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nlogis aus fofort w chaum, Sübnboinr. immer mit (Sabmrt tue Anlage (i. 26. mmer ;u Dtrmittbtn äger, Scltntzweg. AÖbl. Zimmer mit olkengasse C- 88.
lödlirtetz Zimmer m kstt. 170,u.
i Zimmer zu ver- lßc K. vb, 3. 5to^. Ics Zimmer zu ver- > Herrn Dr. Zelfing,
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9ir. tt7. Donnerstag den 28. April 1881.
Gießener Anzeiger
Aiüeigr- und Amtsblatt für dm Steig (Sirfirn.
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Erscheint täglirt) mit Au-nahmc dcS ^onlagS.
Peets vierteljAhrNc^ 2 Warf 20 Pf mit Brmgerlobn Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Warf 50 Pj.
Amtlicher Hheil.
Betreffend: Ausbruch der Maul» und Klauenseuche In Münster.
Bekanntmachung.
Unter bim Rindvieh deS Heinrich Seipp, Philipp Steg und David Heß I1L in Münster ist die Maui« und Klauenseuche au-gebiochen. (Ließen, am 26. April 1881. Grvßherzogliches Kreisamt Gießen.
______________________________ 1 >r. B o e k m a n n. _________________________________________________________
Die griechiscb- türkische Krage.
Im Orient spielen zwar die Zwischenfälle Jn letzter Stunde" eine große Rolle, aber immerhin kann man mit Sicherheit annehmen, daß die friedliche Beilegung dis griechisch-türkischen Grenz-LonstictS ix Kürze zu erwarten ist. In Kürze? — nun jo, einige Wochen werten bet der bekannten Verzügerunk.-- Politik der Pforte wohl noch vergehen, ehe da- streitige Gebiet geräumt und übergeben wird, man hat ja fast in jedem Pascha, dem die endgiltigeu Regn- ltrurgen übertragen werden — stehe Dulc gno — einen Fabius Eunctator vor sich, — aber schließlich findet die Sache doch den gewünschten Abschluß.
Die Türkei hat in einem am 24. dS. stattgehabten Mln sterrath die letzte — vorläufig wenigstens die letzte! — Eollectivnote der Botsch fter hin- sichtlich der griechischen Gretze endgiltig geprüft, und deute bereits erwartet man die Antwort der PfoNe. Man sieht in Stambul die unerschütterliche Einigkeit der Großmächte, m^n kennt die energische Führung der Angelege:'.- heil durch den Doyen Graf Hatzfeldt — und beißt in den sauren Apfel-
In Griechenland sind der König und daS Ministerium einig, daß eS am besten ist, zu nehmen, was geboten wird Jede neue Mehrsordernng von -and ui.d Leuten nürde zu einer neuen Verschleppung der ganzen Regelung führen, und die Finanzverhältnisse deS arn en kleinen Königreichs dulden kaum ein längeres Aufrechterhalten der kostpüligen Mobilmachung. Der Schwerpunkt ter Frage liegt jetzt darin, ob die griechilche Kammer die neue Grenzlinie ober nur die aut der Pforte abzuschließende 6or.ber.tion zu genehmigen habe Das griechische Eabinet, um sich die Sympathien im Lai de zu erhalten, wünscht das Elftere.
Die Gesandten der Großmächte dagegen drängen dahin, daß die Kammern nur über die Konvention beschließen sollen. Würde die Kammer die Grenzlinie zu genehmigen haben, so wäre die Entscheidung bii der herrschenden Aufregung zweifelhaft, und reue Schwierigkeiten wären tie Folge; die Eonvention dagegen wäre ein feit accompli und selbst em Ministerwechsel würbe baran nichts ändern. Gelingt eS also brn Gesandten, daS Eabinet zu bestimmen, bah nickt die Grenzlinie, sondern die Eonvention der Sammer zur Genehmigung oorzulegen, so steht die friedliche Lösung der Frage außer Zweifel.
