Telegraphische Depeschen.
Wolff'- telegr- (Korrespondenz»Bureau.
Stuttgart, 27. Septbr. Se. Maj. der Kaiser traf heute Mittag um 12 Uhr mittelst Extrazuges von Baden-Baden hier ein. Ällerhöchstdersetbe wurde am Bahnhofe von dem Könige, den königlichen Prinzen, den Ministern unv der Generalität empfangen ui b bei der Abfahrt vom Bahnhofe von brau« senden Hochs der unabsehbaren Menschenmenge enlhustastijch begrüßt.
Stuttgart, 27. Septbr. Se. Maj. der Kaiser besuchte heute Nachmittag, begleitet von dem Prinzen von Sachsen-Weimar, den Spitzen der Civtl- und Militärbehörden und großem Gefolge die hiesige Gewerbe-Äuöstellung und wurde in der Haupthallr von Sr. Maj. dem König Karl empfangen; beide Monarchen besichtigten hierauf mehrere Abtheilungen btt Ausstellung gemein» schastlich, überall von dem zahlreich anwesenden Publikum mit enthusiastischen Kundgebungen begrüßt. Gegen 5 Uhr verließ der Kaiser das Ausstellungsgebäude wieder, nachdem Allerhöchstderselbe seine größte Befriedigung über die Ausstellung ausgesprochen hatte.
Dresden, 27. Septbr. Die Deleg.rten-Versnmmlung des Centralver- bandeS deutscher Industrieller hat in ihrer gestrigen Sitzung m Bezug aus die Unfallversicherung lediglich an ihrem früheren Standpunkte sestgehalten. In Betreff der Invaliden» und Alters-Versorgung hat sich die Versammlung dahin erklärt, daß eine beffere Versorgung der invaliden und altersschwachen Arbeiter eine Ausgabe bleibe, deren Lösung eines der hauptsächlichsten Ziele aller belhei» ligten Kreise, sowie des Staates sein muffe; sie hält jedoch, zur Zeit wenigstens, in Rücksicht aus die Arbeiter- und ProductionS-Verhältmsse eine allgemeine obligatorische Versicherung als nicht entsprechend, empfiehlt dagegen eine baldige Reorganisation der Armenpflege.
Paris, 27. Septbr. Nachrichten aus Tunis vom 25. ds. zufolge ist im Innern der Regentschaft Regenwetier eingetreren und hat sich die Tempe» ratur in Folge deffen abgekühlt, sowie der Gesundheitszustand beträchtlich ge- beffert. Die Vorbereitungen zu der Expedition geg-n Kairuan werden lebhaft gefördert.
Wien, 27. Septbr. Die in einem hiesigen Blatte enthaltene Notiz über eine angeblich in Grantca bevorstehende Zusammenkunft des russischen Kaisers mit dem Kaiser von Oesterreich wird in hiesigen maßgebenden Kreisen auf das Entschiedenste als jeder Begründung entbehrend bezeichnet.
— Wie der „Polit. Corresp." aus Athen gemeldet wird, hat der König von Griechenland am Sonntag um Mitternacht mit großem Gefolge, in welchem sich auch der Ministerpräsident KommunduroS sich befindet, über Korinth uud Santa Maura die Reise nach den an Griechenland abgetretenen GebtetStheilen angetreten und soll bereits am Mittwoch Vormittag in Arta etntreffen.
Lokales.
Gießen, 28. Sept. (Sitzung der Handelskammer am 2. September.) Anwesend tote Herren Ed. Silbereisen, L. Georgi, W. Liebrich und G. H. Schirmer. Der Vorsitzende giebt der Kammer zunächst Kcnntniß von den Eingängen und berichtet sodann über eine Eisenbahnconserenz in Gladenbach, betr. den Bau einer Bahn von Gladenbach nach Lollar, zu welcher Seitens der Bürgermeisterei Gladenbach eine Einladung an die Handelskammer gerichtet wurde. Auf dieser Eonferenz wurden Pläne für. den Bau ciiur Secundärbahn Gladenbach-Fronhausen und für eine Linie Gladenbach-- Lollar von Seiten der Konigl. Preus;. Regierung durch den dazu bestimmten Regierungs Eommissär Herrn von Kauffmann vorgelegt. Die Linie nach Fronhausen fiel sofort aus, weil die Schwierigkeiten und Kosten für diese Linie viel größer als für diejenige nach Lollar sich herausstellten. Deshalb wurde die letztere endgültig angenommen. Für Ge- ländeerwerb wird von den bethciligten Gemeinden die Summe von M. 114,000 und ein weiterer Baarzuschuß von M. 50,000 verlangt. Die projectirte Bahn berührt, trotzdem sie nur 12 Kilometer lang ist, dennoch 3 Landrathsbezirke, nämlich Biedenkopf, Marburg und Wetzlar. Der Landrath für Biedenkopf stellte den Beitrag von M. 50,000 für seinen Kreis in Aussicht, auch erklärte der Landrath für Wetzlar, daß die Gemeinde Odenhausen bereit sei ca. M. 23,000 für die Erbauung der nöthigen Brücke über die Lahn bei Odenhausen beizutragen. Von anderer Seite wurde jedoch vorläufig noch kein Zuschuß zugesagt. Der anwesende Regierungspräsident Herr von Wurmb und die an wesenden Herrn Landräthe erklärten alsdann, daß angesichts der stattgehabten Verhandlungen vorläufig nicht an den Bau der Bahn zu denken sei, da die verlangten Zuschüsse nicht aufgebracht wurden und nothwendiger Weise vorher andere Vorschläge gemacht werden müßten.
