preisen übernehmen wurden, die Grovh. Regierung sagt, daß daffelbe nur zu 800,000 X verwendet werden konnte, so muß es bereits sehr geringweNhig und vnbraucht sein, was auch aus der Bemerkung der Dtreclion bervorgeb», wonach 30 o der Locomotiven stets im Reparaturzustand gerechnet werden müssen. Man kann also nicht.erwmten,.daß «S dem Erlös solchen alten Materials wieder neu-s Material 'n gleicher Anzahl neu ;u beschaffen wire .
D-e durch Redunion des Bcaw.t-nversonals möglichen Ersparnisse anlangend, bemerkt der Antragsteller Kugler, nach den ihm gewordenen Mittheilungen würden nnn den circa 590 Angestellten der Bahnen circa 200 genügen, um den Dienst, entsprechend der Organ-sation der Thüringische Feldababn. zu versehen. An Gehaltm der Beamten, Bediensteten und Bahnwärter der Babnen, welche m-t 3^,000 veranschlagt find, sowie an den mit 126,000 veranschlagten sonstigm persönlichen Aue- gaben wäre somit eine der hauptsächlichsten Ersparnisse durch Einführung des Secundar- betriebs zu machen. Angenommen, es wurde von den 648-000 ^.Deamtttigehalte auch nur die Hälfte durch Pensionirung gespart und Pmfimten bez^lt
so KÜrde imMAb'n eine i'oforstae Noarpiß non *7060_m. waiv-UmrÄli«
Ord.- Rr.
Monat
Datum
Namen der Besitzer
Der crepirten oder getödteten Tüiere
Bemerkungen über Kra. koeit, wenn solche durch den Thierarzt festgestellt ist, sowie über bie Art der Beseitigung der Eadaver.
Zahl
Gattung
Alter Jahre