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pcutschland.
Darmstadt, 26. April. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht :
Am 13. April dem vortragenden Rath in dem Ministerium der Finanzen — Abiheilunz für Steuerwesen — Geh. Obeisteuerrath Ludwig Baur die Nebenstelle eines M.tgliedes der Brandcerficherung-.Eommlsfion auf Widerruf zu übertragen.
— Seine Königliche Hoheit der Großherzoz haben Allergnädigst geruht:
Am 16. April den ObersteuerinspeLtor bei dem Hauptsteueramt Darmstai t, Sieuerrath August Frölich, auf sein Rachsuchen und unter Anerkeni ung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand zu verletzen und ihm auS liefern Anlaß das Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen;
den dermalen al- StationScontroleur zu Emmerich verwendeten Zollin- spector Eugen v. Buri in den inländischen Dienst zurückzuberufen und den- selben zum Obersteuer,uspector bei dem Hauptsteueramt Darmstadt —
den bei dem kaiserlichen Haupttollamt Hamiurg comm.ffarisch verwen- deten HauplsteueramtSasfistenten 1. Klaffe Adolf Kolb zum Steuercontroleur —
den Hauptsteueramtsrendanten bei dem Hauptsteueramte Darmstadt Eduard Kuhlmann zum Hauptstewpelverwalter bei der Haupistempelver- waltunz —
den Steuerconttoleur Karl Klingelhöffer zum HauptsteueramtScon- ttoleur bei dem Haupisteueramte Worms zu ernennen.
Berlin, 25. April. Die „Kreuz-Ztg." bringt einen WarnungSaNrfel gegen die neu: Aera der Gründungen und schreibt: „Die Gefahren scheinen gegenwärtig wieder besonders drohend aufzutreten. Zwar hatte daS Börsenspiel, nachdem sich daS Publikum nach dem Erwachen aus dem Gründungs- rausche eine Zeit lang davon ferngehalten, in den letzten Jahren bereits wieder an AuSdehnung gewonnen. Eine ganz eigene Industrie that sich auf, um auch den „weniger Bemittelten" die Be.Heiligung am Bürsenspiel mög ich zu machen — die sog. Präwiengeschäfte. Wir wollten es nicht versäumen, bei der drohenden Gefahr einer Wiederauflebunz dir G.ündungs-Aera das Publikum zu mahnen, sich von dem Börsentreckei'. fern zu halten. Nach der anderen Seite aber möge bar n erinnert werden, daß keine Zeit mehr zu verlieren ist, um
ben gesetzlichen Boden, auf welchem sich tie Giündungsmißbräuche vollziehen, einer Säuberung zu unterziehen. Die Revision des Actiengesetzes ist von großer Dringlichkeit."
Berlin, 25. April. Die Abreise des Kaisers nach Wiesbaden dürfte durch die Ankunft der Herzogin vou Edinburgh und deS Großfürsten Sergius von Rußland, welche das russische Osterfest ncch in Petersburg verleben und Donnerstag früh hier eintreffen wollen, um Abends weiter zu reisen, einen kurzen Aufschub erfahren. Inzwischen will der Kaiser am 27. ds. zu Potsdam noch die Bataillone des 1. Garde Regiments z. F. besichtigen.
München, 25. April Die bayerische Regierung nimmt klare Stellung gegenüber den antisemiiischen Versuchen in Bayern em. Die am Donnerstag in Würzbuig ausgegebene Probenummer eine- antisemitischen Wochenblattes „Der Antisemit" wurde sofort nach Erscheinen constscirt.
KranLreich.