Die Handelskammer beschließt die Angelegenheit im Auge zu behalten und dann an die Bürgermeisterei Gladenbach das Gesuch zu richten, die Handelskammer gefälligst von allen Versammlungen rechtzeitig in Kenntniß zu setzen, in welchen über diese Angelegenheit verhandelt werden soll.
Seitens des Kanzlei-Secretärs Frank wird um Uebersendung eines Exemplars deS diesjährigen Jahresberichts für statistische Zwecke gebeten. Die Kammer beschließt, dein Gesuche solle entsprochen werden.
Von der Eisenbahndireetion Frankfurt wurde Großh. Handelskammer davon in K.nntniß gesetzt, daß die Eisenbahnkassen der Stationen Frankfurt, Darmstadt, Offenbach und Blain- zur Annahme der Roten der Bank für Suddeutschland ermächtigt seien und der Eisenbahndireetion Hannover überlassen wurdcv das Weitere für die Stationen der Main Weser-Bahn anzuordnen. Die Kammer beschließt, diese Angelegenheit als besonderen Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Eisenbahnconferenz in Hannover zu setzen.
Zn einem Schreiben der Eisenbahndireetion Haniwver wird rnitgetheilt, daß am 27. October daselbst eine Eisenbahneonferenz stattfinden werde. Die Kammer beschließt, außer dem obigen Antrag auch den auf Bewilligung von Retourbillels zivischcn Gießen und Berlin mit achttägiger Giltigkeit für die Tagesordnung der betreffenden Eonferenz anzumelden. Genaueres darüber soll in einer späteren Sitzung bestimmt werden. Die Anträge sind bis zum 25. September einzubringen.
— (Sitzung der Handelskammer vom 19. September). Anwesend die Herrn: E Silbereisen, S. Heichelheim, F C. 93. Kock, L. Georgi. Der Vorsitzende gtebt der Kammer zunächst Kenntniß von 14 Eingängen, über welche bestimmt wird und theilt hierauf mit, daß der üisenbabndrnath auf den 12. Oktober nach Darmstadt etnberufen sei.
Die Handelskammer Mainz zeigt an, daß sie beabsickttge den ersten HandelSkammertag auf Anfang Oktober etnzuberufen und ersucht um Mitthetlung etwaiger Anträge für die Tagesordnung. — Die Kammer beschließt zuvörderst um genaue Angabe deS Termins zu ersuchen.
Die Eisenbahndireetion Hannover theilt mit, daß sie für die Station Gießen die Ausstellung von Retourbillets nach Berlin und umgekehrt mit viertägiger Gültigkeit angeordnct habe.
Da von der benachbarlen Station Wetzlar gegenwärtig Billet« mit acht tägiger Gültigkeit ausgegeben werden, so beschließt die Kammer bei der nächsten Eisenbahnconferenz in Han« nover den Antrag zu stellen, daß auck die hiesige Station Billete nach Berlin mit achttägiger Gültigkeit auszugeben angewiesen werde, da eine viertägige Gültigkeit für den hiesigen Platz gar kein, oder nur sehr geringes Interesse biete, zudem aber auch Gießen mit seiner wett größeren Lerkebr gegen Wetzlar nicht zurückgesetzt werden könne. Ferner sn es gewiß nicht zu rechtfertigen, daß Gießen unter den obwaltenden Lerhältnisien gezwungen se«. von Wetzlar aus Retourbillete nach Berlin zu nehmen um die achttägige Gültigkeit zu genießen.
Seitens der Commission, weicher die Frage der Avisirung von Fracktgütern durch un- frankirte Postmeldung zur BcricklSerstatlung überwt.sen war, wird die Ansicht ausgesprochen, daß nach der Fasiung deS Betriebsreglements keine Außsickt auf Rücknahme der von der Eisen- babnverwaltung ungeordneten Maßregel vorhanden sei. — Die Kammer beschließt in Folge dessen diese Angelegenheit nickt weiter zu verfolgen.
Zur Vertretung der Handelskammer auf der nächsten Eisenbahn-Conferenz in Hannover wird Herr F. C. B. Koch erwählt, vorher soll die Eisenbahndireetion Hannover um Mit-
rheilung darüber ersucht werden, ob bi« Confere.-.z wirklich am 27. October, dem Tag der ReichStagswahl, statlfindet.
In der von der Handelskammer Offenbach angeregten Frage, berrrffend die Erweiterung der Handrlskammerbrzirke, wirb von der damit betrauten Commission Bericht erstattet. Die Commission hält eS nicht für angeze:gt, die Erweiterung deS hiesigen HandelSkammerbezrrks zu beantragen, dagegen will sie die Zahl der derzeitigen Handeiskammermitglteder tm Verhältniß zu der gestiegenen Einwohnerzahl vergrötzerr wissen Die Kammer beschließt, beim Ministerium deS Innern und der Justiz den Antrag zu stellen: daß die Zahl Der Mitglieder der h esigen Handelskammer von 7 auf 9 erhöht weroe.
Vießcn 28. September. Am 19. d. M. feierten die Decanaie Gießen und Gründers ihr diesjähriges R^issionSsest in der neuen, schönen Kirche zu Annerod.
Da daS Wetter günstig war u. d Annerod auch wegen seiner schönen Lage gern besucht wird, so stand zu erwarcen, daß die Belheiiigung daran eine recht lebhafte sein werde.
Daß dicS nickt so der F^-ll war, wie es dieS Fest denn doch verdient hätte, rechtfertigt sich zwar nicht, aber eS erklärt sich bezügl. Der Landleute wohl hinlänglich dadurch, dag sie eben des günstigen Wetters wegen noch allzusehr mit der Grummtlcrnte, Die m diesem Jahre wegen der spärlichen Heuernte doppelt wichtig und die noch auffallend weil zurück ist, beschäftigt waren; bezüglich der nahen Stadlleute weis Einsender dieses keine andere ausreichende Erklärung, alS wie sie sich aus Math. 14, 16—21 von selbst ergibt. Wenigstens bat er 8 Tage vorher, alS c8 sich um die Freuden der „Kirmeß" handelte. obgleich oaS Wetter viel unbeständiger war, eine viel größere Verheilung mitangesehen
Rickts destoweniger verlief daS Fest für Alle, die der Einladung folgten, in der befriedigendsten Weise; für Annerod war es besonders wichtig, weil es das erste Missionsfest war, das in der neuen Kirche gefeiert worden ist, und weil sich der Wunsch damit verbinden mußte, daß Die Annnöder Gemeinde nun auch eine echte Missionsgemeinde werden möge.
Der Gottesdienst nahm seinen Anfang Vormittags IOV2 Uhr, und zwar versah bet OrtSgeistliche dabei den Altardienst, indem ec ein ausführlicheres liturg. Programm vortrug. Hierauf bestieg Herr Metropoliten Strobel von Bockenheim, der früher selbst Missionar gewesen, die Kanzel uno redete auf Grund von Apostelgesch. 4,20 in seiner warmen jpackenden Weise 1) von dem Drang zur Mission, 2) von dem Sieg der Mission, und 3) von Den Opfern Der Mission.
Der Drang zur Mission beruhe auf Der eigensten Erfahrung Des Heils und Dem daraus sich mit Rothwendigkeit ergebenden Verlangen, auch Andere Der gleichen Seligkeit theilhaftrz zu machen. Früher sei Die Sache Der Mission, Diese heilige Reichsangelegenheit der Kirche, nicht bloß von Den Feinden deö Christenthums, sondern sogar in gläubigen Kreisen gar oft verkannt und falsch beurteilt worden, und cs geschehe daS z. 93. jetzt noch von der B eck'schen Schule. Es habe Zeiten gegeben, wo selbst Die Kirchenregimente eine ablehnende Stellung Der Mission gegenüber eingenommen hätten. In Der Beziehung seien Die Zeiten bester geworden, aber es bleibe doch immer noch viel zu wünschen übrig.