Paris, 24. April. Aus Tunis wird vom 22. ds. gemeldet: Drei Häe-ptlmge der Khruwirs erschienen im Lager Stbi Alis und erklärten, sie irürten sich nicht unterwerfen und im Rothfalle auch den tunesischen Truppen Widerstand leisten. Mit den Khrumirs, die 15,000 Mann stark find, ziehen 2000 UichtetaS. — In Tunis haben die Europäer umfaffende Sicherheitsmaßeegeln grttoffen und sich sämmtlich m't Waffen und Schießbedarf versehen, die Eonsuln habm ihre Papiere in Sicherheit gebracht und können auf die Ianitscharen zählen. — D'e Mannschaft deS französischen Panzerschiffes ^Ieanne d'Src", tie vor Tunis liegt, hat Truppen an Bord, die zur Landung bereit find. Ein Theil der mohamedanischen Bevölkerung ist gegen ben Mini- fter Mustopha aufgebracht unb wird wahrscheinlich für die Europäer Partei ergreifen, wenn ein Aufstand ausbrecken sollte. Mustapha hat Maßregeln geg<a Diejenigen ergriffen, welche die Eisenbahnbeamlen angreisen.
Schweiz.
Bern, 25. April. Der Dundesrath hat wegen deS.Protestes" gegen die (eil ftrreilen hinausgeschobene) Hinrichtung ter Jesfi Helfmann, welcher sehr heftige Ausdrücke gegen tie russische Regierung unb ben Ezaren enthielt, eine Untersuchung angeorbnet.
Außland.
Petersburg, 24. April. Der eigentliche Mörder bes Kaisers, der Anfangs iälschlich Trlnikow genannt wurde, heißt mit seinem richtigen Namen Gnwemtzki unb ist ein früherer Schüler teS technologischen Instituts. Der Nihilist, der in der Stadthaupimannschast lern Publikum ausgestellt war unb Sel wrnvw heißen soll, ist jene Persönlichkeit, die im letzten Pro»«ß unter dem Nam« „ber Invalide" vorkommt (es fehlen ihm an einer Hand drei Finger, die er b i Ezplofionsrersuchen verloren haben soll). Rvffakow erkannte ihn, wußte aber feinen Namen nicht und sagte blos: „Das ist der Mann, der „ter Invalide" genannt wirb." Rvffakvo hegte wegen verschiedener Gepänd- niffe, die er in den letzten Tagen vor seiner Hinrichtung gemacht hatte, die f-ste Hcffnung, baß er unterm Galgen begnadigt werden würde. Er fragte auch btn Henker, als dieser ihm die Schlinge umlegte, ob betreffs seiner Person keine besonderen Derhalturgsmaßreqeln ertheilt worden seien. Die neuesten Proclamalionen der „Narodnaja Wolja" find in äußerst heftigem Tove geholten : fte fordern das Volk offen zur Empörung auf.
Kriechsutauv.
Athen, 25. Apr'l. Der Sficftritt des griechischen Lriegsministers und die rasche arderweitiae Besetzung dieses Postens wird als ein sehr friedlich'- Symptom m der griechisch-türkischen Angelegenheit aofgesaßt. Auch von Seiten der Pforte glaubt man auf baldigen günstigen Erfolg hoffen zu dürfen. Ob in längsten- 4 Wochen die ganze grieckisLe Angelegenheit durch lieber» gäbe der-abzutretenden Gebietst Hile sich erledigen laßen werde, krollen wir ii örim erunj an die Uebergabe von Dulcizno dahingestellt sein laffen, wen» schon die Energie gerühmt wird, mit welcher die deutsche Diplomatie auftrüt, um die Frage aus der Welt zu schaffen. Der türkische Erfolg gegen die Albanefen^tönnte leicht der PfoNe den Kamm wieder schwellen laffen, wie anderseits in Griechenland eine sehr erregte Stimmung der Bevölkerung die L^ge erfckwen.
aeiegraphifJtie kepelchrn.
Wolff's telegt. «trTefpoeleni-enrtau.
Leipzig, 26. April. Der bekannte Dichter Müller von der Werra ist heute gestorbe-.