Der Sieg der Mission sei ein herrlicher und rechtfertige dieselbe gegen alle Verdächtigungen ihrer Feinde. Seit Dem Erwachen DeS Missionssinnes seit etwa 80 Jahren sei.n bereits mehr Heiden zu Christen bekehrt worden, alS dies biS zu Ende des 1. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung Der Fall gewesen sei.
Das sei um so mehr zu betonen, als Die Schwierigkeiten, mit Denen Die Mission heutigen Tages zu ringen habe, größer seien als zu der Apostel Zeiten. .^Der Beweis für Diese Behauptung wird erbracht durch eine eingehende Vergleichung zwischen DamalS und jetzt. Uno was endlich die Opfer, welche Die Mission erheische, anbelange, so sei <8 ungerecht von Der katholischen Kirche, wenn sie behaupte, sie allein fei Die Kirche, die um DeS Reiches GotteS Willen Opfer gebracht habe und noch immer bringe; auch Die Äifsionsgelchichte Der evangel. Kirche weise zahlreiche und schmerzliche Opfer auf. Und vollends kläglich sei Der Vorwurf, Den Die Gegner Der Mission ihr machten, wenn sie sagten, Der Erfolg Der Mission stehe in keinem Verhältniß zu Den Opfern, Die sie forDerc. Für wissenschaftliche Zwecke und im In tereste Des Handels scheue man ja doch auch kerne Opfer, weDer Zeit noch Menschenleben noch Geld; ob bmn ein Opfer zu groß sei, Das man Dem Herrn Jesu. Der unt erlöst habe, bringe. Zudem widerlege sich der Vorwurf auch schon ganz von selbst durch den bereits oorbano«n<n Sieg der Mssion, Der offenkundig sei und die Zeit werde kommen, wo Der Heiland der Welt das Reich einnehmen werde, das Ihm der Vater beschieden und das: „Ach komme Herr Jesu" der Apg. gehe rasch seiner Erfüllung entgegen. Gewiß hat die treffliche Predigt m Den Herzen der Zuhörer gezündet, ebenso wie die nun folgende, die Herr MtssionSprediger Fritz von Frankfurt, Der früher Jahre lang in Afrika gearbeitet hat, auf Grund von Aposte.gcsck. 14, 27 hielt.
Es würde zu weit führen und die Geduld der Leser zu lange in Anspruch nehmen, wollten wir auch über diese lebendige frische Predigt ausführlicher reftrlren. Wir bemerken Darum nur kurz: Der Redner begann mit dcm hcrlichm Liederverie:
Der Du m Todesnäckten erkämpft das Heil der Welt — Und Dich als den Gerechten zum Bürgen dargestellt — Der Du Den Feind bezwungen, den Himmel aufgethan — Dir stimmen unsere Zungen ein Halleluja an ! —
und führte sodann nachdem er das Verdienst des Heilands um unS gepriesen, in geschickten klaren Üebergängen uns auf den Schauplatz seiner eigenen früheren Wirksamkeit an Der Gold» küste in Afrika.
Auck er könne, wie der Vorrerner, und zwar auS eigener Erfahrung, von den schmerz lieben Opfern der Mission reden, aber er müste auch dm herrlichen Sieg preisen, Der ihre Liedesarbkit kröne. So sei z. 93. in der Negerstadt Lah (Goldküste), wo seiner Z-,t noch D<r ganze Gräuel des Heidenthums geherrscht habe, den er hier zu schildern Anstand nehme, und wo damals noch kein einziger eingeborener Christ gewesen sei, j«tzt eine blühende Gemeinde von mehreren 100 Negerchristen, Die ihrem Bekenntniß alle Ehre machten. Em Bollwerk deS Heidenthums falle nach Dem andern, und Angesichts solcher Erfolge dürfte man auch Die 2400000 JL, welche die Mission alljährlich etwa koste, nicht für zu viel halten.
Das Alles spannte Die Aufmerksamkeit Der Zuhörer tm höchsten Grade, und schon der Anblick dieses Zeugen und Mitarbeiters auf dem Felde der Mission wirkte erbaulich. Merk» würdig war auch, wie die Kraft dieses Mannes, der mit seiner gewaltigen Stimme Die ganze Kirche ausfüllte, trotz der Länge seines Vortrags gegen daS Ende desselben hin nur immer mehr zu wachsen schien. Nach dem Schlug der Predigt und bevor Der OrtSgeistliche Die Versammlung mit Dem Segen De8 Herrn entließ, legte Der Gesangverein abermals, tot: schon beim Beginn des GolteSdienstcS, eine Probe seines Fleißes und seiner Bemühungen um die Ver befferung des Kirckengesanges ab, indem er das vielstimmige scköne Lied: „So spricht der Herr: Ich will ausgießen meinen Geist" rc. vortrug Auch durch diese gesanglichen Vorträge wurde der Gottesdienst in erbaulicher Weise belebt und erntete der Verein für feine Leistungen warmes Lob.
Der Nachmittag versammelte die Missionsgemeinde bann nochmals in der Kirche, um die Predigt des Herrn PfarrerS ReberSburg aub BraunfelS anzuhören
Derselbe legte seinem Vortrage Joh. 12, 20—23 zu Grunde und führte in geistreicher, weitschauender Rede aus, wie das Verlangen der Griechen: „Herr wir möchten gerne Jesurn sehen", eigen'lick nur die Sehnsucht der gesammten Heidenwelt, zum Heile in Christo zu gelangen, ausdrücke, und wie der Mcnsck nach Augustin s berühmtem Worte: „DeS Menschen Seele ist so lange unruhig, bt8 daß sie ruhet in Oolt", erst in diesem Schauen zur Rude und zum wahren Frieden komme. Und diesem Ziele führe eben die Mission die Menschheit entgegen, sie diene dazu, Jcium zu verklären unD Gott gebrauche sie al8 Mittel, um seine wunderbaren seligen Endzwecke und Ziele zu erfüllen.
So tönten b.nn die 3 Predigten — fasten wir schließlich noch einmal AlleS zusammen — in einem Halleluja au8. Zuletzt hielt Herr Pfarrer Dr. Naumann vom Lesepult der Kirche au8 nock eine mit hohem Emst und Begeisterung vorgetragene Anspracke, in der er die Christen der „großen Stadt Europa", wie Die Neger sagen, fragte, wa8 denn doch wohl die neu; bekehrten Heiden sagen würden, wenn sie einmal zu un8 kämen und untere oft so unchristlitea Werke sähen, eine Rede, die tiefen Eindruck machte, und von Der wir nur noch sagen wollen: Ende gut, Alles gut! —r.
Gießen, 28. September. fSterblichkeit in Gießen.j In der Woche vom 18. bi< 24. September war die Sterblichkeit in Gießen wieder eine sehr geringe, da wir nur .< Todesfälle zu verzeichnen batten, die sich alle bei Erwachsenen ereigneten. Es wurde als Todesursache angegeben: Lungenentzündung, Verblutung, organische Herzkrankheit je einmal. G.
verwischt*»
Kassel, 24. September. Ein schrecklicher Unglücksfall ist gestern Nachmittag halb - drei Uhr in einem Der Stembrüche der Druse! vorgekommm. Ein Arbeiter auS Nordshausen, 1 Namens Johannes Engelharot, batte sich an einem Seil bis zur st.ilsten Höhe hinaufziebcn lasten, und als er oben seine Thätigkett beginnen wollte, löste sich ein gewaltiges Stück vom i Felsen ab, schlug auf ihn, wobei das Seil durchschnitten wurde und riß ihn in die Tiefe hinab. Große Felßmasten stürzten nach und zerschmetterten denselben in entsetzlichster Weise. Vom Kopf war fast ntcktS mehr vorhanden. Dreißig Bäume hatte das Geröll mit heruntergerist^n. Der Mann hatte schon früher das Schicksal»gehabt, im Steinbruch ein Auge und einen Fing r zu verlieren.
srr.
SÄ?»
**5 bft Li
Darwstat beute uMMt Winter, den Ober Heuftnanf v. Pr.ti Uanterie-ReglMli Draudt, den Pro von Gießen, den von Mainz, den d den Hvsthealerdirri Schllieiniacher, de rath Dr. Briker.
Berlin, 2 jttzt sertiggeßellt tt Königsberg bis nat bis nach Lachen. März 1876 in Ar Aachen reichend, \ sämmilicher Kabelst an Geldmitteln tm genommen. Die Q in den Kabeln ent! gelegt wurden, ( adrige Kabel.
- Fürst Bi iar Jahre 1880 r Männer auSgewan 20,000 solcher dei damit zugleich bie iinge und Arbeit-! bletben. Das fr $mel tot Vtti Auswanderung.
- Der se, vom Cvltuöministe Tagen wurde der Wirderum die aal i '.W'n Spitz' Mr».
Iwffm ®eg(n|äjj( l'8"«r IMergl
« d«r U«tm Sm8 M -
KL
eket
Un|(t Ä l’1 1 Sm*1


